Hallo Michael,
Hallo Dennis, ich schon wieder *g*
Kein Problem, Du hast klare Gedanken, und sprichst Tacheles; gefällt mir.
Den gleichen Wagen hatten wir als Unfall auf dem Hof,
also nacheinander folgendes getauscht: Steuergerät,
Map-Sensor,
Luftmengenmesser…und zuletzt die Zentraleinspritzung…und
dabei zeigte sich der Fehler: HINTER der Zentraleinspritzung
war ein Kabel durchgescheuert.
Das könnte man mit einem einfach Multimeter durchmessen… bzw. durch Augenschein erkennen.
Muss ich noch erwähnen, das die Ford-Werkstatt verzweifelte,
da
nix zu finden war? *ggg*
Vielleicht liegt es auch an den „AW“'s, den Arbeitswerten, daß für bestimmte Arbeiten bestimmte Zeiten vorgegeben werden. Wo bleibt die ruhige gründliche Suche ??
Und genau da liegt der Hase im Pfeffer: Wenn die Werkstatt ein
paar Stunden mit der Fehlersuche verbringt, muss dies bezahlt
werden, ob vom Kunden, oder der Werkstatt ist mal egal, auch
wenn der Fehler NICHT gefunden wird.
Fehlersuche muß systematisch betrieben werden und nicht planlos.
Naja, könnte man so sehen, ist aber ein wenig differenzierter
zu
bewerten: Heute hängen die Jungs einen sündteuren Tester an
den
meist vorhandenen Diagnosestecker dran, und wenn der Tester
dann
keinen Fehler findet, stehen sie auf dem Schlauch.
Die Elektronik kann nur das anzeigen, was Ihr programmiert wurde als Fehler zu erkennen.
Warum das
so
ist, dürfte klar sein: Früher konnte man noch mit einfachen
Mitteln die wenigen relevanten Komponenten eines
vergleichsweise
unkomplizierten Motors überprüfen, heute ist dies durch immer
mehr Elektronik wie Motorsteuerung- und Management fast nicht
mehr zu machen. Soll heissen: Der Mensch wird immer mehr von
der
Technik abhängig.
Also: Zurück zum Ursprung und alles rausreißen. Oder: Warum war an meinem Toyota Starlet noch kein Elektronikfehler ?? Es gibt doch Hersteller, die beweisen, daß es geht.
Leider ist das heutzutage der Trend und wirklich gute
Werkstätten sind die Ausnahme
Hmm…wie definierst Du gut?
Wenn ich die Aussagen des Testgerätes und meiner anderen Standardmeßinstrumente zu deuten und damit umzugehen weiß.
Wenn ein Monteur mit dem Tester
umgehen kann, ist er Durchschnitt.
Es fehlt vielen auch an logischem Denkvermögen zum Thema „Abhängigkeit“. „Was passiert, wenn…???“ Und danach denken, suchen und handeln.
Du warst doch in Afrika ?!
Ja.
Dort gibt es begnadete Jungs, die mit einfachsten Mitteln Dein
Auto (Vergaser!) zum laufen bringen…zur Not mit Hammer und
einem Stück Draht…die sind wirklich gut!
Weiß ich.
Ich kenne zwei Geschichten:
Die erste eines Lesers aus dem T-Magazin (für Toyota-Neukunden)
In Kenia war mal der Motor eines Mercedes-G-Modell defekt. Als der Mann ein paar Tage später wieder zurückkam, war er erstaunt, daß der Wagen wieder lief. --> Man hatte den Motor eines alten Toyota Carina (damals mit Heckantrieb) implantiert und passte es auf den Getriebeflansch an.
Die zweite weiß ich von einem ehemaligen Arbeitskollegen, der in Kenia in Urlaub war:
Dort hatte man aus einem zweitürigen Corolla einen viertürigen gemacht, indem man das Blech herausschnitt und von einem verunfallten Viertürer die Hintertüren einpaßte.
gruß
dennis