Schwimmbad

Wir sind momentan am Hausumbau, und werden ein Schwimmbad einbauen. Dieses möchten wir jedoch derart mit einer Abdeckung ausstatten, dass wir das abgedeckte Bad auch als Partyraum nutzen zu können.

Leider haben wir bis jetzt nichts vergleichbares gefunden, die meisten Abdeckungen sind nur bedingt begehbar… Und Hubböden sind viel zu teuer (± 70.000 Euro)

Hat ev. jemand eine Idee wie man dies noch gestalten könnte?

Vielen Dank im Voraus

Hallo,
die Frage ist ja auch, wie groß wird das Becken.

Okay, mal ein preiswerter Lösungsansatz, nicht gleich hauen wenn´s nicht gefällt :wink:

Man könnte zum Beispiel Aussparungen für Holzträger in den Beckenrand machen (es gibt so Holzträger aus 2 Balken zwischen denen ein gewelltes Holzbrett liegt, die sind in eine Richtung sehr druckstabil aber trotzdem leicht - evtl. bei einer Zimmerei zu bekommen), wenn man die im Abstand von (?) 1 Meter (über die kurze Seite) einzieht und dann Bretter drüber legt(die kann man ja in 4eckige Platten verbinden, so das die einzelnen Platten dann verrutschungssicher gegeneinander liegen mit Metallwinkeln auf den Trägern und Beckenrand als Führung oder so…)…

Natürlich muß man dann sehr auf Holzschutz achten, am besten mit Kesseldruckimprägnierten Holz arbeiten… Günstige Bretter (kesseldruckimpragniert) bekommt man übrigens bei Zimmereien oder Bauholzhandel, wenn man Schalungsbretter kauft, die muß man dann allerdings erst noch abschleifen, damit man nicht nachher Splitter im Finger hat.

So in die Richtung würde ich gehen… In einer Bauschreinerei oder Zimmerei ist man mit so einer Frage bestimmt auch gut aufgehoben.

Grüße

Chris

Hallo,
die Frage ist ja auch, wie groß wird das Becken.

Ups, sorry, hab ich ganz vergessen :frowning:
Also der Raum wird 10m x 5m gross sein, wie gross das Becken im Endeffekt wird, liegt noch nicht fest… Aber ich denke mal es wird max. 9m x 4m eher weniger…

Man könnte zum Beispiel Aussparungen für Holzträger in den
Beckenrand machen (es gibt so Holzträger aus 2 Balken zwischen
denen ein gewelltes Holzbrett liegt, die sind in eine Richtung
sehr druckstabil aber trotzdem leicht - evtl. bei einer
Zimmerei zu bekommen), wenn man die im Abstand von (?) 1 Meter
(über die kurze Seite) einzieht und dann Bretter drüber
legt(die kann man ja in 4eckige Platten verbinden, so das die
einzelnen Platten dann verrutschungssicher gegeneinander
liegen mit Metallwinkeln auf den Trägern und Beckenrand als
Führung oder so…)…

Ja, in die Richtung hab ich auch schons gedacht, nur anstelle vom Holz Metallplatten… Obs realistisch ist, keine Ahnung, jedenfalls bei 4m in der Breite wirds doch schon arg schwer, egal ob Holz oder Metall…
Ausserdem, wenn das öffnen und Schliesen zu schwer ist, wirds wohl darauf hinaus laufen, dass es entweder immer offen oder immer geschlossen ist… Deshalb würde ich einer Lösung mit el. Antrieb den Vorzug geben.

Was ich mir gerade in diesem Zusammenhang überlege, ist eine Erweiterung der selben Idee. Nur eine grosse (Metall-)platte zu nehmen, und diese el. zur Seite bewegen. Im anschliessenden Garten wäre genügend Platz, jedoch erschwert es die Konstruktion des Anbaus, in welchen das Bad hinein soll, da die Platte ja dann durch die Wand ins Freie müsste… Ausserdem, auch wenn im Garten der Platz verhanden ist, so wird im Zweifelsfall doch irgendwann irgendetwas im Weg sein und das Oeffnen des Beckens behindern :frowning:

Oder wäre es möglich die Verschlussplatte anstatt horizontal zu bewegen, einfach anzuheben? Probleme die ich sehe, sind erstens die Hubkonstruktion, zweitens diese Damokles Schwert über dem Schwimmenden. Falls diese Platte runterrauscht… Hm, wohl doch nicht so sinnvoll… :frowning:

Optimal wäre so ein Rolladensystem, welches die entsprechende Tragfähigkeit besitzt, doch woher nehmen?

Grüße
Chris

Auf jeden Fall, Danke für deine Anregung
Tgellan

Hallo!

Wir sind momentan am Hausumbau, und werden ein Schwimmbad
einbauen. Dieses möchten wir jedoch derart mit einer Abdeckung
ausstatten, dass wir das abgedeckte Bad auch als Partyraum
nutzen zu können.

Einiges spricht dafür, daß solche Lösung trotz allen Aufwands nur halber Kram bleiben wird. Die Anforderungen an ein Schwimmbad sind nun einmal andere als an einen Partyraum. Beides nebeneinander in unterschiedlichen Bereichen kann dagegen gut funktionieren. Du wirst Dich herzlich bedanken, wenn auf einer Abdeckung des Schwimmbeckens herumgetobt wird, Getränke, Speisen, vielleicht auch Scherben herunterfallen und Du den ganzen Kram hinterher schrubben mußt, ohne daß Teile der erwähnten Sachen oder Reinigungsmittel ins Wasser gelangen. Es ist auch keine gute Idee, einen Raum, der in seiner Funktion als Schwimmbad barfuß begangen wird, für Straßenschuhe von Partygästen frei zu geben. Man wird vernünftigerweise immer versuchen, vom Schwimmbad, seinem Wasser und seiner unmittelbaren Umgebung Verschmutzungen aller Art fern zu halten. Andernfalls wird jeder Pool zuckzuck zum Dreckloch.

Deshalb halte ich die Idee der Mehrfachnutzung einer Poolfläche für eine Schnapsidee, die die Nutzbarkeit des Schwimmbades und die Hygiene unzumutbar einschränkt. Wer das nicht glaubt, sehe sich einen Partyraum am nächsten Tag an, selbst wenn dort nur zivilisierte Leute in Straßenkleidung und Straßenschuhen zu Gast waren und keine Vandalen. Ich lebte lange genug in einer Wohnanlage mit eigenem Schwimmbad, um zu wissen, daß man restlos alles, was mit normaler Straßenkleidung, mit Mahlzeiten, Krümeln und Getränken zu tun hat, strikt vom Poolbereich trennen muß.

Darüber hinaus muß man sogar die Luft des Schwimmbades von übrigen Bereichen des Hauses trennen. Trotz Abdeckung ist die Luftfeuchtigkeit in einem Schwimmbad immer höher als in anderen Bereichen eines Hauses. Deshalb ist zwischen Schwimmbad und dem Rest des Hauses immer eine Schleuse zweckmäßig, deren Türen geschlossen zu halten sind. Oft sind es sogar mehrere vorgeschaltete Schleusen, die zum Umkleiden, zum Duschen, als Ruhe- oder Fitnessräume dienen. Wenn man die Türen längere Zeit nicht geschlossen hält, verschimmelt Dein Haus. Wenn man aber Partygäste im Raum des Schwimmbades sozusagen gefangen hält, werden sie es in Straßenkleidung nicht lange aushalten, weil die Luft zu feucht ist.

Wenn es ein Schwimmbad sein soll, dann baue kompromisslos ein Schwimmbad mit feinster Belüftungstechnik und guter Technik zur Wasserreinhaltung, aber nichts mit Mehrfachnutzung. Immer mit dem oben erwähnten Schleusengedanken im Hinterkopf, kann man ein Schwimmbad an anderweitig genutzte Bereiche angrenzen lassen.

Die Idee mit dem Partyraum war mal in den 60ern bis 80ern der Hit. Dafür wurden vorzugsweise Kellerräume hergerichtet, weil die Hausfrau die Gästehorde nicht im Wohnzimmer haben wollte. Kellerräume sind aber zumeist ungeeignet für wohnähnliche Zwecke und als Folge roch die Einrichtung solcher Partykeller recht bald muffig. Nutzen wollte deshalb den Raum keiner mehr und so wurde er zur Rumpelkammer. Ist genau so millionenfach passiert und mit einem Schwimmbad als Partyraum würde es Dir ähnlich ergehen, weil selbst ein ausreichend stabil abgedecktes Schwimmbecken keinen Ort abgibt, an dem man sich aufgrund des Klimas aufhalten mag.

Gruß
Wolfgang

Hallo!

Also der Raum wird 10m x 5m gross sein, wie gross das Becken
im Endeffekt wird, liegt noch nicht fest… Aber ich denke mal
es wird max. 9m x 4m eher weniger…

Mit den Maßen hast Du rundherum nur 50 cm Platz. Das ist viel zu wenig. Dabei stößt man schon mit dem Kopf an die Wand, wenn man sich aus dem Becken schwingt. Über Gänge unterhalb von 1 m Breite denke bitte gar nicht erst nach. Abgesehen davon kann man den Bau eines Beckens so geringer Länge gleich bleiben lassen. Solche Abmessungen reichen als Planschbecken, aber Du sprachst von einem Schwimmbad. Wenn Du auf einer Seite anfängst, Dich abstößt, bringst Du bis zur gegenüber liegenden Seite kaum drei Schwimmzüge zustande. Es müssen keine Beckenmaße für Olympische Spiele sein, aber zu deutlich unter etwa 20 m Beckenlänge wirst Du sehr bald bereuen, für untauglichen Spielkram Geld ausgegeben zu haben.

Ein Raum mit 50 m² gibt einen guten Wohn- oder Hobbyraum her, aber ein auch nur geringen Ansprüchen genügendes Schwimmbad braucht eine ganz andere Größenordnung.

Gruß
Wolfgang

Also der Raum wird 10m x 5m gross sein, wie gross das Becken
im Endeffekt wird, liegt noch nicht fest… Aber ich denke mal
es wird max. 9m x 4m eher weniger…

Mit den Maßen hast Du rundherum nur 50 cm Platz. Das ist viel
zu wenig. Dabei stößt man schon mit dem Kopf an die Wand, wenn
man sich aus dem Becken schwingt. Über Gänge unterhalb von 1 m
Breite denke bitte gar nicht erst nach.

Wie gesagt, die Abmessungen liegen noch nicht fest, und falls es zu etwas wie 9m x 4m kommen sollte, war eher geplant nur an zwei Seiten einen Rand zu lassen. Die beiden anderen Seiten sollten dann halt eben mit der Raumwand abschliesen. Somit ergibts den 1m Rand den du bereits erwähntest… :wink: Falls dies nicht sinnvoll ist, lass ich mich gern dementsprechend belehren…

Abgesehen davon kann
man den Bau eines Beckens so geringer Länge gleich bleiben
lassen. Solche Abmessungen reichen als Planschbecken, aber Du
sprachst von einem Schwimmbad.

Naja, es lebt halt nicht jeder auf dem Land wo man Baugrund für nen Appel und n Stück Brot bekommt :frowning: Ausserdem von wegen Baugenehmigung ist dies das absolute Maximum, und Freibad ist auch nicht optimal, da das Bad ganzjährig nutzbar sein sollte.
Ausserdem gibts ja auch noch die Möglichkeit einer Gegenstromanlage…

Trotzdem danke für alle Hinweise

Hallo!

Wie gesagt, die Abmessungen liegen noch nicht fest, und falls
es zu etwas wie 9m x 4m kommen sollte, war eher geplant nur an
zwei Seiten einen Rand zu lassen. Die beiden anderen Seiten
sollten dann halt eben mit der Raumwand abschliesen.

Jeder muß selbst wissen, was er tut und läßt, aber bei solchem Vorhaben entsteht eine Konstruktion, wie ich sie besonders „liebe“ und die man vorzugsweise in Treppenhäusern antrifft: Wand- und Deckenabschnitte, evtl. auch mit Fenstern und elektrischen Einrichtungen, die nur mit Gerüstbau und größerem Aufwand zugänglich sind. Ich würde immer versuchen, unzugängliche Wände zu vermeiden. Abgesehen davon ergibt sich nach meinem Geschmack ein sehr unfreundlicher Anblick, zumal für den Schwimmer, wenn es keinen umlaufenden Weg gibt und man auf 2 Seiten nur auf eine hohe Wand guckt. Wenn der ganze Rest großzügig bemessen ist, mag das angehen, aber nicht in der geplanten räumlichen Enge.

Um nachzuvollziehen, was ich meine, kannst Du die angedachte Bauweise mit einer semiprofessionellen Software wie z. B. Arcon zu Papier bzw. Festplatte bringen, dann einmal virtuell den Raum durchschreiten und Dich dabei in die Position des Schwimmers etwa auf Fußbodenhöhe mit Blick auf die Wand begeben. Mit dem PC ist auch der Vergleich schnell gemacht, einmal mit ausreichend breitem Rand rund ums Becken und einmal das Becken in der Raumecke.

Naja, es lebt halt nicht jeder auf dem Land wo man Baugrund
für nen Appel und n Stück Brot bekommt…

Dann sollte man akzeptieren, daß sich nicht jedes Grundstück für beliebige Vorhaben eignet.

-( Ausserdem von wegen Baugenehmigung ist dies das absolute Maximum…

Zumindest in der Bauordnung Mecklenburg-Vorpommerns kann ich keine Beschränkungen für die Abmessungen einer privaten Badegelegenheit finden. So weit kommts noch… :smile:.

Gruß
Wolfgang

Hallo,
ich finde die Aussage über die Größe etwas überzogen.
Ein Becken unter 20 m ist auch gut nutzbar.
Wir haben seit 20 Jahren ein Becken von 8X4 m und haben immer noch Spaß.
An der Technik sollte nicht gespart werden und eine gute Gegenstromanlage verlängert das Becken ungemein.
Zu der Abdeckung:
wie währe eine Holzkonstruktion Tragebalken und Dielenbretter überzogen mit einer z.B. Gummimatte (damit nicht durchfällt und gut zu Reinigen).
Das Ganze an einer Längsseite mit Scharnieren versehen und über einen Flaschenzug senkrecht an die Wand gezogen.