Hallo,
das Reich hatte, nachdem es zusammen mit Rußland, Polen
geschlagen hatte und von GB und F Kriegserklärung erhielt,
lange auf Friedensverhandlungen gewartet (sogar angeboten).
Warum sollten F und GB eigentlich Friedensverhandlungen anbieten oder annehmen, wenn sie Polen in einem Krieg gegen Deutschland beistehen wollten. Hätte das damalige deutsche Reich unter Führung des Vabanque-Spielers Hitler, der mal wieder glaubte, der dekadente Westen würde nichts tun, wie bei der Einverleibung der Tschechei, sich nicht zu weit aus dem fenster gelehnt, wâre er mit deutschland nicht in die Scheisse gefallen.
Nix war. Nun kann man nicht in alle Ewigkeit soviele Div.
unter Waffen halten. Beendigung des drolle de guerre und
Angriff ähnlich Wk1. Geht einfach nicht anders als über B und
NL. B war schon in Wk1 Partner von F und wohlwollend „neutral“
zu F (Gegenwehr gegen Durschmarsch F und GB also
wahrscheinlichst nur Kosmetik). Zusammenarbeit mit F lag vor,
wie auch erbeutete Unterlagen belegen. Sicher ein
Angriffskrieg, aber nicht aus „Welteroberungsgründen“, sondern
um GB seinen Festlanddegen zu entwinden und Frieden zu
erhalten. Dasändert die Sache ein wenig.
Ich würde mich einmal etwas mit belgischer Geschichte beschäftigen und die nicht durch eine bestimmt gefärbte Brille betrachten. Preussen war unter anderem auch einer der Garantenstaaten der Londoner Verträge. So wie 1870/71 die Belgier mobilgemacht haben und alle auf ihr Gebiet eindringenden preussischen oder französischen Soldaten internierten, wâre es im I Weltkrieg wieder gelaufen, denn Belgien wollte keinen Krieg, da es dafür überhaupt nicht gerüstet war, 1940 übrigens auch nicht.
Erbeutete Unterlagen sind ja schön, aber wer hat denn Belgien den kompletten Angriffsplan im Januar 1940 frei haus geliefert. Ein land hat beweise, dass es in naher Zukunft von einem Nachbarland angegriffen werden wird. Und dieses Land soll nicht nach Bundesgenossen suchen? Das als Zusammenarbeit mit anderen Staaten auslegen dreht wohl alles etwas um; leider nicht in die Richtung NS-Lesart.Es gab danach Kontakte mit GB und F auf militärischer Ebene, aber die Politik sah diese nicht so gern. Das einzige Zugeständnis, das die belgier machten, war dass die französischen und britischen Truppen ab einem deutschen Angriff die Grenze nach Belgien überschreiten durften. Im ersten Weltkrieg rief Belgien erst nach dem deutschen Angriff die Garantenstaaten zur Hilfe und der deutsche Einmarsch hat letztendlich den britischen Kriegseintritt ausgelöst.
Wenn auch solche
schlichte Fakten nicht in die heutige Zeit passen, ist es
dennoch so gewesen. Zudem siehe Antwort Re3 von greg weiter
obenstehend.
Schlichter Fakt ist, dass Deutschland gemäss Hitlers „Mein Krampf“ Lebensraum benötigte und Polen lag gerade auf dem Weg. Damit fing alles an, wenn man natürlich sich auch noch einen Kriegsgrund mit dem „Überfall“ auf den Sender Gleiwitz selbst bastelt, dann zeigt sich schon das damalige perverse Denken.
Als neutrale Staaten, die sonst überfallen
wurden (rein militärstrategisch, keine Gebietsforderungen,
Reparationen etc.), fallen mir spontan also B, NL, L, N, Dk
ein.
Nein, absolut keine Gebietsforderungen, Luxemburg wurde so wie die Ostkantone Belgiens ins deutsche Reich heimgemeindet, ob die Betroffenen das wollten oder nicht.
Gruss
Rainer