Schwarz Rot Gold Farben der Dt. Flagge, woher?

Hallo,

woher kommen die Fraben der Deutschen Flagge,(Schwarz Rot Gold) und was bedeuten diese.
Habe gelesen, das während der Befreiungskriegen Soldaten aus allen deutschen Staaten, die zum ersten Mal zusammen kämpften ein schwarze Uniform mit goldenen Knöpfen und einer roten Schärpe trugen, als Ursprung der dt. Farben.
Dann lese ich wieder in einem Buch über den Bauernkrieg, das schwarz rot gold schon in der alten Reichsflagge war.

Ganz abgesehen, das die Farben auf dem Hambacher Fest gezeigt wurden.

Woher kommen die Farben der jetzigen deutschen Staatflagge.

Danke und Gruß
Stefan

Eine lange Erklärung findest du hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarz-Rot-Gold

Der Ursprung, kurz:
"In der Zeit des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation gab es keine Nationalfarben; als kaiserliche Farben wurden Schwarz und Gold verwendet, die in den Wappen vieler Reichsstädte vorkamen (siehe auch Stadtfarben) und vom Kaisertum Österreich noch bis 1918 verwendet wurden.

In der Entstehungszeit der Heraldik im 12. Jahrhundert wurde es üblich, in einen kaiserlich-goldenen Schild den schon seit der Antike als Reichssymbol verwendeten Adler in schwarz zu setzen. Das erste Reichswappen dieser Art ist auf einem Silberpfennig Kaiser Friedrich Barbarossas zwischen 1172 und 1190 belegt, die erste farbige Darstellung in schwarz-gold unter Kaiser Otto IV. zwischen 1198 und 1218. Ab dem 14. Jahrhundert wurden Fänge und Schnabel rot tingiert. Dieses nun dreifarbige Wappen hat seinen frühesten Beleg in der um 1300 entstandenen Heidelberger Liederhandschrift (Codex Manesse) auf einem Bild Kaiser Heinrichs VI.

Auf diese Farbgebung (im goldenen Schild ein schwarzer, rotbewehrter Adler) im Wappen des Heiligen Römischen Reiches wurde später oft Bezug genommen, wenn es darum ging, den Ursprung der Farben Schwarz-Rot-Gold zu erklären."

Hallo,

woher kommen die Fraben der Deutschen Flagge,(Schwarz Rot
Gold)
Habe gelesen, das während der Befreiungskriegen Soldaten aus
allen deutschen Staaten, die zum ersten Mal zusammen kämpften
ein schwarze Uniform mit goldenen Knöpfen und einer roten
Schärpe trugen, als Ursprung der dt. Farben.

imho geht das schon in die richtige Richtung! Natürlich findet man diese Farben auch schon früher in irgendwelchen Fahnen/ Wappen, aber als Symbol für ein einiges Vaterland und Ausdruck patriotischer Gesinnung, die die Zerstückelung des HRRdtNt abschaffen wollte, muss man die Zeit der Befreiungskriege von der Napoleonischen Fremdherrschaft sehen.

Getragen wurden die Uniformen (schwarzer Rock mit goldenen Knöpfen und roten Umschlägen) vom Lützower Freicorps, in dem sich unter der Führung des Freiherrn von Lützow vor allem viele Studenten zusammentaten, um als mehr oder weniger Freischärler gegen den Franzman zu kämpfen. Dazu muss man wissen, daß es zu diesem Zeitpunkt keine reguläre (preußische) Truppe mehr gab und der König im Exil in Ostpreußen saß. Daher auch die berechtigten Forderungen des Volkes, dass sich damit mehr oder weniger selbst befreit hatte, im Anschluss an die Niederlage Napoleons nach einer Verfassung usw. (Wiener Kongress, Vormärz, Märzrevolution, Paulskirche …) Im Übrigen war die Wahl der Farben eher pragnmatisch. Damit ein einheitliches Bild der Kämpfer erreicht werden konnte, wurden kurzerhand die privaten Kleider schwarz eingefärbt und mit den angesprochenen Applikationen versehen.

Die Studenten als tragende Kraft der patriotischen Einehitsbestrebungen behielten diese Farben dann bei. Aus sieben Landsmannschaften gründete sich nach der Befreiung und als AUsdruck der Überwindung der Kleinstaaterei die Urbuschenschaft 1815 in Jena im Gasthaus ztur Tanne. Mehr Informationen dazu unter: www.burschenschaft.de

Viele grüße!

Unheraldisch

… Ab dem 14.
Jahrhundert wurden Fänge und Schnabel rot tingiert. Dieses nun
dreifarbige Wappen hat seinen frühesten Beleg in der um 1300
entstandenen Heidelberger Liederhandschrift (Codex Manesse)
auf einem Bild Kaiser Heinrichs VI.

Auf diese Farbgebung (im goldenen Schild ein schwarzer,
rotbewehrter Adler) im Wappen des Heiligen Römischen Reiches
wurde später oft Bezug genommen, wenn es darum ging, den
Ursprung der Farben Schwarz-Rot-Gold zu erklären."

Nein, diese Begründung stammt aus dem Nachhinein und ist unheraldisch. Die Farbe der Bewehrung geht nicht in die Wappenfarben ein. Die Flagge, die aus dem Reichsadler hervorging war schwarz-gelb und wurde von den Habsburgern verwendet. (So war ja auch die preußische Flagge schwarz-weiß [Schwarzer Adler in silberen Schild, trotz golderner Bewehrung]).

Der Ursprung von schwarz-rot-gold ist tatsächlich die Jenaer Burschenschaft, von dort breiteten sich die Farben als Symbol eines Nationalstaats aus.

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… allüberall wo das wohlhabende Deutschland seine Flagge zeigt wird als Goldersatz gelb verwendet.

Man (frau) müsste sich jedesmal, wenn das Gelb besichtigt werden muß schämen. Nicht seiner selbst wegen. Seiner regierenden (Schwach)Köpfe wegen.

na und wie…!
Hallo silvaplana,

… allüberall wo das wohlhabende Deutschland seine Flagge
zeigt wird als Goldersatz gelb verwendet.

Es gibt keinen Goldersatz, denn in der Heraldik ist Gelb = Gold = Gepunktet (in Heraldikbüchern ohne Farbe) und Weiss = Silber = leer, nur umrandet.

Gruss
Y.-

Ja,
drum würde mich interessieren, seit wann der Papst (erst der Vatikanstaat?) gelb-weiß = gold-silber als Wappenfarbe hat.
Schöne Grüße!
H.

Ja,
drum würde mich interessieren, seit wann der Papst (erst der
Vatikanstaat?) gelb-weiß = gold-silber als Wappenfarbe hat.
Schöne Grüße!
H.

Ziemlich lang.

Since the XIV Century, the two crossed keys have been the official
insignia of the Holy See. The gold one, on the right, alludes to the
power in the kingdom of the heavens, the silver one, on the left,
indicates the spiritual authority of the papacy on earth. The
mechanisms are turned up towards the heaven and the grips turned
down, in other words into the hands of the Vicar of Christ. The cord
with the bows that unites the grips alludes to the bond between the
two powers.

Quelle: Vatikan (http://www.vatican.va/news_services/press/documentaz…)

so einfach sollte man
Hallo,

sollte man es sich dann doch nicht machen. Mir fällt ein 2001 in der NJW veröffentlichter Leserbrief ein, den ich mal auszugsweise zitiere:

… die Bundesflagge ist das Staatssymbol mit Verfassungsrang (das einzige?).

Umso mehr wundert es mich, dass wir so lieblos mit der Bundesflagge umgehen.

Fast überall sieht man nur schwarz rot gelb und nicht das von der Verfassung vorgeschriebene schwarz-rot-gold [sic]. Das findet sich wohl nur noch in Museen: Alte Flaggen, bei denen die goldene Farbe durch die Verwendung von Goldbrokat dargestellt wird.

Heutzutage gibt es sicherlich noch andere Möglichkeiten das schreiende Gelb zu vermeiden, wobei ich nicht verkenne, dass nach heraldischer Regel Gold durch Gelb ersetzt werden kann [sic] und dies wegen der dadurch kostengüntigeren Flaggenproduktion auch nahe liegt.

Aber zumindest für die Amtssitze des Bundespräsidenten, das Reichstags- und das Bundesratsgebäude, die Bundesministerien sowie den Sitz des BVerfG werden wir uns einen größeren Produktionsaufwand angesichts der Bedeutung der Bundesflagge wohl leisten können …

Gruss

Heutzutage gibt es sicherlich noch andere Möglichkeiten das
schreiende Gelb zu vermeiden, wobei ich nicht verkenne, dass
nach heraldischer Regel Gold durch Gelb ersetzt werden kann
[sic] und dies wegen der dadurch kostengüntigeren
Flaggenproduktion auch nahe liegt.

Vergleiche doch mal das deutsche scharz-rot-gold mit dem belgischen schwarz-gelb-rot.
http://www.fotw.net/flags/de.html
http://www.fotw.net/flags/be.html

(Im allgemeinen und von offiziellen Stellen wird die goldgelbe Variante verwendet, aber zur WM wurden auch billige, schreiende schwarz-rot-gelbe Flaggen ins Volk geworfen, die ich auch hässlich finde.)

Hallo

„Umso mehr wundert es mich, dass wir so lieblos mit der Bundesflagge umgehen.“

Ich darf gar nicht dran denken, wie mache die Amtsflage mit dem deutschen Wappentier aufhängen, der Adler schaut nach rechts und nicht nach oben, unten oder links.

Stefan

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