Je dunkler die Bildszene, desto bordeauxfarbener ist das „Schwarz“. Über diese Bildanteile zieht sich dann ein rotes „Fischernetz“
Der Fernseher ist ein 70er LOEWE ERGO von 1999, der Fehler ist schon einige Jahre, das Gerät wurde seit dem aber kaum genutzt.
Kleinigkeit zum ggf. Selbermachen oder was Schlimmes?
Damals hieß es (ohne Inspektion), Röhre oder Bildplatine.
Beides war mir damals als Reparatur in der Fachwerkstatt zu teuer.
Danke!
Hallo,
offenbar sind über Ostern viele richtigen Fachleute weg. Als Nichtfachmann vermute ich bei deinem Fernseher, daß der Fehler in der Elektronik liegt. Bei Schwarz darf gar keine der drei Farbkanonen (für rot, grün, blau) mehr ein Signal liefern. Dies scheint hier nicht der Fall zu sein. Die Farbkanone für rot liefert fälschlicherweise ein leichtes Signal. Die Streifen könnten der Rückholstrahl sein, der nicht für diese Zeit abgeschaltet ist.
Mit ziemliches Sicherheit aber kannst du das nicht selbst beheben.
Gruß Heinz
Hallo,
Danke erstmal für die Antwort!
Von einem Rückholstrahl hatte ich bislang zwar noch gar nichts gewusst.
Aber was ich las, klingt nach teurer Reparatur, und dass ich da gar keine Chance habe, hört sich bei dem ansonsten noch perfekten Gerät sehr bedauerlich an.
Nun ja, dann muss ich mir wohl doch noch was günstiges Anderes für die nächsten Monate (hoffe nicht Jahre) besorgen…
Frohe Ostern
Hallo,
Von einem Rückholstrahl hatte ich bislang zwar noch gar nichts
gewusst.
Das Wort ist nicht ganz richtig, eigentlich muß es Austastlücke heißen.
Der Kathodenstrahl in der Bildröhre schreibt das Bild zeilenweise. Jetzt muß er wieder zurück an den Ausgangspunkt.
Hier eine sehr gute erklärende Seite:
http://www.tu-chemnitz.de/informatik/RA/news/stack/k…
Der Elektronenstrahl wird dabei entsprechend der Grafik zeilenweise abgelenkt. Am Ende jeder Zeile verringert sich die Intensität des Elektronenstrahls auf Null, damit er beim Rücklauf zur nächsten Zeile nicht sichtbar ist. Sind alle Zeilen geschrieben läuft der Strahl diagonal über den Bildschirm zurück zur ersten Zeile.
Das nennt man Austastlücke. Wenn die Intensität des Elektronenstrahls nicht gegen Null sinkt, sieht man dieses „Zurückholen“ und hier wohl nur bei der Farbkanone, die Rot ansteuert, wenn es der Fehler ist, den ich vermute - aber ich bin kein Fachmann!
Allerdings solltest du erst mal bei einer älteren Fachwerkstatt nachschauen lassen. Bei den üblichen Fernsehreparaturdiensten will man dir u.U. nur ein neues Gerät verkaufen.
Gruß Heinz
Hallo Heinz,
das mit dem Zeilenschreiben wusste ich wohl.
Ich glaube allerdings nicht, dass es sich hierbei um den diagonalen Rücklauf zur nächsten Zeile, also die Austastlücke handelt.
Vielleicht war ich ja auch zu wortkarg.
Es ist, wie ich beschrieb, nicht EIN Streifen, oder auch mehrere, die zu bestimmten Punkten laufen, sondern (und da fand ich meine Beschreibung schon recht gut) wirklich ein Netz (also regelmäßige Quadrate), welches allerdings wie ein Vorhang mit leichtem Windzug von rechts im unteren bis mittlerem Bereich nach links, also zur Bildmitte hin verschoben ist (also wie die Meeresbrise im Mittelmeerhafen).
Habe so was auch bislang nur bei meinem TV gesehen…
Jedenfalls Danke nochmals für das Beschäftigen mit „meinem“ Thema.
… nebenbei - frohe Ostern!
Es ist, wie ich beschrieb, nicht EIN Streifen, oder auch
mehrere, die zu bestimmten Punkten laufen, sondern (und da
fand ich meine Beschreibung schon recht gut) wirklich ein Netz
(also regelmäßige Quadrate),
Kannst du davon bitte einmal ein Foto machen und uns zur Verfügung stellen?
habe noch nicht herausbekommen, wie ich hier ein Bild hochstelle…
Sonst gerne! Jpg in den Text einfügen ging leider nicht.
das war ein guter Hinweis!
… und hier sind die Links:
http://www.pic-upload.de/view-9754877/Bildschirm.jpg…
http://www.pic-upload.de/view-9754824/rechter-Bildra…
Was ich hier alles nebenbei noch lerne…

noch eine Erläuterung dazu.
Man sieht recht deutlich, dass das Muster eine taillienartige Einschnürung zur halben Bildhöhe hin hat und dass es verzerrt ist.
An den Enden sind diel Linien nicht wirklich endend, sondern es gibt jeweils eine schwach sichtbare „Rücklinie“.
Die in einer älteren Postung angegebenen Querlinien hatte ich jetzt nicht mehr so wirklich bemerkt. Entweder waren sie jetzt nicht (mehr?) da oder ich hatte da was falsch in Erinnerung.
Und wie gesagt - solange das Bild nur hell genug ist, wird schwarz auch wie schwarz dargestellt. Das Netz sieht man dann gar nicht mehr.
Danke nochmals für das Interesse an diesem seltsamen Fall!
Hallo,
das sieht für mich wirklich aus, wie ein Elektronik-Fehler, aber
ich würde die Frage nochmals stellen mit diesen beiden Links. Du bist schon im Artikelbaum zu weit nach unten gerutscht, sodaß das kaum noch gelesen wird, denn hier sind sehr wohl gute Fachleute, die dein Problem vielleicht klären können - oder wende dich direkt an einen wie z.Bspl. Nicki Hauser, Cali toni, tokai-ihto.
Gruß Heinz
Hallo, das sind so genannte Bildrücklaufstreifen.
Zu suchen ist das Problem in den Bauteilen, die den Bildröhrenarbeitspunkt festlegen. Bzw. kann auch die Röhre selbst schadhaft sein, was nur messtechnisch ermittelt werden kann.
To.i
OK, also doch 
- allerletzte Hoffnung:
Sollte ich noch mal alle Lötstellen durch Drantippen prüfen?
Da ist ja ne recht hohe Spannung drin im TV, deshalb hatte ich mich bislang vor der „Mechanik“-Prüfung ein wenig gesträubt. Bin zwar handwerklich recht geschickt und auch nicht blöd, aber eben auch kein Elektroniker, der gleich wüsste wo er ein Messgerät dranhalten müsste. Aber Drantippen mit einem isolierten Schraubenzieher, ggf. dann dort etwas Lotdrangeben wäre noch tolerabel und ungefährlich?
Danke
Hallo,
das ist zwar nicht im Sinne der Elektronikindustrie und der Sicherheit, aber du kannst es ja mal probieren. Dazu würde ich einen Holzstiel (Kochlöffel) nehmen, also nichts, was auch nur irgendwie leiten könnte oder eine versehentliche Verbindung von Lötpunkten auslösen kann. Das Gerät müsste dazu in Betrieb sein, damit die Veränderungen sehen kannst. Vom Hochspannungsteil (Zeilentrafo) bitte fernhalten und auch von gesamten vorderen Teil der Bildröhre (falls die nicht bereits abgeschirmt ist), und vorsichtig arbeiten. Vom Nachlöten auf Verdacht halte ich nichts, höchstens, du findest tatsächlich eine Verdachtsstelle. Dann aber Gerät vom Netz trennen - und Achtung, die Hochspannung kann noch lange in der Bildröhre gespeichert sein (hängt vom Gerätetyp ab, kann vom Anodenkabel manuell entladen werden). Im Zweifelsfalle Finger weg!
Gruß Heinz