Schwerbehinderung - vielen Dank für Deine Antwort
hallo Anja,
es ist leider so, dass meine einzige Kollegin im Angestellvenverhältnis (sonst nur Beamte) mir schon seit Jahren das Leben schwer macht. Sie war vor mir da, arbeitet ganztags. Ihre ganze Familie ist in den Amtsbetrieb eingebunden (Hausmeister, Aushilfen, Putzdienst…). Praktischerweise ist sie auch im Personalrat - (wir sind nur zwei Angestellte und sie hat sich mit eigener Stimme reingewählt). So viel also zum Betriebsrat. Die Schwerbehindertenbeauftragte für unsere Beamten, die evtl. auch für mich zuständig wäre, ist mit dem neuen Chef per DU. Also auch hier nicht direkt eine Hilfe zu erwarten.
Ich wurde - nachdem meine Kollegin drei andere Kräfte nacheinander krank-und rausgeekalt hat - auf Steuerfreibasis eingestellt - eine Zeit die übrigens harmonisch verlief. Vor 8 Jahren wurde ich für halbtags eingestellt. Ich musste nun Arbeiten am Rechner übernehmen, die sie wegen des damit verbundenen Arbeitspensums nicht übernehmen wollte. Mit der Zeit wurde ich Profi in Sachen Datenverarbeitung. Da sie mir vorgesetzt sein wollte (was mein alter Chef nicht genehmigt hat) und mir vorwarf, dass ich schuld daran bin, wenn wir immer mehr Arbeit bekommen, gab es von dieser Zeit an an Stunk. Damals war ich übrigens noch gesund.
Ein gegeneinander ausspielen ist somit mehr als einfach.
Da sowohl mein Mann als auch ich schwerbehindert sind (mein Mann in Frühpension seit einem Jahr), unsere Kinder weit weg wohnen und wir beide in den letzten Jahren gut Erfahrung mit Mobbing im Schul-und Ausbildungsdienst gesammelt haben, würden wir gern die Umgebung wechseln und näher zu den Kindern ziehen. Wir versuchen deshalb unser Haus zu verkaufen. Unsere Familie erfreut sich seit der Zerstörungsaktion an meinem Mann allgemeiner Aufmerksamkeit in diesem Amtsbereich. Da ist unser Wechselwunsch natürlich auch bei mir am Amt bekannt geworden.
Dazu kommt noch, dass mir in allernächster Zukunft eine weitere Operation - Fuß - bevorsteht und irgendwann wohl auch die zweite Hand.
Wie du siehst, alles nicht gerade so geartet, das es Chefs begeistert und mir das Leben einfach macht.
Kannst du mir vielleicht sagen, in wie weit es möglich sein könnte, sich im öffentlichen Dienst in eine andere Stadt versetzen zu lassen? Sollten wir aus Versehen das Haus verkauft bekommen, möchte ich nicht unbedingt kündigen, sondern lieber an eine andere Behörde in Nähe des künftigen Wohnortes versetzt werden.
Jedenfalls werde ich denke ich zum VDK gehen und hoffen, dass die mich konkret beraten können. Hast du da vielleicht Erfahrungen gesammelt?
Danke für den Tip mit dem Arbeitsamt - da werde ich mich auch melden.
Entschuldige bitte, dass ich dich so zugeschwallt habe. Der Ton deines Schreibens war einfach so, dass ich mich getraut habe, lästig zu sein.
Danke für Deine Antwort und Dein Zuhören
Tschüß
Rusalka