Schweiz im 2. Weltkrieg

Hallo,

Zwischen WK1 und 2 liegen aber fast 30 Jahre, in denen sich so
einiges getan hatte. Zum einen hatten die Franzosen einen
Haufen Energie in eine Verteidigungslinie (Magniotlinie) an
der deutsch-französischen Grenze gesteckt, die nur Umgangen
werden konnte. Zum anderen ermöglichte bzw. erforderte die
motorisierten Verbände ganz neue Taktiken - und genau aus
diesem Grund hat es nun mal die Niederlande und nicht die
Schweiz getroffen. Um einen Krieg zu gewinnen waren die Briten
auch nicht gerade zimperlich: die Griechen wurden im 1.WK auch
in den Krieg gezwungen, um eine weitere Front gegen die
Mittelmächte zu schaffen.

die Maginotlinie wurde an mehreren Stellen 1940 durchbrochen
und Dora und 60 cm Mörser waren genau dafür vorgesehen.

Die Maginotlinie wurde von Infanterieeinheiten erst durchbrochen, als die Panzerverbände längst tief in Frankreich standen und der Sieg schon greifbar nahe war. Die Idee mit dem Sichelschnitt durch Holland und Belgien war von Manstein und dieser hatte seinen Plan unter militärischen Notwendigkeiten ausgearbeitet und nicht unter dem Gesichtspunkt: „wie kann ich möglichst viele Länder besetzen“.

Aber wenn man Krieg anfängt und noch gar nicht bereit ist, sollte
man sich nicht wundern. Vor allem wenn sich potentiell
Angegriffene bei anderen etwas Zuspruch holen.

Welchen Angegriffenen meinst Du jetzt? Natürlich geht das vollkommen in Ordnung, daß sich die Benelux-Länder unterstützung bei den Alliierten geholt haben. Die Angriffsabsichten waren ihnen ja mehr oder weniger bekannt.

Gruß

So? Also ich lese hier nur ein paar Geschichten, Spekulationen
und wage Vermutungen.

Das sind keine Spekulationen oder wage Vermutungen meinerseits. Diese Aussagen beziehen sich auf den Bergier-Bericht und das Buch „13 Gründe weshalb die Schweiz im Zweiten Weltkrieg nicht angegriffen wurde“, von Markus Heiniger, erschienen im Limmat Verlag.

Hast Du dafür mal ein paar Beispiele auf Lager? Mir ist nur
bekannt, daß die Alliierten mal ausversehen Schaffhausen
bombardiert haben. Gibt es da soooo große Rüstungsbetriebe?

Mir war lange auch nur diese Bombardierung bekannt. Doch es wurden auch mind. zwei Rüstungsbetriebe bombardiert. Zudem wurden auch die Städte Zürich und Basel je einmal von Bomben getroffen. Jedoch war dort der Schaden an Menschen und Gebäuden im Vergleich zu Schaffhausen relativ gering.

…wurden Länder wie Schweden, Finnland, Ungarn oder Italien auch
nicht angegriffen, obwohl sie sich wehrten Juden auszuliefern.
Die Judenpolitik eines Staates entschied also nicht über Krieg
oder Frieden.

Die Schweiz hat keine Juden ausgeliefert, die bereits dort wohnten. Sie haben Juden, die von Deutschland, Österreich oder Frankreich her einwandern wollten, abgewiesen.

Falls jemals an eine Besetzung der Schweiz gedacht wurde, kann
das nur zw. 1939 und Anfang 1941 gewesen sein, als noch genug
Kapazität an Menschen und Material vorhanden war.

Das ist mir auch klar, nachher waren die Deutschen gleichzeitig in Russland und Nordafrika engagiert.

Die Aufbewahrung von Raubgold und Fluchtgeldkonti war aber erst
später nötig, als bereits große Lücken an allen Fronten
klafften.

Aber das Vermögen der Juden war schon vorher auf Schweizer Banken deponiert worden, denn um 1941 hatten alle deutschen Juden schon lange kein Vermögen mehr, zudem waren viele schon nicht mehr am Leben.

In der Schweiz wurde die Pressefreiheit rigoros eingeschränkt.
In vieler Hinsicht wurde im Sinne der Nazi-Deutschen geschrieben.

Ich habe erst kürzlich gelesen, in welchen Bereichen gewisse Schweizer Zeitungen im Sinne der Nazi-Deutschen geschrieben haben, aber leider kann ich mich nicht mehr genau daran erinnern.