ich habe immer wieder gehoert, das man auf Hawaii in der Erde eine tolle Glut erzeugt und dann ein ganzes Schwein mit irgendwelchen Kraeutern zusammen auf dieser Glut in der Erde vebuddelt. Und das soll dann ganz toll schmecken.
Erde habe ich genug, ein Schweinchen auch - nur das Rezept fehlt mir jetzt noch.
diesen Erdofen („Hangi“) habe ich bei den Maori in Neuseeland
kennengelernt – die sind ja Polynesier wie die Hawaiianer. Nur in
Neuseeland haben sie’s stellenweise noch viel einfacher: In
dervulkanaktiven Gegend reicht es, die Erde ein Stückchen zu
öffnen und das Gargut dort hineinzulegen (ist heiß genug). Früher
taten sie große Blätter um die Speisen, heute nehmen sie
Alufolie.
Im wesentlichen funktioniert ein Hangi so: Im Feuer werden Steine
(Kristallines wie Granit oder so verwenden, Kalkstein
zerspringt!) heiß gemacht, in eine Grube gelegt, das eingepackte
Gargut drüber, darauf noch ein paar Steine als Oberhitze und dann
zuschütten. Wie lange man warten muss (einige Stunden), bis alles
gar ist, ist Erfahrungssache und hängt von der Dicke des Pakets,
der Art der Speisen und der Hitze und Menge der Steine ab. Aber
zu lang macht nix, denn es kann kaum was anbrennen. Vorteil: Kein
Umrühren, alles beieinander, viel Zeit für anderes gespart.