Ich würde sooo gerne mir ein Mini-Schwein kaufen, weil ich die total süss finde.
Meine Frage jetzt dazu: Hat jemand Erfahrungen mit Mini-Schweinen (oder auch normalen Schweinen) im Haus gemacht???
Was braucht denn so ein Schwein zu essen und muss man einen Garten haben? Wie viel Auslauf brauchen die? Oder kennt Ihr eine Site, wo ich mich informieren könnte?
Hallo Fabia
Ein Schwein braucht z.B. eine Schlammsuhle zur Pflege der Haut. Da könntest Du natürlich den Garten nehmen, wenn Deine Vermieter mitspielen. Die Schlammkruste sollte im Sommer natürlich auf der Haut bleiben- als Schutz vor Sonnenbrand. Es gibt ja Feudel und Industrie-Staubsauger. Zu fressen kannst Du dem Schwein alles vegetarische und teilweise auch Fleisch geben- aber bitte kein Schweinefleisch. Du bist ja nicht in der Massenzucht unterwegs und Schweine sind keine Kannibalen.
Da Schweine Nutztiere sind und keine Haustiere im eigentlichen Sinne, wirst Du wohl auch damit rechnen müssen, das die Wutz nicht mit dem Ausscheiden von Kot und Urin wartet, bis Du wieder zu Hause bist und mit ihr Gassi gehst. Das Umgraben des Teppiches als Ersatz für das suhlen solltest Du auch einplanen.
Aber was macht man nicht alles aus Tierliebe.
Fazit: Eine artgerechte Haltung eines Schweines in der Wohnung ist wohl kaum möglich. Ein artgerechtes Wohnen für Menschen in einer „Schweinewohnung“ dann wohl auch nicht.
Überlege Dir das nochmal.
Gruß
Weikko
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Ich würde sooo gerne mir ein Mini-Schwein kaufen, weil ich die
total süss finde.
Meine Frage jetzt dazu: Hat jemand Erfahrungen mit
Mini-Schweinen (oder auch normalen Schweinen) im Haus
gemacht???
Was braucht denn so ein Schwein zu essen und muss man einen
Garten haben? Wie viel Auslauf brauchen die? Oder kennt Ihr
eine Site, wo ich mich informieren könnte?
hast Du ein Schwein im Haus, bist Du ein Landwirtschaflicher Betrieb (sach nich ich, sondern dat Gesetz…).
Einen landwirtschaftlichen Betrieb dürfen nur Betriebsangehörige und sonstige Berechtigte betreten (Veterinäre und so) - Du brauchst Desinfektions-Fussmatten vor jedem Eingang - Du musst Schutzeinrichtungen gegen die Verbreitung von Schweinepest haben - und wenn in Deiner Gegend Schweinepest auftritt, wird Dein Schwein gekeult, selbst wenn Du es geschafft hättest, es Impfen zu lassen…
In Deutschland sind Schweine als Heim-Tiere nicht vorgesehen.
auch ich kann dringend abraten! Ich hatte zwei Mini-Pigs, artgerecht untergebracht in einem Gehege mit großem Auslauf und Stall hinter meinem Haus. Die beiden haben uns sehr viel Freude gemacht, wir mußten Sie nur leider wegen eines persönlichen Problems mit dem Nachbarn abgeben. Ich kann leider auch von diversen Auflagen berichten, die mir vom Veterenäramt gemacht wurden. Ich wurde als „Schweinemastbetrieb“ registriert, wurde getadelt, weil für den Veterenär keine beleuchtete Umkleidekabine eingerichtet war und der Schweinestall nicht hygienischen Kacheln belegt war. Ich mußte garantieren, daß das Gelände dreifach (!) gesichert war um zu verhindern, daß Wildschweine ans Gehege gelangen, mußte garantieren, daß nur autorisierte Personen Zugang zu den Tieren haben. Mußte ständig Blutuntersuchungen durchführen und spezielle Gummistiefel nur für das Betreten des Stalles bereitstehen haben. Oh, und ganz wichtig: SCHWEINE DÜRFEN NUR VEGANISCH (!!!) ERNÄHRT WERDEN! Kein Fleisch, keine tierischen Produkte - also auch kein Yoghurt, Käse etc. Dazu mußte ich mich schriftlich verpflichten. Hätte ich meine Schweine falsch ernährt und wäre bei mir die Schweinepest ausgebrochen (die falsche Ernährung ist nämlich der Auslöser), wäre ich regreßpflichtig für die Keulung des gesamten Schweinebestandes im Kreis geworden. Also, die Sache ist gar nicht witzig und Schweine, so süß sie auch sind, so intelligent und freundlich…Sie fühlen sich in ihrem Gehege mit ordentlich Matsch und einem warmen Stall mit riesen Strohhaufen in den sie sich so richtig vergraben können, doch sicherlich viel wohler als im Haus. Und solltest Du noch mit dem Gedanken spielen, sie in Deinem Garten zu halten: Streiche den Begriff des „Gartens“ in Bezug auf Dein Grundstück bereits nach kürzester Zeit, denn ein „Garten“ wird zum „Truppenübungsplatz“! Es wird nicht nur alles abgegessen und umgegraben sondern zusätzlich auch noch jede Wurzel vertilgt, so daß auch nicht die geringste Chance besteht, daß noch einmal irgendetwas wächst, ganz abgesehen davon, daß von einer ebenen Fläche nichts mehr zu sehen sein wird.
Solltest Du noch weitere Fragen haben, stehe ich Dir gerne jederzeit zur Verfügung, mit Rat, Tat und Fotos wenn Du magst.
Liebe Grüße
Delia
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