Schwindel und Übelkeit

Hallo,

also zunächst, ich war schon bei einer Ärztin und übermorgen macht sie auch ein Blutbild. Wollte trotzdem mal die Gemeinde fragen. Vor acht Tagen wachte ich füh morgens auf und mir wurde bei der ersten Bewegung bös schwindelig. Da ich das vor Jahren schon mal hatte und es damals bald auch wieder weg ging, wartete ich erst mal ab. In der Zwischenzeit ist es aber so, das ich nachts vom Schwindelgefühl aufwache, wenn ich mich auf die rechte Seite drehe. Also wahrscheinlich Lagerungsschwindel. Nur ist es leider auch so, daß ich vormittags kaum noch in die Gänge komme, immer leichten Seegang habe, mir dabei/dadurch leicht übel ist und ich mich kaum vernünftig konzentrieren kann. Irgendwie wie auf Valium (nur nicht so schön und viel länger *g*). Ab dem frühen Nachmittag wird es besser, gestern Abend war mir auch liegend nicht mehr schwindelig, im laufe der Nacht ging alles wieder von vorne los. Blutdruck war gestern Nachmittag (wohl weil ich zu wenig gegessen hatte) leicht erniedrigt.

Kennt das jemand? Es wäre vielleicht noch zu erwähnen, daß ich 36 Stunden bevor der Schwindel auftrat an einem Pilates-Probetraining teilgenommen habe. Gibt es da ev. einen Zusammenhang, ev. Halswirbel.

Kreiselnde Grüße

Avera

Hallo,

wie lautet denn die vorläufige Diagnose deiner Ärztin?

Gruß

Phoebe

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Die hatte keine,ich bin dort eh nur hingegangen, weil ich das Blutbild wollte. Mit einer Diagnose habe ich auch nicht gerechnet. Ich hatte mich im Internet bereits über Lagerungsschwindel informiert. Sie meinete aber ich wäre noch nicht „verkalkt“.

LG

Avera

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Lagerungsschwindel
Hallo Avera!

Eine der häufigsten Schwindelursachen ist der Lagerungsschwindel. Ursache sind soweit man weiß abgelöste Kristalle von den Bewegungssensoren des Gleichgewichtsorganes, die bei Kopf- und Körperbewegungen einen typischen kurzanhaltenden Drehschwindel verursachen. Länger anhaltender Drehschwindel ist nicht unbedingt typisch, eine gewisse anhaltende Grundübelkeit sieht man allerdings nicht selten.

Die Diagnose ist im klassischen Fall durch Lagerungsprüfungen leicht gestellt (kann man zur Not auch selber machen: Bett freiräumen, an Bettkante sitzen, Kopf nach rechts drehen und auf die linke Körperhälfte fallen lassen. Kommt es hierbei ein paar Sekunden später kurzzeitig zu Drehschwindel, so liegt sehr wahrscheinlich ein Lagerungsschwindel vor, der durch das linke Ohr verursacht wird. Beim Aufrichten kann es dann erneut zu Schwindel kommen. Entsprechendes gilt für die Gegenseite.)

Es gibt verschiedene Methoden der Behandlung, zum Beispiel die Lösungsmanöver nach Epley und Semont http://www.neuro24.de/s3.htm , denen insbesondere in der neurologischen Fachliteratur eine hohe Wirksamkeit zugeschrieben wird.

Insgesamt ist es besser, sich dem Schwindel zu „stellen“, da so die Beschwerden schneller zurückgehen.

Ein Zusammenhang zwischen Nackenproblemen und Schwindel ist möglich. Da ich aber nicht so genau weiß, was man bei diesem Pilates-Zeug macht, außer, daß es alle momentan machen, kann ich dazu leider nicht viel sagen.

Gute Besserung & Gruß
Peter

Lieber Kollege
Zunächst erst einmal vielen Dank (und Sternchen!) von mir - ich hab mich nämlich gewundert, dass ich miorgens bei meinen üblichen Übungen, die ich schon im Bett beginne, seit etwa einem halben Jahr so ein kurzdauernder Schwindel auftriit. Da ich in einigen Tagen 55 Jahre alt werde, habe ich das

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Hallo lieber Branden,

mein zartes Alter liegt bei 43. Angst- und Panikatacken sind es nicht. Es ist „einfach“ ein fieser, auch schon mal 60 Sekunden (kommt mir dann vor wie eine Ewigkeit) anhaltender Schwindel, hauptsächlich eben beim Umdrehen im Bett. Das wäre ja alles noch auszuhalten, wären da nicht diese Symptome tagsüber. Am schlimmsten ist dieses „gedopte“ Gefühl und die latente Übelkeit.

Ist aber doch schön, daß wenigstens Dir durch mein „Leiden“ ein wenig Klarheit zu teil wurde :wink:).

LG

Avera

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Hallo Peter,

danke für den Link, den werde ich gleich mal „studieren“.

Das es Lagerungsschwindel ist, hoffe ich ja auch immer noch und den Test hatte ich auch schon durchgeführt, mit positivem Ergebnis. Wie lange dauert so etwas in der Regel? Kann das ganze auch irgendeine Art von Entzündung als Ursache haben? Ich bin nämlich überdies z.Zt. dermaßen fertig, daß ich schlafe, wann immer ich kann. Dann noch Vormittags die Schwindelbeschwerden, das läßt mich nicht vor 11.00 Uhr ins Büro kommen und selbst dann fahre ich noch gut zwei Stunden auf weniger als halber Kraft.

LG

Avera

Eine der häufigsten Schwindelursachen ist der
Lagerungsschwindel. Ursache sind soweit man weiß abgelöste
Kristalle von den Bewegungssensoren des Gleichgewichtsorganes,
die bei Kopf- und Körperbewegungen einen typischen
kurzanhaltenden Drehschwindel verursachen. Länger anhaltender
Drehschwindel ist nicht unbedingt typisch, eine gewisse
anhaltende Grundübelkeit sieht man allerdings nicht selten.

Die Diagnose ist im klassischen Fall durch Lagerungsprüfungen
leicht gestellt (kann man zur Not auch selber machen: Bett
freiräumen, an Bettkante sitzen, Kopf nach rechts drehen und
auf die linke Körperhälfte fallen lassen. Kommt es hierbei ein
paar Sekunden später kurzzeitig zu Drehschwindel, so liegt
sehr wahrscheinlich ein Lagerungsschwindel vor, der durch das
linke Ohr verursacht wird. Beim Aufrichten kann es dann erneut
zu Schwindel kommen. Entsprechendes gilt für die Gegenseite.)

Es gibt verschiedene Methoden der Behandlung, zum Beispiel die
Lösungsmanöver nach Epley und Semont
http://www.neuro24.de/s3.htm , denen insbesondere in der
neurologischen Fachliteratur eine hohe Wirksamkeit
zugeschrieben wird.

Insgesamt ist es besser, sich dem Schwindel zu „stellen“, da
so die Beschwerden schneller zurückgehen.

Ein Zusammenhang zwischen Nackenproblemen und Schwindel ist
möglich. Da ich aber nicht so genau weiß, was man bei diesem
Pilates-Zeug macht, außer, daß es alle momentan machen, kann
ich dazu leider nicht viel sagen.

Gute Besserung & Gruß
Peter

Liebe Avera

mein zartes Alter liegt bei 43.

Na, dann sag ich ja fast schon: Welcome to the club!

Ist aber doch schön, daß wenigstens Dir durch mein „Leiden“
ein wenig Klarheit zu teil wurde :wink:).

Ja :wink: und es sollte dann für uns beide hilfreich sein, was der Kollege Peter geschrieben hat.
Es grüßt Dich
Branden

Hallo Avera!

Vielleicht wäre es doch sinnvoll, Dich mit Deinen Beschwerden mal beim Neurologen oder HNO vorzustellen. In der direkten Untersuchung kann man natürlich unter einer Brille, mit der die Fixation ausgeschaltet wird (Frenzel-Brille) anhand der charakteristischen Augenbewegungen (Nystagmen) die Ursache noch weiter ergründen.
Auch können Dir die Lösemanöver direkt besser gezeigt werden. Gerade beim Semont-M. werfen viele Neurologen die Leute ja mit ordentlich Schwung herum.
Die Neurologen geben sehr hohe Erfolgsquoten dieser Manöver an(> 70 % an). Bei mir müssen wohl immer die anderen 30 gewesen sein, denn meiner Erfahrung nach halten die Beschwerden schon einige Tage an.

Gruß
Peter

Hallo Peter,

wenn es denn gar nicht weggehen will, werde ich wohl diesen Weg beschreiten. Das „Berfreiungsmanöver“ (großartiges Wort!) habe ich bereits gestern Abend vollzogen. Zumindest die Nacht war danach recht erträglich und das Dopinggefühl kam diesmal erst am Nachmittag. Ich denke, es geht voran.

Vielen Dank nochmal

Avera

PS: ich tu mich auch immer etwas schwer mit dem Gang zum Arzt, weil die guten so schwer zu finden sind. Beim letzten Schwindel hieß es nur: „ach das geht schon wieder weg. Wenn es aber in vier Wochen noch da sein sollte, dann müssen wir mal weiter sehen.“ Nix von hin und her schmeißen oder Brille :frowning:, war auch ein Neurologe.

Vielleicht wäre es doch sinnvoll, Dich mit Deinen Beschwerden
mal beim Neurologen oder HNO vorzustellen. In der direkten
Untersuchung kann man natürlich unter einer Brille, mit der
die Fixation ausgeschaltet wird (Frenzel-Brille) anhand der
charakteristischen Augenbewegungen (Nystagmen) die Ursache
noch weiter ergründen.
Auch können Dir die Lösemanöver direkt besser gezeigt werden.
Gerade beim Semont-M. werfen viele Neurologen die Leute ja mit
ordentlich Schwung herum.
Die Neurologen geben sehr hohe Erfolgsquoten dieser Manöver
an(> 70 % an). Bei mir müssen wohl immer die anderen 30
gewesen sein, denn meiner Erfahrung nach halten die
Beschwerden schon einige Tage an.

Gruß
Peter