Hallo,
ich hoffe hier kann mir jemand vielleicht aus eigener Erfahrung oder vom Fach weiterhelfen.
Ich bin seit Ende Februar aufgrund von Schwindel krankgeschrieben und leider findet sich keine Ursache.
Anfangs bekam ich ca. 1 x die Woche in ruhigen Momenten eine Art Hitzewallung und dann wurde mir schwindlig und übel. Hab es auf momentanen Stress (Haussanierung etc.) geschoben. Dann konnte ich keine wichtigen Termine mehr wahrnehmen (Baubesprechungen oder Bankgespräche) weil mein Herz raste und der Schwindel + starke Übelkeit schon merklich stärker wurden.
Dann kam ein Tag auf der Arbeit an dem ich mich kaum halten konnte, mir speiübel war und ich sofort zum Hausarzt fuhr, weil ich das Gefühl hatte ich kipp jeden Moment um. Der hängte mich sofort ans EKG, verschrieb mir Metroprolol 50 mg und MCP Tropfen und schickte mich zum Kardiologen. Zu dieser Zeit war der Schwindel noch unregelmäßig da und es vergingen zwei Wochen bis ich ein 24 h EKG und ein 24 Blutdruckgerät bekam.
Die Auswertung waren ein paar Extrasystolen und das mein Blutdruck nachts höher war als am Tage und mir Bluthochdruck diagnostiziert wurde. (Hatte ich bisher noch nie, der war sonst immer zu niedrig). Der Kardiologe schrieb in seinen Arztbericht ‚‚Extreme Muskelverspannungen‘‘ und riet mir zu einem Physiotherapeuten. Mein Hausarzt war allerdings wenig angetan von der Diagnose und schickte mich zum Orthopäden und zum Augenarzt. Mittlweile war der Schwindel immer da, ich wachte nachts alle zwei Stunden auf vor Schwindel und nahm vier Kilo ab. Der Orthopäde umfasste einmal meinen Hals, drehte ihn einmal nach links und rechts, röntge die HWS und meinte: da ist nichts, ich kann ihnen nicht helfen. Ich war den Tränen nahe, keine Idee, kein Rat nur in fünf Minuten abgefertigt. Inzwischen bekam ich vor jedem Arzttermin Panikattacken, volle Wartezimmer, die starke Übelkeit und das Gefühl der Benommenheit machten jeden Arztgang zur Qual.
Ich setzte alle Hoffnung in den Augenarzt, aber wie erwartet fand der auch nichts. Meinem Hausarzt gefiel die Idee mit dem Physiotherapeuten immer noch nicht, er wollte das sich ein Onkologe meine Blutwerte erstmal genauer ansieht. Es wurden in den letzten 1,5 Monaten 3 x Blutwerte bestimmt und meine Leukozyten stiegen bei jedem der dreimale (11,4; 13,2; 13,9), allerdings hatte ich zwischen den beiden letzten Blutabnehmen auch eine Grippe. Auf der Überweisung zum Onokologen steht ‚Verdacht auf Leukämie‘. Dies, so hat mir mein Hausarzt erklärt, steht dort aber nur weil er sonst nicht wüsste auf was er tippen soll.
Beim Onkologen habe ich nun am Donnerstag Blut abnehmen lassen und nächste Woche Mittwoch erst wieder einen Termin. Solangsam hängt aber auch mein Job an der Sache und ich wollte nichts unversucht lassen und hab mir selbst einen Termin beim Physiotherapeuten geholt. Der Termin war Freitag, ich erzählte von dem Schwindel und er machte einen Test in dem ich auf dem Rücken lag, er meinen Kopf in beide Hände nahm und sozusagen mein Ohr zur Schulter geführt hat. Ich sollte laut bis 45 zählen und schon bei 15 konnt ich vor Schwindel nicht mehr und hatte ein Gefühl wie ‚‚Wasser in den Ohren‘‘, das Gefühl war beidseitig so und er hat sofort aufgehört und gemeint das zeigt auf die Arteria Vertebralis, das damit was nicht stimmt. Er hat dann 20 min. massiert, wobei mir durchgängig schwindlig war und danach musst ich mich wirklich zusammenreißen um mich nicht zu übergeben.
Kann der plötzliche hohe Blutdruck, meine Übelkeit und mein ständiger Schwindel mit solch einer Arterie zusammenhängen? Welche Möglichkeiten einer Untersuchung sind dann wichtig und wie laufen die ab? Ich war schon teilweise soweit mich in ein KKH einliefern zu lassen weil ich nicht das Gefühl hab das es vorwärts geht, ich manchmal gefühlterweise kurz vor einem Nervenzusammenbruch stehe und teilweise hab ich sogar das Gefühl das ich wie ein Simulant dastehe.
Hat jemand einen Rat für mich oder schonmal Probleme gehabt die meinen gleichen?
LG