Ich bin 35 Jahre alt und in der 27. SSW (BMI vor der Schwangerschaft: 23, also normalgewichtig). Meine Blutzuckeruntersuchung hat folgendes ergeben: nüchtern: 75, nach 1 Stunde: 186 und nach 2 Stunden: 155. Somit liegt bei mir Schwangerschaftsdiabetes vor, sagt mein FA und hat mich für die kommende Woche zum Diabetesarzt überwiesen, um den Behandlungsbedarf festzustellen, aber ich mache mir jetzt schon große Sorgen um mein Baby
(( WER KENNT SICH AUS? Ab welchem Blutwert ist der Zuckerwert bedenklich oder gar gefährlich für meinen Kleinen? Ist eine natürliche Geburt überhaupt noch gefahrlos möglich? Welches Risiko für Folgeschäden bestehen für meinen Knirps? Hilfe, bin schon richtig verzweifelt
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Hallo Maushase 2!
Danke für Deine Anfrage.
Die übermittelten Werte sind grenzwertig bis maximal leicht erhöht. Es sollte also keine akute Gefahr bestehen. Der richtige Weg ist der einer weiteren engmaschigen Überwachung durch einen Diabetes-Spezialisten - genau so, wie vorgesehen. Also bitte keine Panik, dazu besteht derzeit offenbar kein Grund. Bitte das weitere Vorgehen mit dem behandelnden Diabetologen absprechen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Andreas Müller
Es tut mir leid, das ich dir nicht weiterhelfen kann, aber ich glaube das du bei einem Spezialisten, der sich da auskennt in den besten Händen bist.Du bist sicher kein Einzelfall, warte aber nicht lange mit der Untersuchung beim Spezialisten.
Ich wünsche dir und deinem Kleinen alles Gute…
Hallo, sorry, Maushase,
ich weiss nicht, wie du auf mich als experten gekommen bist… ich studiere jura und kann dir da leider nicht weiterhelfen.
LG und alles Gut für dich und dein Baby!
Alexandra
Hallo Maushase2,
Dein FA ist sehr aufmerksam und hat die Blutzuckerkontrollen zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt und auch sofort die richtigen Konsequenzen gezogen.
Die gemessenen Werte weisen zwar auf einen Schwangerschaftsdiabetes hin, sie sind aber nicht sehr hoch. Hier die Grenzwerte zum Normalbereich:
Grenzwert nüchtern: unter 95;
nach einer Stunde: unter 180;
nach 2 Stunden: unter 155.
Zur Zeit liegt demnach mit großer Wahrscheinlichkeit keine erhebliche Stoffwechselstörung vor. Deshalb hat eine Gefährdung des Kindes bisher sicher nicht vorgelegen.
Allerdings ist der Zuckerbelastungstest nur eine Momentaufnahme. Der Schwangerschaftsdiabetes ist tückisch und kann sich schnell zum Schlechteren verändern.
Deshalb sind ab jetzt regelmäßige und häufige Kontrollen erforderlich. Geh also so bald wie möglich zum Diabetologen, damit das weitere Vorgehen abgesteckt werden kann!
Zur Behandlung:
Als Basis muß immer eine Diabetes-Diät eingehalten werden. Wenn das nicht ausreicht, muß Insulin gespritzt werden, da gibt es keine Alternative. Das ist schon sehr lästig, zumindest am Anfang. Aber für das ungeborene Kind sind Tabletten absolut verboten.
Mit regelmäßigen Kontrolluntersuchungen kann eine gute Einstellung des Diabetes erreicht werden, und je besser die Einstellung ist, desto weniger ist das Kind gefährdet.
Es gibt keinen bedenklichen Zuckerwert, dieser ändert sich von Minute zu Minute. Es kommt immer auf die Gesamteinstellung des Diabetes an.
Viele Grüße,
KT