Schwierige Frage: Steuergerät-Nummer

Hallo, diese Frage geht wirklich an euch Experten.

Ich bin derzeit auf der Suche nach einem gebrauchten Steuergerät für meinen Renault Clio 1.2. Ich habe daher auf etlichen Schrottplätzen telefonisch nachgefragt. Diese wollten dann allerdings immer eine HNO Nummer wissen. Diese würde auf dem Gerät stehen.

Also hab ich das Teil rausgeholt und nachgeschaut. Da steht leider nur keine HNO-Nummer drauf, sondern nur ein Aufkleber vom Siemens, das das Gerät wohl schon mal wiederaufbereitet worden ist. Darunter noch 2 Nummern, mit denen konnten die Händler aber leider nix anfangen.

Gibt es denn eine Möglichkeit rauszufinden wie diese Original-HNO Nummer lautet?

Das steht auf dem Siemens Aufkleber:

Aufgearbeitet
Siemens
5160648
TST 72913

Wäre total genial wenn da jemand bescheid wüsste.

Viele Grüße,
vom Daniel.

Hallo Daniel,

wir machen in solchen Fällen immer folgendes: Wir lassen unsere
Kunden möglichst MIT dem betreffenden PKW zu uns kommen, dann
wird bei uns das Steuergerät gegen das defekte getauscht, nun
macht der Kunde ne Probefahrt…dann sollte alles klappen. Wenn
der Wagen nicht mal anspringt, oder nicht richtig läuft, bauen
wir ein anderes Steuergerät ein. Das wir das defekte Gerät bei
uns behalten, und das Tauschteil nur gegen ein Pfand auf die
Probefahrt schicken, dürfte klar sein :wink:
Fazit: Frag die Verwerter in Deiner Nähe nach „mehreren“ dieser
Geräte, um „Deines“ herauszufinden. Biete gleich am Telefon an,
den Kaufpreis sowie Dein altes Gerät als Pfand zu hinterlegen.
Und lass Dich nicht auf die korrekte Teilenummer festnageln, wir
haben schon oft Steuergeräte verkauft, die eine andere Nummer
hatten, solange der Wagen vernünftig läuft, no Problem!

Alles Gute!
Michael

P.S. Lass Dich nicht abzocken, ein gebrauchtes Steuergerät vom
Clio 1,2 darf maximal EUR 100,- + MwSt kosten…eher nur EUR 75,-+MwSt

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Daniel,
was sagt denn der Renault Händler dazu ? Der müsste doch wissen welches Steuergerät original verbaut wurde. Auch ein qualifizierter Bosch-Dienst sollte Dir bei Deiner Frage weiterhelfen können.
Gruss Sebastian

Hallo Michael, vielen Dank für deine Antwort, das scheint ja alles doch nicht soo kompliziert zu sein.

Was hälst du davon wenn ich dann auch bei euch mal vorbei fahre mit meiner Kiste? Von Bonn aus ist das ja nicht allzu weit. Dann weis ich nämlich auch das ich nicht abgezockt werde :wink:

Viele Grüße,

vom Daniel.

Hallo Sebastian,

die Renault-Händler haben sich bislang nicht sehr hilfsbereit gezeigt. Die sind einfach zu sehr darauf aus mir ein neues Teil einzubauen. Und das ist schweineteuer.

Aber trotzdem Danke für deine Antwort.

Viele Grüße,

vom Daniel.

Falscher Standpunkt…
Hallo Daniel,

die Renault-Händler haben sich bislang nicht sehr hilfsbereit
gezeigt. Die sind einfach zu sehr darauf aus mir ein neues
Teil einzubauen. Und das ist schweineteuer.

Du siehst das mit falschen Augen !! Der Händler möchte zufriedene Kunden.

Das geht nur, wenn die erfolgte Reperatur auf Dauer erfolgreich bleibt.

Der Händler muß zudem Gewährleistung geben. Glaubst Du bei Dir als Kunde bleibt auch nur ein positiver Gedanken hängen, wenn er Dir ein gebrauchtes Steuergerät reinhängt, und Du bleibst alle 300m stehen ??

Zudem: Wenn Du auf Deine Gewährleistung bestehst, und dauernd zur Werkstatt rennst, weil das Ding kaputt ist, ist das auch sein Geld, weil er alle Nase lang einen Mechaniker auf seine Kosten dranhetzen muß.

Also: In der Werkstatt werde nur neue oder regenerierte Teile eingebaut, auf die man Garantie geben kann. Alles andere ist Murks und kostet Geld.

Wenn Du also sparen möchtest, gehe auf den Schrottplatz. Ich habe auch schon Teile (Rückleuchten) dort geholt für meinen alten Starlet.

Einen überholten Anlasser habe ich mir allerdings beim Händler geholt.

Ich hoffe Du denkst mal über das nach. Ich denke nicht daß der Vertrags-Händler Dich immer prinzipiell übers Ohr hauen will.

Und: Mein TOYOTA-Händler macht keinen Zahnriemenwechsel ohne auch die Spann,- und Umlenkrolle zu wechseln.

gruß

dennis

Hallo Dennism

Wenn Du also sparen möchtest, gehe auf den Schrottplatz.

Genau das will ich ja :wink:

Das Auto ist mittlerweile 11 Jahre alt und allzulange werde ich es nicht mehr fahren, nur derzeit bin ich einfach knapp bei Kasse, da kann ich mir eben nur etwas gebrauchtes leisten.

Ich hoffe Du denkst mal über das nach. Ich denke nicht daß der
Vertrags-Händler Dich immer prinzipiell übers Ohr hauen will.

Würde ich dir gerne glauben, jedoch hab ich mit Renault-Händlern schon öfters negative Erfahrungen gemacht, sodas ich mir seit dem immer freie Werkstätten gesucht habe. Meine persönliche Erfahrung mit Renault war halt, das die mir immer immer etwas ganz anderes Reparieren wollten als eigentlich Defekt war. Besonders schönes Beispiel: Mein Auto ist nicht mehr angesprungen, also hat der ADAC mich zum Renault geschleppt. Dort hies es sofort (ohne überhaupt mal rein zusehen !), der Katalysator wäre kaputt. Würde 1500 DM kosten. Ich konnte sie dann zu bringen doch mal rein zu schauen, dann hies es auf einmal, der Kat ist OK, aber die Zylinder haben keine Kompression mehr, 2000 DM. Ich hab die Reparatur dort sein lassen und bin zu einer kleinen 1-Mann Werkstatt die mir empfohlen wurde. Und was kam bei raus? Beim Einspritzer war nur etwas verstopft. 50 DM !

Naja auf jeden Fall mag mir bei Renault halt keiner Auskunft geben, was ja natürlich auch verständlich ist, weil sie eben kein Geschäft dadurch machen würden. Und dafür das ich das Auto noch ein halbes Jahr oder so fahre lohnt es sich nun wirklich nicht ein ganz neues Teil reinzubauen.

Viele Grüße,

Daniel.

In einem Punkt hast Du Recht…
Hallo Daniel,

Würde ich dir gerne glauben, jedoch hab ich mit
Renault-Händlern schon öfters negative Erfahrungen gemacht,
sodas ich mir seit dem immer freie Werkstätten gesucht habe.
Meine persönliche Erfahrung mit Renault war halt, das die mir
immer immer etwas ganz anderes Reparieren wollten als
eigentlich Defekt war. Besonders schönes Beispiel: Mein Auto
ist nicht mehr angesprungen, also hat der ADAC mich zum
Renault geschleppt. Dort hies es sofort (ohne überhaupt mal
rein zusehen !), der Katalysator wäre kaputt. Würde 1500 DM
kosten. Ich konnte sie dann zu bringen doch mal rein zu
schauen, dann hies es auf einmal, der Kat ist OK, aber die
Zylinder haben keine Kompression mehr, 2000 DM. Ich hab die
Reparatur dort sein lassen und bin zu einer kleinen 1-Mann
Werkstatt die mir empfohlen wurde. Und was kam bei raus? Beim
Einspritzer war nur etwas verstopft. 50 DM !

Das was Du hier schreibst ist die typische „Try & Error“ oder „Versuch und Irrtum“-Fehlersuchmethode.

Wenn ich in meiner Ausbildung so vorgegangen wäre hätte mein Ausbilder mich geköpft.

Das hören wir hier im Forum immer wieder, daß die Werkstatt „das getauscht, das getauscht, das getauscht… und so weiter“ und der Fehler ist immer noch da.

Entweder sind die Mechaniker nicht gut ausgebildet, zu doof, oder bekommen von den Chefs die Lehrgänge zur Weiterbildung nicht bezahlt. Aber es kostet ja Geld.

Leider ist das heutzutage der Trend und wirklich gute Werkstätten sind die Ausnahme

gruß

dennis

Hallo Michael, vielen Dank für deine Antwort, das scheint ja
alles doch nicht soo kompliziert zu sein.

Was hälst du davon wenn ich dann auch bei euch mal vorbei
fahre mit meiner Kiste? Von Bonn aus ist das ja nicht allzu
weit. Dann weis ich nämlich auch das ich nicht abgezockt werde
:wink:

Hallo Daniel,

davon halte ich normalerweise nicht viel, ich bin ja nicht hier
eingetragen, um Werbung für unsere Firma zu machen! Aber da ich
ende diesen Monats eh aus der Firma ausscheide, macht das auch
nix mehr…ich schicke Dir ne Mail mit der Telefonnummer, ruf
Montag ab 8:00 Uhr mal an, ob wir so´n Steuergerät überhaupt
haben…okay ?!

Viele Grüße,

vom Daniel.

Auch´n Gruß
Michael

Hallo Dennis, ich schon wieder *g*

Das was Du hier schreibst ist die typische „Try & Error“ oder
„Versuch und Irrtum“-Fehlersuchmethode.

Try & Error ist ein probates Mittel zur Fehlersuche…sofern man
über die entsprechenden Ressourcen verfügt! Ein Beispiel ?
Wir hatten einen Fiesta Bj.97 verkauft, der kurz darauf ständig
ausging. Den gleichen Wagen hatten wir als Unfall auf dem Hof,
also nacheinander folgendes getauscht: Steuergerät, Map-Sensor,
Luftmengenmesser…und zuletzt die Zentraleinspritzung…und
dabei zeigte sich der Fehler: HINTER der Zentraleinspritzung
war ein Kabel durchgescheuert.
Muss ich noch erwähnen, das die Ford-Werkstatt verzweifelte, da
nix zu finden war? *ggg*

Wenn ich in meiner Ausbildung so vorgegangen wäre hätte mein
Ausbilder mich geköpft.

Wie oben beschrieben, wenn die Teile vorhanden sind, und schnell
getauscht werden können, ist´s okay !

Das hören wir hier im Forum immer wieder, daß die Werkstatt
„das getauscht, das getauscht, das getauscht… und so
weiter“ und der Fehler ist immer noch da.

Und genau da liegt der Hase im Pfeffer: Wenn die Werkstatt ein
paar Stunden mit der Fehlersuche verbringt, muss dies bezahlt
werden, ob vom Kunden, oder der Werkstatt ist mal egal, auch
wenn der Fehler NICHT gefunden wird.

Entweder sind die Mechaniker nicht gut ausgebildet, zu doof,
oder bekommen von den Chefs die Lehrgänge zur Weiterbildung
nicht bezahlt. Aber es kostet ja Geld.

Naja, könnte man so sehen, ist aber ein wenig differenzierter zu
bewerten: Heute hängen die Jungs einen sündteuren Tester an den
meist vorhandenen Diagnosestecker dran, und wenn der Tester dann
keinen Fehler findet, stehen sie auf dem Schlauch. Warum das so
ist, dürfte klar sein: Früher konnte man noch mit einfachen
Mitteln die wenigen relevanten Komponenten eines vergleichsweise
unkomplizierten Motors überprüfen, heute ist dies durch immer
mehr Elektronik wie Motorsteuerung- und Management fast nicht
mehr zu machen. Soll heissen: Der Mensch wird immer mehr von der
Technik abhängig.

Leider ist das heutzutage der Trend und wirklich gute
Werkstätten sind die Ausnahme

Hmm…wie definierst Du gut? Wenn ein Monteur mit dem Tester
umgehen kann, ist er Durchschnitt. Du warst doch in Afrika ?!
Dort gibt es begnadete Jungs, die mit einfachsten Mitteln Dein
Auto (Vergaser!) zum laufen bringen…zur Not mit Hammer und
einem Stück Draht…die sind wirklich gut!

gruß

dennis

Und noch´n Gruß,
Michael

Hallo Michael,

Hallo Dennis, ich schon wieder *g*

Kein Problem, Du hast klare Gedanken, und sprichst Tacheles; gefällt mir.

Den gleichen Wagen hatten wir als Unfall auf dem Hof,
also nacheinander folgendes getauscht: Steuergerät,
Map-Sensor,
Luftmengenmesser…und zuletzt die Zentraleinspritzung…und
dabei zeigte sich der Fehler: HINTER der Zentraleinspritzung
war ein Kabel durchgescheuert.

Das könnte man mit einem einfach Multimeter durchmessen… bzw. durch Augenschein erkennen.

Muss ich noch erwähnen, das die Ford-Werkstatt verzweifelte,
da
nix zu finden war? *ggg*

Vielleicht liegt es auch an den „AW“'s, den Arbeitswerten, daß für bestimmte Arbeiten bestimmte Zeiten vorgegeben werden. Wo bleibt die ruhige gründliche Suche ??

Und genau da liegt der Hase im Pfeffer: Wenn die Werkstatt ein
paar Stunden mit der Fehlersuche verbringt, muss dies bezahlt
werden, ob vom Kunden, oder der Werkstatt ist mal egal, auch
wenn der Fehler NICHT gefunden wird.

Fehlersuche muß systematisch betrieben werden und nicht planlos.

Naja, könnte man so sehen, ist aber ein wenig differenzierter
zu
bewerten: Heute hängen die Jungs einen sündteuren Tester an
den
meist vorhandenen Diagnosestecker dran, und wenn der Tester
dann
keinen Fehler findet, stehen sie auf dem Schlauch.

Die Elektronik kann nur das anzeigen, was Ihr programmiert wurde als Fehler zu erkennen.

Warum das
so
ist, dürfte klar sein: Früher konnte man noch mit einfachen
Mitteln die wenigen relevanten Komponenten eines
vergleichsweise
unkomplizierten Motors überprüfen, heute ist dies durch immer
mehr Elektronik wie Motorsteuerung- und Management fast nicht
mehr zu machen. Soll heissen: Der Mensch wird immer mehr von
der
Technik abhängig.

Also: Zurück zum Ursprung und alles rausreißen. Oder: Warum war an meinem Toyota Starlet noch kein Elektronikfehler ?? Es gibt doch Hersteller, die beweisen, daß es geht.

Leider ist das heutzutage der Trend und wirklich gute
Werkstätten sind die Ausnahme

Hmm…wie definierst Du gut?

Wenn ich die Aussagen des Testgerätes und meiner anderen Standardmeßinstrumente zu deuten und damit umzugehen weiß.

Wenn ein Monteur mit dem Tester
umgehen kann, ist er Durchschnitt.

Es fehlt vielen auch an logischem Denkvermögen zum Thema „Abhängigkeit“. „Was passiert, wenn…???“ Und danach denken, suchen und handeln.

Du warst doch in Afrika ?!

Ja.

Dort gibt es begnadete Jungs, die mit einfachsten Mitteln Dein
Auto (Vergaser!) zum laufen bringen…zur Not mit Hammer und
einem Stück Draht…die sind wirklich gut!

Weiß ich.

Ich kenne zwei Geschichten:

Die erste eines Lesers aus dem T-Magazin (für Toyota-Neukunden)

In Kenia war mal der Motor eines Mercedes-G-Modell defekt. Als der Mann ein paar Tage später wieder zurückkam, war er erstaunt, daß der Wagen wieder lief. --> Man hatte den Motor eines alten Toyota Carina (damals mit Heckantrieb) implantiert und passte es auf den Getriebeflansch an.

Die zweite weiß ich von einem ehemaligen Arbeitskollegen, der in Kenia in Urlaub war:

Dort hatte man aus einem zweitürigen Corolla einen viertürigen gemacht, indem man das Blech herausschnitt und von einem verunfallten Viertürer die Hintertüren einpaßte.

gruß

dennis