Sehr geehrte Experten,
ich habe eine Frage bzgl. Listeriose und Toxoplasmose in der Frühschwangerschaft bzw. das Risiko, sich damit unwissentlich infiziert zu haben.
Ich bin jetzt in der 5. Woche schwanger und verzichte, seit ich von der Schwangerschaft weiß, selbstverständlich auf rohes Fleisch und Rohmilchprodukte und wasche auch rohes Obst und Gemüse vor dem Verzehr gründlich.
Am 23.02. habe ich einen Vorsorgetermin beim Frauenarzt, wo auch ein Toxoplasmoseantikörpertest gemacht werden soll. Einen früheren Termin habe ich leider nicht bekommen. Deshalb wende ich mich jetzt vorab an Sie, um evtl. ein wenig Beruhig zu erfahren, da ich vor Sorgen fast eingehe -
Am 04.02., also 19 Tage vor dem Termin am 23.02. habe ich bei einer Freundin einen Möhrensalat aus Bio-Möhren gegessen, die nicht geschält, sondern nur gewaschen wurden, wie ich jetzt erfahren habe. Und da Toxoplasmose ja auch durch Erde übertragen werden kann die mit toxoplasmotischem Katzenkot verunreinigt ist) und ich nicht weiß, wie gründlich jetzt die Möhren tatsächlich gewaschen wurden, mache ich mir total Sorgen. Deshalb meine Fragen
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Wie schnell bilden sich im Blut Antikörper gegen Toxoplasmose? Die Inkubationszeit soll ja 1-3 Wochen sein. Also könnte der Antikörpersuchtest 19 Tage nach einer möglichen Infektion noch negativ sein?
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Wann wären auf jeden Fall ausreichend viele Antikörper da, um den Test zu wiederholen, sollte er am 23.02. negativ auf Toxoplasmose ausfallen, eben um sicherzugehen, dass ich mich auf keinen Fall infiziert habe?
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Wenn der Test positiv ausfällt, ich also im Blut Antikörper gegen Toxoplasmose hätte, könnte man herausfinden, ob ich schon länger immun bin das Baby wäre sicher) oder ob eine aktuelle Toxoplasmoseinfektion vorliegt und sich die Antikörper sozusagen „frisch“ gebildet haben (Gefahr für das Baby)?
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Soll ich in Restaurants jetzt prinzipiell auf Salat verzichten?
Dann hätte ich noch eine Frage bzgl. der Gefahr, sich mit Listeriose infiziert zu haben. Mein Frauenarzt sagte nur, dass Produkte aus Rohmilch tabu sind, Käse aus pasteurisierter Milch z.B. Frischkäse, (der in Deutschland nur aus pasteurisierter Milch hergestellt werden darf) wäre unbedenklich, da durch das Pasteurisieren die Listerien abgetötet werden. Nun habe ich an dem Tag, bevor ich wusste, dass ich schwanger bin an so einem Feinkoststand von den gefüllten Paprika und Frischkäseaufstrichen probiert und mir überhaupt nichts dabei gedacht, da Frischkäse ja aus pasteurisierter Milch hergestellt werden muss. Daher war ich auch sicher, dass diese mit Frischkäse gefüllten Paprika und die Frischkäseaufstriche sicher wären. Naja, und irgendso eine Liste aus dem Internet hat mich dann wieder verunsichert, weil da drinstand, dass industriell hergestellter und abgepackter Frischkäse unbedenklich wäre, aber loser Frischkäse von Frischkäseständen gemieden werden soll. „Warum“ steht da nicht und ich hab es auch nicht verstanden (wenn die Listeriose-Bakerien in Frischkäse doch durch das Pasteurisieren der Mich abgetötet werden, dann werden die doch nicht wieder später lebendig, nur weil der Käse nicht sofort industriell verpackt wurde ??? Oder??), aber verunsichert hat es mich dann doch sehr.
Wie hoch ist realistischerweise die Gefahr einzuschätzen, dass ich mich durch diese mediterranen Antipasti mit Listeriose infiziert haben könnte?
Ich bedanke mich im Voraus sehr für Ihre Antwort und hoffe, dass sie mich ggf. schon mal etwas beruhigen können, denn sich so viele Sorgen zu machen, das kann für das Baby schließlich auch nicht gesund sein…
Mit freundlichen Grüßen
Sonnenscheinchen