Schwierigkeiten nach dem Schulwechsel

Guten Morgen

Meine Tochter (11) hat letztes Jahr auf ein Gymnasium gewechselt.
Es gab die üblichen Anfangsreibereien (neue Klassengemeinschaft, neuer Lehrer, neue Schule) ist ja noch normal.
Selbstverständlich ist die Schule schwerer (altsprachlich) und die Noten sinken. Bei meiner Tochter sinkt damit auch die Motivation und das Selbstbewusstsein.
Jetzt sind auch einige Mitschüler/innen dabei, die ziemliche Zicken sind, und es bilden sich „Grüppchen“ die sich hin und her verschieben.
Nun haben wohl die Mädchen, mit denen sie sonst immer zusammen war, die Fronten gewechselt und nun geht die „Zickerei“ los. Ausgrenzen, Tuscheln hinter dem Rücken - na eben die üblichen Spielereien. Herziehen über die Familie. Von Lehrers Seite kann ich nicht viel Erwarten. Die Kids sind auf sich alleine gestellt. Ich erwarte vom Lehrer eigentlich nur ein Gespräch über Miteinander und Gemeinschaft. Auch in der Klasse.

Ich weiß, dass mein Kind auch kein Engel ist und manchmal recht temperamentvoll sein kann. Worüber ich mir aber sicher bin ist, dass sie kein „treibender Keil“ ist, sondern eher der Mitläufer. Leider finde ich bei dem Lehrer kein offenes Ohr für das Thema. Mein Kind leidet unter der Klassensituation und ich weiß nicht, wie ich ihr helfen kann. Ich rede viel und versuche ihr die Prioritäten zu zeigen.
Aber für sie ist die Klassengemeinschaft wichtig. Erschwerend kommt hinzu, dass ich als Mutter zur Zeit bei ihr nicht so wichtig bin. Soll ja wohl normal sein. Wir streiten auch manchmal sehr heftig. Ich versuche aber immer im Gespräch zu bleiben und ihr zu helfen.

Manchmal überlege ich, ob es richtiger wäre die Schule zu wechseln. Dazu sind die Leistungen aber nicht schlecht genug. Im Durchschnitt liegt sie bei 3. Nur Latein ist schlechter. Der Wechsel ist in Berlin auch schwierig, da es wenig Gymnasien gibt, die schon ab der 5. Klasse einschulen.

Vielleicht kennt jemand die Situation und weiß, wie wir damit umgehen sollen und wie ich meine Tochter motivieren und aufbauen kann.

Liebe Grüße

Carina

Hallo Carina,

Es gab die üblichen Anfangsreibereien (neue
Klassengemeinschaft, neuer Lehrer, neue Schule) ist ja noch
normal.

richtig aber nur wenn sie im Rahmen bleiben.

Jetzt sind auch einige Mitschüler/innen dabei, die ziemliche
Zicken sind, und es bilden sich „Grüppchen“ die sich hin und
her verschieben.
Nun haben wohl die Mädchen, mit denen sie sonst immer zusammen
war, die Fronten gewechselt und nun geht die „Zickerei“ los.
Ausgrenzen, Tuscheln hinter dem Rücken - na eben die üblichen
Spielereien. Herziehen über die Familie.

ganz normaler Schulaltag, hier braucht man sich auch noch nicht zu sorgen.

Von Lehrers Seite
kann ich nicht viel Erwarten. Die Kids sind auf sich alleine
gestellt.

Hier hast du eigentlich einen Punkt bei dem du einhaken könntest, die Lehrer sind gerade die, die auf diese Vorkommnisse als erste regestrieren und entsprechend reagieren sollten bzw. müssen. Ein Stichwort wäre hierzu evtl. Prävention Gewalt an Schulen.

Ich erwarte vom Lehrer eigentlich nur ein Gespräch
über Miteinander und Gemeinschaft. Auch in der Klasse.

unbedingt, dränge darauf…lass dich vom Elternbeirat unterstützen.

Leider finde ich bei dem Lehrer kein offenes Ohr
für das Thema.

Dann wende dich zur Not an die Schulleitung. Besser wäre es im Vorfeld den entsprechend zuständigen Vertrauenslehrer zu rate zu ziehen. An vielen Schulen gibt es auch einen sozialen Dienst, hier findest du ebenfalls sehr kompetente Ansprechpartner.

Mein Kind leidet unter der Klassensituation und
ich weiß nicht, wie ich ihr helfen kann. Ich rede viel und
versuche ihr die Prioritäten zu zeigen.

Prioritäten? das hört sich ziemlich heftig an, die Junge Dame hat in der Schule ein Problem verteht die Welt um sich herum auch nicht so richtig und dann kommt da auch noch jemand (in dem Fall die Mama oder der Papa) und erzählt ihr was für sie wichtig ist… nicht übel nehmen, habe deinen obigen Text einfach mal etwas überzogen dargestellt. Aber so empfinden die Kids. Ich denke Vorschriften werden hier nicht weiterhelfen, greif mal in die Trickkiste deiner eigenen Lebenserfahrung und gib diese an deine Tochter weiter, wenn die Mama etwas aus dem Nähkästchen plaudert wie man sich geschickt durch das Leben schlängelt, hört auch der vergriesknatteltste pupertierende Fastteen zu.

Manchmal überlege ich, ob es richtiger wäre die Schule zu
wechseln.

Dies wäre nicht die Lösung des eigentlichen Problems sondern eher ein davonlaufen, in der dann neuen Schule kann es u. U. genauso sein.

Vielleicht kennt jemand die Situation und weiß, wie wir damit
umgehen sollen und wie ich meine Tochter motivieren und
aufbauen kann.

Ich erlebe diese Situatuationen jeden Tag (weil Schulhausmeister, und die sehen bekanntlich alles :smiley: ) hier hilft nur das Problem direkt an der Wurzel zu packen, jemand muß dem Lehrer und auch der Klasse in`s Gewissen reden. Wenn ich dich richtig verstannden habe geht es ja noch um eine fünfte Klasse also die kleinsten im Schulhaus, hier könnte evtl. schon ein Gespräch mit den Vertrauensschülern und den sich behakenden Parteien helfen. Gemeinsame Projekte, können auch hilfreich sein die Klassengemeinschaft zu stärken. z.B. Sportevents, evtl. Landschulheim etc.

Sodele, ich hoffe es war etwas dabei was dir weiterhilft.

Greez

Olaf

für´s Leben lernen
Hallo Carina,

bei meiner Tochter hat es 2 Jahre gedauert, bis ihren Platz in der Hackordnung ihrer Klasse gefunden hat.

Selbstverständlich ist die Schule schwerer (altsprachlich) und
die Noten sinken. Bei meiner Tochter sinkt damit auch die
Motivation und das Selbstbewusstsein.

Und das steht im Zusammenhang mit ihren Integrationsproblemen?

Jetzt sind auch einige Mitschüler/innen dabei, die ziemliche
Zicken sind, und es bilden sich „Grüppchen“ die sich hin und
her verschieben.

Und diese Zicken gibt es immer und überall, egal welchen Alters, und sogar im Berufsleben. An der Stelle möchte ich dir raten, nur deine Tochter auf die „Zicken“ schimpfen zu lassen, und du dich mit Wertungen zurückhältst, weil das noch zusätzlich gewichtet. Damit hältst du ihr nicht den Rücken frei gegebenenfalls ihren Eindruck zu relativieren.
Gruppenbildungen ist für eine Klassengemeinschaft wichtig, weil Kinder noch nicht reif genug sind ohne Rückendeckung als Individuum Stehvermögen zu haben (es gibt auch Ausnahmen). Also muss deine Tochter sich die Gruppe suchen, zu der sie am leichtesten Zugang findet.
Hilfreich sind gemeinsame Interessen. Bei meiner Tochter war es Mangas zeichnen „hey, cool, zeig mal, ich sammle…, kennst du die Serie…“. Laß deine Tochter Klassenkameraden einladen, Gründe gibt es immer (Referate vorbereiten, Karteikasten für eine Sprache auf Vordermann bringen, lateinische Vokabeln pauken (kannst du mir ein bisschen in Latein helfen? Danach machen wir es uns mit Limo und Chips gemütlich).

Nun haben wohl die Mädchen, mit denen sie sonst immer zusammen
war, die Fronten gewechselt und nun geht die „Zickerei“ los.
Ausgrenzen, Tuscheln hinter dem Rücken - na eben die üblichen
Spielereien. Herziehen über die Familie.

Kinder sind auch nur Menschen und nicht besser wie wir Erwachsene. Die Situation mit der Ausgrenzerei ist scheußlich und schwer auszuhalten. Das kann ich gut verstehen. Aber sie geht auch wieder vorüber, da muss deine Tochter ein bisschen Geduld zeigen. Wenn sich die Grüppchen neu formieren, dann gibt es auch Rangeleien, und dann wird deine Tochter nicht das einzige Tuschelopfer sein. Nach einer gewissen Zeit hat meine Tochter festgestellt, dass die schlimmsten „Zicken“ lediglich 2 Mädchen sind, und unter den Mitläufern sind welche dabei, die so ganz nett sind. Man muss sich halt erst näher kennenlernen.

Von Lehrers Seite kann ich nicht viel Erwarten. Die Kids sind auf sich alleine
gestellt. Ich erwarte vom Lehrer eigentlich nur ein Gespräch über Miteinander
und Gemeinschaft. Auch in der Klasse.

Möglicherweise ist der Lehrer mit eben solcher Situation überfordert. Das ist wohl nicht sein Ding, Außenseiter zu integrieren und für eine bessere Klassenharmonie zu sorgen. Aber es gibt Maßnahmen für einen besseren Klassenzusammenhalt, von denen (soweit ich das weiß) Lehrer in Fortbildungen erfahren können. Da würde ich an deiner Stelle einmal nachfragen. Ich würde fragen, was bisher dafür getan wurde, was geplant ist, und würde erzählen, was du beobachtet hast, ob sich das so mit den Beobachtungen des Lehrers deckt.

Ich weiß, dass mein Kind auch kein Engel ist und manchmal
recht temperamentvoll sein kann. Worüber ich mir aber sicher
bin ist, dass sie kein „treibender Keil“ ist, sondern eher der
Mitläufer. Leider finde ich bei dem Lehrer kein offenes Ohr
für das Thema. Mein Kind leidet unter der Klassensituation und
ich weiß nicht, wie ich ihr helfen kann. Ich rede viel und
versuche ihr die Prioritäten zu zeigen.
Aber für sie ist die Klassengemeinschaft wichtig. Erschwerend
kommt hinzu, dass ich als Mutter zur Zeit bei ihr nicht so
wichtig bin. Soll ja wohl normal sein. Wir streiten auch
manchmal sehr heftig. Ich versuche aber immer im Gespräch zu
bleiben und ihr zu helfen.

Ich glaube, dass dich die Probleme deiner Tochter zu sehr mitnehmen. Dir scheint es schwer zu schaffen zu machen, dass sie sich momentan auf vielen Bereichen gleichzeitig plagt. Aber es wäre besser, wenn du an ihre eigenen Kräfte glaubst, du weniger deine Ideen miteinbringst, sondern einfach nur Anteil nimmst und sie tröstest - mehr nicht.
Ansonsten würde ich mit ihr ein paar Pläne schmieden:

  1. wie kann sie in Latein besser werden? gibt es in der Oberstufe, der sie für ein paar Euro für ein paar Stunden auf die Sprünge hilft?
  2. hat sie außer der Schule noch die Möglichkeit mit anderen Kindern zusammenzukommen? Wenn sie ihre Kontakte verteilt hat (außer Schule im Sportverein, in einer Gruppe, in der Nachbarschaft), dann bekommen Streitereien und Frusterlebnisse nicht mehr das Gewicht. „die Zicke in der Klasse kann mich mal, ich gehe jetzt zum Nachbarkind spielen“
    3.auf den Lehrer nicht mit Erwartungshaltungen zugehen, sondern versuchen mit ihm zu kooperieren. Es kann ja sein, dass er bewußt keinen Einfluß nimmt, mit der Überzeugung dass Kinder das unter sich selbst regeln.
    4.regelmäßig Klassenkameraden einladen, das ist eine unkomplizierte Imagepflege

Manchmal überlege ich, ob es richtiger wäre die Schule zu
wechseln. Dazu sind die Leistungen aber nicht schlecht genug.
Im Durchschnitt liegt sie bei 3. Nur Latein ist schlechter.
Der Wechsel ist in Berlin auch schwierig, da es wenig
Gymnasien gibt, die schon ab der 5. Klasse einschulen.

nicht schon wieder ein Wechsel. Aus den Erfahrungen sich zu integrieren ziehen Kinder bis ins Erwachsenenalter Nutzen. Manchmal müssen Schwierigkeiten überstanden werden. Da ist es unwichtig wie deine Tochter ist und wie die anderen Kinder sind. Es gilt für sie sich eine Position zu suchen ohne anderen zu schaden. Und das kann sie schaffen, wenn sie sich treu bleibt, den Mut nicht verliert, für sich ihre Rückzugsmöglichkeiten schafft und das zum großen Teil alleine übersteht.

viele Grüße
claren

Hallo,

Danke für die lieben Worte. Ich werde mir sie zu Herzen nehmen.
Es ist schwer, sein Kind loszulassen und in dieser Situation hilflos dazustehen.
Alessa und ich sind alleine (Vater verstorben), das prägte meinen Beschützerinstinkt ganz schön.

Die schlechteren Noten schwächen ganz schön ihr Selbstwertgefühl.
In den ersten vier Jahren lag der Zeugnisdurchschnitt bei 1,4. Ich habe den Eindruck, sie fühlt sich dadurch recht minderwertig. Dazu kommt, dass ich zur Zeit auch noch arbeitslos bin und finanziell nicht so gut gestellt. Uns stört das nicht, aber anscheinend ist das in der Klasse ein Thema.
Mein Gesprächsversuch mit dem Lehrer lief immer ins Leere. Da ich die Situation auch nur von einer Seite kenne kann ich mich auch nicht konkret dazu äussern.
Die Idee mit der Vertrauensperson in der Schule ist gut. Die werde ich wahrnehmen.

Nochmals vielen Dank

Carina

Hallo liebe Carina,

was Du über die Klasse Deiner Tochter berichtest läßt in mir nur allzu schlechte Erinnerungen hochkommen. Ich kann leider mit dem Tip „Lass sie in der Klasse & Zicken sind ganz normal“ nicht konform gehen.

Ich war in der 5./6. Klasse ebenfalls in so einer Klassengemeinschaft und kann mich noch lebhaft an die Gruppenbildungen, die Zicken und das Getuschel, Lästern etc. erinnern. Ich habe mich dort absolut nicht wohl gefühlt, weil ich mit dieser Art nichts anfangen kann und wurde recht bald zur Außenseiterin. Damals hat es lange gedauert, bis ich mich mit mit diesem Problem an meine Mutter gewendet habe - schließlich wusste ich, dass auch sie nur wenig ausrichten kann. Sie sprach zwar daraufhin mal mit dem Klassenleiter - aber ebenso wie bei Dir wurde sie nur abgewiesen.
Doch selbst als ich schließlich zum Gegenstand von Hänseleien etc. wurde, wurde ich nicht wirklich ernstgenommen - weder von ihr, noch vom Vertrauenslehrer oder Klassenleiter. „Das sei halt so“ und " ganz normal".

Dazu muss ich sagen, dass ich wirklich ein ganz normaler Teenager war, der lediglich in dieser Zickenbande keinen Platz für sich sah! Diese beiden Jahre waren wirklich absoluter Horror für mich!!

Schlagartig besser wurde es, als in der 7. Klasse die Schüler neu verteilt wurden (wegen der neuen Sprache Englisch, Latein oder Französisch). Und siehe da: Plötzlich kam ich in eine neue Klassengemeinschaft, in der ich auf Anhieb drei neue Freundinnen fand! Absolut liebe Mädels, auf die man sich (auch heute noch) immer verlassen kann.

Bitte, liebe Carina, nimm Deine Tochter ernst. Es muss ihr ja nicht unbedingt genauso gehen, wie mir damals. Aber wenn sie selbst dafür ist die Klasse bzw. Schule zu wechseln, dann ermögliche ihr es bitte…
Kinder in dieser Altersgruppe können sehr grausam zueinender sein - und auch die Gruppendynamik und Gruppenzwang darf man nicht unterschätzen… Es ist schwer da mit 11 Jahren dagegen anzukämpfen…

Alles Liebe
Stefanie

Hallo!

Eventuell habt ihr auf eurer Schule auch Mediatoren? Die gibt’s ja jetzt mittlerweile schon auf ganz vielen Schulen in Berlin und hier bei uns (Kant-Gymnasium in Spandau) haben sie auch viel gebracht. Wenn ihr welche habt, könnt ihr ja vielleicht mal ein Klassengespräch mit ihnen organisieren, dabei kommen dann nämlich teilweise ganz neue Sachen raus und einige trauen sich dann auch mehr, ihre wirkliche meinung zu sagen, weil die Mediatoren eben dabei sind.

Wünsch dir und deiner Tochter dabei auf jeden Fall noch viel Glück!
Liebe Grüße Cleo

Hallo, Cleo

auf der Grundschule in Charlottenburg hatten wir auch so ein Projekt.
War auch zwingend erforderlich.
Auf dem Goethe-Gymnasium gibt es sowas noch nicht. Kannst Du mir vielleicht ein paar Tipps geben, wie man sowas anleiert?

Liebe Grüße

Carina

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Carina,

du könntest mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport Berlin Kontakt aufnehmen:
http://www.senbjs.berlin.de/schule/gewaltpraevention…
da würde ich mich erkundigen, unter welchen Voraussetzung mit deren Unterstützung zu rechnen ist, und wie Fortbildungsmaßnahmen von Schulen wahrgenommen werden (auf Eigeninitiative der Schulen oder durch Entscheidung von diese Senatsverwaltung).
In unserer Stadt kann eine Schule sich Sozialpädagogen zu Hilfe holen, die an Stelle eines Vertrauenslehrers Vorort eine Situation einschätzen und entsprechend eingreifen, mit Schülern Gespräche führen, Lehrer beraten, Psychologen dazuholen, wenn es sein muss.
Aber ich denke, dass du im Alleingang nur mit Informationen versorgt wirst, und nichts bewirken kannst. Deshalb solltest du mit dem Elternbeirat der Schule Kontakt aufnehmen und vorschlagen, dass Lehrer angebotene Fortbildungsmaßnahmen Inanspruch nehmen, um besser auf solche Situationen reagieren zu können.

So wünsche auch ich dir und deiner Tochter alles Gute.
viele Grüße
claren

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Vielleicht kennt jemand die Situation und weiß, wie wir damit
umgehen sollen und wie ich meine Tochter motivieren und
aufbauen kann.

Hallo Carina,

ich denke die Situation kennen viele, die Kinder haben. :wink:

Du kannst davon ausgehen, daß es tatsächlich normal ist, sicher nur in der Ausprägung verschieden stark und natürlich gehen die Mädchen - denn unter denen ist das meist schlimmer als bei den Jungen - auch verschieden damit um.

Deshalb meine drei Ratschläge:

Umschulen nur, wenn das Kind Dich inständig bittet. Zum einen kann man den Kindern nicht immer alle Steine aus dem Weg räumen, zum anderen weißt Du ja nicht, ob es in der neuen Klasse besser wäre. Geht der Wechsel nämlich schief, dann fühlt sich Deine Tochter erst Recht mies.

Suche der Lütten was außerhalb der Schule. Eine Gruppe…sei es Sport, eine Jugendband, Theater oder was anderes freizeitmäßiges (mein Sohn ist ja superglücklich bei den Pfadfindern und meistert mit der Anerkennung und dem dortigen Gruppenhalt sämtliche Widrigkeiten schulischen Mobbings, außerdem kommt er relativ preiswert ganz gut rum ), gerade Berlin dürfte ausreichend Möglichkeiten bieten. Die Kinder lernen dadurch die Schule nicht als Mittelpunkt oder einzigen Lebensinhalt zu sehen.

Lebe Deiner Tochter vor, daß es wurscht ist, was die Nachbarn…oder eben Klassenkameraden sagen. Ein eigenes Profil zu entwickeln ist eben manchmal hart…aber ich denke es lohnt sich.

Gruß Maid :smile: