Schwangerschaftspanik,wer-weiss-was?

Hallo liebe Leute,eine passendere Rubrik konnte ich leider nicht ausfindig machen.

Wer kennt das,wenn man sich Gedanken darüber macht,ob man eine Geburt überhaupt in Kauf nehmen sollte? Der schlimmste Gedanke für mich sind schon die Arztbesuche,ganz zu schweigen von der Geburt an sich, klingt wirklich übertrieben,aber das sind so meine größten Übeltäter in meinem Kopf,die gegen eine Schwangerschaft sprechen…wirklich richtige panische Angst. Das all das unerträglich wird und man sich ausgeliefert nicht mehr dagegen wehren kann? Wer kennt das und hat trotzdem alles überstanden?

Ich würde mich über alle Meinungen und Äußerungen zu diesem Thema freuen!!!

Hallo Kathi,

hier, ich kenne das gut !

Aufgrund eines schlimmen Erlebnisses in der Kindheit hatte ich jahrelang totale Panik vor Arztbesuchen allgemein. Das hat sich zwar gebessert, aber noch immer gehe ich höööööchst ungern zu Ärzten, selbst die popelige Vorsorge verursacht mir eine schlaflose Nacht.

Außerdem hatte ich große Angst, gerade im Krankenhaus wieder eine ähnliche Situatuon hilflos erleben zu müssen wie damals als Kind.

Na ja, zudem kann man sich ja nun wirklich nicht vorstellen, wie man so eine Geburt überstehen soll, wenn man es noch nicht erlebt hat.

Mir hat ein superguter Geburtsvorbereitungskurs sehr geholfen. Ich bin jemand, der in angstbesetzten Situationen alles wissen möchte, alle Eventualitäten abchecken möchte, das gibt mir eine gewisse Sicherheit. Daher war ein guter Kurs vorher die halbe Miete.

Dazu kommt, dass eine Schwangerschaft lange genug dauert, um sich innerlich mit der Geburt auseinanderzusetzen. Und am Schluss hin wird es so unbequem, dass man es kaum noch erwarten kann, endlich wieder ohne Kugel herumzulaufen :wink:

Horrorgeschichten solltest du ignorieren, nirgendwo wird mehr gelogen wie unter frisch entbundenen, glaub mir. Die berühmte 36 Stunden Wehen zum Beispiel heißen eben NICHT, 36 Stunden Schmerzen, sondern immer wieder teils lange Pausen dazwischen.

Bedenke auch, dass der Körper grundsätzlich so ausgerüstet ist, dass er eine Geburt schafft. Außerdem gibt es wunderbare medizinische Hilfen, Schau dir auch mal Kreißsäle an, das hilft ein bißchen gegen Angst vor Krankenhäusern.

Viel Glück wünscht
Insel (3 schnelle, problemlose Geburten)

Hallo Kathi,

die Frauen die ich kenne waren am Ende der Schwangerschaft froh, dass es so was wie eine Geburt gibt, weil man scheinbar irgendwann einfach keine Lust mehr auf dicken Bauch und die doch geminderte Lebensqualität hat.

Einfacher soll die Geburt angeblich sein, wenn man eine positive Einstellung hierzu gewinnt und angeblich kann man durch Suggestion auch das Schmerzproblem gut in den Griff bekommen. Auch Akkupunktur kann helfen.

Ansonsen hilft vielleicht auch ein GEspräch mit einem Familientherapeuten oder ähnlichem, um heraus zu bekommen wo extreme Ängste her kommen können - vielleicht hat man ja irgendwelche GEschichten in der Familie seit Jahren im Hinterkopf, die wirklich die AUsnahme von der Regel darstellen und die einen irgendwie blockieren?

Schau dir auch mal Kreißsäle an, das

hilft ein bißchen gegen Angst vor Krankenhäusern.

…und da gibts wirklich tolle Kliniken, die sich perfekt auf die Familie eingeschossen haben. Da denkt man eher man ist in einem großen Wohnzimmer und auch ein Doppelbett steht drin und der Mann zum Teil sogar Geschwister können in einem „Appartement“ zusammen bleiben.

Hallo Kathi,

diese Gedanken hatte ich auch in der Schwangerschaft ;o) vorher war es für mich nicht akut.

also, deine Angst kann ich verstehen. Ich schreibe mal wie es mir ging - beide Seiten.

Mir war auch die ersten 3 Monate komplett übel. Habe nie gereihert, aber den ganzen Tag immer so ein flaues Gefühl im Magen, dann renkte sich mir mehrmals täglich Das Hüftgelenk aus, da sich ja im Beckenbereich die Bänder für die Geburt dehnen, und dort kein Muskel die Wirbelsäule stützt, sondern dort die Muskeln ja erst ansetzen. Auch der vom Orthopäden empfohlene eng umschlungene Gürtel brachte nicht wirlich was, zumal das mit dem Bauch ja auch störte. Also musste ich damit leben, nicht auf dem Rücken liegen zu können, mich mind. 1x täglich von meinem Partner einrenken zu lassen und ansonsten Schmerzen beim Gehen zu haben. Ich habe hier Jammertiraden losgelassen, wie mies es mir in der Schwangerschaft geht. Von schmerzhaftem Ziehen in der Brust, bis zu reißenden Unterleibsschmerzen (Dehnung der Bänder) und einmal hab ich mir ne Muskelzerrung zwischen den Rippen geholt, als ich den Bauch von rechts nach links drehen wollte im Bett.

Das zu negativen. Nunzu dem was ALLES ALLES ALLES ausgleicht.

Zu wissen, dass da etwas in deinem Bauch heranwächst, die zarten Schmetterlingstritte ab der 12. Woche zu fühlen, die immer stärker wurden (meist spürt man es später), ich war immer zu Tränen gerührt bei den Ultraschallbildern, zu sehen, was in mir heranwächst. MEIN Kind zu sehen. Die entwicklungstechnischen Fortschritte, die es macht bis zum nächsten Ultraschall, vom Pünktchen zum Baby (http://www.duplosche.de -> Julian und ganz runterscrollen, geht von unten nach oben) Das Gefühl, etwas für mich zu haben, nicht alleine zu sein, etwas beschützen zu können, zu wissen, dass etwas in mir geborgen ist und meinen Schutz benötigt. Das rundum-glücklich Gefühl (6. und 7. Monat gings mir gut wie nie !), den Bauch stolz rumtragen. Soviel Aufmerksamkeit bekommt man gerade nach der Geburt nie wieder, die wechselt von Mama zu Kind *g*. Die Vorbereitungen, das einlesen ins Eltern-Dasein, zu früh mit allem dran sein, weil man nicht weiß, was man wann erledigen muss, zu merken, dass man alles erst einmal genießen kann… Die Hand auf den Bauch legen, und fühlen, dass dich da gerade dein Kind tritt, merken, dass es Schluckauf hat. Überhaupt dieses Kind zu fühlen ist unbeschreiblich. Und macht unheimlich glücklich. Man kann einerseits nicht erwarten, es in Armen zu halten, andererseits möchte man diese Zweisamkeit nicht aufgeben.

Ich kam Gott sei Dank um die letzte Phase. Ich schlich schon im 7. Monat nur noch langsam Treppen rauf (teilweise auch wegen der Hüfte dann immer), ich kam um das Sodbrennen in den letzten Wochen, ich kam um die geschwollenen Beine; durch die Frühgeburt. Irgendwie ist alles gut, wie es war.

Und danach das Würmchen zu haben, jeden Entwicklungsschritt voller Stolz miterleben, verständnislose Blick der anderen erhaschen, weil die nicht nachvollziehen können, dass man sich freut, weil sich das Kind schon halb drehen kann *g* naja, sind halt ganz andere Erlebnisse, die man dann hat. Es ist eine Umstellung, aber sie fügt sich problemlos ins Leben ein…

Viel Spaß und freu dich auf eine Schwangerschaft, auch wenn sie negative Aspekte haben mag - was im Leben ist nur gut?

lg, Dany

Mach Dir keinen Kopp!!!
Hi Kathi!

et kütt - wie et kütt!
Ich habe meine Schwangerschaft mit Fassung getragen. Schliesslich ist dieser Zustand der Grund dafür, dass es Milliarden Menschen gibt!
Ich bin das Ganze damals recht sorglos angegangen, weil es eben völlig natürlich ist!
Meine Verwandte, die sich jedes Buch reingezogen hat und über alle Probleme und Komplikationen informiert war - hatte ständig ein schlechtes Gefühl.
Such Dir eine gute Hebamme, bau Vertrauen zu ihr auf - und geniesse die Zeit!

Die Entbindung war bei mir etwas „holter-die-Polter“ sozusagen „auf den letzten Drücker“.
Vom Eintreffen in den Kreissaal bis zur Entbindung der zweiten vergingen ein paar Minuten… nix mit Horror und endlosen Stunden mit Schmerzen.
Eigentlich war es sogar recht lustig - beide Kinder gesund, Ärztin gut drauf, Hebamme zufrieden.

Schwangerschaft ist keine Krankheit - es ist die natürlichste Sache der Welt!

… und eine gute Hebamme ist Gold wert!

LG Ulli

Hallo Kathi,

für mich hört sich das auch so an als stecke da hinter Deinen Ängsten mehr dahinter. Finde also den Rat von Alexandra sehr gut.

Der schlimmste Gedanke
für mich sind schon die Arztbesuche,ganz zu schweigen von der
Geburt an sich, klingt wirklich übertrieben,aber das sind so
meine größten Übeltäter in meinem Kopf,die gegen eine
Schwangerschaft sprechen…wirklich richtige panische Angst.
Das all das unerträglich wird und man sich ausgeliefert nicht
mehr dagegen wehren kann? Wer kennt das und hat trotzdem alles
überstanden?

Wenn die Schwangerschaft komplikationslos verläuft, kannst Du Dir die Arztbesuche sparen und Dich von einer Hebamme betreuen lassen.

Es gibt auch die Möglichkeit in einem Geburtshaus zu gebären oder mal über eine Hausgeburt nachzudenken.

Liebe Grüße,
Christiane

Vielen lieben Dank,super das ihr euch dafür Zeit genommen habt!
Mein größtes Problem besteht schon darin so abgeschreckt zu sein,
dass ich wirklich schon daran zweifel ob ich „es überhaupt“ jemals wagen sollte…(und was wenn es doch passiert usw.) ist vielleicht unverständlich, aber ich weiß selbst das Millionen andere Frauen das auch über die Bühne bringen.Ist halt nur verständlich,wenn man selbst in der Misslage steckt,aber ich merke schon,dass es mal gut war es mal offen „in den Raum“ zu legen.

Lieben Dank Kathi + freundliche Grüße an alle die es überstanden haben und werden :wink:

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Hi Kathi,

ich habe mir immer voll den Kopf gemacht „was könnte, was wird, oh meiomei“…
und habs auch gepackt. Es ist ganz normal dass man sich Gedanken macht und Bedenken hat ob man das auch alles schafft.
Mein Tipp wäre, dass Du Dich von den Gruselgeschichtenerzählern fern hältst und Dir schon vor der Geburt eine Hebamme suchst die Dich begleitet und unterstützt.
Wenn es dann soweit ist und du immer noch so furchtbare Angst vor der Entbindung hast, besteht immer noch die Möglichkeit des Wunschkaiserschnitts.
Nicht dass ich einen Kaiserschnitt empfehle aber Du hättest auf jeden Fall die Möglichkeit.
Kinder sind klasse und den ganzen Stress wert.

viele Grüße

Susanne

Hallo Kathi,

noch ne kurze Frage: Wie alt bist Du? Manchmal verschwinden Bedenken und Ängste mit zunehmendem Alter oder einfach nur dem richtigen Partner/Umfeld/Lebenssituation.

Hallo,
Keine Panik,
kann es sein dass du gerade mal 21 bist?
Lass noch mal ein paar Jährchen und den Richtigen Mann dazu in Land gehen (ok bei mir sind´s schon mehr als 10 Jahre) dann denkst du anders darüber.

Kind kriegen mit dickem Bauch, Wehen und Geburt konnte ich mir in dem Alter niemals nicht vorstellen, und jetzt mit der Zeit kann ich mir das durchaus vorstellen.

Ausserdem, drinnen geblieben ist noch keins :wink:

grüsse
dragonkidd

Vorweg achte bitte nicht auf Schreibfehler.

Hallo Kahti,
Ich kann mir durchaus vorstellen was in dir vorgeht.
Man hört einiges und wenn man sowieso eine abneigung gegen Ärzte hat, wird das Ganze noch verstärkt.

Ich würde sagen als erstes setzt du dich mit deine Ängste aussernander, vielleicht durch profesionelle hilfe.
Wärend meinen Schwangarschaften habe ich absichtlich mein Frauenarzt gewechselt (ich brauchte für die Zeit jemanden der einfühlsam war). Frag einfach nach, vielleicht bekommst du eine gute Empfelung von eine Freundin oder eine Kollegin.
So ganz ohne Arzt geht es nicht aber ein guter Arzt oder Ärztin wird auf deine Ängste eingehen, mit dir reden, dich aufklären und vorallem dir zu seite stehen.

Ich würde mich auch mit Hebammen unterhalten, es gibt viele Frauen die ein Hausgeburt bevorzügen, wäre vielleicht was für Dich?

Ich würde mich auf alle fälle auch in Krankenhäuser, Geburtshäuser umsehen und mit den Personal reden.
Zum schluss entscheidest du selber nach dein Gefühl.

Geburtsschmerzen? Ich glaube ich hatte welche… wärend ich sie hatte war ich zu beschäftig um mich damit aussernander zu setzen und ich versichere dir den spruch „sobald das Baby da ist vergisst du all die schmerzen“ stimmt 100%. Übrigens war grade die Geburt für mich das schönste augenblick in meinem Leben.

Lezte Tipp von mir: versuch dir nicht jetzt schon sorgen über die Geburt zu machen(auch wenn es dir sehr schwer fällt), ein schritt nach den anderen, versuch erstmal die Schwangerschaft zu geniessen Tag für Tag.
Denk nicht an Morgen Hier und Heute das zählt.

Hallo,

mit dem Alter hat das sowieso nix zutun…eher mit Reife,aber egal.

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Nein Kathi,

es hat was mit dem Alter zu tun, weil sich ab einem gewissen Alter auch die Prioritäten, Erfahrungen, Ängste, Lebensumstände verschieben.

Es gab Zeiten da wollte ich unbedingt ein Kind, zu anderen Zeiten hat das bei mir die größte Panik ausgelöst, aktuell bin ich schwanger und sehe das alles sehr gelassen. So Dinge wir Frauenarzt die bei mir auch nicht ganz oben auf der Liste stehen werden zum Highlight, weil man dann endlich den Nachwuchs mal für ein paar Minuten sehen kann, Geburt ist ganz ausgeblendet, weil einem klar ist, dass die Geburt die Erlösung von den zunehmenden Einschränkungen ist… das alles in Kombination mit dem richtigen Partner, ggf mit einem guten finanziellen Hintergrund und auch dem Wissen, dass man im Leben nichts mehr verpasst ein Zustand der sich durchaus überstehen lässt. Das super Hoch setzt bei mir nicht ein, aber auch keine Panik - hatte mir das aber vorher schon fast gedacht, da ich nicht zur Sorte Übermutter gehöre

Es besteht noch KEINE Schwangerschaft!
Hallo Forum!

Nur zum besseren Verständnis, und aufgrund der erneuten Frage in einem neuen thread weiter oben:

Kathi ist nach eigener Aussage in anderem thread derzeit nicht schwanger.
Sie beschäftigt sich theoretisch aber mit den Problemen, die bei einer eventuellen Schwangerschaft eventuell auftauchen könnten.

Mir persönlich ein wenig zu viel Theorie, aber jeder wie er mag.

Angelika