Schweiz im WK 2

Hallo.

Während der WK2 in Mitteleuropa tobte, lag mitterdrin die Schweiz,
(fast) unbehelligt vom Krieg.
Wieso hat A.H. nicht die Schweiz einkassiert?
War es nur die gebirgige Landschaft, die dies verhinderte?
Hätte A.H. nach einem möglichen ‚Sieg‘ in Europa am Ende doch noch die Schweiz überfallen?

☼ Markuss ☼

Hallo !

Weil die Schweiz der beste „Briefkasten“ war, den er sich wünschen konnte.

Weil sie in der Schweiz sogar mit den Alliierten konferieren konnten. Wo wäre das sonst möglich gewesen?

Und über die Schweiz kamen ganz sicher kriegswichtige Materialien ins Reich.

mfgConrad

abgesehen davon, daß wir die Frage erst kürzlich hatten - welchen strategischen Vorteil hätte Hitler von einer Besetzung der Schweiz gehabt? Die Schweiz war, außer als Kdf-Erholungsgebiet, zu nichts zu gebrauchen.

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Hallo
http://www.mhsz.ch/pdf/schicksalsjahr1940.pdf
pdf-dokument, benötigt Acrobat Reader

Gruß
Mike

Der wichtigste Grund waren ganz einfach Devisen. Nach dem Krieg wurde der Schweiz oft vorgeworfen ihre Neutralität verletzt zu haben, z.B. durch die Beschaffung oder das Verleihen von Devisen in großem Stil. Unter anderem haben die Schweizer sehr viel „Beutegold“ von Deutschland gekauft, welches zum einen aus den Eroberungen, zum anderen aber aus der menschenverachtenden Vorgehensweise (Stichwort „Zahngold“) des Regimes stammte.
Während der kompletten Naziherrschaft hatte das Regime ständig mit Devisenknappheit zu kämpfen, letztlich war die „Anschließung“ von Östereich, Böhmen und Mähren und die „Zerschlagung der Resttschechei“ keine ausschließliche Handlung, um „deutsche“ Gebiete „zurück ins Reich“ zu holen, auch der Angriff auf Polen kam nicht zufällig. Fakt ist, dass das deutsche Reich zu den jeweiligen Anlässen einfach das Problem hatte, dass es ein paar tage später einfach Pleite gewesen wäre und finanzielle Verpflichtungen im Ausland nicht hätte erfüllen können. Dementsprechend mussten Devisen beschafft werden - und sie wurden beschafft.
Es gibt zudem Historiker die der Meinung sind, dass das Deutsche Reich ohne die schweizerischen Kredite und Devisenbeschaffungen nie in solchm Maße hätte aufrüsten können.
Die Schweiz hat bis zuletzt weggesehen und nie Fragen gestellt, woher die Devisen kamen, die von Seiten des Deutschen Reiches flossen und hat dabei sehr gut verdient - nicht zuletzt deswegen ist die Schweiz auch heute noch ein Finanzparadies und kann es sich leisten paktlos und politisch absolut unabhängig zu sein.

Im Übrigen möchte ich nicht wissen, wieviel „Zahngold“ auch heute noch in der Schweiz in Tresoren schlummert, bzw. wie viel Devisen nach der Kapitulation der Wehrmacht einfach „einbehalten“ wurde. Aber das sind ja nur Spekulationen…

Gruß Andreas

abgesehen davon, daß wir die Frage erst kürzlich hatten -
welchen strategischen Vorteil hätte Hitler von einer Besetzung
der Schweiz gehabt? Die Schweiz war, außer als
Kdf-Erholungsgebiet, zu nichts zu gebrauchen.

Vielleicht hättest du zuerst die Geografiekarte anschauen sollen, bevor du so ein Quatsch schreibst.
Wahrscheinlich hast du schon mal was vom Gotthard gehört. Dort führt ein Eisenbahntunnel hindurch, der den Norden und Süden der Schweiz miteinander verbindet.
Der Gotthard Eisenbahntunnel war der wichtigste Durchgangspunkt von deutschen Rüstungsprodukten und Soldaten Richtung Italien.Die Schweizer haben das geduldet, um im Gegenzug Rohstoffe zu bekommen.
Rommel wäre ohne die nächtlichen Transporte durch den Gotthard wohl nicht über Bengasi hinausgekommen.
Hätte Hitler die Schweiz angegriffen, wäre der Tunnel gesprengt worden und für mindestens zwei Jahre unbrauchbar gewesen.

Ein weiterer wichtiger Grund waren die Bank Geschäfte, die schon von anderen beschrieben wurden.

Zusammengefasst kann man die Antwort auf die Frage wohl so geben:
Für Hitler waren der Gotthard- Tunnel und die Bankgeschäfte das strategisch einzig wertvolle an der Schweiz. Hätte er die Schweiz erobert, wäre beides weggefallen und zusätzlich hätte es noch Truppen gebunden.

Gruss Flanker

Auch Hallo

Weil die Schweiz der beste „Briefkasten“ war,
Weil se in der Schweiz sogar mit den Alliierten konferieren…
und über die Schweiz kamen ganz sicher kriegswichtige…

Jau !
Gut vermittelt !
R. Vondran

naja
Hallo Flanker,

die ganze Schreibarbeit hättest Du Dir sparen können, denn meine Aussage war, daß die Besetzung der Schweiz keine Vorteile gebracht hätte (was du durch deine Beispiele ja auch eindrucksvoll belegst).

Vielleicht hättest du zuerst die Geografiekarte anschauen
sollen, bevor du so ein Quatsch schreibst.
Wahrscheinlich hast du schon mal was vom Gotthard gehört. Dort
führt ein Eisenbahntunnel hindurch, der den Norden und Süden
der Schweiz miteinander verbindet.
Der Gotthard Eisenbahntunnel war der wichtigste
Durchgangspunkt von deutschen Rüstungsprodukten und Soldaten
Richtung Italien.Die Schweizer haben das geduldet, um im
Gegenzug Rohstoffe zu bekommen.

Ich weiß zwar nicht über welche Art Geografiekarten du verfügst (vielleicht wird die Erde dort von einer Schildkröte getragen und die Schweiz ist der Dreh- und Angelpunkt der Welt…), auf der meinigen ist da jedenfalls noch ein Nachbarland Österreich eingezeichnet und von dort aus gelangt man ebenfalls nach Italien (ist in vielen Fällen sogar kürzer).

Rommel wäre ohne die nächtlichen Transporte durch den Gotthard
wohl nicht über Bengasi hinausgekommen.

Durch neutrale Länder reisten die Soldaten als Zivilisten getarnt (ohne Uniform und Waffen) mit der Bahn. Die haben dann wohl in Bengasi mit Steinen auf die Briten geschmissen?

Ein weiterer wichtiger Grund waren die Bank Geschäfte, die
schon von anderen beschrieben wurden.

Das Gold hätten auch andere neutrale Staaten (Schweden, Spanien, Türkei) gerne genommen.

Gruß

Der wichtigste Grund waren ganz einfach Devisen. Nach dem
Krieg wurde der Schweiz oft vorgeworfen ihre Neutralität
verletzt zu haben, z.B. durch die Beschaffung oder das
Verleihen von Devisen in großem Stil.

Der Vorwurf ist wohl nicht von der Hand zu weisen.

Unter anderem haben die
Schweizer sehr viel „Beutegold“ von Deutschland gekauft,
welches zum einen aus den Eroberungen, zum anderen aber aus
der menschenverachtenden Vorgehensweise (Stichwort „Zahngold“)
des Regimes stammte.

Ich meine, ich hätte dazu vor einigen Jahren eine Doku gesehen. Dabei kam auch heraus, dass manche schweizer Orte schon die Hakenkreuzfahne in der Kammer bereitstehen hatten.

Während der kompletten Naziherrschaft hatte das Regime ständig
mit Devisenknappheit zu kämpfen, letztlich war die
„Anschließung“ von Österreich, Böhmen und Mähren und die
„Zerschlagung der Resttschechei“ keine ausschließliche
Handlung, um „deutsche“ Gebiete „zurück ins Reich“ zu holen,
auch der Angriff auf Polen kam nicht zufällig. Fakt ist, dass
das deutsche Reich zu den jeweiligen Anlässen einfach das
Problem hatte, dass es ein paar tage später einfach Pleite
gewesen wäre und finanzielle Verpflichtungen im Ausland nicht
hätte erfüllen können. Dementsprechend mussten Devisen
beschafft werden - und sie wurden beschafft.

Gestern noch sah ich einen Spiegel-TV-Bericht mit heimlichen O-Ton A.H., in dem er sagt, dass er ohne das rumänische Petroleum (?) nicht weit gekommen wäre.

Es gibt zudem Historiker die der Meinung sind, dass das
Deutsche Reich ohne die schweizerischen Kredite und
Devisenbeschaffungen nie in solchm Maße hätte aufrüsten
können.

Bin zwar kein Historiker, aber das liegt doch auf der Hand.

Die Schweiz hat bis zuletzt weggesehen und nie Fragen
gestellt, woher die Devisen kamen, die von Seiten des
Deutschen Reiches flossen und hat dabei sehr gut verdient -

Jaja, die achsoneutrale und selbstlose Schweiz. Bekomm ich Geld, ist es egal, woher es stammt…

nicht zuletzt deswegen ist die Schweiz auch heute noch ein
Finanzparadies und kann es sich leisten paktlos und politisch
absolut unabhängig zu sein.

Immerhin hat sie sich durchgerungen der UNO beizutreten.

Im Übrigen möchte ich nicht wissen, wieviel „Zahngold“ auch
heute noch in der Schweiz in Tresoren schlummert, bzw. wie
viel Devisen nach der Kapitulation der Wehrmacht einfach
„einbehalten“ wurde. Aber das sind ja nur Spekulationen…

Berechtigte…

☼ Markuss ☼

Ich weiß zwar nicht über welche Art Geografiekarten du
verfügst (vielleicht wird die Erde dort von einer Schildkröte
getragen und die Schweiz ist der Dreh- und Angelpunkt der
Welt…),

… nicht Dreh- und Angelpunkt der Welt, aber zumindest die wichtigste Verbindung zwischen Nord- und Südeuropa

auf der meinigen ist da jedenfalls noch ein
Nachbarland Österreich eingezeichnet und von dort aus gelangt
man ebenfalls nach Italien (ist in vielen Fällen sogar
kürzer).

Der Weg war, wenn man vom Osten her kommt, vielleicht schon kürzer über Österreich. Aber nach meinem Wissen lag das Gros der deutschen Kriegsindustrie im Ruhrgebiet, weit weg von Österreich. Zudem hatte die Verbindung durch die Schweiz eine viel höhere Kapazität als die Strecke durch Österreich.

Durch neutrale Länder reisten die Soldaten als Zivilisten
getarnt (ohne Uniform und Waffen) mit der Bahn. Die haben dann
wohl in Bengasi mit Steinen auf die Briten geschmissen?

Naja, die Deutschen reisten ja nicht als Touristen durch die Schweiz.
Die Transporte fanden vor allem in der Nacht statt. Dabei waren die deutschen Güterwagons abgeriegelt und wurden von den Schweizern nicht kontrolliert. Das wurde so vereinbart. Also konnten die Deutschen darin transportieren was sie wollten. Wahrscheinlich hauptsächlich Waffen und Soldaten, Steine dagegen wohl eher nicht.

Ein weiterer wichtiger Grund waren die Bank Geschäfte, die
schon von anderen beschrieben wurden.

Das Gold hätten auch andere neutrale Staaten (Schweden,
Spanien, Türkei) gerne genommen.

Genommen wohl schon, aber ob sie wohl etwas hätten geben können? Spanien war nach demm Bürgerkrieg total am Boden. Die Türkei hätte wohl nur ungern die Sowjets mit diesen Geschäften provoziert. Schweden verkaufte Eisenerz an Deutschland, ob dieses nur mit Devisen oder auch mit Gold bezahlt wurde, weiss ich nicht.

Gruss

naja - off topic
Hallo Flanker,

auf der meinigen ist da jedenfalls noch ein
Nachbarland Österreich eingezeichnet und von dort aus gelangt
man ebenfalls nach Italien (ist in vielen Fällen sogar
kürzer).

Der Weg war, wenn man vom Osten her kommt, vielleicht schon
kürzer über Österreich. Aber nach meinem Wissen lag das Gros
der deutschen Kriegsindustrie im Ruhrgebiet, weit weg von
Österreich. Zudem hatte die Verbindung durch die Schweiz eine
viel höhere Kapazität als die Strecke durch Österreich.

Es waren aber keine Massen von Soldaten und Gerätschaften die über die Alpen gingen. Afrika und später Italien waren nur Nebenkriegsschauplätze, die nur das Notwendigste (und oft nicht mal das) bekamen. Was nützen außerdem die tollsten schweizer Verkehrskapazitäten, wenn sich die Heermassen dann an der Straße von Messina stauen weil nicht genug Schiffe vorhanden sind bzw. die afrikanischen Häfen nicht das nötige Volumen besitzen?

Die Transporte fanden vor allem in der Nacht statt. Dabei
waren die deutschen Güterwagons abgeriegelt und wurden von den
Schweizern nicht kontrolliert. Das wurde so vereinbart. Also
konnten die Deutschen darin transportieren was sie wollten.

Meinst Du nicht, daß diese abenteuerlichen Transporte von den Alliierten bemerkt worden wären (falls sie im großen Maßstab stattgefunden hätten)? Die Schweiz war ja ein richtiges Geheimdienstparadies und die alliierte Luftherrschaft nahm mit fortlaufendem Krieg auch spürbar zu. Da ist es fast unmöglich das vier Jahre lang geheimzuhalten.

Ein weiterer wichtiger Grund waren die Bank Geschäfte, die
schon von anderen beschrieben wurden.

Das Gold hätten auch andere neutrale Staaten (Schweden,
Spanien, Türkei) gerne genommen.

Genommen wohl schon, aber ob sie wohl etwas hätten geben
können?

Gab es dort keine Banken? Oder was hatte die Schweiz noch zu geben?

Gruß

Hallo Bob

Es waren aber keine Massen von Soldaten und Gerätschaften die
über die Alpen gingen. Afrika und später Italien waren nur
Nebenkriegsschauplätze, die nur das Notwendigste (und oft
nicht mal das) bekamen. Was nützen außerdem die tollsten
schweizer Verkehrskapazitäten, wenn sich die Heermassen dann
an der Straße von Messina stauen weil nicht genug Schiffe
vorhanden sind bzw. die afrikanischen Häfen nicht das nötige
Volumen besitzen?

Keine Massen, naja. Ich kenne nicht genau die Anzahl der Güter die Richtung Süden gingen, aber mein Grossvater, der während dem Krieg nachts auf einem Güterbahnhof arbeitete, erzählte mir, dass besonders von 1942-1943 fast pausenlos Züge mit den deutschen Hoheitszeichen richtung Gotthard fuhren. Wenn du natürlich diese Massen, mit denen des Ostfeldzuges vergleichst, dann war das natürlich nicht viel, aber als nichts würde ich das nicht bezeichnen. Waren in Afrika doch mehrere zehntausend Soldaten, sowie hunderte von Panzern, LKWs, Kanonen, Flugzeugen ect. im Einsatz. Etwa die gleiche Anzahl liegt noch im Meer.

Meinst Du nicht, daß diese abenteuerlichen Transporte von den
Alliierten bemerkt worden wären (falls sie im großen Maßstab
stattgefunden hätten)? Die Schweiz war ja ein richtiges
Geheimdienstparadies und die alliierte Luftherrschaft nahm mit
fortlaufendem Krieg auch spürbar zu. Da ist es fast unmöglich
das vier Jahre lang geheimzuhalten.

Gewusst haben sie von den Transporten bestimmt. Aber was konnten sie dagegen tun? Sie hatten ja nach dem Frankreichfeldzug keine nennenswerten Druckmittel mehr. Na gut, sie haben „aus Versehen“ Zürich und Schaffhausen bombadiert, aber einen offiziellen Angriff auf die Schweiz hätte der „weissen Weste“ der Alliierten wohl massiv geschadet.

Gab es dort keine Banken? Oder was hatte die Schweiz noch zu
geben?

Du gibst nicht auf, was? Ehrlich gesagt kenn ich mich bei den Bankgeschäften nicht so aus. Ich weiss nur, dass die schweizer Banken sehr vermögend an Devisen waren/sind, was die Grundvoraussetzung war für den Gold- gegen Devisentausch.

Gruss

Hallo.

Jeder tut so, als habe die Schweiz das grosse Geschäft mit den Braunen gemacht, seit die Amerikaner vor einigen Jahren Geld aus der Schweiz pressen wollten.

Tieferer Grund ist, dass mit der „Erforschung“ (Neuauflage) der Ereignisse von „damals“ jemand betraut worden ist, der die ganze Sache anders darstellt als die Geschichtsschreibung von 1950-1990. Es handelt sich um Prof. Bergier aus Lausanne, der meines Erachtens parteiisch ist.

Dieser konnte mit staatlichem Segen einen Bericht verabschieden, der das ganze schwarz-braune Bild der Schweiz zeichnete.

Tatsache ist, dass Hitler im Juni 1940 die Generalität fragte, wie viele Divisionen er brauche, um das Land einzunehmen. Die Antwort war 21. Darauf Hitler: Gut, dann stelle ich das zurück.

So rechnete man damals, so und nicht anders.