Moin,
Da hast Du recht, wenn es in meinem Heimatdorf gewesen wäre,
hätten wir nicht darüber diskutiert. Es wird, wie ich finde,
ein falsches Signal gesetzt, denn es gibt wenig
Gemeinsamkeiten.
Wirklich? Ich denke es gibt mehr Gemeinsamkeiten als man auf den ersten Blick erkennen mag. Natürlich haben die Grünen eine andere Sicht auf die Welt, grade in der Gesellschaftspolitik. Aber da kann man sich zusammenraufen. Was wirklcih zählt, ist nicht, ob Schwule heiraten dürfen oder jedes Amt ne Frauenbeauftragte bekommt, sondern die Wirtschaftspolitik. Hier sind die Grünen wesentlich innovativer und flexibler als die SPD oder -m. E.- auch die FDP, die mit ihren dämlichen „Steuern runter!“-Slogans einfach an der finanziellen Realität des Bundeshaushalts vorbeigeht.
Wie auch Frau Merkel schon in den 90ern erkannt hat, ist das Konzept, Energie zu verteuern und Arbeit billiger zu machen, gar nicht verkehrt. Schade, dass man es mit der SPD offenbar nicht umsetzen kann.
Aussenpolitisch sind die Grünen natürlich wesentlich „moralischer“ orientiert als die CDU. Allerdings muss ich Dir mal eine Frage stellen: Wie kann es bitteschön sein, dass die Kirchen einer „christlichen“ Partei erklären müssen, dass ein Krieg alles andere als christlich ist?
Auch wenn die Grünen ihre Motivation nicht aus der christlichen Lehre nehmen (und gegen viele christliche Moralvorstellungen sind), finde ich, dass auch im Bereich des Umweltschutz oder des Ausländerrechts eine Übereinstimmung gegeben sein müsste. Bei der CDU aus christlichem Respekt vor der Schöpfung und NÄchstenliebe, bei den Grünen halt aus äh „linker“ Überzeugung.
Und da muss ich Dir mal ganz offen was sagen: Wer die Grünen als Heuchler beschimpft, weil sie z.b. den Kosovokrieg mitgetragen haben, selbst aber ein dickes „C“ für christlich im Namen trägt, aber gegen Ausländer, Frauenrechte und Umweltschutz und gleichzeitig für den Krieg ist, der ist für mich an Falschheit nicht mehr zu überbieten.
Ich verspreche mir folgendes, bei einer konservativen Politik:
Eine härtere Innenpolitik mit konsequenter Strafverfolgung,
an deutsche Interessen orientiere Einwanderungspolitik,
gerechtere Steuerpolitik (keine "Öko"steuer für den ÖPNV)
Reform der Sozialsysteme, die nicht zu Lasten der gesetzlich
versicherten geht,
eine Bundeswehr, die nicht kaputt gespart wird,
Verlässlichkeit in der Außenpolitik (Bündnistreue).
Kurz um: einfach eine Politik, die nicht so dilettantsich
betrieben wird.
„Dilettantisch“ ist natürlich immer Ansichtssache. Ich finde, das Verhalten der derzeitigen Opposition macht immer noch nicht den Eindruck, als hätten sie begriffen, wie es um Deutschland steht.
Gruss