Schwindelanfälle

Hallo,
bei mir traten vor ca. 7 Wochen morgens beim Aufstehen plötzlich Schwindelanfälle auf, die nicht länger als höchstens 10 Sekunden anhielten. Seit dieser Zeit passiert das regelmäßig, sobald ich den Kopf von der Senkrechten in die Waagerechte bringe und umgedreht. Tagsüber, wenn ich mich bewege oder stehe, passiert nichts. Der Neurologe, den ich aufsuchte, sagte mir, dass ich als Therapie jetzt diese Schwindelanfälle mit entsprechenden Übungen regelrecht provozieren müsse (ggf. bis zum Erbrechen), damit sie dann aufhörten. Er meinte, es käme wohl von der HWS und sei zwar sehr unangenehm, aber eigentlich harmlos. Da mir die Ursache und Zusammenhang immer noch nicht recht klar sind, würde ich auf diesem Weg gerne mehr darüber erfahren, vor allem, wie lange man hier noch zuwarten soll und ob ggf. ein Chiro-Praktiker helfen kann.
Eine schnelle Antwort wäre toll, und ich sage jetzt schon danke!!

Hallo chatnoire!

Warst Du schon mal bei einem HNO-Arzt?
Die Ursachen von Schwindel sind sehr vielfältig, und oft schwierig zu finden. Das Innenohr ist auch ein möglicher Auslöser. Ich würde da nichts unversucht lassen.

Gruß
Stefanie.

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Hallo Chatnoire,

so ganz habe ich es nicht verstanden: Tritt der Schwindel dann auf, wenn Du aus dem Bett (oder auch aus dem Stuhl) aufstehst? Oder tritt er auch im Stehen auf, bzw. immer dann, wenn Du den Kopf zur Seite und zurück bewegst, also unabhängig vom Aufstehen?

Im ersteren Falle wäre das eher eine Orthostase, also ein Blutdruckabfall beim Übergang zum Stehen. Die meisten werden es schon mal erlabt haben, daß es einem beim Aufstehen schwummerig wird. Den Blutdruck „normal“ zu messen bringt nichts, man muß ihm (zusammen mit dem Puls) unmittelbar nach dem Übergang Liegen->Stehen messen (heißt etwas pathetisch: „Schellong-Test“). Ursachen sind multipel . 1) nimmst Du irgendwelche Medikamente; 2) trinkst Du auch genug? (Probeweise mal einen halben Liter mehr am Tag, daas kann das Problem häufig schon lösen).

Oliver

Hallo Oliver,

danke für die prompte Antwort. An ein Kreislaufproblem habe ich zuerst auch gedacht und bin zum Blutdruckmessen gegangen. Der Blutdruck war relativ hoch (170/100 und so ähnlich in den nächsten Tagen). Ein anschließendes großes Blutbild beim Arzt zeigte jedoch normale Werte.Der Blutdruck zeigte dann wieder ziemlich normale bis leicht erhöhte Werte.

Ich habe diese Schwindelanfälle regelmäßig beim Hinlegen, d.h. aus dem Sitzen zum Liegen und umgekehrt. Wenn der Anfall vorbei ist, passiert nichts mehr, bis ich mich z.B. wieder setze. Manchmal werde ich auch schwindelig, wenn ich im Liegen den Kopf von rechts nach links drehe. Vom Sitzen zum Stehen passiert nichts, weil der Kopf ja in der Senkrechten bleibt.Ich habe vorher noch nie so etwas gehabt und jetzt ist dieses eklige Schwindelgefühl jederzeit reproduzierbar…

Der Neurologe tippt auf Halswirbelsäule, aber ich verstehe da den Zusammenhang nicht genau. Dass es vom Innenohr kommt, schließt er aus.

Ich würde mich freuen, wenn mir durch diese Hinweise noch etwas weiter geholfen werden könnte.

Viele Grüße
Chatnoire

Hallo Stefanie,

danke für die Anregung. Der Neurologe meint zwar, es käme nicht vom Innenohr, aber ich denke auch, dass ein Besuch beim HNO-Arzt nicht schaden könnte. Vielleicht kann er weiterhelfen.

Viele Grüße
Chatnoire

Hallo Chatnoire,

Ich habe diese Schwindelanfälle regelmäßig beim Hinlegen, d.h.
aus dem Sitzen zum Liegen und umgekehrt. Wenn der Anfall
vorbei ist, passiert nichts mehr, bis ich mich z.B. wieder
setze. Manchmal werde ich auch schwindelig, wenn ich im Liegen
den Kopf von rechts nach links drehe.

Bitte gehe unbedingt zum Spezialisten und lass ein Kernspin machen !
Mit der HWS ist absolut nicht zu spaßen und deine Symptome könnten darauf hindeuten, das da etwas im aregn liegt, wie dein Neurologe ja auch schon anmerkte.
Umso weniger verstehe ich allerdings, dass er dich nicht zum Facharzt schickt.

Bei mir hat es mit der HWS ähnlich angefangen, bis ich dann eines Morgens über meiner Zeitung für einen kurzen Moment ohnmächtig wurde.
Bei mir geht es noch - meine Mutter allerdings ist inzwischen ziemlich beschissen dran, weil sie schlicht nie beim Arzt war.
Sie hat irgendwie eine Verengung des Halswirbelkanals und dadurch kann es passieren, dass sie z.B. bei einem Auffahrunfall ins Gras beisst.

Weil sie eben so lange gewartet hat, ist nur noch eine Operation möglich, die widerum einen Querschnitt auslösen könnte.
Wenn man aber frühzeitig in Behandlung ist, hat man noch gute Chancen, den ganzen Wirbelapparat zu stärken (Rückenmuskulatur etc.) und dadurch die Schwachstelle einigermaßen in den Griff zu bekommen.

Der Neurologe tippt auf Halswirbelsäule, aber ich verstehe da
den Zusammenhang nicht genau. Dass es vom Innenohr kommt,
schließt er aus.

Also, nichts wie hin und eine Kerspintomographie machen lassen.

Viele Grüße,
Vanessa

hallo chatnoire,

ich habe seit 3 Wochen dieselbe Krankheit wie Du.
Vor 6 Jahren trat sie zum ersten Mal auf. Damals ging ich zum HNO Arzt. Die Diagnose lautete: Störung des Gleichgewichtsorgans (Innenohr) ich bekam als Therapie die gleichen Übungen empfohlen wie Du. Allerdings denke ich gar nicht daran sie „bis zum Erbrechen“ durchzuführen.
Es läßt ja ohnehin etwas nach, oder ist das bei Dir nicht der Fall?
Ich bewege mich halt vorsichtiger von einer Seite zur andern, bzw bringe den Kopf langsam von der Waagerechte in die Senkrechte.
Diesesmal war ich bei einer Ärztin die auch viel mit Naturheilverfahren arbeitet. Ich bekam ein Gingko Präparat(Gingko intens 120), und ein homöopatisches Mittel (Vertigoheel)
Letzteres halte ich für das Wichtigere. ES ist übrigens frei von Nebenwirkungen, und rezeptfrei in jeder Apotheke erhältlich.
Damals verschwanden die Symptome von alleine wieder, ich vergaß allerdings wann. Nur jetzt, als sie wieder auftraten erinnerte ich mich dass ich das schon einmal hatte.
Auslöser war (lt. HNO) Stress. Das ist gut möglich. Auch jetzt, bzw in letzter Zeit war ich beruflich sehr stark eingespannt.
Vielleicht ist das bei Dir ja auch der Fall.
Desweiteren traten diese Symptome im gleichen Monat auf, damals wie heute, im Oktober.
Ich habe noch einen Termin bei meiner Ärztin zwecks einer genaueren Untersuchung.
Und nachdem ich Deinen Artikel gelesen habe erwäge ich auch eventuell eine Kernspinn vornehmen zu lassen.
Es geht ja um die eigene Gesundheit, da sollte man alle Risiken ausschalten.
Alles Gute.
Gruß
Ariete

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Hallo Chatnoire,

Ziemlich wahrscheinlich ‚Benigner Lagerungsschwindel‘.
Das Gleichgewichtsorgan besteht aus zwei Teilen,
den Bogengängen und den Makulaorganen.
Von letzteren können sich sog. Otolithen (=Statolithen)
lösen (kleine Salzkristalle hoher Dichte),
die in einen der Bogengänge (meist den hinteren) geraten können.
Diese ‚Steinchen‘ fallen bei Lageänderung des Kopfes
zum aktuell tiefsten Punkt des Bogenganges
und lösen dadurch den Schwindel aus.

Mit dem Hallpike-Manöver kann man herausbekommen,
wo die Steinchen sind und dann versuchen,
sie per ‚Canalith Repositioning Procedure‘
unschädlich zu machen (HNO-Arzt konsultieren).
Falls das nicht gelingt, kann man nur warten,
bis sie sich von selbst auflösen
und der Spuk zu Ende ist.

PS: Mitunter geht dem benignen Lagerungsschwindel
ein Sturz, Schlag an den Kopf oder ähnliches voraus,
was die Steinchen von den Makulaorganen löst.
War das der Fall?

Gute Besserung,
Karsten

Hallo liebe Schwindlerin!
Ich hatte ebenfalls in der Nacht und am Morgen, wenn ich aufstand
immer stärker werdenden Schwindel, der zuletzt den ganzen Tag anhielt. Eigentlich bemerkte ich rückwirkend, daß ich ein Jahr oder länger immer vor allem mogens torkelte. Aber nun habe ich ihn in nur wenigen Tagen weg. Welche Freude!
Der Umstand daß ich von meinem Hausarzt zufällig Akupunktur bekam und ich ihm mein Leid klagte, fand er am Ohr schmerzende Punkte, die darauf hindeuteten, daß im Genick was nicht stimmte.
Und tatsächlich wurde es etwas besser. Dadurch daß ich schlecht schlafe, habe ich zwei Nächte lang öfters mit dem Haarföhn das Genick so richtig aufgeheitzt und einen dicken Schal umwickelt.
Außerdem mich schmerzhaft massiert und sieheda in ca.drei bis vier Tagen verlies mich der böse Geist. Nun bin ich oben vollkommen ohne. Natürlich gehe ich jetzt zum Masseur.
Jedenfalls hätte ich nie gdacht, daß vom Genick her dergleichen kommen könnte.Machs mir nach,vielleicht funkt es!
Grüße, Fritz