ein Bekannter von mir muss sich seit kurzem wieder mit einem Problem auseinandersetzen, das er eigentlich als abgeschlossen ansah. Doch jetzt kommt es ihm vor, als hätte er schlafende Hunde geweckt. Folgendes war passiert:
Er war vor einigen Jahren mehrere Male beim Schwarzfahren erwischt worden. Eine Alt Inkasso GmbH (*) stellte für die Stadtwerke eine Gesamtforderung von 350 DM. Diese beglich mein Bekannter am 01.06.1999. Seit dieser Zeit ist er nicht mehr schwarzgefahren, und es hat auch niemand mehr Forderungen gestellt. Doch im April dieses Jahres erhielt er ein Schreiben vom Anwaltsbüro Feldhase & Kollegen (*), das ihn stellvertretend für die Stadtwerke aufforderte, 53 Euro wegen Schwarzfahrens zu begleichen. Mein Bekannter war darüber zwar verwundert, überwies aber dummerweise den Betrag, obwohl er nicht wusste, für was er bezahlte. Jedenfalls dachte er, damit sei die Sache endgültig erledigt. Doch zwei Monate später, im Juni 2003, meldeten sich Feldhase & Kollegen erneut, diesmal mit einer stellvertretenden Forderung für die Stadtwerke in Höhe von 99 Euro.
Da sprach mich der Bekannte an, der mich fragte, ob ich ihm einen Brief an die Stadtwerke sowie an die Alt Inkasso GmbH aufzusetzen könnte, in dem er beide darum bittet, ihm eine detallierte Aufstellung für die Schwarzfahrten zu liefern, für die er 1999 die 350 DM bezahlte hatte. Diesen Beleg hatte er nach drei Jahren weggeworfen, nachdem er bis dahin keine Forderungen mehr erhalten hatte. Ich schlug ihm vor, auch das Anwaltsbüro Feldhase & Kollegen anzuschreiben, damit diese ihm ebenfalls eine detallierte Aufstellung über die Forderungen von April und Juni 2003 zuschicken und er weiss, für was er überhaupt zahlen soll.
Von den Stadtwerken und vom Anwaltsbüro erhielt er bisher keine Post; jedoch meldete sich die Alt Inkasso GmbH - und zwar nicht mit der erbetenen Aufstellung, sondern plötzlich mit einer Forderung für die Stadtwerke über 220 Euro!
Soweit der Stand der Dinge. Zusammenfassend sei nochmal gesagt, dass der Bekannte seit Juni 1999 nicht mehr schwarzgefahren ist, und dass seit knapp vier Jahren sich niemand mehr wegen irgendwelcher Forderungen oder dergleichen bei ihm gemeldet hatt. Meiner Ansicht ist es verwunderlich, dass hier lapidar Euro-Beträge genannt werden, ohne exakt zu benennen, wann und wo hier angeblich schwarzgefahren sein soll. Was kann mein Bekannter nun gegen diese merkwürdigen Forderungen unternehmen, und wie soll er beweisen, dass er tatsächlich nicht mehr schwarzgefahren ist?
prinzipiell wird bei einer EBE die bei uns ausgestellt wird, (Erhöhtes Beförderungs Entgeld) minütiös notiert, wann, wo, wer schwarz fuhr.
Solange niemand Deinem Freund nachweisen kann, wann er schwarz fuhr, braucht er nichts zu bezahlen. Laß die einfach ins Leere laufen, aber sucht mal nach alten Überweisungsbelegen oder Kontoauszügen um Euch zu wappnen.
Vielleicht haben die bei der Personalienfeststellung eines Schwarzfahrers einen Names-Doppelgänger ausgemacht und dann der Einfachheit (das ist „DER“) in Ihren Computerdateien Deinen Kumpel ausfindig gemacht und dessen Adresse zur Weiterleitung der Forderung an das Anwaltsbüro angegeben.
Die Daten werden von den Verkehrsunternehmen oft lange gespeichert. Dein Freund ist eben vorbelastet und daher haben sie ihn genommen…
Fordere das Anwaltsbüro schriftlich auf, die Forderung explizit zu erläutern, wann die EBE ausgestellt wurde und auf welche Person !!!
Vielleicht hat ja ein Spaßvogel Die Daten Deines Kumpels angegeben ??
erstmal danke für Deine Zeilen! Mein Bekannter - und ich natürlich auch - hofft(e) auf Antworten, nachdem ich ihm erzählt hatte, sein Anliegen hier beschreiben zu wollen.
Solange niemand Deinem Freund nachweisen kann, wann er schwarz
fuhr, braucht er nichts zu bezahlen.
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Vielleicht hat ja ein Spaßvogel Die Daten Deines Kumpels
angegeben ??
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Vielleicht haben die bei der Personalienfeststellung eines
Schwarzfahrers einen Names-Doppelgänger ausgemacht
Ich selbst bin noch nie schwarzgefahren; deshalb frage ich mich, ob bei einer Kontrolle nicht eindeutig die Identität des Schwarzfahrers geklärt wird? Sonst könnte ja jeder einen falschen Namen angeben. Ansonsten könnte natürlich etwas an der Namensverwirrung dran sein, denn zuerst einmal glaube ich dem Bekannten, wenn er sich einerseits darüber wundert, angeblich noch zu einem späteren Zeitpunkt schwarzgefahren zu sein, andererseits er mir gegenüber keinen Grund zu lügen hätte.
und dann
der Einfachheit (das ist „DER“) in Ihren Computerdateien
Deinen Kumpel ausfindig gemacht und dessen Adresse zur
Weiterleitung der Forderung an das Anwaltsbüro angegeben.
Das könnte dann erklären, warum das Anwaltsbüro den Bekannten nach so langer Zeit nun im April und Juni wegen Forderungen angeschrieben hat. Dieses Büro hat sich bisher noch nicht gemeldet wegen der gewünschten detaillierten Aufschlüsselung des angeblichen Schwarzfahrens. Hingegen ist es eben sehr verwunderlich, dass sich plötzlich die Inkasso GmbH aus 1999 erneut mit Forderungen meldet; aber erst, nachdem sie von uns ebenfalls wegen einer Aufstellung (der alten und tatsächlichen Schwarzfahrten) angeschrieben worden war.