Hallo Kathi,
diese Gedanken hatte ich auch in der Schwangerschaft ;o) vorher war es für mich nicht akut.
also, deine Angst kann ich verstehen. Ich schreibe mal wie es mir ging - beide Seiten.
Mir war auch die ersten 3 Monate komplett übel. Habe nie gereihert, aber den ganzen Tag immer so ein flaues Gefühl im Magen, dann renkte sich mir mehrmals täglich Das Hüftgelenk aus, da sich ja im Beckenbereich die Bänder für die Geburt dehnen, und dort kein Muskel die Wirbelsäule stützt, sondern dort die Muskeln ja erst ansetzen. Auch der vom Orthopäden empfohlene eng umschlungene Gürtel brachte nicht wirlich was, zumal das mit dem Bauch ja auch störte. Also musste ich damit leben, nicht auf dem Rücken liegen zu können, mich mind. 1x täglich von meinem Partner einrenken zu lassen und ansonsten Schmerzen beim Gehen zu haben. Ich habe hier Jammertiraden losgelassen, wie mies es mir in der Schwangerschaft geht. Von schmerzhaftem Ziehen in der Brust, bis zu reißenden Unterleibsschmerzen (Dehnung der Bänder) und einmal hab ich mir ne Muskelzerrung zwischen den Rippen geholt, als ich den Bauch von rechts nach links drehen wollte im Bett.
Das zu negativen. Nunzu dem was ALLES ALLES ALLES ausgleicht.
Zu wissen, dass da etwas in deinem Bauch heranwächst, die zarten Schmetterlingstritte ab der 12. Woche zu fühlen, die immer stärker wurden (meist spürt man es später), ich war immer zu Tränen gerührt bei den Ultraschallbildern, zu sehen, was in mir heranwächst. MEIN Kind zu sehen. Die entwicklungstechnischen Fortschritte, die es macht bis zum nächsten Ultraschall, vom Pünktchen zum Baby (http://www.duplosche.de -> Julian und ganz runterscrollen, geht von unten nach oben) Das Gefühl, etwas für mich zu haben, nicht alleine zu sein, etwas beschützen zu können, zu wissen, dass etwas in mir geborgen ist und meinen Schutz benötigt. Das rundum-glücklich Gefühl (6. und 7. Monat gings mir gut wie nie !), den Bauch stolz rumtragen. Soviel Aufmerksamkeit bekommt man gerade nach der Geburt nie wieder, die wechselt von Mama zu Kind *g*. Die Vorbereitungen, das einlesen ins Eltern-Dasein, zu früh mit allem dran sein, weil man nicht weiß, was man wann erledigen muss, zu merken, dass man alles erst einmal genießen kann… Die Hand auf den Bauch legen, und fühlen, dass dich da gerade dein Kind tritt, merken, dass es Schluckauf hat. Überhaupt dieses Kind zu fühlen ist unbeschreiblich. Und macht unheimlich glücklich. Man kann einerseits nicht erwarten, es in Armen zu halten, andererseits möchte man diese Zweisamkeit nicht aufgeben.
Ich kam Gott sei Dank um die letzte Phase. Ich schlich schon im 7. Monat nur noch langsam Treppen rauf (teilweise auch wegen der Hüfte dann immer), ich kam um das Sodbrennen in den letzten Wochen, ich kam um die geschwollenen Beine; durch die Frühgeburt. Irgendwie ist alles gut, wie es war.
Und danach das Würmchen zu haben, jeden Entwicklungsschritt voller Stolz miterleben, verständnislose Blick der anderen erhaschen, weil die nicht nachvollziehen können, dass man sich freut, weil sich das Kind schon halb drehen kann *g* naja, sind halt ganz andere Erlebnisse, die man dann hat. Es ist eine Umstellung, aber sie fügt sich problemlos ins Leben ein…
Viel Spaß und freu dich auf eine Schwangerschaft, auch wenn sie negative Aspekte haben mag - was im Leben ist nur gut?
lg, Dany