Schwangerschaft - lebensfähiges Kind

Liebe Experten!

Bei der Recherche zu einem Artikel über Bestattung von totgeborenen Kindern bin ich in einem Zeitungskommentar auf die Bemerkung gestoßen: „Jede vierte Schwangerschaft endet ohne lebensfähiges Kind“. Mit anderen Worten, 25 Prozent.
Ich kann das nicht glauben, selbst wenn man dabei Schwangerschaftsabbrüche mitzählt.
Weiß jemand von Euch mehr?
Danke!
Martin

Hallo Martin,

Bei der Recherche zu einem Artikel über Bestattung von
totgeborenen Kindern

Interessantes Thema… Den Artikel würde ich gerne lesen, wenn Du fertig bist.

bin ich in einem Zeitungskommentar auf
die Bemerkung gestoßen: „Jede vierte Schwangerschaft endet
ohne lebensfähiges Kind“. Mit anderen Worten, 25 Prozent.
Ich kann das nicht glauben, selbst wenn man dabei
Schwangerschaftsabbrüche mitzählt.

Die Zahl ist meines Wissens durchaus realistisch und liegt vor allem an unbemerkten und spontanen Aborten/Fehlgeburten (in den ersten drei Monaten); viele Frauen erfahren erst viel später, daß sie eine Fehlgeburt hatten.

Viele Grüße

Tessa

Fehlgeburten mitgezählt
Sogar von 50% las ich.
Und diese Schätzung zieht Fehlgeburten mit ein, die verdammt häufig sind.GAnz oft sogar sich nur in einer etwas verspäteten, etwas stärkeren Regel bemerkbar machen.
Das ist ein sinnvolles Patent der Natur, die so die vielen genetisch nicht lebensfähigen Embryos aussortiert.
Ich kenne keine Frau im Freundeskreis, die nicht schon eine Fehlgeburt oder so eine eigenartig späte ,starke Ragel hatte.
Gruss, Semele

"Jede vierte Schwangerschaft endet

ohne lebensfähiges Kind". Mit anderen Worten, 25 Prozent.
Ich kann das nicht glauben, selbst wenn man dabei
Schwangerschaftsabbrüche mitzählt.

Hallo Martin,

zusammen mit den Schwangerschaftsabbrüchen kommt das wohl hin. Zahlen habe ich aber keine. Ich weiß auch nicht, ob Abbrüche, die wegen der Pränatalen Diagnostik erwünscht oder gefordert werden, überhaupt erfaßt werden (wohl kaum). Feten unter 500 g brauchen ja auch nicht beerdigt zu werden.
Auch kein Trost, im Gegenteil.
Gruß Fritz

Hallo Martin,

ich kenne keine konkreten Zahlen, aber die 25% würden mich, so sie stimmen, schon erstaunen. Ich hätte sie sehr viel höher geschäzt, weil, wie schon geschrieben, die meisten Fehlgeburten überhaupt nicht bemerkt werden.
Ich bin mir auch sicher, daß bei diesen 25% keine gewollten Abbrüche dabei sind.

Nicht umsonst dauert es bei vielen Paaren sehr lange, bis ein Kinderwunsch in Erfüllung geht. Oft ist es doch so, daß ungewollt kinderlose Paare zig Untersuchungen ergebnislos absolvieren, nur um dann „aus heiterem Himmel“ doch schwanger zu werden.

Daneben kenne ich auch Frauen, die von ihrer Fehlgeburt wissen, das aber natürlich nicht an die große Glocke hängen.

Also nicht wundern, dies ist mit Sicherheit keine erschreckende Zahl.

Ein schönes Wochenende
wünscht Goosi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Martin!

Lt. Rötzer, Dr. med. Josef sind etwa ein Drittel aller Zyklen
unfruchtbar, in einem Artikel auf den Seiten 40 - 42 im „International Journal of Fertility“ von May 1988, beispielsweise beschreiben. Dies aus rein biologischen Ursachen,
also ohne die von den Paaren bemerkten Abgänge, Abbrüche und logischerweise auch ohne Einsatz von Pille oder anderen Kontrazeptiva. Wie schon oben bei anderen Antworten beschrieben,
bleiben ja viele Frühaborte unbemerkt.

Dies liegt z.B. daran, dass kein Ei vollständig reift, oder dass das Ei im Eibläschen hängenbleibt, dass es den Weg in den Eileiter nicht findet, dass bei der
Einnistung etwas nicht klappt, dass es zu fehlerhaften Zellteilungen und -entwicklungen kommt usw. Dies kann auch Ursachen in den Genen der Eltern haben.
Weiterhin ist zu beobachten, dass eine zu kurze (weniger als 9 Tage) dauernde Temperaturhochlage ebenfalls Ursache eines unfruchtbaren Zyklus ist. Dann schafft es das Ei nicht mehr rechtzeitig ins „Nest“.
D.h. die 25 Prozent sind vermutlich auch heute noch eher untertrieben.
10 - 15 Prozent aller Paare, die schwanger werden wollen,
bleiben ungewollt kinderlos. (Rötzer, Natürliche Empfängnisregelung, Herder Verlag, S.99).
Rötzer hat übrigens auch eine Studie gemacht, in der der positive Einfluss von Magnesiumeinnahmen und Folsäure möglichst
schon vor Eintritt einer Schwangerschaft erstens Beschwerden in der Frühschwangerschaft mildert und zweitens bei konsequenter Magnesiumeinnahme Frühgeburten und Fehlbildungen in geringerer Zahl als im Bevölkerungsdruchschnitt auftraten.
Pfefferkorn, (fructus agni casti), mindestens zwei, drei Monate eingenommen verlängert die Temperaturhochlage, also die Einnistungszeit für das Ei und wirkt außerdem ovulationsauslösend. Kann ich nur bestätigen!!
Dies noch so als positive Ergänzung zum Thema!

Hallo Martin!

ohne lebensfähiges Kind". Mit anderen Worten, 25 Prozent.
Ich kann das nicht glauben, selbst wenn man dabei

Ehrlich gesagt kenne ich höhere Zahlen, also dass noch weniger befruchtete Eizellen zu einem lebensfähigen Kind führen!
In einem Artikel wurde sogar von nur 20% der befruchteten Eizellen gesprochen, was ich persönlich nicht mehr glauben kann.

Aber ca 50%, das habe ich schon öfter gelesen.

Wie andere vor mir auch schon geschrieben haben, man bekommt das häufig gar nicht mit, Regel verschiebt sich um einige Tage, man schiebt das auf den Stress den man grade hat…

Viele Grüße
Claudia