Schwedischübersetzung

Hej.

Gibt es im schwedischen das Siezen? Wenn man jemanden nicht kennt, sagt
man dann „Wie geht es Ihnen?“ oder „Wie geht es dir?“?

Tack sa mycket :smile:

Hallo,
theoretisch ja - man verwendet dann das Ihr (ni).

Ist aber faktisch abgeschafft. Einige Schweden empfinden es sogar als Beleidigung, wenn man ni verwendet.
Man duzt sich grundsätzlich UND verwendet den Vornamen
Ausnahmen gibt es vielleicht, wenn man vor Gericht oder dem König steht. Polizisten duzt man aber schon wieder.
Das kommt aber i.d.R. eher seltener vor.
Grüße
Michael

Hejsan!

Theoretisch kann man im Schwedischen siezen, praktisch macht man es aber nie. (Außer man ist mal zu Königs eingeladen. :smile:)
Aber wenn es einem unangenehm ist, einen Fremden auf Anhieb zu duzen (wie das in Schweden gang und gäbe ist), kann man einfach „Hur är läget?“ benutzen und sich die Sie/du-Unterscheidung sparen.

Hälsningar,
Stefan

Hallo,
das kannste natürlich machen.
Allerdings tauschen nach meinen Erfahrungen, die Schweden sehr zügig ihre Namen aus und bevorzugen die direkte Ansprache.
Außerdem wird das halt dann grammatisch aufwändiger (andererseits: nettes Training :wink:
Ich denke, es ist einfach höflicher, dass du zu nehmen. Sprachliche Distanz kommt nach meinen Erfahrungen bei Schweden nicht gut an.
Grüße
Michael

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Prima, danke.

Und wie heißt das dann auf schwedisch: Wie geht es dir?

Hallo,

Und wie heißt das dann auf schwedisch: Wie geht es dir?

Also was Stefan geschrieben hat ist korrekt:
„Hur är läget?“ würde ich mit „wie geht’s?“ übersetzen.

„Hur mår du?“ ist „Wie geht es dir?“.

Übrigens: ein Schwede würde diese Frage in der Tendenz eher ehrlich beantworten, also kein typisches „Bestens“, „Prima“, „Super“…

Grüße
Michael

Die Antwort ist nein, es gibt im ganz skandinavischen heute nur eine Anredeform. Die deutsche zweigeteilte Anrede gab es früher, ist aber jetzt veraltet, kommt nur vereinzelt vor und fällt auf. Auch Titel verwendet man sparsam, eigentlich nur wenn der Titel gut angebracht ist. Überhaupt ist skandinavischer Höflichkeit heute nicht so sehr auf Formaliteten ausgerichtet, das wird von Fremden nicht selten misverstanden.

Wenn man jemanden nicht kennt, würde man meistens nicht nach dessem Wohlbefinden fragen. Aber wenn, dann mit der einen Anredeform, die auf das alte Duzen zurückgeht. Probleme macht das aber eigentlich nur aus deutscher Sicht, denn im deutschen muss man ja unterscheiden. In skandinavischen Sprachen unterscheidet man nicht mehr. Ich habe gestern anderswo auf Wer-Weiss-Was eine Text aus dem norwegischen zu übersetzen versucht. Mal nachgucken! In der Text redet die norwegische Gemeinde offiziell ihre Bewohner mit du an. Das habe ich naturlich mit Sie übersetzen müssen. So ist es auch im schwedischen.

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