Schwefelsäure-Zuckerverkohlung

Liebe Wissende (schon wieder), …

Ich möchte gerne zu Silvester als Geg die Zuckerverkohlung durchführen, ich denke, das kennt ihr.
Hier meine Fragen: Was sind jetzt wirklich die Gefahren (Da sagen manche das und manche das…) und manche sagen dass man das NICHT einfach im Hausmüll entsorgen kann. Aber ich glaube schon, geht das?
Und ich werde mir (hoffentlich zumindest) einen Liter Batteriesäure anlegen. Das ist ja auch nur eine Schwefelsäure-Lösung. Aber funktioniert dieses Experiment auch mit einer Lösung? Oder MUSS es konz. sein?

Danke im Voraus.

Hi Alexander.
Sowas ist definitiv kein gutes Experiment für eine (Sylvester)Party.
Du musst konzentrierte Säure verwenden und die ist nicht ohne. Nicht nur Zucker sondern auch ne Menge anderer organischer Stoffe werden nämlich bei Kontakt verkohlt…
Als Alternative google mal nach Pharaoschlangen.
Grüße,
Grünblatt

Hallo!

Sowas ist definitiv kein gutes Experiment für eine
(Sylvester)Party.

Und erst recht nicht für einen 11-jährigen. Sorry, daß ich auf deinem Alter rumreite, aber irgendwie hab ich immer Bauchschmerzen wenn ich Alexander hier nach allem möglichem Zeug fragen sehe…

Grüße, Stephan

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Hallo,

und bereite schon mal deine Mutter darauf vor, dass von nun an hier und da Löcher in Teppichen und Kleidung erscheinen werden.

Gruß, Niels

Lieber Grünblatt,

Sowas ist definitiv kein gutes Experiment für eine
(Sylvester)Party.

das hast Du schön gesagt. Mein erster Einfall war: Das ist für jede Party eine Scheiß-Idee

Du musst konzentrierte Säure verwenden und die ist nicht ohne.

U.U. muß man sogar etwas erwärmen. Und wenn man es in RG macht, dann gibt es keine Garantie, daß die Reaktion aufhört, bevor das RG zu Ende ist… Und dann stehst Du mit etwas Pech mit einer nicht zu stoppenden Reaktion in der Hand inmitten einer angetrunkenen Gruppe, die das alles sehr lustig findet. Während Du überlegts, wie man den teppich darunter vor Schaden bewahrt rempelt Dich einer an und deine Sorgen werden schlagartig Realität. Unterdessen hat sich wer die Flasche konz. H2SO4 gegriffen und mit den Worten „Zeich mal her, dat Zeuch!“ bewiesen, daß er mit Glasstopfen nicht umgehen kann. Mit etwas Glück kann er nach intensivster Dusche die Fete mit einem deiner T-Shirts weiterfeiern…

Nicht nur Zucker sondern auch ne Menge anderer organischer
Stoffe werden nämlich bei Kontakt verkohlt…

Und das alles wegen einem 11-jährigen mit wenig Ahnung von dem, was er tut…dessen Eltern aber verantwortlioch gemacht werden, wenn richtig Scheiße passiert.

Als Alternative google mal nach Pharaoschlangen.

Gute Idee.

Gruß
BeLa
Sorry für die harten Worte, aber ich fand das mußte jetzt mal sein.

Hi Stephan.

Und erst recht nicht für einen 11-jährigen. Sorry, daß ich auf
deinem Alter rumreite, aber irgendwie hab ich immer
Bauchschmerzen wenn ich Alexander hier nach allem möglichem
Zeug fragen sehe…

Ich wußte nicht, dass er erst 11 ist, sonst hätte ich eindringlicher auf mögliche Gefahren insbesondere beim Umgang mit (auch verdünnter) Schwefelsäure hingewiesen.
Aber besser er fragt hier und bekommt vernünftige Antworten und Tips als das er sich irgendwo im Netz irgend eine interessant klingende Anleitung sucht.
Ich habe da schon schöne Sachen gesehen, wenn man da blind vertraut, garantiere ich, dasss sich der Experimentator entweder tödlich vergiftet oder sich mitsamt Haus drumrum in die Luft jagt.

Hier sind jedenfalls empfehlenswerte Seiten:
http://dc2.uni-bielefeld.de/ bzw.
http://dc2.uni-bielefeld.de/dc2/tip/index.html
Das Experiment „Pharaoschlangen“ findet man u.a. hier:
http://www.cci.ethz.ch/experiments/Pharao/de/stat.html

Ich finde aber, dass, wenn sich jemand wie Alexander so für Chemie interessiert, sollte man (wir?) das fördern und nicht generell Angst und Bange machen.
Wichtig ist, dass er bei seinen Experimenten wie die „Profis“ geeignete Schutzmaßnahmen ergreift, sprich IMMER eine Schutzbrille und einen Baumwollkittel trägt und nicht allein arbeitet.
Vorher immer den „worst case“ gedanklich durchspielen („was ist, wenn mir alles umkippt und einfach anfängt zu brennen und zu stinken“…) Dasselbe gilt nämlich auch für Chemiker, die fünf Jahre studiert haben und zwar aus gutem Grund.
Ansonsten gibt es eben viele (leider meist bei den „schönen“ Experimenten angesiedelt…) Sachen, die man zu Hause am Küchentisch einfach nicht machen kann, weil man schlicht ein eingerichtetes Labor dazu braucht, um es fachgerecht auszuführen.
Aber im Zweifelsfalle kann man ja hier immer fragen!
Grüße,
Grünblatt

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Lieber Kollege,

diesem besternten Artikel ist kaum noch etwas hinzuzufügen, außer einer dringenden Bitte an den jungen Eleven*:

Nimm das sehr ernst.

Das Sprichwort von „Chemie ist´s wenns kracht und stinkt“ stammt nämlich nicht von den Chemikern selbst, sondern von Feuerwehrleuten, die hinter denen aufräumen mußten, die sich aus blindem Eifer selbst aus der Evolution entfernt haben.

Gruß
BeLa

* huch, ein Wortspiel, ich garstig Chelm…

Ja ich weiß. Die Pharaoschlangen kenne ich eh´. Ich denke, dass ich die machen werde.

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die gefahren von schwefelsäure kenne ich…
wo bekäme man das überhaupt her? nicht das ihr denkt, ich möchte das dann auch sofort machen, aber ich möchte es einfach so wissen.

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