Schwanger werden ende 2002 trotzdem neuen job?

Hallo.

ich koennte mir vorstellen das man ihr betriebsbedingt
kuendigt dann waere das kein thema.

Naja, wenn Ihr darauf steht, straffällig zu werden, könnt Ihr ja in Ruhe mal darüber nachdenken…

Also, damit das klar ist: wenn Ihr eine betriebsbedingte Kündigung vorschiebt, um eine Sperre des ALG zu umgehen, handelt es sich um Betrug.
Mögliche Folgen für den AG und Deine Freundin:

  • Strafanzeige
  • Verfahren
  • Verurteilung
  • Geldstrafe
  • Gefängnis

Immer noch begeistert von der Idee?

Und, sei mir nicht böse, ich bin froh für jeden, den es dabei erwischt! Das ALG ist dafür gedacht, Menschen zu unterstützen, die schuldlos arbeitslos werden und nicht, damit Ihr euch mal in Ruhe bezahlt nach einem neuen Job umzuschauen könnt!

Also => erst neuer Job, dann kündigen.

Gruß,
LeoLo

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Hallo.

Ui, toll! Endlich mal jemand, der hier Tacheles redet! Dafür hast Du sogar 2 Bewertungspunkte bekommen! Interessant. Jemand der offensichtlich gegen das Grundgesetz verstößt, bekommt hierfür zwei Bewertungspunkte. Was? Du verstößt nicht gegen das GG? Ach, nee, Du bist ja angeblich nur so brüskiert, weil die AN nicht die Wahrheit gesagt hätte. Verstehe, Du hättest sie sicherlich auch eingestellt, wenn sie Dir gesagt hätte, daß sie schwanger ist und möglicherweise ein Beschäftigungsverbot folgen könnte. Klar, Du bist eben ein wirklich gerechter Mensch. Eine Schwangere wegen der Schwangerschaft in den Kohlenkeller schicken? Selbstverständlich nur „im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten“, weil Du ja ein Mensch von Ehre bist. Lügende Gebärmaschinen haben es vermutlich nicht anders verdient! Recht hast Du, was machen die auch außerhalb des Hauses? Kinder, Küche, Kirche!

Du + 2 Bewertungspunkte = schon mindestens 3 arme Geister. Ich hoffe, von Eurer Sorte gibt es nicht mehr! Das wäre echt schade!

So far.
LeoLo

aus Arbeitgebersicht hätte Deine Freundin sofort die
A***-karte gezogen wenn ich sie eingestellt hätte und sie
würde mir nach zwei Wochen mitteilen sie sei schwanger.
(…)Wenn mich jemand veräppeln
will und mir so etwas wichtiges wie eine Schwangerschaft
verschweigt - der darf nicht darauf hoffen dass er bis zum
Ende des Beschäftigungsverhältnisses aus dem Kohlenkeller
wieder rauskommt (im Rahmen der gesetzlichen Möglchkeiten
natürlich). (…)
bye
Rolf

Hiho,

mit polemik kommst Du bei mir nicht weit.

Von lügenden Gebärmaschinen war hier nicht die Rede. Es war davon die Rede kalkuliert dann ein Kind zu produzieren wenn man gerade frisch einen neuen Job begonnen hat.

Findest Du das o.k.?

bye
Rolf

Huhu,

aber wie wuerde es aussehen nach sagen wir 3-6 monaten?

Wenn Sie mir glaubhaft machen würde dass das ein Unfall war - was wollte ich machen.

es ging im meinem posting auch nicht um das wie bescheisse ich
einen AG sondern um das problem:

Naja, genau das würdest Du aber aus meiner Sicht machen.

soll eine frau die in 3-6 monaten schwanger werden will (das
heisst in 6-12 monaten ausfaellt) einen job den sie ohne
schwangerschaft _sofort_ kuendigen wuerde aufgeben und sich
was neues suchen?

Schwere Frage. Wenn die Belastung der Frau dermassen hoch ist dass sie sich das bestehende Arbeitsverhältnis nicht weiter zumuten kann…dann verstehe ich die Frau natürlich auch.

2 wochen ist ja auch ein extremes beispiel! wie sieht es aus
nach 3-6 monaten?

Siehe oben bzw. mein erstes Posting. Wenn ich mich vera**** fühle werde ich sicherlich kein besonders gutes Verhältnis zu der Angestellten entwickeln. Damit wird sie u.U. die gleichen Probleme wie im alten Job haben.

aber: wie regelt denn das gesetz den interessenskonflikt
zwischen einer frau die nicht als arbeitslose schwanger werden
will und einem AG?
wer _zahlt_ den die ausfallzeit ueberhaupt?
andersgefragt: welche laufenden kosten hat ein AG bei einer
schwangeren AN? die gleichen wie bei einer kraft die fulltime
anwesend ist? wohl kaum oder? ich kenn mich da echt nicht aus!

Das Problem ist, dass der AG nicht nur die normalen Kosten der Schwangerschaft trägt. Das ist garnicht sooo schlimm da die Krankenkasse den größten Teil übernimmt. Das größere Problem ist dass der AG einer kleineren Firma wärend der Schwangerschaft einer Angestellten niemanden einstellen kann. Warum? Bei Verlust des Kindes würde die AN ja u.U. wieder an den Arbeitsplatz zurückkehren wollen. Natürlich kann der AG dann die neue Kraft mit Hinweis auf die Probezeit entlassen - fair wäre das aber nicht.

Des Weiteren sehe ich bei Euch das Problem dass Deine Süsse nach drei Monaten noch nicht einmal richtig eingelernt ist. Sie war also für den AG bis dahin nicht voll leistungsfähig. Bei einer Neuanstellung investiere ich ja zuerst einmal und hoffe, dass sich der AG in der Zukunft gut einlebt und einarbeitet.

So, leider muss ich gehen. Die rechtlichen Argumente bringe ich dann später.

Viele Grüße
Rolf

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Kohlenkeller
Hi,
wer hier die A*-Karte gezogen hat und wie gross der (legale) Spielraum des AG ist kann man hier nachlesen:
http://www.jura.uni-sb.de/sr/i0102.htm
oder hier:
http://www.bewerbungsmappen.de/links/Arbeitsrecht/Ar…

usw. usf.

Eigentlich ist das Grundwissen im Arbeitsrecht…

Aber da Du die Frage nach einer Schwangerschaft in einen Vorstellungsgespräch ja sowieso nicht stellen darfst, hättest Du als gesetzestreuer Bürger eh nicht nachgefragt. Damit würde Dich niemand veräppelt werden und der Kohlenkeller müsste weiterhin auf das Aufräumen warten …

Ciao Rossi

hallo peter,

meine freundin udn ich planen fuer den herbst unser erstes
kind, geburt dann wogl sommer 2003.

Du scheinst ja an eine Punktlandung zu glauben: : im Zeitraster von 3x3 Tagen soll es klappen.

  • kann meiner freundin im neuen job

Falls Kiga- Schwestern nicht gerade Mangelware sind, wird sie keinen neuen Job kriegen. Jeder halbwegs clevere Personaler macht doch die Rechnung auf:
28jährige jährige Frau, in glücklicher langjähriger Partnerschaft, die kinderlieb ist, keine wahnsinnigen Karrieresprünge vor sich hat und deren Partner gut verdient.
Wie gross ist da die Wahrscheinlichkeit, dass das Paar keine Verhütungsmittel benutzt?
Und dies vor dem Hintergrund des weitgehenden Kündigungsschutzes bei Mutterschutz…

Tschuess Marco.

Hallo Leolo,

Interessant. Jemand der offensichtlich gegen das Grundgesetz
verstößt, bekommt hierfür zwei Bewertungspunkte.

Es geht weniger darum, ob er gegen irgendein Gesetz verstößt, sondern vielmehr darum, dass er mal ausspricht, was viele Personaler denken.

Was? Du
verstößt nicht gegen das GG? Ach, nee, Du bist ja angeblich
nur so brüskiert, weil die AN nicht die Wahrheit gesagt hätte.

Darum geht’s gar nicht. Wenn Du als Kleinunternehmer jemanden einstellst, dann ist unmittelbar Dein eigenes Geld davon betroffen (als Inhaber trägst Du bekanntlich auch die Verluste). Wenn Dir dann jeman vorsätzlich „einen Braten unterschiebt“, dann kann man schon sauer sein, denn einen Kleinunternehmer kann das schon mal in Existenzbedrängnis bringen. Sorry, aber im Zweifelsfall würde ich halt so lange beim alten AG bleiben.

Verstehe, Du hättest sie sicherlich auch eingestellt, wenn sie
Dir gesagt hätte, daß sie schwanger ist und möglicherweise ein
Beschäftigungsverbot folgen könnte.

Nein, natürlich nicht. Hier geht mir der Gesetzgeber allerdings zu weit. Ein Gesetz erlassen, das dann der AG ausbadet - der Gesetzgeber muß ja schließlich nicht dafür bezahlen.

Klar, Du bist eben ein
wirklich gerechter Mensch. Eine Schwangere wegen der
Schwangerschaft in den Kohlenkeller schicken?
Selbstverständlich nur „im Rahmen der gesetzlichen
Möglichkeiten“, weil Du ja ein Mensch von Ehre bist. Lügende
Gebärmaschinen haben es vermutlich nicht anders verdient!

Wenn es auf der Welt einfach mal ein bisschen weniger Polemik geben würde und sich die Leute einfach mal in die Lage des Gegenübers versetzen würden (bei AG und Gewerkschaften scheinbar nicht möglich), dann wäre die Welt wesentlich gewaltärmer und angenehmer.

Recht hast Du, was machen die auch außerhalb des Hauses?
Kinder, Küche, Kirche!

Schon wieder Polemik. Polemische Gegenfrage: warum soll ich als AG für etwas bezahlen, was mir keinerlei Gegenwert bringt ?

Du + 2 Bewertungspunkte = schon mindestens 3 arme Geister. Ich
hoffe, von Eurer Sorte gibt es nicht mehr! Das wäre echt
schade!

Spätestens hier merkt man, dass Du AN und nicht AG bist. Solange es nicht um Deinen Geldbeutel geht, kann man ja fordern. Sobald der eigene Geldbeutel in Gefahr ist, wird kräftig gestenkert (siehe TEURO usw.).

Übrigens: anonymes Stänkern ohne Einträge in der Vika halte ich schlicht und ergreifend für feige.

Grüsse

Sven

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Hi Upe,

DAS ist klar!
aber wie wuerde es aussehen nach sagen wir 3-6 monaten?

Da ich die Probezeit grundsätzlich auf 6 Monate auslegen würde, dürfte sich die Antwort teilweise schon erledigt haben.

KLAR!
es ging im meinem posting auch nicht um das wie bescheisse ich
einen AG sondern um das problem:

soll eine frau die in 3-6 monaten schwanger werden will (das
heisst in 6-12 monaten ausfaellt) einen job den sie ohne
schwangerschaft _sofort_ kuendigen wuerde aufgeben und sich
was neues suchen?

Nein, da die Gefahr einfach zu groß ist. Sie kann den Job ja immer noch aufgeben, wenn Sie wieder ins Berufsleben zurückkommt. I.A. kann man diese 6-12 Monate im alten Job ja wohl noch aushalten.

2 wochen ist ja auch ein extremes beispiel! wie sieht es aus
nach 3-6 monaten?

Es ist für mich gestört, wenn die MA zum Zeitpunkt der Bewerbung schon schwanger ist. Wenn der Fall erst hinterher eintritt, dann ist das halt einfach Pech für den AG.

ne ich versteh das VOLL und ganz!
aber: wie regelt denn das gesetz den interessenskonflikt
zwischen einer frau die nicht als arbeitslose schwanger werden
will und einem AG?

Das Problem für die Frau ist einfach und simpel die Probezeit, in der meines Wissens nach ohne Angabe von Gründen gekündigt werden kann.

wer _zahlt_ den die ausfallzeit ueberhaupt?

Bei AG bis 20 MA gibt es eine Versicherung, die 0,x % des Bruttolohns aller MA kostet. Damit ist die Ausfallzeit eigentlich bezahlt.

Das Problem für kleine AG ist, dass 1. jemand Neues für den Job gesucht werden muß (=Kosten) 2. diese Neue eingearbeitet werden muß (=Kosten), 3. diese Neue nur einen Zeitarbeitsvertrag bekommen kann (=Probleme jemande Gutes zu bekommen) und die dann wieder entlassen werden muß, wenn die „Alte“ wieder zurückkommt (=Frust in der Belegschaft). So manchen Kleinunternehmer hat das schon einiges an Nerven und Geld gekostet.

Größere Unternehmen (>20 MA) müssen selbst dafür aufkommen.

andersgefragt: welche laufenden kosten hat ein AG bei einer
schwangeren AN? die gleichen wie bei einer kraft die fulltime
anwesend ist? wohl kaum oder? ich kenn mich da echt nicht aus!

Siehe oben: bei AG > 20 MA schon, aber auch bei AG

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Hi Rossi,

da geht es nicht ums nachfragen. Ich erlaube mir sehrwohl die Frage ob ein Kind geplant ist. Dass die Dame vor mir in diesem Moment nicht die Wahrheit zu sagen braucht ist mir auch klar.

Wohlgemerkt: Es geht mir hier nicht darum dass ich eine Frau einstelle die irgendwann ein Kind haben möchte. Wenn sich aber jemand von mir einstellen lässt und praktisch im gleichen Atemzug die Pille absetzt dann kostet mich das ziemlich viel Geld und, in unserem Beruf, auch Ressourcen und Image („bei dem wechseln sie aber schnell“).

Dass das Arbeitsverhältnis unter diesen Umständen nicht mehr perfekt ist kann man nachvollziehen. Auch werden Kolleginnen und Kollegen unheimlich über diese Situation erfreut sein weil sie in den Fehlzeiten der Schwangeren die Arbeitsbelastung mittragen müssen.

Wohlgemerkt: Dies gilt auch bei einer „normalen“ Schwangerschaft. Es geht hier lediglich um den Vorsatz der die Angelegenheit für mich untragbar macht.

bye
Rolf

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Hi Borja,

die antwort wird dir wenig helfen.

Ich wurde zu einer Zeit geboren, als es den Mutterschutz noch nicht gab und die Frauen ihre Kinder fast während der Arbeit bekamen und nach dem Wochenbett direkt wieder arbeiten gegangen sind.

Daß es den Mutterschutz gibt, halte ich durchaus für richtig. Und Frauen sollen natürlich auch Kinder bekommen und das in einem Rahmen und einer Umgebung, die es ihr nicht zum Nachteil gereichen läßt, daß sie ein Kind bekommt.

Aber wenn jemand hingeht und die Schutzgesetze derart benutzt, daß sie eigentlich von ihrem Sinn her ausgehebelt werden und dazu führen, daß sich die Situation der Frauen bei der Gleichstellung im Beruf verschlechtert, dann ist doch im Denken was verkehrt.

Siehe die Regelungen:

Drei Jahre Freihalten der Stelle.
Verlängerung dieser Frist bei erneuter Schwangerschaft.

Dieses ist nur im öffentlichen Dienst oder in ähnlichen Arbeitsverhältnissen möglich.

eine Bekannte von uns, Lehrerin, hat nach 3 Kindern und insgesamt 8 jahren ununterbrochener Auszeit ihre Postion als Gymnasiallehrerin wieder aufgenommen.

Mag als Lehrerin ja angehen, aber stell dir das mal in nem kleinen Betrieb vor.

Meine Frau ist Erzieherin und hat in den letzten 10 Jahren 4 Schwangerschaftsvertretungen übernommen. die jungen Mütter hatten jeweils bis zum letzten Tag ihrer Auszeit die Möglichkeit zu sagen: Ich komme (nicht) wieder. Kannst du dir vorstellen,was das jeweils für die anderen bedeutete:

Meine Frau, so sie gerne im Kindergarten geblieben wäre, mußte sich trotzdem ca 3 Monate vorher für eine andere Stelle bewerben. Ter Träger mußte u.U. 3 monate auf eine Erzieherin verzichten, wenn die Dame dann doch nein sagte, und wieder den ganzen Bewerbungskram neu starten.

Es dargf die Dame im Mutterschutz auch nicht befragt werden, ob sie plane zurückzukommen oder nicht.

Siehst du das das Gesetz eigentlich im wirklichen Leben nicht umsetzbar ist. Und selbst Damen, die im „Sozialen Bereich“ tätig sind, sind so selbstsüchtig, daß sie ihre Rechte auf dem Rücken dejenige austragen, für deren Sorge sie eigentlich beschäftigt sind. da stimmt doch was nicht.

Noch ein Beispiel:

Eine neue Grundschule bei uns im Dorf: Bevorzugt eingesteltt wurden junge weibliche Lehrkräfte mit dem Status Beamter zur Anstellung. von 15 Lehrkräften waren 13 weiblich und 9 noch nicht verbeamtet. kaum war die zeit der Verbeamtung angebrochen, wurden von den neun Damen 7 nahezu gleichzeitig schwanger. Von den sieben Schwangerschaftsvertretungen wurden innerhalb der Mutterschutzzeiten wiederum 3 schwanger.

Natürlcih nutzten diese Damen ihre Rechte, aber haben der beruflichen Gleichstellung der Frau immensen Schaden zugefügt.

ode siehst du das anders.

gruss
winkel

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  1. Vorurteil, stelle keine Frauen ein, wenn die schwanger
    werden haste nur Ärger und vorher verderben sie mit ihrer
    Zickerei das Betriebsklima.

gruss
winkel

Einzige Frage: wie bist Du eigentlich auf die Welt gekommen?

Gruß
Borja

P.S. Ist keine Meinung über den Artikel, hier sehe ich das
(bis auf die Kündigung in der Probezeit) ähnlich wie Mathias.

Hi Borja,

die antwort wird dir wenig helfen.

Ich wurde zu einer Zeit geboren, als es den Mutterschutz noch
nicht gab und die Frauen ihre Kinder fast während der Arbeit
bekamen und nach dem Wochenbett direkt wieder arbeiten
gegangen sind.

Hallo winkel,

also, dann nehme ich Deine „Vorurteile“ einfach mal als Polemik, um etwas rabiat, sag’ ich mal, Würze in die Diskussion zu bringen.

Ich denke, Du kannst die Zeiten damals und heute nicht ganz vergleichen. Vor allem die Familienstrukturen waren anders (ich kenne es zumindest noch so von meinen Eltern/Großeltern/Ur-Großeltern), d.h. um das zu tun, was Deine Mutter (und damals sicher viele Frauen) getan hat, mußte es jemanden geben, der sich während der Arbeitszeit um das/die Kinder kümmert. Und das waren dann oft die Familienangehörigen. Heutzutage gibt es diese Form des Zusammenlebens kaum noch, es gibt die klassische „Mutter-Vater-Kind“-Familie, die Großeltern leben entweder - sofern noch rüstig - allein oder in einem Alterswohnsitz o.ä.
Ich weiß nicht, wie es zu der Zeit mit Einrichtungsstätten für Kinderbetreueung aussah, denke aber mal, genauso mau wie heute.

Daß es den Mutterschutz gibt, halte ich durchaus für richtig.
Und Frauen sollen natürlich auch Kinder bekommen und das in
einem Rahmen und einer Umgebung, die es ihr nicht zum Nachteil
gereichen läßt, daß sie ein Kind bekommt.

Danke, das klingt schon besser. Dein 2. Vorurteil war dermaßen krass, und dann kommt in mir unweigerlich MEIN Vorurteil hoch, daß Männer irgendwann ganz schnell vergessen, daß es auch eine Frau war, die sie geboren hat.

Aber wenn jemand hingeht und die Schutzgesetze derart benutzt,
daß sie eigentlich von ihrem Sinn her ausgehebelt werden und
dazu führen, daß sich die Situation der Frauen bei der
Gleichstellung im Beruf verschlechtert, dann ist doch im
Denken was verkehrt.

Das finde ich auch nicht gut. Sollte eine Frau in einem neuen Job während der Probzeit zufällig schwanger werden (denn so auf den Punkt genau läßt sich das ja nun wirklich fast nie „planen“), dann ist das Pech für den AG (und Glück für die Menschheit :wink:. Ich kenne so eine Situation auch aus einer früheren Firma und fand das nicht so toll, daß ich nach 4 Monaten (die Frau wurde dann auch noch krank und blieb während der ganzen Schwangerschaft weg) ganz schnell Ersatz suchen mußte, aber ich wußte auch, daß sie und ihr Mann im Grunde die Hoffnung schon aufgegeben hatten… tja, und dann ging’s eben doch. Menschlich konnte ich ihr nur gratulieren.

Siehe die Regelungen:

Drei Jahre Freihalten der Stelle.
Verlängerung dieser Frist bei erneuter Schwangerschaft.
Dieses ist nur im öffentlichen Dienst oder in ähnlichen
Arbeitsverhältnissen möglich.
eine Bekannte von uns, Lehrerin, hat nach 3 Kindern und
insgesamt 8 jahren ununterbrochener Auszeit ihre Postion als
Gymnasiallehrerin wieder aufgenommen.
Mag als Lehrerin ja angehen, aber stell dir das mal in nem
kleinen Betrieb vor.
Meine Frau ist Erzieherin und hat in den letzten 10 Jahren 4
Schwangerschaftsvertretungen übernommen. die jungen Mütter
hatten jeweils bis zum letzten Tag ihrer Auszeit die
Möglichkeit zu sagen: Ich komme (nicht) wieder. Kannst du dir
vorstellen,was das jeweils für die anderen bedeutete:
Meine Frau, so sie gerne im Kindergarten geblieben wäre, mußte
sich trotzdem ca 3 Monate vorher für eine andere Stelle
bewerben. Ter Träger mußte u.U. 3 monate auf eine Erzieherin
verzichten, wenn die Dame dann doch nein sagte, und wieder den
ganzen Bewerbungskram neu starten.
Es dargf die Dame im Mutterschutz auch nicht befragt werden,
ob sie plane zurückzukommen oder nicht.
Siehst du das das Gesetz eigentlich im wirklichen Leben nicht
umsetzbar ist. Und selbst Damen, die im „Sozialen Bereich“
tätig sind, sind so selbstsüchtig, daß sie ihre Rechte auf dem
Rücken dejenige austragen, für deren Sorge sie eigentlich
beschäftigt sind. da stimmt doch was nicht.

Noch ein Beispiel:
Eine neue Grundschule bei uns im Dorf: Bevorzugt eingesteltt
wurden junge weibliche Lehrkräfte mit dem Status Beamter zur
Anstellung. von 15 Lehrkräften waren 13 weiblich und 9 noch
nicht verbeamtet. kaum war die zeit der Verbeamtung
angebrochen, wurden von den neun Damen 7 nahezu gleichzeitig
schwanger. Von den sieben Schwangerschaftsvertretungen wurden
innerhalb der Mutterschutzzeiten wiederum 3 schwanger.

Natürlcih nutzten diese Damen ihre Rechte, aber haben der
beruflichen Gleichstellung der Frau immensen Schaden zugefügt.

Das sind natürlich extreme „Negativ-Beispiele“, ich denke nicht, daß man daraus generell allgemeine Schlüsse ziehen kann. Es ist richtig, daß Kleinbetriebe solche Situationen wie oben beschrieben nur schwer verkraften. Und es ist richtig, daß die (wenigen), die das System AUSnutzen, allen anderen und dem gesamten System Schaden zufügen.
Andererseits wird das, was Du oben beschrieben hast, in Kleinbetrieben so gar nicht vorkommen können (mangels Masse an möglich schwanger werdenden Frauen).

Ich denke, das grundsätzliche Problem liegt in in unserer Form der Gesellschaft:
* zu wenig Betetreuungsangebote für Kinder
* immer noch zu unflexible Arbeitszeiten (heißt nicht: weniger Stunden, heißt nur: individuelle Verteilung)
* job sharing ist für die meisten immer noch ein „englisches Fremdwort“
* Telearbeitsplätze sind Mangelware
* Väter, die Elternzeit in Anspruch nehmen, sind in vielen Augen immer noch „Weicheier“ und „blöd genug, für ein Kind einen Karriereknick hinzunehmen“
u.v.m.

HIER muß etwas passieren, das Mutterschutzgesetz in der aktuellen Form ist m.E. keine Lösung, sondern führt dazu, daß Frauen im gebärfähigen Alter i.d.R. aus den Entwicklungsmöglichkeiten des Berufslebens ausgegrenzt werden (oder das Gesetz ausnutzen …). Nahezu kein Mann muß sich die Frage stellen „Kind oder Beruf“, Frauen schon. Da ist doch was verkehrt in unserer Gesellschaft.

Wären die von mir oben aufgeführten Punkte der Normallfall, könnte frau (zusammen mit mann) ganz individuell die Familenplanung betreiben, wäre natürlich einige Wochen nicht arbeitsfähig, aber ich denke, daß kann fast jeder AG verkraften (Stichwort: Zeitarbeit, Interimskräfte o.ä.), und könnte dann wieder - entsprechend den eigenen Bedürfnissen und im Einklang mit denen des AG’s - die Arbeit recht früh wieder aufnehmen. Ich kenne einige Frauen, die zum Glück diese Möglichkeiten hatten, und alle sind nach der Geburt gern wieder arbeiten gegangen (nach wenigen Monaten), teilweise gestaffelt (zuerst Teilzeit), oder als job sharing etc., die Frauen waren zufrieden, finanziell tat das auch gut, die Männer konnten ihre Arbeitszeiten auch anpassen und hatten auch mehr von Ihrem Kind, und last but not least ihre Kinder kenne ich allesamt als prima, fröhlich und unkompliziert. Ach ja, und die AG waren auch zufrieden, denn sie hatten hochmotivierte und leistungsfähige Arrbeitskräfte. Vielleicht nur einzelne Glücksfälle? Oder sollte das nicht der Regelfall sein?

ode siehst du das anders.

gruss
winkel

Oder wie siehst Du das?

Gruß Borja

Lösung?
Hallo,

es scheint doch offensichtlich zu sein, dass beides irgendwie nicht so richtig funktioniert. jedenfalls macht Ihr beide Euch ja auch Gedanken darüber.

Also, wenn es Deiner Partnerin in ihrem jetzigen Job nicht gefällt, dann sollte sie sich JETZT etwas Neues suchen. ganz in Ruhe und ohne Eile, bis sie das gefunden hat, wo sie wirklich bleiben möchte.

dann arbeitet sie sich ein. stressfrei und in Ruhe, kommt mit den Kollegen gut klar usw.

DANN nach der Probezeit, und wenn sie wirklich gut im Job steht, versucht Ihr es mit Nachwuchs. ok, dann wird es vielleicht nicht im Herbst was (ist ja eh fraglich, ob das gleich klappt) sondern vielleicht erst ein halbes Jahr oder Jahr später. mein Gott, sie ist doch nun wirklich noch jung genug um ein paar Monate zu warten.

jedenfalls ist es doch so für alle Beteiligten angenehmer. der AG fühlt sich nicht beschissen, Ihr braucht kein schlechtes Gewissen haben (Kinder sind nunmal normal), dem Baby geht es bestimmt auch besser, weil Mama nicht soviel Stress bekommt und auch für die Kollegen ist es angenehmer und fairer, wenn sie nicht nach 3 Monaten Einarbeitungszeit wieder von vorn anfangen müssen!

also irgendwie verstehe ich Euer Problem nicht so ganz!

Grüße
Queedin

Please don´t
Hallo Peter,

ich finde Eure (Deine) Einstellung ebenfalls höchst verwerflich. Ist doch die Probezeit dazu da festzustellen, ob AG und AN zusammen passen und man mit den gegenseitig gebotenen Leistungen zufrieden ist. Ihr allerdings umgeht genau diese Möglichkeit die auch dem AG zum Schutz vor arbeitsunwilligen Taugenichtsen dient, indem Ihr den sowieso extrem weitreichenden Kündigungsschutz noch einmal durch die Schwangerschaft ausdehnt.

Vielleicht solltet Ihr Euch einmal überlegen, ob Ihr überhaupt ein Kind in die Welt setzen wollt, wenn es finanziell so knapp zugeht, dass Ihr ohne Jobgarantie kein Kind bekommen könnt. Ich jedenfalls sehe ansonsten kein Hinderungsgrund für Deine Freundin während der Schwangerschaft arbeitslos zu sein. Oder geht es Euch um das negativ besetzte Image der Arbeitslosigkeit.

So wie Du es hier schilderst würde ich am liebsten einen Apell an die Politik starten, den Kündigungsschutz aufzuheben. Ich kann Rolf nur voll beipflichten. Ab in den Kohlenkeller wer ohne Gegenleistung Leistungen des AG in Anspruch nimmt (Unfälle und nicht gewollte Vorkommnisse immer und ausdrücklich ausgenommen).

Deutschland Deine Arbeitnehmer, …

So long und eine glückliches Händchen bei der Wahl der Methode wünscht
Falckus

Meine Güte
Ich erlaube mir sehrwohl die

Frage ob ein Kind geplant ist.

Also ehrlich: Wenn ich als junge Frau in einem Vorstellungsgespräch das gefragt werde, wird mir übel. Tja, Rolf, was erwartest Du denn als Antwort? Ein freudig-naives „Ja!“? Der Gesetzgeber hat sich sicher was dabei gedacht, als er solche Fragen verboten hat. Wahrheitsgemäss antworten brauch ich als Frau eh nicht. Obwohl ich Dir zustimme: Wer sich erst einstellen lässt und dann eine geplante Schwangerschaft „in Gang setzt“, handelt nicht gerade arbeitgeberfreundlich. Aber überlege Dir halt mal, wie eine solche Frage auf eine Frau wirken mag, die Du einstellen willst. Und fragst Du dann querbeet? Die 16jährige Azubi-Maus und die 40jährige Führungskraft?? Ich kenne sogar ein Unternehmen, das hat Frauen zunächst nur einen Halbjahrsvertrag gegeben, quasi, um zu sehen „wird sie nun schwanger oder nicht“. Ich finde das anmaßend, es macht mich regelrecht wütend. Ich weiss ja nicht, in welchem Geschäft Du bist, aber Verständnis habe ich nur, wenn es um Balett-Tänzer oder Models geht, die während der schwangerschaft ihren Beruf wirklich nicht ausüben können.

ich glaubs ja nicht …
sicher, die frau hat nun mal die ‚funktion‘, kinder auszutragen;
da laesst sich bis heute nun mal nix dran drehen.
und auch das sgb gibt dir sicher recht.

aber … ist das nicht ‚vorsaetzlicher betrug‘, deinen arbeitgeber zu enttaeuschen, indem du ausfaellst und er dadurch
wirkliche unannehmlichkeiten hat?

gruss - digi, der bedenken zu dieser praxis aeussert.

nachsatz
da (leider?) mit den rechtlichen mitteln eine kuendigung nicht maeglich ist, kann man immer noch damit rechnen, ordentlich gemobbt zu werden. ob das angenehm ist ? …

allerdings,…
in der volkswirtschaft wird global damit gerechnet,
dass frauen wegen schwangerschaft (zwangsweise) ‚ausfallen‘.
nur - davon hat der evtl kleine arbeitgeber wenig,
wenn es um die erledigung einer arbeit geht.
von seinen kosten garnicht zu reden.

gruss - digi, siehe unten :smile:

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Huhu Anna,

die Frage stelle ich schon deshalb weil ich es gut finde eine ehrliche Antwort zu erhalten. Wenn ich gesagt kriege: „Wir planen nix konkretes aber wenns rappelt dann rappelts halt“ oder etwas in der Richtung dann werde ich die Dame durchaus einstellen. Im Gegenteil, ich bin ihr dankbar dass sie ehrlich zu mir ist und wir können evtl auch gleich über Halbtagsjob oder Heimarbeitsmöglichkeiten reden.

Mit meiner letzten „Schwangerschaft“ lief das so. Die Kollegin meinte beim Einstellungsgespräch, sie hätte nix vor aber irgendwann wolle sie ein Kind. Dass das bei einem Alter von 31 nicht allzu lange auf sich warten lassen würde war mich auch klar. Trotzdem blieb sie 2 1/2 Jahre und hat jetzt ihr Baby bekommen. No Problem.

Mal Ehrlich: Auf beiden Seiten gibt es welche die versuchen die „Gegenseite“ (ojeh, wie sich das schon anhört) auszunutzen. Bei meinem kleinen Laden wäre jeder Versuch in dieser Richtung, sei es von Ihr oder von mir, der Tod der Arbeitsbeziehung. Wir sitzen dermassen aufeinander dass Teamarbeit nur bei sehr gutem Verständnis der Mitarbeiter möglich ist. Das ist der Grund warum ich mich über die Ursprungsfrage so aufgeregt habe.

Im Grunde sollten AN und AG wesentlich souveräner mit dieser Problematik umgehen können aber das klappt wohl noch lange nicht so richtig.

Bye
Rolf

1 „Gefällt mir“

nachtrag
Hiho,

jetzt hab ich Dein Posting zum x-ten Mal gelesen.

Lügende
Gebärmaschinen haben es vermutlich nicht anders verdient!
Recht hast Du, was machen die auch außerhalb des Hauses?
Kinder, Küche, Kirche!

Ist Dir ein Kleinstbetrieb lieber der wegen der Schwangerschaft schliessen muss und drei weitere Mitarbeiter entlässt? O.K., wir entfernen uns von der Ausgangssituation aber wo könnte es mir zur Zeit gehen (und komm mir jetzt nicht mit Sprüchen wie: Dann bist Du ein schlechter Geschäftsmann - ich sperre meine Zufahrtsstrasse zu meinem Laden nicht selbst und erhöhe auch keine Pauschalreisepreise und Flüge um bis zu 70%).

Du + 2 Bewertungspunkte = schon mindestens 3 arme Geister. Ich
hoffe, von Eurer Sorte gibt es nicht mehr! Das wäre echt
schade!

Warum beleidigst Du mich?

Rolf

Hallo -
ich hab nicht alle antworten gelesen. nur kurz meine meinung:

ich würde vermutlich jetzt im alten job die schwangerschaft starten. damit ist doch das problem des ungeliebten jobs/umfelds gelöst, sie kann „beruhigt“ in den mutterschaftsurlaub gehen und erziehungsurlaub nehmen. wenn ihr absehen könnt, wann sie wieder arbeiten gehen will, bewirbt sie sich und hat zwar den „negativpunkt kind“ (wobei ich das für eine Erzieherin ja nicht unbedingt als kriterium für eine bewerbung/einstellung sehen würde) aber es ist vielleicht tatsächlich fairer (… - meine einstellung hierzu führe ich nicht weiter aus…, außer, dass ich sage: so viele faire arbeitgeber gibt es auch nicht gerade… - das sollte kein argument sein, aber es führt dazu, dass man sich als AN auch nicht unbedingt den kopf des AG zerbrechen sollte…).

im vorstellungsgespräch muss sie halt - rein rechtlich gesehen - wahrheitsgemäß, nach bestem wissen, (was immer das ist :wink:) auf die frage nach einer bestehenden schwangerschaft (aber meines wissens nicht nach einer geplanten schwangerschaft) antworten. falsche aussage, ob bewusst oder unbewusst, könnte ihr sicherlich ärger oder eine kündigung einhandeln. ein schwangerschaftsbeginn während der probezeit kann kein kündigungsgrund sein. allerdings wird sich ein pfiffiger AG sicher eine andere begründung ausdenken können, um sie loszuwerden.

arbeitslos während der schwangerschaft ist sicherlich auch nicht das drama. ob schwanger oder nicht: arbeitslos ist arbeitslos - da gibt es keine unterschiede, außer, dass sie nach der entbindung halt ein bisserl mehr geld bekommt.

und noch eins, was ich gern an einige andere „poster“ richten möchte: ich verstehe nicht, warum ihr derart moralisierend auf der seite der AG seid. zum einen hat upe lediglich eine frage gestellt, die absolut legitim ist und jedem arbeitenden menschen, der nachwuchs plant, durch den kopf geht. ihr klingt fast so, als ob es verwerflich ist, überhaupt ein kind zu planen, wenn man eine arbeitsstelle hat und den armen AG damit „belastet“. etwas kurz und seltsam gedacht, finde ich. aber natürlich muss nicht jeder so denken. wahrhaftig seltsam finde ich nur diese angriffe… als ob upe hier irgendwie den sturz von irgendwelchen kapitalisten durch boshaft geplante schwangerschaften verursachen will (was durchaus eine nette neue form der revolution wäre :wink:)

gruß
gerry