Schwarz-Grün in Köln und Wien

Mit großem Vergnügen beobachte ich den Aufbruch alter Konstellationen. Ist scharz-grün das Bündnis der Zukunft?

Merkwürdigerweise hat es hier oder in dem Medien noch niemand grundsätzlich diskutiert. Also lasst uns beginnen:

Ich finde schwarz-grün gut, weil es ein Bündnis gegen strukturkonservative Politik sein kann.

Andreas

Hallo Andreas,

Mit großem Vergnügen beobachte ich den Aufbruch alter
Konstellationen. Ist scharz-grün das Bündnis der Zukunft?

Nein, niemals, sonst müssen wir in der CDU unsere Spitze absetzen. Köln ist bereits das traurige Zeichen des Verlustes jeden Charakters.

Merkwürdigerweise hat es hier oder in dem Medien noch niemand
grundsätzlich diskutiert. Also lasst uns beginnen:

Ich finde schwarz-grün gut, weil es ein Bündnis gegen
strukturkonservative Politik sein kann.

Ich finde es grauenhaft, dass diese Öffnung der CDU durch Merkel nunmehr in der Kumpanei mit den Grünen endet. Es kann und darf mit der derzeitigen Generation der Grünen in der CDU keine derartigen Bündnisse geben. In einer Partei, in der hasserfüllt jeder Bundesparteitag mit übelsten Parolen gegen CDU-Politiker gehetzt wird, kann man sich nur zusammen tun, wenn man selbst als CDU-Frau/Mann keinen Charakter und keine Persönlichkeit hat, sondern einzig und allein das Streben auf Posten und öffentliche Versorgung auslegt. Deshalb, pfui, an die CDU in Köln. Die CDU in Köln hätte Neuwahlen durchführen müssen. Notfalls hätte sie in die Opposition gemusst. Keinesfalls aber hätte die CDU Köln mit den Grünen paktieren dürfen.

Machtgeilheit und Versorgungsmentalität haben auf beiden Seiten zur Aufgabe der eigenen Integrität geführt. Diese Herrschaften haben keine Selbstachtung.

Gruss Günter

Hallo Andreas,

Mit großem Vergnügen beobachte ich den Aufbruch alter
Konstellationen. Ist scharz-grün das Bündnis der Zukunft?

Nein. Auf kommunaler Ebene ist meinetwegen alles möglich. Wo eine Ampel hingehört oder ein Kindergarten gebaut werden muss, soll nicht vom Parteibuch, sondern vom gesunden Menschenverstand abhängen.

Merkwürdigerweise hat es hier oder in dem Medien noch niemand
grundsätzlich diskutiert. Also lasst uns beginnen:

Ich finde schwarz-grün gut, weil es ein Bündnis gegen
strukturkonservative Politik sein kann.

Sollte es das auf Landes- oder Bundesebene geben, wird die CDU zumindest einen Wähler für immer verlieren.
Wenn sich alle Parteien in der politischen Mitte tummeln, stärkt das nur den radikalen Rand und das möchte ich nicht. Ich möchte eine konservative Politik und die ist schon mit der FDP schwer durchzusetzen. Wobei die Grünen mittlerweile so zahme Koalitionspartner sind, dass sie für einen Ministersessel immer mehr bereit sind ihre früheren „Ideale“ zu verraten.

Gruß, Joe

Ich kann deine Meinung nicht teilen. Das Beschimpfen und Angiften beruht ja wohl erstens auf Gegenseitigkeit und zweitens findet es ja auch zwischen den anderen Parteien statt.
Soll dann jetzt demnächst niemand mehr mit jemand anderm koalieren können?

Gruss

Nein. Auf kommunaler Ebene ist meinetwegen alles möglich. Wo
eine Ampel hingehört oder ein Kindergarten gebaut werden muss,
soll nicht vom Parteibuch, sondern vom gesunden
Menschenverstand abhängen.

nun geht es in Millionenstädten ja vielleicht doch um mehr?

Sollte es das auf Landes- oder Bundesebene geben, wird die CDU
zumindest einen Wähler für immer verlieren.
Wenn sich alle Parteien in der politischen Mitte tummeln,
stärkt das nur den radikalen Rand und das möchte ich nicht.
Ich möchte eine konservative Politik und die ist schon mit der
FDP schwer durchzusetzen. Wobei die Grünen mittlerweile so
zahme Koalitionspartner sind, dass sie für einen
Ministersessel immer mehr bereit sind ihre früheren „Ideale“
zu verraten.

Ach, da is die FDP doch eigentlich ganz groß drin. Die verraten dafür sogar ihren Koalitionspartner… was versprichst Du Dir denn von einer „konservativen Politik“ bzw. wie definierst Du das?

Gruss

Ich wäre/bin großer Freund sowohl von SPD/FDP-Regierungen wie von CDU/Grünen, weil in beiden Fällen die starren, von veralteten Dogmen und Parteizirkeln und Korporatismus kontrollierten "Volks"parteien zu starken Zugeständnissen gebracht werden, die sie mit ihrem „natürlichen“ Koalitionspartner nicht machen müssten.

Daher auf voller Linie Zustimmung - in der Hoffnung auf eine „über-Kreuz-Regierung“ auf Landes- oder gar Bundesebene.

Gruss

Hallo Lars,

ich akzeptiere, dass Du nicht meiner Meinung bist. Da ich die Parteitage der Grünen stets verfolge und mir Stunden um die Ohren schlage, um für mich zu sehen, wie sich Personen, die ich teilweise kenne, aus früherer Zeit, heute verhalten, sehe ich u.a. eben auch, wie z.B. die Grünen in Hessen und in Niedersachsen alleine schon Anlass sind, mit dieser Partei keine Koalition einzugehen. Solange ich eine Chance habe, sei sie im Geamtgefüge noch so klein, werde ich - auch auf kommunaler Ebene - niemals einer engen Zusammenarbeit mit den Grünen Zustimmung geben.

Ich kann deine Meinung nicht teilen. Das Beschimpfen und
Angiften beruht ja wohl erstens auf Gegenseitigkeit und
zweitens findet es ja auch zwischen den anderen Parteien
statt.
Soll dann jetzt demnächst niemand mehr mit jemand anderm
koalieren können?

Die CDU ist jederzeit mit der FDP, der SPD, selbst mit der PDS koalitionsfähig. Die Mehrheit der Salonkommunisten (PDS) ist in vielen Dingen weiter wie ein erheblicher Teil der Grünen.

Gruss Günter

Hallo Lars,

Nein. Auf kommunaler Ebene ist meinetwegen alles möglich. Wo
eine Ampel hingehört oder ein Kindergarten gebaut werden muss,
soll nicht vom Parteibuch, sondern vom gesunden
Menschenverstand abhängen.

nun geht es in Millionenstädten ja vielleicht doch um mehr?

Da hast Du recht, wenn es in meinem Heimatdorf gewesen wäre, hätten wir nicht darüber diskutiert. Es wird, wie ich finde, ein falsches Signal gesetzt, denn es gibt wenig Gemeinsamkeiten.

Sollte es das auf Landes- oder Bundesebene geben, wird die CDU
zumindest einen Wähler für immer verlieren.
Wenn sich alle Parteien in der politischen Mitte tummeln,
stärkt das nur den radikalen Rand und das möchte ich nicht.
Ich möchte eine konservative Politik und die ist schon mit der
FDP schwer durchzusetzen. Wobei die Grünen mittlerweile so
zahme Koalitionspartner sind, dass sie für einen
Ministersessel immer mehr bereit sind ihre früheren „Ideale“
zu verraten.

Ach, da is die FDP doch eigentlich ganz groß drin. Die
verraten dafür sogar ihren Koalitionspartner… was
versprichst Du Dir denn von einer „konservativen Politik“ bzw.
wie definierst Du das?

Das Verhalten der FDP in den frühen 80ern (Koalitionswechsel Schmidt-Kohl) macht doch nicht das Anbiederungsverhalten der Grünen an die SPD besser.
Ich verspreche mir folgendes, bei einer konservativen Politik:
Eine härtere Innenpolitik mit konsequenter Strafverfolgung,
an deutsche Interessen orientiere Einwanderungspolitik,
gerechtere Steuerpolitik (keine "Öko"steuer für den ÖPNV)
Reform der Sozialsysteme, die nicht zu Lasten der gesetzlich versicherten geht,
eine Bundeswehr, die nicht kaputt gespart wird,
Verlässlichkeit in der Außenpolitik (Bündnistreue).

Kurz um: einfach eine Politik, die nicht so dilettantsich betrieben wird.

Gruß, Joe

Moin,

Da hast Du recht, wenn es in meinem Heimatdorf gewesen wäre,
hätten wir nicht darüber diskutiert. Es wird, wie ich finde,
ein falsches Signal gesetzt, denn es gibt wenig
Gemeinsamkeiten.

Wirklich? Ich denke es gibt mehr Gemeinsamkeiten als man auf den ersten Blick erkennen mag. Natürlich haben die Grünen eine andere Sicht auf die Welt, grade in der Gesellschaftspolitik. Aber da kann man sich zusammenraufen. Was wirklcih zählt, ist nicht, ob Schwule heiraten dürfen oder jedes Amt ne Frauenbeauftragte bekommt, sondern die Wirtschaftspolitik. Hier sind die Grünen wesentlich innovativer und flexibler als die SPD oder -m. E.- auch die FDP, die mit ihren dämlichen „Steuern runter!“-Slogans einfach an der finanziellen Realität des Bundeshaushalts vorbeigeht.
Wie auch Frau Merkel schon in den 90ern erkannt hat, ist das Konzept, Energie zu verteuern und Arbeit billiger zu machen, gar nicht verkehrt. Schade, dass man es mit der SPD offenbar nicht umsetzen kann.
Aussenpolitisch sind die Grünen natürlich wesentlich „moralischer“ orientiert als die CDU. Allerdings muss ich Dir mal eine Frage stellen: Wie kann es bitteschön sein, dass die Kirchen einer „christlichen“ Partei erklären müssen, dass ein Krieg alles andere als christlich ist?

Auch wenn die Grünen ihre Motivation nicht aus der christlichen Lehre nehmen (und gegen viele christliche Moralvorstellungen sind), finde ich, dass auch im Bereich des Umweltschutz oder des Ausländerrechts eine Übereinstimmung gegeben sein müsste. Bei der CDU aus christlichem Respekt vor der Schöpfung und NÄchstenliebe, bei den Grünen halt aus äh „linker“ Überzeugung.

Und da muss ich Dir mal ganz offen was sagen: Wer die Grünen als Heuchler beschimpft, weil sie z.b. den Kosovokrieg mitgetragen haben, selbst aber ein dickes „C“ für christlich im Namen trägt, aber gegen Ausländer, Frauenrechte und Umweltschutz und gleichzeitig für den Krieg ist, der ist für mich an Falschheit nicht mehr zu überbieten.

Ich verspreche mir folgendes, bei einer konservativen Politik:
Eine härtere Innenpolitik mit konsequenter Strafverfolgung,
an deutsche Interessen orientiere Einwanderungspolitik,
gerechtere Steuerpolitik (keine "Öko"steuer für den ÖPNV)
Reform der Sozialsysteme, die nicht zu Lasten der gesetzlich
versicherten geht,
eine Bundeswehr, die nicht kaputt gespart wird,
Verlässlichkeit in der Außenpolitik (Bündnistreue).

Kurz um: einfach eine Politik, die nicht so dilettantsich
betrieben wird.

„Dilettantisch“ ist natürlich immer Ansichtssache. Ich finde, das Verhalten der derzeitigen Opposition macht immer noch nicht den Eindruck, als hätten sie begriffen, wie es um Deutschland steht.

Gruss