Schwanger....was ist mit job?

hi
haben folgendes problem.
ich bekam von einer zeitarbeitsfirma einen job bei einer großes firma.
anfang juni wurde ich dann von dieser firma mit einem unbefristeten vertrag übernommen. nun, heute, hat es sich herausgestellt, dass ich in der ca. 10 woche schwanger bin. das heisst, ich war bereits schwanger, als ich den unbefristeten vertrag unterschrieben habe. das kind war nicht geplant und es wurde auch verhütet. also es wurde nicht darauf angelegt und auch nie in betracht gezogen jetzt schwanger zu werden.
da ich mich anderst fühlte bin ich zum hausarzt, der mich zum frauenarzt weitergeschickt hat und so kam es dann überraschend heraus.
nun wird ja mein bauch auch wachsen und ich fange an die krise zu bekommen.
ich liebe meinen job über alles und möchte dieses auf gar keinen fall aufgeben. ich möchte auch keine 3 jahre mutterschaftsurlaub, sondern nur die nötigste zeit die man einhalten sollte, danach wird sich mein freund und meine muter um das kind kümmern so lange ich beim arbeiten bin. ich habe studiert und mir ist es wichtig, dass ich in meinem beruf bleibe, was aber nicht heißt, dass ich das kind „verstoße“, nein, auf keinen fall, wir müssen einfach lösungen finden, so lange ich tagsüber, ca von 8 uhr bis 17uhr beim arbeiten bin.
aber nun zu meinem eigentlichen problem…
wie sag ich es meinem chef???
ich hab echt angst davor, dass ich nun wieder gekündigt werde.
ich habe keine probezeit und mein vertrag ist unbefristet. mein chef ist aber eigentlich schon ok.
was muss ich befürchten und ich werde auf jeden fall bis zur 12. woche warten, bis ich was sage. darf ich das oder muss ich es sofort sagen.
wer kann mir weiterhelfen. ich brauche rechtliche grundlagen, ob er mich kündigen darf und wann ich mit ihm reden muss.
gibt es eine instution, die mir anworten geben kann? internet seiten die hilfreich sind?
ich bin echt total überfordert, da ich nicht weiss, was auf mich zukommt, job-mäßig.

bitte helft mir weiter.

shawntee

Hallo shawntee,

erstmal herzlichen Glückwunsch - sowohl zum Job als auch zum baldigen Nachwuchs, auch wenn es nicht geplant war…

ich liebe meinen job über alles und möchte dieses auf gar
keinen fall aufgeben. ich möchte auch keine 3 jahre
mutterschaftsurlaub, sondern nur die nötigste zeit die man
einhalten sollte, danach wird sich mein freund und meine muter
um das kind kümmern so lange ich beim arbeiten bin.

Ich bin selbst ungeplant Mama geworden und wollte auch nicht aus meinem Job aussteigen. Nachdem der Kleine allerdings da war, konnte und wollte ich nicht mehr Vollzeit arbeiten, obwohl ich auch die Oma als Babysitter nutzen konnte. Es ist einfach so gewesen, dass ich zum einen das Gefühl hatte, was beruflich zu verpassen, zum andern wollte ich aber auch soviel Zeit wie möglich mit dem Baby verbringen und mich selbst kümmern. Das ist eine Gratwanderung, die du aber für dich selbst lösen musst, wenn das Kleine erstmal da ist. ch persönlich habe 4 Monate gestillt, danach wieder Teilzeit ca. 20 Std. gearbeitet und jetzt auf 12 Std. reduziert.

ich habe studiert und mir ist es wichtig, dass ich in meinem beruf
bleibe, was aber nicht heißt, dass ich das kind „verstoße“,
nein, auf keinen fall, wir müssen einfach lösungen finden, so
lange ich tagsüber, ca von 8 uhr bis 17uhr beim arbeiten bin.
aber nun zu meinem eigentlichen problem…
wie sag ich es meinem chef???
ich hab echt angst davor, dass ich nun wieder gekündigt werde.

Als Schwangere kann er dich nicht kündigen bis 4 Monate nach der Entbindung und muss dir auch nach der Entbindung den Job sicherstellen, wenn du wieder arbeiten möchtest. In der Elternzeit hast du auch Kündigungsschutz.

was muss ich befürchten und ich werde auf jeden fall bis zur
12. woche warten, bis ich was sage. darf ich das oder muss ich
es sofort sagen.
wer kann mir weiterhelfen. ich brauche rechtliche grundlagen,
ob er mich kündigen darf und wann ich mit ihm reden muss.

Ich würde deinem Chef so schnell wie möglich mitteilen, dass du schwanger bist, und auch, dass du es jetzt erst erfahren hast und das Kind nicht geplant war. Sonst kommt er sich vielleicht ein bischen so vor, als ob er über den Tisch gezogen wurde.

§ 5 Abs. 1 Mutterschutzgesetz: „(1) Werdende Mütter sollen dem Arbeitgeber Ihre Schwangerschaft und den mutmaßlichen Tag der Entbindung mitteilen, sobald ihnen ihr Zustand bekannt ist.“
Allerdings warten die meisten bis nach der 12. Woche, wenn das Risiko einer Fehlgeburt geringer ist.

gibt es eine instution, die mir anworten geben kann?

weiß ich nicht genau, vielleicht pro familia, Caritas Familienberatung oder ähnliche Stellen

internet seiten die hilfreich sind?

Vielleicht helfen dir diese Links:
http://www.frauenmachenkarriere.de/Themen/Familie_un…
http://www.adeba.de/discus2/showthread.php?t=2662
http://inhalt.monster.de/4041_de-DE_p1.asp

Über Google kannst du jede Menge weitere Info finden, auch die gesetzlichen Grundlagen (Mutterschutz, Elternzeit etc.)

Alles Gute und schöne Grüße,
taxzero

vielen vielen dank, das ist so lieb, dass ich so gute infos bekommen habe.
ich werde wie gesagt auch die 12woche abwarten, nicht dass doch noch was ist und das dann alles chaos verursacht.

ich hatte halt echt angst, da ich erst frisch hier arbeite, dass er mich rauswerfen kann. aber es war echt nicht geplant und nicht gewusst, somit hab ich auch ein reines gewissen.

vielen dank erst mal.
liebe grüße,
shawntee

Hallo shawntee,

anfang juni wurde ich dann von dieser firma mit einem
unbefristeten vertrag übernommen.

herzlichen Glückwunsch.

nun, heute, hat es sich
herausgestellt, dass ich in der ca. 10 woche schwanger bin.
das heisst, ich war bereits schwanger, als ich den
unbefristeten vertrag unterschrieben habe. das kind war nicht
geplant und es wurde auch verhütet. also es wurde nicht darauf
angelegt und auch nie in betracht gezogen jetzt schwanger zu
werden.

Gerade in solchen Situationen ist manchmal die „ungeplante Schwangerschaft“ die beste Gelegenheit, sich doch zu einem Kind durchzuringen.

ich liebe meinen job über alles und möchte dieses auf gar
keinen fall aufgeben. ich möchte auch keine 3 jahre
mutterschaftsurlaub, sondern nur die nötigste zeit die man
einhalten sollte, danach wird sich mein freund und meine muter
um das kind kümmern so lange ich beim arbeiten bin.

Ich würde Dir auf jeden Fall zu einer möglichst langen Stillzeit raten, wenigstens ein halbes Jahr voll stillen wäre für Dein Kind schon recht gut. Evtl. ermöglicht Dir ja Dein Job, in der Zeit (nach der eigentlichen Mutterschutzfrist) ein wenig von zuhause aus zu arbeiten. Bis 19 Stunden die Woche sind nach meinen Informationen Elternzeitunschädlich möglich.

ich habe studiert und mir ist es wichtig, dass ich in meinem beruf
bleibe, was aber nicht heißt, dass ich das kind „verstoße“,
nein, auf keinen fall, wir müssen einfach lösungen finden, so
lange ich tagsüber, ca von 8 uhr bis 17uhr beim arbeiten bin.

Das klingt nach recht regelmäßigen Arbeitszeiten, da sollte es, ggf. nach der Mindeststillzeit keine Probleme geben. Allerdings solltest Du nicht nur mit Deinem Freund, sondern auch mit Deiner Mutter über wichtige Erziehungsziele gleicher Meinung sein, das wäre der schlimmste Konfliktstoff.

aber nun zu meinem eigentlichen problem…
wie sag ich es meinem chef???

Freundlich, mit allen Informationen, die Du uns hier gegeben hast.

ich hab echt angst davor, dass ich nun wieder gekündigt werde.

Dass er das selbst in einer Probezeit nicht dürfte, hast Du unten schon gelesen. Aber je schneller er es erfährt, einschließlich Deiner schnellen Wiedereinstiegswünsche, desto einfacher kann er die (kurze bis nicht ganz so kurze) Ausfallzeit planen.

was muss ich befürchten und ich werde auf jeden fall bis zur
12. woche warten, bis ich was sage. darf ich das oder muss ich
es sofort sagen.

Bis zur 12 Woche zu warten ist sicher nicht schlecht, vor allem, wenn Du keine Tätigkeiten ausführen musst, die für Schwangere verboten sind.

wer kann mir weiterhelfen. ich brauche rechtliche grundlagen,
ob er mich kündigen darf und wann ich mit ihm reden muss.

Die rechtliche Grundlage für alles ist das Mutterschutzgesetz. Das gibt es mit Sicherheit im Netz, auch in diesem Forum sind im Archiv einige Links vorhanden.

gibt es eine instution, die mir anworten geben kann? internet
seiten die hilfreich sind?
ich bin echt total überfordert, da ich nicht weiss, was auf
mich zukommt, job-mäßig.

Das „überfordert fühlen“ ist ganz normal bei einer ungeplanten Schwangerschaft. Aber die Organisation von Kind und Beruf kann wahrhaft tolle Fähigkeiten in Sachen Organisation in einem wecken.

Gruß, Karin

PS: Deine ViKa ist dann ja wohl nicht mehr aktuell, in der noch „Student“ steht.

Hallo shawntee,

Bis 19 Stunden die Woche
sind nach meinen Informationen Elternzeitunschädlich möglich.

Nur als kleine Ergänzung:
Tatsächlich darfst du in der Elternzeit sogar bis 30 Std. pro Woche arbeiten.
Die Elternzeit ist übrigens variabel. Ein ganzes Jahr kannst du sogar bis zum 8. Lebensjahr nehmen, nach Rücksprache mit dem Chef.

Außerdem kann ich karin nur zustimmen: Je länger du stillst, desto besser.
Und die Erziehungsmethoden müssen auch unbedingt abgestimmt sein mit den Babysittern, sonst endet es im Chaos. Das war auch ein Grund, dass ich mehr Zeit zuhause verbringen wollte: Der Kleine hatte ruckzuck raus, wo er „wie“ „was“ am leichtesten bekommt und hat das auch „schamlos ausgenutzt“. (Weißt bestimmt wie ich das meine :wink: )

Also, Kopf hoch, das wird schon!

Liebe Grüße,
taxzero

vielen vielen lieben dank an euch.

sorry, ja, bzw nein. ich bin seit ende 2004 kein student mehr…ich ändere meine VIKA asap ab…
danke für den hinweis.

hallo ,

aber worauf ih nicht eingegangen seit sie war ja bereits schwanger als sie den Vertrag unterschrieb ist dieser noch rechtskräftig ? das wäre etwas was mich sehr interessieren würde was ist wenn ich einen arbeitsvertrag unteschreibe und schwanger bin ? ich hoffe es ist ok das ich meine frage an deine diskusion anhänge

lg
sky

Hi!

aber worauf ih nicht eingegangen seit sie war ja bereits
schwanger als sie den Vertrag unterschrieb ist dieser noch
rechtskräftig ?

Ja klar - warum sollte er das nicht sein?

das wäre etwas was mich sehr interessieren
würde was ist wenn ich einen arbeitsvertrag unteschreibe und
schwanger bin ?

Der Mutterschutz ist der vermutlich stärkste Schutz, den eine Arbeitnehmerin in Deutschland genießt. Selbst, wenn man unter Vorsatz seinem Arbeitgeber in spe eine Schwangerschaft verschweigt, ist das rechtlich völlig in Ordnung, und die werdende Mutter genießt alle Rechte.

LG
Guido

hallo

vielen dank für deine antwort ich hab immer gedacht das der vertag dann nicht mehr rechtskräftig wäre weil mann den neuen AG ja mit absicht eine Information verheimlicht mit er man unter normalen Umständen nicht angenommen worden wäre.

Hallo,

man darf sogar da die Frage nach einer bestehenden Schwangerschaft nicht zulässig ist bei der Antwort nicht nur schweigen, sondern auch lügen.

Grüße
Juhe