Schwerbehinderung

Ich benötige einen Rat wie ich mich in meiner jetzigen Situation am besten Verhalten soll.

Hintergrund:
Ich bin Schwerbehindert zu 50%, am linken Fuß sind mir alle 5 Zehen amputiert worden, fällt aber nicht auf und als außenstehender merkt man diesen Mangel nicht.
Mein letzter Arbeitgeber hat mich unter sozialen Bedingungen gekündigt. Da er von meiner Behinderung nichts wusste habe ich ihn verklagt und auch vom Arbeitsgericht Recht bekommen.
Vor kurzem hatte ich bei einer Firma ein Vorstellungsgespräch was auch sehr erfolgreich verlief. Auf die Frage ob ich Gesund sei, habe ich mit Ja geantwortet, er sprach auch von einer ärztlichen Untersuchung nach der Einstellung. Jetzt bin zu einem zweiten Gespräch eingeladen worden, in dem ich ein Vortrag halten sollte. Für dieses Gespräch habe ich mir vorgenommen, bei einer guten Gelegenheit, von meiner Behinderung zu erzählen. Als sich aber der Raum mit fünf Mitarbeitern aus allen Hierarchieebenen füllte, habe ich auch dieses Vorstellungsgespräch nicht genutzt um davon zu erzählen. Ich hatte nur mit zwei gerechnet. Der Vortrag hat überzeugt. Man sagte mir das man sich in der nächsten Woche entscheide. Auf dem Heimweg habe ich mir überlegt ihn am Montag anzurufen und um ein persönliches Gespräch zu bitten. Doch der Personalentscheider hatte schon nach ein paar Minuten angerufen und auf dem Anrufbeantworter mir mitgeteilt das ich den Job habe.

Soll ich meine Behinderung wieder verschweigen und bei der ärztlichen Untersuchung falle ich auf??? Oder soll ich vor Vertragunterzeichnung noch ein klärendes Gespräch führen??? Die Gefahr ist dabei sehr hoch den Job zu verlieren. Sicher kann ich Ihn verklagen, aber welchen Sinn macht das.

Wer kann mir einen Rat geben wie ich mich am Besten in meiner Situation verhalten soll???

Hallo,

ich habe selbst keine Behinderun, deswegen entschuldige meine „indiskrete“ Frage: Bekommt man da icht irgendwelche steuerlichen Vorteile im Sinne von Freibeträgen oder mehr Urlaub o. ä.? Soll heißen: Muss es nicht spätestens dann raus? (ich sehe immer nur, dass es solche Felder auf der Abrechnung gibt, da bei uns wie gesagt niemand behindert ist steht da ja aber nichts drin)

Ich bin Schwerbehindert zu 50%, am linken Fuß sind mir alle 5
Zehen amputiert worden, fällt aber nicht auf und als
außenstehender merkt man diesen Mangel nicht.
Mein letzter Arbeitgeber hat mich unter sozialen Bedingungen
gekündigt. Da er von meiner Behinderung nichts wusste habe ich
ihn verklagt und auch vom Arbeitsgericht Recht bekommen.

Ehrlich gesagt finde ich das sehr hinterhältig, wenn er nichts davon wusste.

Doch der Personalentscheider hatte schon nach ein paar Minuten
angerufen und auf dem Anrufbeantworter mir mitgeteilt das ich
den Job habe.

Soll ich meine Behinderung wieder verschweigen und bei der
ärztlichen Untersuchung falle ich auf??? Oder soll ich vor
Vertragunterzeichnung noch ein klärendes Gespräch führen???

Ich würde auf jeden Fall das Gespräch suchen. Ein Arbeitsverhältnis muss in gewisser Hinsicht auch auf Vertrauen basieren und wenn du schon mit einer Lüge einsteigst ist das wohl nicht die beste Basis.
Außerdem hast du die Frage, ob du gesund bist mit Ja beantwortet, was ja definitiv falsch ist (bei 50%iger Behinderung).
In wieweit wirkt sich denn deine Behinderung auf den Job aus? Ich meine, hast du dich als 1000 Meter - Läufer beworben oder geht es doch eher um Intelligenz und Fachwissen? Ich hätte von vornherein klar gestellt, dass ich zwar eine Behinderung auf dem Papier habe, mich diese aber nicht daran hindert, intelligent zu sein und meinen Job gut zu machen. Nun, aber ok, diese Chance ist vorbei.

Ich würde mit dem potetiellen Chef vielleicht eine Abmachung treffen: Er gibt dir die Chance und wenn es nicht funktioniert gehst du eben nach der Probezeit. Ohne wenn und Aber. Entweder er ist überzeugt von deiner Arbeit oder nicht. Ich würde aber auch von vornherein klar stellen, dass ich ihn nicht verklage sollte ich die Probezeit in der Firma nicht überleben. Denn jemanden unter Druck zu setzen ist auch kein guter Start in einem Unternehmen.

Die Gefahr ist dabei sehr hoch den Job zu verlieren. Sicher
kann ich Ihn verklagen, aber welchen Sinn macht das.

Eben, willst du die ganze Welt verklagen? Du hast eine Behinderung, die dich - wie du selbst sagst - nicht beeinträchtigt. Wäre es etwas „Schlimmes“ (nicht, dass deine B. nicht schlimm ist, ich meine etwas „schwer beeinträchtigendes“ wie zB dass dir ein Bein fehlt o.ä.) und du wirst aufgrund dessen entlassen / nicht eingestellt würde ich da einen Sinn sehen, aber mir kommt es eher so vor, dass du die Behinderung vorschiebst.
Du bist nicht geistig minderbemittelt und körperlich wirst du m.E. wenigstens soweit „unauffälig“ sein, dass man an deinem Gang o.ä. deine Behinderung nicht bemerkt. Soll hießen, man behandelt dich grundsätzlich wie einen Nichtbehinderten. Nur habe ich das Gefühl, wenn es eben nicht so läuft wie du willst spielst du deine Behinderung aus. Das finde ich einen ganz schlechten Zug - ehrlich.

Wer kann mir einen Rat geben wie ich mich am Besten in meiner
Situation verhalten soll???

Ich denke mal, ich werde für dieses Posting nun zerrissen und es ist wohl auch keineswegs der Rat, den du gesucht hast, aber mir wäre es sowohl als AG als auch als AN wichtig, von vornherein offen zu sein.

Denn du hast m. E. Angst vor einer Diskriminierung, die nicht stattfindet, zumindest hat sie m. E. beim alten AG nicht stattgefunden (ich kenne natürlich auch nicht alle Fakten).

Liebe Grüße
Timi

Hallo,

ich habe selbst keine Behinderun, deswegen entschuldige meine
„indiskrete“ Frage: Bekommt man da icht irgendwelche
steuerlichen Vorteile im Sinne von Freibeträgen oder mehr
Urlaub o. ä.? Soll heißen: Muss es nicht spätestens dann raus?
(ich sehe immer nur, dass es solche Felder auf der Abrechnung
gibt, da bei uns wie gesagt niemand behindert ist steht da ja
aber nichts drin)

Sicher aber auf all diese Vorteile würde ich Verzichten, bis auf den Kündigungsschutz. Den kann ich im Fall der Kündigung in anspruch nehmen.

Ich bin Schwerbehindert zu 50%, am linken Fuß sind mir alle 5
Zehen amputiert worden, fällt aber nicht auf und als
außenstehender merkt man diesen Mangel nicht.
Mein letzter Arbeitgeber hat mich unter sozialen Bedingungen
gekündigt. Da er von meiner Behinderung nichts wusste habe ich
ihn verklagt und auch vom Arbeitsgericht Recht bekommen.

Ehrlich gesagt finde ich das sehr hinterhältig, wenn er nichts
davon wusste.

Die Kündigung war auch miess, sonst gebe ich dir Recht. Der Weg ist mir nicht leichtgefallen.

Doch der Personalentscheider hatte schon nach ein paar Minuten
angerufen und auf dem Anrufbeantworter mir mitgeteilt das ich
den Job habe.

Soll ich meine Behinderung wieder verschweigen und bei der
ärztlichen Untersuchung falle ich auf??? Oder soll ich vor
Vertragunterzeichnung noch ein klärendes Gespräch führen???

Ich würde auf jeden Fall das Gespräch suchen. Ein
Arbeitsverhältnis muss in gewisser Hinsicht auch auf Vertrauen
basieren und wenn du schon mit einer Lüge einsteigst ist das
wohl nicht die beste Basis.
Außerdem hast du die Frage, ob du gesund bist mit Ja
beantwortet, was ja definitiv falsch ist (bei 50%iger
Behinderung).
In wieweit wirkt sich denn deine Behinderung auf den Job aus?
Ich meine, hast du dich als 1000 Meter - Läufer beworben oder
geht es doch eher um Intelligenz und Fachwissen? Ich hätte von
vornherein klar gestellt, dass ich zwar eine Behinderung auf
dem Papier habe, mich diese aber nicht daran hindert,
intelligent zu sein und meinen Job gut zu machen. Nun, aber
ok, diese Chance ist vorbei.

Die Frage Gesund hat nichts mit einer Schwerbehinderung zutun. Er hätte definitiv die Frage stellen müssen nach der Schwerbehinderung. Diese hätte ich ehrlich beantworten müssen.
Der Job ist Schreibtisch arbeit, wobei die Behinderung keinen Einfluß hätte.

Ich würde mit dem potetiellen Chef vielleicht eine Abmachung
treffen: Er gibt dir die Chance und wenn es nicht funktioniert
gehst du eben nach der Probezeit. Ohne wenn und Aber. Entweder
er ist überzeugt von deiner Arbeit oder nicht. Ich würde aber
auch von vornherein klar stellen, dass ich ihn nicht verklage
sollte ich die Probezeit in der Firma nicht überleben. Denn
jemanden unter Druck zu setzen ist auch kein guter Start in
einem Unternehmen.

Die Gefahr ist dabei sehr hoch den Job zu verlieren. Sicher
kann ich Ihn verklagen, aber welchen Sinn macht das.

Eben, willst du die ganze Welt verklagen? Du hast eine
Behinderung, die dich - wie du selbst sagst - nicht
beeinträchtigt. Wäre es etwas „Schlimmes“ (nicht, dass deine
B. nicht schlimm ist, ich meine etwas „schwer
beeinträchtigendes“ wie zB dass dir ein Bein fehlt o.ä.) und
du wirst aufgrund dessen entlassen / nicht eingestellt würde
ich da einen Sinn sehen, aber mir kommt es eher so vor, dass
du die Behinderung vorschiebst.
Du bist nicht geistig minderbemittelt und körperlich wirst du
m.E. wenigstens soweit „unauffälig“ sein, dass man an deinem
Gang o.ä. deine Behinderung nicht bemerkt. Soll hießen, man
behandelt dich grundsätzlich wie einen Nichtbehinderten. Nur
habe ich das Gefühl, wenn es eben nicht so läuft wie du willst
spielst du deine Behinderung aus. Das finde ich einen ganz
schlechten Zug - ehrlich.

Wer kann mir einen Rat geben wie ich mich am Besten in meiner
Situation verhalten soll???

Ich denke mal, ich werde für dieses Posting nun zerrissen und
es ist wohl auch keineswegs der Rat, den du gesucht hast, aber
mir wäre es sowohl als AG als auch als AN wichtig, von
vornherein offen zu sein.

Denn du hast m. E. Angst vor einer Diskriminierung, die nicht
stattfindet, zumindest hat sie m. E. beim alten AG nicht
stattgefunden (ich kenne natürlich auch nicht alle Fakten).

Liebe Grüße
Timi

Es geht nicht um Diskrimminierung. Sonder nur darum einen Job zubekommen. Als Schwerbehinderter ist es verdammt schwer einen Arbeitsplatz zubekommen. Auch wenn dieser div. Vorteile dadurch hätte. Im vordergrund steht dabei immer der Kündigungsschutz.

Trotz dem danke. ich denke schon an einem Gespräch vor Vertragsunterzeichnung und möchte ihn dann noch einmal Zeit für eine neue Entsceidung geben. Fällt sie Negativ aus. Pech gehabt aber man hat es wenigsten versucht. Mit der Lüge möchte ich auch nicht mehr arbeiten.

Michael

selbstbewußtsein???

Ich selbst falle nach einer OP unter das schwerstbehindertengesetz, meinen job konnte ich aber uneingeschränkt weiterhin ausüben ( ich wurde am Rücken operiert, nicht am Kopf!! ).

Sollte bei ihnen eine behinderung vorliegen, müssen sie dies beim Arbeitgeber anzeigen, und zwar dann wenn danach gefragt wird. Wurden sie bei ihrem Einstellungsgespräch nach einer behinderung gefragt? kann ich mir kaum vorstellen ??
Die Frage nach einer behinderung wird doch meistens im personalbogen gestellt, und ist für den arbeitgeber wichtig, da sich deswegen einige rechtliche konsequenzen für den AG ergeben, die er zu beachten hat. deswegen ist diese frage unumgänglich!!
ihr arbeitgeber ist in der regel an ihrem fachwissen, an ihrer kompetenz, einsatzbereitschaft und loyalität interessiert, als an ihrer behinderung, die sie ja offensichtlich überhaupt nicht am arbeitsplatz einschränkt. Sie sind ja schließlich nicht pflegebedürftig!!

Sie haben ein ganz anderes problem!!

Dieser Satz:

Sicher aber auf all diese Vorteile würde ich Verzichten, bis
auf den Kündigungsschutz. Den kann ich im Fall der Kündigung
in anspruch nehmen.

zeigt, daß sie selbst ganz genau wissen, daß man ihnen die behinderung weder anmerkt, noch ansieht. Sie als ASS im ärmel aufzuheben um dem arbeitgeber damit gegebenfalls noch den rest zu geben oder ihn damit auch unter druck zu setzten…?
dafür fehlen mir jetzt im augenblick die worte.

Desweiteren können sie IHRE VORTEILE durch ihre behinderung kaum mit den vorteilen des arbeitgebers vergleichen! Der hat nämlich kaum bis keine vorteile durch die einstellung eines behinderten mitarbeiters! Daß Sie also auf alle IHRE PERSÖNLICHEN VORTEILE verzichten wollen…??? …dafür fehlen mir jetzt auch gerade die worte.

Daß ihr Chef sie gar nicht raus schmeissen kann, sagen sie ihm dann schon wenn er es versucht, oder wie ??

hier mag ich lieber keine rat geben.
vielleicht findet sich jemand, der das kann.
j.

1 „Gefällt mir“

Hallo

Doch der Personalentscheider hatte schon nach ein paar Minuten
angerufen und auf dem Anrufbeantworter mir mitgeteilt das ich
den Job habe.

Soll ich meine Behinderung wieder verschweigen und bei der
ärztlichen Untersuchung falle ich auf??? Oder soll ich vor
Vertragunterzeichnung noch ein klärendes Gespräch führen???

Ich persönlich würde bis zurärztlichen Untersuchung warten. Das Ganze genau aus dem Grunde, daß wenn Du jetzt vorher extra zu dem Gespräch bittest, Du auch gleich ein Schild auf der Stirn tragen kannst „Ich habe was zu verbergen“… Der Schaden ist imho weitaus größer, weil Du so den Eindruck erweckst, Du hättest absichtlich etwas Wichtiges verschwiegen und nicht etwa die Behinderung nur deshalb nicht erwähnt, weil sie für die Ausübung des Jobs gänzlich unbedeutend ist. Wenn der Amtsarzt das ganze feststellt, solltest Du ganz seelenruhig darauf verweisen, daß Deine Arbeitsleistung in keinster Weise dadurch tangiert wird. Ich sehe nichts Schlimmes dabei, die Behinderung als eine „unwichtige“ Komponente auch darzustellen, denn unwichtig scheint sie hier ja zu sein.

Die Gefahr ist dabei sehr hoch den Job zu verlieren. Sicher
kann ich Ihn verklagen, aber welchen Sinn macht das.

Übrigens, das mit dem „Verklagen“… da wär ich mir nicht so sicher. Klagen kannst Du sicher, wenn er Dich daraufhin nicht mehr nimmt. Und gewinnen wirst Du die Klage vermutlich auch. Aber wenn der AG ein schlauer Fuchs ist, der Dich lsowerden will, nimmt er Dich trotzdem und kündigt Dich nach kurzer Zeit einfach fristgerecht innerhalb der Wartezeit. Boing! Kein besonderer Küschutz und keine Möglichkeit für Dich, zu beweisen, daß die Kü wegen der SchwB erfolgte. Ergo: keine Klagemöglichkeit.

Tritt einfach selbstbewußt weiter auf. Jetzt kannst Du es im Nachhinein eh nicht mehr heilen. Die Aussage des Personalleiters solltest Du übrigens erst mal nicht vom AB löschen.

Gruß,
LeoLo

Ich benötige einen Rat wie ich mich in meiner jetzigen
Situation am besten Verhalten soll.

Hintergrund:
Ich bin Schwerbehindert zu 50%, am linken Fuß sind mir alle 5
Zehen amputiert worden, fällt aber nicht auf und als
außenstehender merkt man diesen Mangel nicht.

Sind die 50% amtlich festgestellt mit entsprechenden Ausweis?

Mein letzter Arbeitgeber hat mich unter sozialen Bedingungen
gekündigt. Da er von meiner Behinderung nichts wusste habe ich
ihn verklagt und auch vom Arbeitsgericht Recht bekommen.

Wäre ja wohl auch fair gewesen, dem Arbeitgeber die Schwerbehinderung mitzuteilen. Evtl. hätte er dann eine andere Sozialauswahl getroffen.

Vor kurzem hatte ich bei einer Firma ein Vorstellungsgespräch
was auch sehr erfolgreich verlief. Auf die Frage ob ich Gesund
sei, habe ich mit Ja geantwortet, er sprach auch von einer
ärztlichen Untersuchung nach der Einstellung. Jetzt bin zu
einem zweiten Gespräch eingeladen worden, in dem ich ein
Vortrag halten sollte. Für dieses Gespräch habe ich mir
vorgenommen, bei einer guten Gelegenheit, von meiner
Behinderung zu erzählen. Als sich aber der Raum mit fünf
Mitarbeitern aus allen Hierarchieebenen füllte, habe ich auch
dieses Vorstellungsgespräch nicht genutzt um davon zu
erzählen. Ich hatte nur mit zwei gerechnet.

Ist das nicht egal ob 5 oder zwei Personen anwesend sind. Fünf fehlende Zehen sind kein Grund um nicht arbeitsfähig zu sein und Du hättest darlegen müssen ob und in welchem Rahmen dich die Behinderung oder besser: das Fehlen der Zehen an der Arbeit behindern könnte.

Der Vortrag hat:überzeugt. Man sagte mir das man sich in der nächsten Woche

entscheide. Auf dem Heimweg habe ich mir überlegt ihn am
Montag anzurufen und um ein persönliches Gespräch zu bitten.
Doch der Personalentscheider hatte schon nach ein paar Minuten
angerufen und auf dem Anrufbeantworter mir mitgeteilt das ich
den Job habe.

Soll ich meine Behinderung wieder verschweigen und bei der
ärztlichen Untersuchung falle ich auf??? Oder soll ich vor
Vertragunterzeichnung noch ein klärendes Gespräch führen???
Die Gefahr ist dabei sehr hoch den Job zu verlieren.

Sicher :kann ich Ihn verklagen, aber welchen Sinn macht das.

Gar keinen, für mich ist das was Du da betreibst arglistige Täuschung.

Wer kann mir einen Rat geben wie ich mich am Besten in meiner
Situation verhalten soll???

Sofort reinen Tisch machen. Wenn dich die Behinderung in keinster Weise an der Ausübung des Jobs hindert ist es doch okay und ich könnte mir vorstellen, das dein neuer Arbeitgeber noch Verständnis dafür aufbringen kann, das du mit der Wahrheit hinter den Berg gehalten hast.
Sollte es sich aber so verhalten, das Du durch die Behinderung nicht in der Lage bist den Job zu vernünftig machen, wirst Du mit Sicherheit die Probezeit nicht überstehen und da kannst Du dann klagen wie Du willst. Es gibt zwar einen besonderen Kündigungsschutz für Schwerbehinderte, aber der wird Dir da nicht nützen, weil Du den Vertrag unter Vorspiegelung falscher Tatsachen (nämlich total fit) abgeschlossen hast.
By the way: ich habe selbst seit Jahren einen Schwerbehindertenausweis mit 60% und bin voll berufstätig.
Inge