Schweiz im 2. Weltkrieg

Wie hat sich die Schweiz im 2. Weltkrieg verhalten, hegten die Leute Sympathien für eine Partei (evtl. vielleicht die deutschsprachigen Schweizer für Deutschland/Österreich)??? Welche Stellungnahmen gab es von der Schweizer Regierung zu Allem??? Gab es auch Schweizer die mitkämpften (z.B. SS-Freiwilligenverbände)? Schaffhausen wurde einmal aus Versehen bombadiert, sind mehr solcher Fälle bekannt? Hatte Hitler Pläne für einen Angriff auf die Schweiz?

Interessiere mich für Alles was damit in Zusammenhang steht!

Hatte Hitler Pläne für einen Angriff auf die Schweiz?

Angeblich hatte Hitler vor, nach dem Sieg im Osten die Schweiz ebenfalls anzugreifen.

Siehe hierzu auch Urner, Klaus: „Die Schweiz muss noch geschluckt werden“

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Außerdem gibt es ein Buch von Janusz Piekalkiewicz „Schweiz 1939 - 1945. Krieg in einem neutralen Land“. Ist out of print, aber bei amazon bietet’s gerade einer gebraucht an:

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oder vom gleichen Autor „DieSchweiz am Rande des Krieges“:

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Wobei ich nicht weiss, wodurch sich die beiden letzteren Bücher unterscheiden.

Hallo !

Hier Ausschnitte aus einem Artikel aus dem „Spiegel“ :

Eidgenössische Unternehmen waren tiefer in die Verbrechen der Nazis verstrickt als bisher angenommen. So war der Basler Chemiekonzern Sandoz bis ins Detail über das Euthanasieprogramm der Nazis informiert und ließ sogar an geistig Behinderten und Epileptikern klinische Versuche exekutieren.
In einer internen Sandoz-Notiz von Ende 1942 wird, ganz im Nazi-Jargon, die Hoffnung ausgedrückt, neue Probanden zu finden : „Wenn auch die Anstalten für Epileptiker wie Bethel, Liebenau usw im Zuge der Vernichtung lebensunwerten Menschenmaterials ausgeräumt und anderweitig besetzt wurden, so kommen doch infolge des Krieges sicher viele neue Fälle traumatischer Epilepsie vor“.
Damit, so schreiben die Mitglieder einer im Regierungsauftrag arbeitenden Historikerkommission in ihrem jetzt veröffentlichen Bericht, habe Sandoz das Morden der Nazis in ihr „unternehmerisches Kalkül“ mit einbezogen.

Die Geigy AG meldet schon 1934 an die Reichszeugmeisterei der NSDAP, dass unter den Aktionären „keine Juden“ mehr seien. 1937 brüsteten sich die Schweizer damit, dass der gesamte Konzern „judenfrei“ sei.

Fast alle in Deutschland operierenden Tochterunternehmen von Schweizer Chemiefirmen wie Ciba unterhielten auch enge Geschäftsbeziehungen zur SS. Die Stammhäuser waren über die Verbrechen im Hitler-Reich und ihren deutschen Niederlassungen im Bilde.

Das KdF-Schiff „Wilhelm Gustloff“ wurde nach dem Schweizer Naziführer Wilhelm Gustloff benannt.
Es gab NS-Kundgebungen in der Schweiz in Parteiuniform, mit Hakenkreuzflaggen und Hitlergruß.

Gruß Max

Danke Max für die Informationen, hoffe es werden noch ein paar folgen… Schau mich in nächster Zeit mal in Buchläden um, vielleicht findet man da noch was zu dem Thema

Hallo Znero,

wenn Du Dich zu diesem Thema Richtung Buchladen orientierst: Die als „Alte Tante“ viel belächelte, aber betreffend ihre Quellen unabhängig von Präsentation und Meinung vorbildliche Neue Züricher Zeitung - http://www.nzz-buchverlag.ch - hat, teils von Fachautoren, teils aus ihrem riesigen eigenen Fundus, einige empfehlenswerte Büchlein zu dem Thema publiziert. Man kann sich auf diese Weise ein Bild davon machen, wie hohl die jüngste „Raubgold“-Propaganda ist - die eher dazu dient, die CH für die EU sturmreif zu schießen, als zur Erhellung geschichtlicher Tatsachen.

ALBERS/SCHÖNBERG: Hat die Schweiz den Krieg verlängert?
ANGST (Hg.): Der zweite Weltkrieg und die Schweiz
BRETSCHER: Im Sturm von Krise und Krieg
GAUTSCHI: General Henry Guison
HOFER/REGINBOGIN: Hitler, der Westen und die Schweiz

Viel Spaß wünscht

MM

Habe mir gestern das Buch „Das Gold der verfolgten Juden“ gekauft: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3828450032/qid…

Ist wirklich sehr zu empfehlen. Steht z.B. auch drin das die Schweizer Regierung mit den Achsenmächten sympathisierte, die Bevölkerung doch mehr den Allierten zugeneigt war. Es gab Pläne für einen dt. Einmarsch in die Schweiz, nämlich „Operation Weihnachtsbaum“ die Schweiz sollte nach ihrer Besetzung in zwei Besatzungszonen (einen nördl. unter deutscher Kontrolle und einen südl. unter italienischer) geteilt werden. Man hat die Ausführung des Planes aber immer weiter verschoben bis es zu spät war.

So viel ich weiss wurde z.T mit Deutschland auch Rüstungsgeschäfte gemacht z.B. die Messerschmitt’s mit denen die Schweizer an der Deutsch-Schweizerischen grenze dann wiederumm die Deutschen-Maschinen runterschossen (Cest la vie).

Eigentlich war die Schweiz im 2. WEltkrieg gar nicht so neutral, wie sie von allen angesehen wird.
Sie hat Waffen an die Achsenmächte verkauft, wie z.B. Hochpräzisionszielgeräte für deutsche Bomber, Getriebeteile für Panzer und Munition.
Jedoch wurden nicht nur Geschäfte mit den Achsenmächten gemacht. Es wurden auch Nahrungsmittel von den USA gekauft.

Es wurde nicht nur Schaffhausen „ausversehen“ von den Briten bombadiert, sondern auch Zürich.

Ein wichtiger Grund, dass die Deutschen die Schweiz nicht angegriffen hatten, war sicher auch der Gotthart Eisenbahntunnel. Er war die schnellste Verbindung von Deutschland nach Italien. Auf der Eisenbahn durch die Schweiz wurden vor allem NAchschub für den Afrikakorps und die in Italien stationierten deutschen Truppen transportiert.