Schweineschei....! Sorry!

Oma&Opa halten seit 10Jahren Schweine auf ca.100m².Nu sind sie weg (die Schweine).Die Erde-es waren Freilandtiere-ist „verseucht“.Wir wollen nun alles urbar machen,ohne den Mist abzutragen.Auch möchten wir keine Chemie aufbringen!Welche biologischen und ökologischen Maßnahmen gibt es,diese Erde wider zu nutzen?Gibt es spezielle Pflanzen,welche wir anbauen können-was wäre zu tun?
Danke, LG Didu

Normal ist es, sich Schweinemist als Dünger aufs Land zu kippen.

Also, was wollt Ihr?

Grabt es um, dann habt Ihr bestes Ackerland.

mfgConrad

Gartenboden nach Schweineauslauf
Servus,

auch wenn Pferde- und Schafsmist noch besser sind, hast Du da eine wundervolle Grundlage, um die manch anderer froh wäre.

Der Boden ist dank dem Mist hervorragend mit Stickstoff (N) und Kalium (K) versorgt. Du schreibst nichts über die Korngrößenstruktur (vorherrrschend Ton? Lehm? Sand?) - bei schweren, tonigen Böden kann wegen der Auslaufhaltung der Boden ziemlich verdichtet sein.

Also noch in diesem Jahr ackern oder umgraben, wenn es nicht zu nass ist. Im zeitigen Frühjahr (je nach lokalem Klima ab Ende Februar) Phacelia säen. Dann im Mai Starkzehrer drauf: Kürbis, Kohl, Blumenkohl, Broccoli, Steckrüben, Kohlrabi etc. In den ersten Jahren keine Bohnen, Erbsen, Salat: Leguminosen sind auf hohe N-Gehalte empfindlich, und Salat wird bei zu hohem N-Gehalt wässrig und fad, wie der aus dem Supermarkt etwa.

Den wahrscheinlich exzellenten N-Gehalt nicht durch Auswaschung gefährden: Auf möglichst ganzjährige Bodenbedeckung achten, im Herbst z.B. Ackersalat, über Winter z.B. Roggen (je nach Boden - leider weiß ich nicht, wo das Stück liegt, da deine Visitenkarte sehr ausführlich ausgefüllt ist). Außerdem für Ausgleich des C/N-Verhältnisses sorgen: keine „sauberen Beete“, Flächenkompostierung, Mulchen: Damit ist der N von den Schweinen gut untergebracht. Ggf. ein wenig aufkalken, damit die Regenwürmer ihre Arbeit leichter tun können.

Schöne Grüße

MM

  • Mais als Starkzehrer ist natürlich auch prima geeignet, man muss halt schauen, wie man den Boden dann bedeckt kriegt. Falls ich spekulativ aus Deiner Mailaddi schließen darf, daß Du Zuckermais am Feuer und Popcorn magst: Es gibt da sehr schöne alte Kultursorten, die man in keinem Laden kriegt, z.B. Black Aztek mit schwarzen Kolben, auch Formen mit Körnern in allen Regenbogenfarben (Vorsicht! hier keinen Ziermais andrehen lassen, das gibt leicht faden Stoff).

(zwischen Maisreihen ist das Kleinklima bei genug Sonne gut für Cannabis geeignet, aber der Anbau ist ja verboten, deswegen lieber nicht)

Wenn im ersten Jahr der Boden wieder halbwegs durchwurzelt war und ein wenig krümelt, kann man je nach Boden im zweiten Jahr nach Gründüngung wohl auch mit Kartoffeln einsteigen - das Hacken und Häufeln ist gut für die wahrscheinlich nicht mehr besonders fitte Bodenstruktur, Mulchen nach dem letzten Hacken gibt ein prächtiges Substrat im Folgejahr.

Wohl bekomms

MM

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Moin Didu,

wenn Deine Sorge ist, daß der Boden überdüngt ist, pflanze Mais oder Kürbise. Die ziehen den Stickstoff aus dem Boden.
Anschließend Erdbeeren und der Boden ist wieder mager.

Wenn Du nichts tun möchtest, wird sich wahrscheinlich rapide eine dichte Brennesselpopulation niederlassen und so den Stickstoff verzehren.

Gandalf

keine ahnung warum du froh sein solltest. wie du erkannt richdig erkannt hast, haben oma und opa ein problem. je nachdem wie stark der boden überdüngt ist funktionieren meiss und gurkengewächse auch nicht. auf jeden fall solltet ihr den pflanzen die ihr planzt ein bisschen neutrale erde gönnen. also wenn ihr gurkengewächse rein macht ein loch machen und mit normaler erde auffüllen. bei mais etc furchen machen und mit neutraler erde befüllen. das problem ist nämlich das die wurzeln der pflanzen „verbrennen“, was eigentlich nichts anderes ist als das die pflanze verdurstet. bei zuviel nährlösung sterben die feinwurzeln ab und die pflanze kriegt kein wasser mehr.
auch gut wäre es wenn ihr noch ein jahr wartet und die fläche brach lässt. was wächst unbedingt vor dem absamen mähen und bitte restlos abtransportieren. dann habt ihr kein problem mit unkraut und alles was masse ist, ist nährlösung aus eurem boden. auch des öfteren wässern spült stickstoff und co aus. wenn der boden lehmig ist rate ich euch einwenig torf einzuarbeiten, lieber kein sand, der ist zwar auch gut aber das kann ameisenplagen geben - nicht schön^^. torf hingegen lockert den boden und macht ihn zugänglicher für wasser. am besten mir einer bodenfräse einarbeiten. das problem mit ton ist dass er aus tonteilchen besteht. von tonteilchen spricht man bei kleinstbestanteilen kleiner als 0.02mm diese bestehen aus zwei plättchen mit luft dazwischen in dieser „luft“ bleiben die nährstoffe hangen man kann also sagen es sind kühlschränke. es gilt also diese kühlschränke zu leeren indem man pflanzen anbaut die nicht verbrennen durch den nährstoffdruck. auch sehr empfehlenswert zum beispiel bei mais ist zwischen den reihen gras zu sähen. gras enzieht extrem viel sticksoff was wohl euer hauptproblem sein wird. aber achtung nicht nur stickstoff ist eine gefahr in übermengen. super wäre natürlich wenn ihr eine bodenprobe macht zum beispiel im frühling und sie dann von einem gärtner einschicken lässt. das sind experten und können dir sicher helfen wichdig ist dass du genau angibst was dein problem ist.
für die probe macht man ein loch mit einem spaten um dann mit dem selben eine sauber scheibe ab zustechen. von diesem spatentiefen querschnitt schneidet man dann ein ca sechs cm starkes stück ab und bringt es dann in einem sauberen plastiksack dem gärtner

LG aus der Schweiz

Dave

bei weiteren frage kannst du mir sonst auch eine email schicken

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Servus,

Deinen Beitrag habe ich leider nicht lesen können, da er

ohnepunktundkommanichtmalmitluftholenzwischendurchhingerotztistdassesjedemmenschen
derdeslesensundschreibensmächtigistundauchlesengewohntistgradganzanderswirddabei

Ich habe lediglich wahrgenommen, daß Du von Überdüngung und Verbrennen von Wurzeln gesprochen hast.

Das ist ein großes Wort angesichts der Informationen, über die wir verfügen.

Vermutlich hast Du früher einmal an der Berufsschule auch rechnen müssen, wie viel Schweinemist notwendig ist, damit man davon 150 kg N/ha bekommt - das ist ungefähr die Obergrenze, oberhalb derer bei Weizen (der im N-Anspruch noch deutlich unterhalb der genannten Gemüsepflanzen liegt) bei sonst normalen Bedingungen kein deutlicher Ertragszuwachs mehr zu erkennen ist.

Von dieser Konzentration bis zu eigentlich schädlichen Mengen liegt noch wenigstens ein Zentner N/ha.

Jetzt täte es mich noch interessieren, woher Du bei gegebenen Angaben und ohne Bodenprobe die Idee nimmst, es läge eine schädliche Überdüngung vor.

Die anderen Dinge, die Du geschrieben hast, sind vermutlich in einigem Umfang richtig, vielleicht auch falsch - wie gesagt, für mich halt unlesbar.

Schad drum -

schöne Grüße

MM

[MOD: einen Umbruch in die lange Zeile eingefügt]

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Guten Morgen,

mal abgesehen von

ohnepunktundkommanichtmalmitluftholenzwischendurchhingerotztistdassesjedemmenschen
derdeslesensundschreibensmächtigistundauchlesengewohntistgradganzanderswirddabei

(mag ich auch nicht besonders)

Jetzt täte es mich noch interessieren, woher Du bei gegebenen
Angaben und ohne Bodenprobe die Idee nimmst, es läge eine
schädliche Überdüngung vor.

habe ich deinen Beitrag in Kategorie „Möglichkeiten“ und seinen Beitrag in die Kategorie „mögliche Grenzen“ eingeordnet. Den Grad der Überdüngung kennt ihr beide nicht.
Es waren zwei wertvolle Beiträge, die ich einfach so für mich besternt stehen lasse.

Schad drum -

Nöh, für einen neutralen Leser wie mich nicht.

Gruß
Der Franke

[MOD: einen Umbruch in die lange Zeile eingefügt]