Liebe/-r Experte/-in,
Liebe/-r Experte/-in,
Ich bin 50% Behindert (seit ca.4 Jahren) und seit 20 Jahren im gleichen Betrieb. (Klinik) Ab den 1.8.09 bin ich wegen eines Bandscheibenvorfalles von der Gerotogeriatrischen Station auf eine Therapiestation gekommen. Nun ist es so, dass ich dort bis jetzt ungefähr 4 Wochen gearbeitet habe, den Rest war ich Krank oder habe Urlaub genommen, damit ich nicht aus der Zahlung komme. Außerdem bin ich auch psychisch nicht mehr so Belastbar um 1 Station von 32 Patienten und 1 Station von 10 Patienten am Wochenende ALLEINE zu betreuen, was leider nicht anders vom Dienstplan geht. Nun ist es soweit, ich bin aus der Zahlung, und da ich noch Resturlaub ab 15.12.-30.12. habe, war ich heute auf Station und habe ein Gespräch geführt mit meinem Stationsleiter, der mir (verständlicher Weise) mitteilte, das er bei der PDL um Personal gebeten hat, mich auch bekam, ich aber nur krank sei, und er dies bei der PDL wieder Rückgängig machen wolle. Sie kennen das ja auch, wer auf dem Dienstplan steht, zählt!
Jetzt meine Frage: In wie weit habe ich allgemein ein Mitspracherecht bei dem, wohin ich gesetzt werde. (Ich möchte am Liebsten wieder auf meine alte Station) dort sind wir mehrere an Personal, und hier muß ich nie alleine Arbeiten. MfG - Lydia Sträter
Schwerbehinderung
Hallo, zu dem Problem kann ich wenig sagen, da ich kaufm. Angestellter bin und von Pflegeberufen keine Ahnung habe.
Wenn ich das richtig verstanden habe,ist die Versetzung doch extra wegen der Behinderung erfolgt, jetzt zurück, da kann man wohl nicht selber irgendwelchen Einfluß nehmen. Ich denke, man ist da dem Arbeitgeber ausgeliefert, man kann ihn nur bitten, mehr nicht.
Tut mir leid, daß ich nicht mehr helfen kann.
Viel Glück und alles Gute!
Klemens Berning
Hallo Lydia,
da wir beide aus der Pflege sind…bleibe ich als „Kollegen“ einfach mal beim „Du“…
Jede Versetzung auf eine andere Station ist mitbestmmungspflichtig durch den Betriebsrat…und, bei Dir als schwerbehinderten Menschen, auch durch die Schwerbehindertenvertretung.
Gerade die Kliniken sind ja recht gut organisiert, sodass ich Dir nur dringend empfehlen kann, dass du dich mit Deiner Nitarbeitervertretung bzw Betriebsrat und vor allem auch Schwerbehindertenvertretung mal zusammensetzt und die Problematik besprichst… hier muss sicher dringend eine gute Lösung gefunden werden.
Einfach mal eine pauschale Antwort, da in Deiner Situation ganz viele unterschiedliche rechtliche Dinge aufeinander treffen…diese jetzt ausführlich zu benennen, wäre vielleicht zu weitgehend… erstmal abwarten, was bei den Kontakten zur Schwerbehindertenvertretung und MAV bzw BR rauskommt…
Alles Gute!
Lieben Gruß
Martin
Sehr geehrte Frau Sträter,
bei Zustand nach Bandscheibenvorfall sollte mit dem Arbeitgeber das Thema Umsetzung auf einen leidensgerechten Arbeitsplatz angesprochen werden. Ihr Negativleistungskatolog sollte mit den Anforderungen des Arbeitsplatzes übereinstimmen. Haben Sie schon mit dem Schwerbehindertenvertreter bei Ihnen im Haus gesprochen? Vielleicht kommt bei Ihnen eine teilweise Rente wegen Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit in Betracht.
Mit freundlichen Grüßen
Siegfried Sommer
Rentenberater
Sehr geehrter Herr Sommer,
vielen Dank für diesen Tipp. Mitlerweile bin ich auf einer Station die mir körperlich NICHTS mehr abverlangt. (Und es geht mir hier gut)
Auch mit den Behinderten Beauftragten habe ich schon gesprochen! Und Rente hatte ich eingereicht, sie ist aber abgelehnt worden.
Doch im Moment fühle ich mich auch gut. Fast keine Probleme im Rücken, also gut auszuhalten.
Vielen Dank - Lydia Sträter