Schwierig

Hallo,

wir haben eine Weile mit uns gerungen, ob wir das Folgende hier präsentieren wollen oder nicht. Wie Ihr sehen könnt, haben wir uns dann dafür entschieden und würden gerne Eure Einschätzung hierzu wissen:

Der Freund eines Freundes ( ist wirklich so… ) fällt uns in letzter Zeit - zuvor nicht allzu sehr - dadurch auf, daß sich sein intensives und kinderfreundliches Verhalten nun etwas negativ zu entwickelt zu haben scheint.

Der Freund eines Freundes ist etwas über 40 Jahre alt und lebt - seit ich denken kann - alleine.
In seiner Nachbarschaft leben zahlreiche Familen mit Kindern ( ca. 10 Jahre ), mit den Steppkes verbrachte er schon lange viel Zeit.
Spielt mit ihnen herum, bastelt hier und da usw. Also in etwa das, was Gleichaltrige miteinander so anstellen. In unseren Augen im Grunde alles unbedenklich, höchstens wenn man erhöhtes Augenmerk darauf legt, wieviel Zeit er mit Ihnen zubrachte, das war nämlich eine ganze Menge.

Nun die News:
Mein Freund war bei seinem Freund in der neuen Wohnung zu Besuch. Folgende Wandverzierung ist ihm dort ins Auge gefallen: Die Fotomontage eines - vielleicht 12 Jahre alten - Mädchen aus seinem Kinderfreundeskreis auf dem Körper eines überaus weiblichen Modells.
( Kopf=Mädchen, Körper=Modell, das alles in Lebensgröße ).

Bei uns ist damit mnun irgendwie der Zweifel erregt worden, ob das so alles noch in Ordnung ist.

Eure Antworten zum Thema erwarten wir mit Spannung, glauben jedoch, den Inhalt bereits zu kennen…

Ciao.

björn72

Hoppla
auch bei mir würde da alle roten Lampen aufleuchten.
Da scheint etwas mit dem Freund des Freundes nicht zu stimmen.

Es gibt diesbezügliche Untersuchungen und Veröffentlichungen (Kripo der Deutschen Länder - läst sich teilweise dort, auch online, abfragen), welche besagen, dass sehr viele dieser, nun sagen wir mal, „Kinderfreunde“ genau dieses Verhalten „im Vorfeld“ an den Tag legten.

Ich würde nun, an Eurer Stelle, versuchen auf den Freund des Freundes einzuwirken (denn es geht uns alle etwas an! - wegsehen bedeutet hier schon fast „unterlassene Hilfeleistung“ - für alle Beteiligten!) und ihn - den Freund des Freundes - zu motivieren professionelle Hilfestellung in Anspruch zu nehmen.

Das eigentliche Problem liegt darin, dass (ohne jetzt dem Freund des Freundes etwas richtig böses unterstellen zu wollen), nun sagen wir mal vorlaut „Triebtäter“ nicht therapierbar sind - aber sie können lernen mit diesem Trieb umzugehen - wenn sie es denn rechtzeitig lernen. Die Präferenz für kleine Mädchen wird immer in seinem Kopf rumspuken aber er kann lernen damit umzugehen (schliesslich gibt es auch im professionell sexuellen Bereich, nun sagen wir mal „Helferinnen“, welche auf Rollenspiele spezialisiert sind…).

Ich bin mir nun wirklich nicht sicher - und fühle mich auch ein klein wenig unwohl - ob dieser Hinweis hilfreich war… würde mich aber sehr freuen wenn er es war… :wink:

Freundliche Grüsse
Anonym

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Bei uns ist damit nun irgendwie der Zweifel erregt worden, ob
das so alles noch in Ordnung ist.

Sag doch mal ehrlich, was Du denkst.

Was genau würdest Du tun, wenn Deine Tochter (10)
in der Nachbarschaft wohnt und dort spielen
würde.

Grüße

Euer CMБ

Hallo
Hmm ich wuerde die Polizei einschalten, denn was wollt ihr sonst tun. Ihr koennt wohl schlecht auf einen Mann zugehen und sagen: „hey hoer mal zu, ich hab dein Bild an der Wand gesehen, geh doch in eine Therapy“. Sogar wenn ihr das tun wuerdet wuerde dann ganz bestimmt nicht darin enden dass er sagen wuerde: „stimmt ihr habt Recht, ich geh mich jetzt therapieren lassen“. So einfach ist das nicht. Die Polizei hat da Spezialeinheiten, die sich mit solchen Leuten beschaeftigen und die koennen ihn auch zwangseinweisen lassen. Ausserdem habt ihr dann alles in eurer Macht stehende getan und er weiss nicht mal dass ihr es wart. (Lass uns nicht vergessen dass wir von einem potenziellen Kinderschaender reden, in meinen Augen eines der schlimmsten Verbrechen ueberhaupt).
Tschuess

Hallo,

hallo

Bei uns ist damit nun irgendwie der Zweifel erregt worden, ob
das so alles noch in Ordnung ist.

Sag doch mal ehrlich, was Du denkst.

Ist doch deutlich geworden… Hätte ich keine Bedenken gehabt, würde ich nichts dazu schreiben.

Trotzdem: Das Verhalten ist m.E. spätestens seit der Posteraktion nicht mehr nur bedenklich sondern alarmierend geworden.

Für uns ist das natürlich eine schwierige Situation. Wir sind ja alle miteinander befreundet/bekannt und müssen nun feststellen, daß sich in unseren Reihen vermutlich ein -wenigstens angehauchter- Phädophiler befindet.

Was genau würdest Du tun, wenn Deine Tochter (10)
in der Nachbarschaft wohnt und dort spielen
würde.

Habe selbt keine Kinder, kann mir die Situation aber vorstellen.
Ist eine schwierige Sache…

erst reden!
Hallo Carole,

auch auf die Gefahr hin, dass ich mich hier unbeliebt mache, finde ich deinen
Vorschlag doch ziemlich drastisch. Was spricht denn dagegen, sich erstmal mit
dem Mann zu unterhalten? Zu fragen, was denn das fuer ein seltsames Bild sei,
vielleicht erst im Scherz, dann aber klar machen, dass es ernst ist. Immerhin
sind sie miteinander befreundet, da sollte man sowas doch wohl ansprechen
koennen? Es geht ja erstmal nicht um geschaendete Kinder (hoffentlich nicht,
meine ich natuerlich), sondern um den Freund und das Verhindern potentieller
Taten.
Wenn er Gespraeche ablehnt, dann wuerde ich ihn warnen, dass ihr die Polizei
warnt (was kann die allerdings tun?), und die Eltern „umliegender“ Kinder
informieren.
Ich kann mir zwar kein Szenario ausdenken, was die genannte Collage
rechtfertigt, aber VIELLEICHT hat es ja einen unschuldigen Hintergrund…
viele Gruesse,
baw

3 „Gefällt mir“

Hmm ich wuerde die Polizei einschalten

ohne konkreten Verdacht einer Straftat kann die offiziell gar nichts machen. Und die Herstellung einer Fotomontage zu privaten Zwecken ist nunmal nicht strafbar, zumal es hier ja wohl nicht einmal um ein pornografisches Bild geht. Ich empfehle daher mal die Lektüre von §§ 184 ff StGB in der aktuellen Fassung nebst Kommentierung!

Solange also nicht mehr passiert/mehr bekannt ist, ist die Polizei offiziell draußen. Wenn man Glück hat, gibt es einen netten Kontaktbeamten, der mal ganz formlos vorbei schaut, und mit dem Mann redet, mehr ist aber nicht drin.

Ihr koennt wohl schlecht auf einen Mann zugehen und
sagen: „hey hoer mal zu, ich hab dein Bild an der Wand
gesehen, geh doch in eine Therapy“.

Zu Teil 1, warum nicht? Was man von der Polizei verlangt, kann man in diesem Fall auch selber machen, nennt sich Zivilcourage, und kommt immer ganz gut. Gerade wenn man eine nähere Beziehung zu dem Mann hat, kann man diese nutzen, um mal vorsichtig etwas zu bohren und auffällige Dinge direkt anzusprechen.

Sogar wenn ihr das tun
wuerdet wuerde dann ganz bestimmt nicht darin enden dass er
sagen wuerde: „stimmt ihr habt Recht, ich geh mich jetzt
therapieren lassen“. So einfach ist das nicht.

Woher weißt du das? Wieviel Erfahrung hast du mit Straftätern/psychisch Kranken, …? Vielleicht nicht einfach, aber einen Versuch ist es schon aus Gründen der bestehenden Freundschaft immer wert. Einfach „ins Gespräch kommen“ hilft übrigens vielen Menschen besser als jede Therapie. Und wenn man nicht gleich mit dem bösen Zeigefinger kommt, kann man viel eher etwas erreichen.

Die Polizei hat da Spezialeinheiten, die sich mit solchen Leuten beschaeftigen

Wo? Als Anwalt habe ich ja ziemlich viel auch mit Polizei zu tun, aber solche Einheiten sind mir unbekannt. Es gibt die gute alte „Sitte“ und teilweise auch Jugendschutzabteilungen, aber wie schon gesagt, da braucht es erst einmal einen konkreten Tatverdacht.

und die koennen ihn auch zwangseinweisen lassen.

Du siehst zuviel Fernsehen auf den falschen Kanälen. Gottlob ist es in diesem Land nicht so einfach möglich jemanden „zwangseinweisen“ zu lassen. Die Unterbringung steht in Deutschland unter Richtervorbehalt, d.h. nur aufgrund einer richterlichen Entscheischiedung kann jemand untergebracht werden. Selbst bei akuter Selbst- und Fremdgefährdung die ein sofortiges Handeln erfordert muss diese richterliche Entscheidung schnellstmöglich nachgeholt werden. Einfach von der Polizei auf offener Straße weggefangen und in die forensische Psychiatrie gesteckt wird hier im Westen seit Ende der 1000 braunen Jahre und im Osten seit Fall der Mauer niemand mehr.

Ausserdem
habt ihr dann alles in eurer Macht stehende getan und er weiss
nicht mal dass ihr es wart.

Sehe ich anders, siehe Stichwort Zivilcourage. Außerdem fehlt mir hier ein ganz wesentlicher Punkt: Ansprechen der Eltern des betroffenen Mädchens. Wenn hier eine Gefahr bestehen könnte, dann sollte man dafür Sorgen diese Gefahr am besten zunächst einmal dadurch einzudämmen, indem man dem potentiellen Opfer einen Wissensvorsprung verschafft. Wenn dessen Eltern um die Sache wissen können Sie mit ihrer Tochter über die Angelegenheit sprechen, nachforschen, ob es bereits zu über die Herstellung des Posters hinausgehenden Handlungen gekommen ist, dem Kind raten, sich von dem Mann fernzuhalten, …

Gruß vom Wiz

11 „Gefällt mir“

Hallo
Ich bin davon ausgegangen dass man den Freund eines Freundes nicht selber als Freund hat sonst wuerde man ihn Freund nennen. Ja ich reagiere drastisch weil mir das Wohlergehen dieser Kinder wohl mehr am Herzen liegt als das Wohlergehens eines Mannes der Fotomontagen von Kinderkoepfen auf Erwachsenenkoerper in seinen Gang haengt. Ausserdem bedeutet Zivilcourage nicht dass man der Polizei so einen Verdacht nicht mal mitteilt, sondern es heisst im Notfall zu helfen. Dies ist offensichtlich ein Perverser der mit Kindern spielt und schon ganz offensichtlich andere Ideen im Kopf hat (siehe Bild). Gut, wenn man den Freund des Freundes kennt kann man ja mal locker ueber seine sexuellen Neigungen reden und mal so nebenbei fragen ob er denn wirklich auf Kinder steht. Allerdings bin ich immer noch der Meinung dass das wenig Erfolg haben wird. Nicht mal Psychologen bringen es fertig solche Leute davon zu ueberzeugen ihre Neigungen in den Griff zu kriegen, wieso sollten es also Laien fertigbringen.
Auch wenn die Polizei nichts macht hilft es immer wenn man sowas weiter gibt.
Uebrigens schau ich nicht zuviel TV sondern vertraue ich noch in das Rechtssytem und die Polizei.

Hallo,

Auch hallo,

Du schreibst ja nicht, wie alarmierend das Verhalten deines Freundes wurde. Das wäre für die weiteren Schritte schon wichtig.
Allein die Tatsache, dass die Collage existiert, sagt nicht viel aus. Schau mal im Brett „Lust und Liebe“ vorbei, da werden alle möglichen Neigungen diskutiert.
Das Vorhanden einer sexuellen Neigung (in diesem Fall Pädophilie) heisst nicht automatisch, dass der Mann zu einem Triebtäter wird. Er kann ja seine Fantasien sein ganzes Leben lang ausspinnen, ohne etwas wirklich in Gang zu setzen.
Natürlich mit den Eltern des Kindes reden, sie aber nicht erschrecken, dass „ES“ bereits soweit ist, sonst kannst du vor allem die Mutter damit in Wahnsinn treiben und eine Lawine von unuberlegten Handlungen auslösen.

Eigene Erfahrung: ein Mann, den wir kennen, hat mir neulich offenbart, dass meine Tochter (8 Jahre) bei ihm sehr echte, sehr sexuelle Gefühle ausgelöst hat. Er hat es selbst gesagt und sich dabei entschuldigt. Getan hat er nichts (allerdings die ganze Zeit mit dem Kind ausgiebig gespielt - genau wie du beschreibst - vor allem Brettspiele, und geredet - Märchen erzählt, stinknormale Märchen: alles vor meinen Augen, keine Minute allein). Muss ich ihn jetzt nun bei der Polizei melden? Ich glaube nicht. Er weiss um seine Eigenart und hat sie (noch und schon seit Jahren, wie es sich im weiteren Gespräch herausstellte) unter Kontrolle. Allerdings lebt dieser jemand ziemlich weit weg (150 km), so dass der Kontakt mit meinem Kind nicht jeden Tag stattfindet, und wenn überhaupt, dann, wenn seine Familie (ja-ja - Frau und Sohn) uns einen kurzen (Gott sei Dank!) Besuch abstattet.

Deswegen mein Rat: mit dem Freund des Freundes reden (ich würde ihn übrigens direkt auf das Thema ansprechen, nicht „durch die Blumen“), mit den Eltern reden, sie auf die Gefahr hinweisen, und den Freund des Freundes beobachten: wird es schlimmer? bleibt es beim Poster und Fantasien? Beim ersten Verdacht zur Polizei (es gibt doch so etwas wie Gefahr im Verzug).

Tja, wirklich schwierig.

Ausflipp!!
Hallo Björn,

ich kann dir nur eines sagen: Wenn das meine Tochter wäre, von dem dieser „Freund“ eine solche Fotomontage aufgehängt hat, würde ich TOTAL AUSFLIPPEN!!!
Und dass man da nichts machen kann, von wegen Fotomontage ist ja nicht strafbar, stimmt wohl auch nicht so ganz, immerhin gibt es ein Recht am eigenen Bild!
Ob es was bringt oder nicht - meiner Ansicht nach müssen solche „Freunde“ ins Gebet genommen werden - klar muss man etwas taktvoll anfangen, aber die Zielsetzung ist klar: Mach eine Therapie und vor allem!!! Halte dich von Kindern fern!! Wenn jeder sagt „bringt doch eh nichts ihm das zu sagen“ wie soll er denn dann merken dass das total daneben ist?
Wenn du das bemerkt hast, bist du in der Verantwortung!
Übrigens: In den USA gibt es ein Gesetz, das einen zur Anzeige verpflichtet wenn man nur den VERDACHT einer Kindesmisshandlung/-missbrauchs hat. Sprich: Man macht sich strafbar, wenn man einen solchen VERDACHT (ohne Beweise!!) nicht der Polizei meldet.
Nur mal so zum Vergleich was für unterschiedliche Ansichten es darüber gibt, ob eher Täter oder eher Opfer geschützt werden müssen.

Isa
*diegarnichtdrandenkenwillwasihrertochternochallesbevorstehenkönnte"

Hallo,

Übrigens: In den USA gibt es ein Gesetz, das einen zur Anzeige
verpflichtet wenn man nur den VERDACHT einer
Kindesmisshandlung/-missbrauchs hat. Sprich: Man macht sich
strafbar, wenn man einen solchen VERDACHT (ohne Beweise!!)
nicht der Polizei meldet.

nichts gegen Deine Grundmeinung, aber wir sind hier zum Glück in Deutschland (->Kommunistenverfolgung in den 50ern in USA, Blockwartmentalität, Ich-habe-nichts-zu-verbergen-also-darf-der-staat-alles-von-mir-wissen…)

Der Freund sollte mal mit seinem Freund reden, das ist das allererste. Vielleicht ist das Foto ja ein Hilferuf…

Gruss,
K_K

1 „Gefällt mir“

Hallo Björn

Die Fotomontage eines - vielleicht 12 Jahre alten -
Mädchen aus seinem Kinderfreundeskreis auf dem Körper eines
überaus weiblichen Modells.
( Kopf=Mädchen, Körper=Modell, das alles in Lebensgröße ).

ich hab dazu mal ne Frage:

Ist das Modell nackt? Der Körper ist erwachsen? Mit deutlich weiblichen Zügen?

Ich will das ganze hier nicht in Abrede stellen und auch nichts verharmlosen - aber bei allem was ich bis jetzt über Pädophile gelesen habe steht immer eins im Vordergrund: sobald der Körper des Opfers eindeutig weibliche Züge ausbildet, erstirbt das Interesse des Pädophilen. Weil das Opfer ja dann nicht mehr kindlich ist.

Also - wie paßt das alles hier zusammen. Nicht, daß ich es unbedenklich finde, wenn jemand so eine Collage anfertigt. Aber ist das wirklich ein pädophiler Ansatz?

Vielleicht sollte man diese ganze Angelegenheit mal ins Psychologie-Brett transferieren - vielleicht fällt den dortigen Fachleuten etwas dazu ein.

Tania

Hallo,

Ist das Modell nackt? Der Körper ist erwachsen? Mit deutlich
weiblichen Zügen?

Ich meine, das ist hier nicht das Problem. Worauf
es hier ankommt, ist, dass „soziale Kontrolle“
gar nicht mehr zu wirken scheint.

Das verblüffende ist also, dass es möglich war,
dass ein Anderer , „ein Fremder“ diese
Kollage wahrnehmen konnte.

Und dass das Bild ein Kind(!) aus der Nachbarschaft
abbilden sollte, ist wohl unstrittig.

Einen >40-jährigen, in dessen Wirkbereich solche
Darstellungen angefertigt werden und für Aussen-
stehende sichtbar sind, halte ich für eine Zeitbombe.
Hier ist dann imho schon eine Schranke gefallen …

Als Vater würde ich, ohne die Polizei einzuschalten,
ihm im Gesprach signalisieren, dass man jetzt sehr auf
ihn achtet und keinesfalls irgend eine
„neue Spielvariante“ dulden wird.

Grüße

Euer CMБ

Mich würde nur mal interessieren…
… ob du eine Tochter hast!?

nichts gegen Deine Grundmeinung, aber wir sind hier zum Glück
in Deutschland
Vielleicht ist das Foto ja ein Hilferuf…

Wir leben zum Glück in Deutschland, und da wird auch noch die massive ENTWÜRDIGUNG eines Kindes (Fotocollage!) sowie die allerdeutlichsten Zeichen einer Gefährdung von Kindern noch als ein „Hilferuf“ aufgefasst!

Isa

Hallo

Ist das Modell nackt? Der Körper ist erwachsen? Mit deutlich
weiblichen Zügen?

Ich meine, das ist hier nicht das Problem. Worauf
es hier ankommt, ist, dass „soziale Kontrolle“
gar nicht mehr zu wirken scheint.

Das verblüffende ist also, dass es möglich war,
dass ein Anderer , „ein Fremder“ diese
Kollage wahrnehmen konnte.

Da hast Du auf jeden Fall recht. Irgendwas stimmt da ganz sicher nicht. Aber daran habe ich ja auch nicht gezweifelt. Möglicherweise ist das Problem aber anders gelagert als hier allgemein angenommen (Pädophilie) und nur wenn man das Problem richtig erkennt, kann man auch richtig darauf reagieren.

Deshalb auch mein Vorschlag, das Psychologie-Brett zu konsultieren.

Tania

1 „Gefällt mir“

Ja ich reagiere drastisch weil mir das Wohlergehen
dieser Kinder wohl mehr am Herzen liegt als das Wohlergehens
eines Mannes der Fotomontagen von Kinderkoepfen auf
Erwachsenenkoerper in seinen Gang haengt.

Was hat das mit drastisch zu tun, wenn man Behauptungen aufstellt die einfach falsch sind, und Dinge fordert, die es gar nicht gibt? Ob man die tatsächlichen Gegebenheiten gut findet oder nicht, man muss sie schon zumindest in soweit akzeptieren, dass der Handlungsspielraum im konkreten Fall nunmal durch die Gesetze beschränkt ist. Alles andere bringt den Betroffenen gar nichts. Ganz im Gegenteil: Wer auf solch falsche Tipps hin zur Polizei geht und verlangt, dass die jemanden einweist, macht sich nur lächerlich und unglaubwürdig und erreicht damit genau das Gegenteil von dem, was er bei einer vernünftigen Vorgehensweise ggf. erreichen könnte.

Ausserdem bedeutet
Zivilcourage nicht dass man der Polizei so einen Verdacht
nicht mal mitteilt, sondern es heisst im Notfall zu helfen.

Nein, ganz sicher nicht. Zivilcourage heißt sowohl das eine wie auch das andere zu tun, und zwar so, wie es angemessen, notwendig und sinnvoll erscheint.

Dies ist offensichtlich ein Perverser der mit Kindern spielt
und schon ganz offensichtlich andere Ideen im Kopf hat (siehe
Bild).

Was ist schon pervers? Sexuelle Vorlieben sind weit gefächert, für den einen vielleicht unvorstellbar, ggf. ekelig, … Aber solange dabei niemand anderes zu Schaden kommt eben grundsätzlich zunächst nicht strafbar. Damit wir uns nicht missverstehen, ich halte von der Fotomontage auch nichts. Nur ändert dies nunmal nichts an geltenden Gesetzen und einer gefestigten Rechtsprechung.

Und was deine „anderen Ideen“ angeht, da kann man nur ganz dringend warnen, die eigenen Vorstellungen nicht zu sehr auf andere zu projezieren. Wie ich schon schrieb, die Bandbreite sexueller Präferenzen ist groß und man kann ganz sicher nicht sofort von einem vermutlich nicht einmal pornografischen Bild an der Wand darauf schließen, dass jemand auch Gewalt gegen Kinder einsetzen würde. Wenn du dir z.B. einmal seriöse Zahlen zu Konsumenten so genannter Kinderpornografie ansiehst (strafbar) und diese in Relation zum aktiven direkten Kindesmissbrauch setzt, dann wirst du feststellen, dass - gottlob - hier eine riesige Differenz besteht. D.h. es gibt offenbar genug Menschen die (zwar ebenfalls strafbar) Kinderpornografie konsumieren aber eben gerade nicht selbst Hand an Kinder legen (dass für die Bilder natürlich Kinder in strafbarer Weise missbracht werden ist klar, steht aber auf einem anderen Blatt, und tut im konkreten Fall ohnehin nichts zur Sache).

Gut, wenn man den Freund des Freundes kennt kann man ja
mal locker ueber seine sexuellen Neigungen reden und mal so
nebenbei fragen ob er denn wirklich auf Kinder steht.

Eben! Wobei ich webniger auf Kinder im Allgemeinen als auf das speziell betroffene Kind abheben würde.

Allerdings bin ich immer noch der Meinung dass das wenig
Erfolg haben wird. Nicht mal Psychologen bringen es fertig
solche Leute davon zu ueberzeugen ihre Neigungen in den Griff
zu kriegen, wieso sollten es also Laien fertigbringen.

Woher weißt du das? Arbeitest du in der Branche, hast du eine fachliche Ausbildung in dem Bereich (deine ViKa lässt eher vermuten, nein)? Oder plapperst du nur den Mist nach, den die Medien nur allzugerne verbreiten? Niemandem ist dadurch geholfen, dass man dieses Thema immer noch versucht möglichst unsachlich aber dafür um so mehr emotional zu behandeln und dabei bis in den Bereich der Wissenschaftsfälschung geht. Es gibt zig seriöse Studien über die letzten zehn bis zwanzig Jahre, die sehr wohl ganz deutliche Therapieerfolge belegen. Sogar bei verurteilten Ersttätern weisen alle Studien der letzten Jahre eine Quote von rund 80% Therapieerfolg aus. Für „lediglich auffällig“ gewordene Betroffene die keiner Strafverfolung unterfallen sind, kenne ich keine Zahlen, gehe aber mal davon aus, dass hier die Erfolge sogar noch deutlich größer sind, weil eben die Schwelle zu einer strafbaren Handlung noch nie überschritten wurde, es also noch keinen „Dammbruch“ gegeben hat, der bekanntermaßen weitere Taten erleichtert.

Und was die Wissenschaftsfälschung angeht: Vor einigen Jahren kam mal aus GB (also bei dir vor der Haustür) eine wirklich seriöse Studie zur Verarbeitung sexuellen Missbrauchs durch die Opfer. Diese Studie belegte, dass entgegen der landläufigen Meinung und bisheriger Annahmen viele Opfer die Folgen sexuellen Missbrauchs weit besser und schneller verabreiten. Diese rein wissenschaftliche Tatsache, die eine wirklich gute und hoffnungsvolle Nachricht für alle Opfer hätte sein können, die man bislang gerne wiederholt immer wieder dadurch erneut gequält hat, in dem man ihnen immer wieder einredete, man könne eine solche Tat ja nicht verarbeiten, wurde in den Medien als unerhörter Skandal behandelt. Denn nicht sein kann, was nicht sein darf. Wo bleiben die ganzen Stories der auch nach Jahren noch immer wieder gerne vor die Kamera gezerrten und für den Rest ihres Lebens gezeichneten Opfer? Schnell hieß es, dieses Ergebnis wäre ja ein Freifahrtschein für die Täter, … Die Studie verschwand dann ganz schnell wieder. Nicht weil ihr Ergebnis wissenschaftlich nicht haltbar gewesen wäre, sondern weil sie nicht der political correctness entsprach.

Nein, ich habe keine Sympathien für Sexualstraftäter, aber als Jurist kotzt mich einfach der inzwischen durch reißerische Medien aufgebaute emotionale Wall um dieses Thema an, der jeglichen zum Vorteil von Opfern und Tätern möglichen sachlichen und fachlichen Umgang mit diesem Problem behindert. An jeder Ecke findet man inzwischen zig „Experten“ mit RTL- und Bild-Wissen zum Thema, die ganz genau wissen, wie dieses wirklich mehr als komplexe Problem „ganz einfach“ in den Griff zu bekommen ist. Ich selbst habe einige Semester Kriminalistik studiert und verfolge das Thema aus fachlichem Interesse seit dem und würde mir nie erlauben, mich hier als Experte zu bezeichnen. Aber wenn ich gegen Legendenbildungen und Tabuisierungen etwas machen kann, dann tue ich es. Gerade auch deshalb weil ich einige Opfer sexuellen Missbrauchs persönlich kenne und weiß, dass ein vernünftiger und sachlicher Umgang mit diesem Thema insbesondere auch für sie wichtig ist.

Gruß vom Wiz

6 „Gefällt mir“

Hallo,

wenn ihr - also auch der Verdächtige - miteinander befreundet oder zumindest bekannt seid, empfiehlt es sich doch, dass derjenige, der den besten Draht zum Verdächtigen hat, ein offenes Gespräch sucht.

Voreilige Schlüsse sind selten richtig, auch wenn ich den geschilderten Sachverhalt so bewerte, dass bloße Passivität nicht mehr die angemessene „Reaktion“ ist.

Grüße, J.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]