Schwule in der Gesellschaft

Hallo Experten

ich weiss nicht genau ob das das richtige Brett ist, aber es erscheint mir am
geeignetsten.
Also es geht um Schwule. Ich kann einfach nicht verstehen, wieso manche Menschen
diese immer noch für „abartig, unnormal“ oder ähnliches halten. Woran kann das
liegen?
Angst? Intolleranz? Religiöse Engstirnigkeit? Misstrauen anderen Lebensweisen
gegenüber?
In meinem Freundeskreis sind sehr viele Schwule, wie auch mein bester Freund, und
manchmal bin ich einfach schockiert wie sehr er und andere angegriffen werden.
Ich kann das einfach nciht nachvollziehen das es in der heutigen Gesellschaft
immer noch Menschen gibt, die damit nicht umgehen können, und solche Männer
verurteilen.
Ja vieleicht habt ihr ja eine Erklärung.

Danke

Julia

Die Gründe hast Du ja selbst schon genannt. Homsexualität gibt es, seit es den Menschen gibt, selbst in der katholischen Kirche. In konservativen Kreisen ist Homosexualität besonders verpönt, weil man dort - nach außen hin zumindest - die klassische Beziehung/Familie für das einzig Wahre hält. Wie es hinter den Kulissen aussieht, steht oft auf einem anderen Blatt.
Andere an den Pranger zu stellen ist ein beliebtes Mittel, um von seinen eigenen Fehlern abzulenken.

ich weiss nicht genau ob das das richtige Brett ist, aber es
erscheint mir am geeignetsten.
Also es geht um Schwule. Ich kann einfach nicht verstehen,
wieso manche Menschen
diese immer noch für „abartig, unnormal“ oder ähnliches
halten. Woran kann das liegen?
Angst? Intolleranz? Religiöse Engstirnigkeit? Misstrauen
anderen Lebensweisen gegenüber?
In meinem Freundeskreis sind sehr viele Schwule, wie auch mein
bester Freund, und
manchmal bin ich einfach schockiert wie sehr er und andere
angegriffen werden.
Ich kann das einfach nciht nachvollziehen das es in der
heutigen Gesellschaft
immer noch Menschen gibt, die damit nicht umgehen können, und
solche Männer verurteilen.
Ja vieleicht habt ihr ja eine Erklärung.

Danke

Julia

Hi,

das sind meiner Meinung nach solche Menschen, die einen sehr beschränkten Horizont haben und aufgrund dessen alles, was sie nicht verstehen, zuerst einmal für „nicht akzeptabel“, „falsch“ o.ä. halten. Alle anderen, die was gegen Homosexualität haben, wollen sich nur wichtig machen.

Meine Meinung.

Grüße
Natascha

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Hallo Julia,

auch auf die Gefahr hin, daß ich mich in die Nesseln setze, werde ich mal meine Meinung dazu schreiben.

Also es geht um Schwule. Ich kann einfach nicht verstehen,
wieso manche Menschen
diese immer noch für „abartig, unnormal“ oder ähnliches
halten. Woran kann das
liegen?

Zunächst ist das „normal“, was die überwiegende Mehrheit der Mitglieder einer Gruppe oder Gesllschaft als „normal“ empfindet und lebt. Schwulsein gehört eindeutig nicht dazu. Hab gerade keine Statistik greifbar, aber ich vermute mal, daß der Anteil der Homosexuellen unter 10% beträgt. Die meisten Heteros (und das ist die „große Masse“) können wohl absolut nicht nachempfinden, was an einer gleichgeschlechtlichen Liebe „normal“ sein soll. Und dieses Verständnis oder diese Empfindung existiert seit „Ewigkeiten“ in der Gesellschaft und ist tief verwurzelt.

Datafox hatte (wenn ich mich recht erinnere) sogar von Ekel gesprochen, wenn sie mit dem Gedanken an gleichgeschlechtliche Liebe konfrontiert wird. Und ich gebe ebenfalls zu, daß allein die Vorstellung, daß mich ein Mann zu küssen versuchte, bei mir heftige unangenehme Gefühle auslöst. Und so geht es wohl den meisten Menschen. Zumal der „genetische Auftrag“ Homosexualität eigentlich ausschließt und es schon aus diesem Gesichtspunkt heraus eben nicht „normal“ sein kann.

Aber, was sich in den letzten Jahrzehnten geändert hat, ist die Akzeptanz bzw. Toleranz Homosexuellen gegenüber. Negativ ausgedrückt könnte man auch sagen, eine gewisse Gleichgültigkeit (soll doch jeder machen was er will, solange er mich nicht belästigt). Noch vor einigen Jahren wäre es undenkbar gewesen, daß Menschen sich öffentlich zu ihrer Homosexualität bekennen und dennoch hohe politische Ämter bekleiden („ich bin schwul … und das ist gut so“). Und noch ein paar Jahre vorher war das Bekenntnis zur gleichgeschlechtlichen Liebe (hauptsächlich für Männer) sogar lebensgefährlich.

Ich bin froh in einer Gesellschaft zu leben, die auf dem Wege ist, auch solche Menschen zu tolerieren, zu akzepieren und zu integrieren, die anders als die Mehrheit sind, auch wenn es bis zum „Idealzustand“ vielleicht noch weit ist.

Deshalb sollten wir weiterhin der Gesellschaft die Chance geben, so nach und nach immer mehr Toleranz zu entwickeln. Aber nicht auf Knopfdruck, per Definition oder auf Befehl. Damit wäre jede Gesellschaft überfordert. Manche Dinge brauchen ihre Zeit …

Gruß
Roland

Hallo,

Zunächst ist das „normal“, was die überwiegende Mehrheit der
Mitglieder einer Gruppe oder Gesllschaft als „normal“
empfindet und lebt. Schwulsein gehört eindeutig nicht dazu.
Hab gerade keine Statistik greifbar, aber ich vermute mal, daß
der Anteil der Homosexuellen unter 10% beträgt.

Wenn man die Eigenschaften / Einstellungen von Menschen in Prozent berechnet (auf Basis aller Individuen einer Gesellschaft), dann ist das für mich keine Definitionsbasis für „normal“.
Wenn man so jede einzelne Person auf ihre „Normalität“ hin betrachtet, dann müßte dies dazu führen, daß keiner „normal“ ist.
(Ich hoffe, ich konnte verständlich machen, was ich meine)
Ich finde zudem 10 % für eine einzige Eigenschaft recht viel…

Hat „normal“ denn nicht auch was mit „natürlich“ (-> Natur) zu tun?
Dann wäre Homosexualität nämlich normal, denn die gibts ja auch verbreitet im Tierreich (Gänse, die, obwohl gleichgeschlechtlich, ihr Leben lang zusammen bleiben; Affen, die es sexuell auch mit gleichgeschlechtlichen Partnern aufnehmen…).

Ich verstehe, was Du mit als normal empfinden meinst, doch das ist meineserachtens zu subjektiv und je Person - Gesellschaft - Kulturkreis etc. unterschiedlich und kann damit nicht alleine als Begründung für die Ablehnung der Homosexualität herangezogen werden.

Zudem erscheint es mir, daß Männer damit häufiger ein Problem haben, als Frauen?

Gruß
Claudia

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Und dieses Verständnis oder diese

Empfindung existiert seit „Ewigkeiten“ in der Gesellschaft und
ist tief verwurzelt.

Hi Orlando danke auch für diese Antwort.

Ich möchte nur dazu sagen, das homosexuelität nicht seit Ewigkeiten als ckelig
und abartig empfunden worden ist, sondern z.B zur Zeit der Griechen als die
einzig wahre Liebe.

Ich kann deinen eckel verstehen, wenn du dran denkst, einen Mann zu küssen, aber
ist das ein Grund jemanden zu verurteilen?
Ich persönlich finde Tomatensosse eckelig, aber ich verurteile niemanden das er
sie mag.

Julia

hallo julia,

weil schwulsein durch das infragestellen von männlickeitsattributen und männlichen verhaltensweisen verunsichert und eine scheinbare bedohung induziert.
kommt durch einen hohen anteil in der bevölkerung mit schwulen, aber nicht ausgelebten anteilen in diesen leuten selbst.
anderssein stellt für viele leute erstmal eine bedrohung da, solange sie sich nicht vorurteilsfrei und sachlich näher damit beschäftigen.
siehe: rassenhass, frauenfeindlichkeit, antisemitismus, fremdenfeindlichkeit usw.
es geht ja eigentlich nicht um die sexualiät, sondern darum: A liebt B.
toleranz ist ein zeichen der stärke, wer ist schon immer stark, auch ich oft nicht.

strubbel
d:open_mouth:)

Hallo Julia,

Ich möchte nur dazu sagen, das homosexuelität nicht seit
Ewigkeiten als ckelig
und abartig empfunden worden ist, sondern z.B zur Zeit der
Griechen als die
einzig wahre Liebe.

Ich weigere mich aber anzuerkennen, nur daraus eine Normalität abzuleiten, weil es in einer bestimmten, zeitlich begrenzten Gesellschaft als normal verstanden wurde. Hier gilt für mich das gleiche wie für die Individuen innerhalb einer Population: Verhält sich eine bestimmte Gesellschaft anders als die anderen, so benimmt sie sich eben nicht „normal“.

Ich kann deinen eckel verstehen, wenn du dran denkst, einen
Mann zu küssen,

danke für das Verständnis :wink:

aber

ist das ein Grund jemanden zu verurteilen?

Hast du mein Posting genau gelesen? Ich empfinde es als eine positive „Errungenschaft“ unserer Gesellschaft, daß eben das genau immer weniger passiert. Und ich verurteile keine Homosexuellen. Ich enpfinde Homosexualität als unnormal, kann aber diese „Andersartigkeit“ tolerieren, ok?

Ich persönlich finde Tomatensosse eckelig, aber ich verurteile
niemanden das er
sie mag.

Und so gehts mir mit küssenden Männern. Ich finds ekelig, verurteile aber niemanden, der das mag.

Gruß
Roland

abartig
fakt ist, dass sich bei gleichgeschlechtlicher partnerschaft diverse probleme ergeben, die auch singles haben, die aber heterosexuellen paaren nicht zugemutet werden. ob beim adoptionsrecht, bei der in-vitro-fertilisation oder beim ganz simplen sorgerecht.

http://www.lsvd.de/recht/basj.html

gruß.

Hi Julia,
da muss ich doch auch mal nen Kommentar zu abgeben, nachdem ich die meisten postings gelesen habe.

Erstens sind MINDESTENS 10% der Bevoelkerung homosexuell. Es ist nicht ‚normal‘, im Sinne von der Norm entsprechend, weil eben fast 90% heterosexuell sind. Aber es ist auch nicht abnormaler als, wie ich zB, Linkshaender zu sein, was auch nicht der ‚Norm‘ entspricht.
Es ist nicht abartig, oder entartet, oder sonstwas. Und vor allem, keiner WAEHLT, schwul zu sein, sondern wird so geboren. Es ist also VOELLIG normal, in dem Sinn das es in der Natur immer eine Anzahl von Ausnahmen gibt.

Die genauen ‚Ursachen‘ der Homosexualitaet sind immer noch nicht 100% bekannt, ausser, dass man stark annimmt, dass es am Hypothalamus, der bei Schwulen kleiner ist, liegt.

Ich finde es zwar schrecklich, dass Homosexuelle immer noch nicht von der Gesellschaft voll aktzeptiert werden (und da helfen auch keine Gesetzte, die die Homosexualitaet legalisieren). Aber Linkshaender zu sein war vor ein paar Generationen auch noch verpoent. Alles, was ‚anders‘ ist, wird im allgemeinen verpoent.

Und Menschen mit ‚mental illnesses‘, sei es Schizophrenie, Depression, ADD, … sind auch immer noch mit einem Stigma behaftet, obwohl sie fuer ihr Leiden genauso wenig koennen, sondern damit auf die Welt gekommen sind. Anderssein ist einfach unakzeptabel.

Aber was ich eigentlich sagen wollte:
Im Allgemeinen gibt es sehr viel mehr Maenner als Frauen, die die Vorstellung von einer homosexuellen Beziehung eklig finden. Nicht nur ‚falsch‘, ‚unakzeptabel‘, sondern EKLIG.
Und ich bin mir voellig sicher, dass das damit was zu tun hat, dass wir Frauen ja eh von nem Mann vergewaltigt werden koennen (und der Mann denkt, na, dazu ist das weibliche Geschlechtsorgan ja auch da). Wenn ein Mann sich aber vorstellt, dass IHN jemand vergewaltigt, ist das ne voellig andere Sache.
Die meisten Leute, die ich kenne, haben zwar nichts gegen Schwule. Aber ich hab auch schon oft genug mit Leuten, Maennern, geredet, die das eben ‚eklig‘ fanden, und wenn man ein bisschen nachbohrt, ist das eigentlich immer das, was ihnen Probleme macht.

Ich haette keine Probleme, ne Frau zu kuessen. Hab’s zwar nicht vor, aber ich wuerde SEHR viel lieber von einer netten, attraktiven Frau gekuesst werden, als von nem total ekligen Mann!!

Andere Leute behaupten, dass, wenn wir in einer anderen Kultur leben wuerden (zB eben das alte Griechenland), dh, anders sozialisiert worden waeren, wir alle bisexuell waeren - dh, unseren Partner danach waehlen wuerden, dass er/sie uns gefaellt, und nicht, dass er/sie ein bestimmtes Geschlecht hat. Das kann ich mir eigentlich recht gut vorstellen, selbst bei den Maennern, die total ‚homophobic‘ (sorry, don’t know the German term) sind.

Was jemand von Kirche & Familie geschrieben hat, stimmt nicht so ganz, bzw es ist noch ‚schlimmer‘, da die Kirche, vor allem die katholische, denkt, ‚sex is for procreation‘. And two people of the same gender can’t procreate. Therefore they shouldn’t have sex.
Und obwohl die kirchliche Einstellung im Leben der meisten Menschen heute nicht mehr so wichtig ist, oder nicht mehr so ernstgenommen wird, traegt diese Einstellung bis heute dazu bei, Homosexuelle zu als ‚abartig‘ etc zu verurteilen.

Ich lebe uebrigens in Irland, einem natuerlich erzkatholischen Land, wo es sehr, sehr lange dauerte (bis vor kurzem, um genau zu sein), bis Homosexualitaet ueberhaupt legalisiert wurde.
Seltsamerweise gibt es hier in diesem Land eine unglaublich hohe Anzahl von Maennern, die als Kinder oder Jugendliche entweder von Erwachsenen (Priestern und anderen Erziehern in Institutionen, Nachbarn, Familienmitgliedern), oder von aelteren Jugendlichen vergewaltigt wurden. Womit nicht gesagt sein soll, dass irgendeiner der Vergewaltiger schwul war - im Gegenteil. Die Erwachsenen waren paedophiles, die juengeren mussten sich einfach an irgendwem auslassen - und das war halt jemand schwaecheres.
Man kann es sich kaum vorstellen. Ich will die Iren jetzt hier nicht schlecht darstellen, aber die irische Psyche ist schon anders. Hat auch sehr viel mit Repression zu tun (der katholischen Kirche, die erst in den letzten Jahren, vor allem, als viele dieser Skandale aufgeflogen sind, ihre Macht verloren hat).

Warum erzaehl ich Dir das? Weil man in dem Zusammenhang sogar verstehen kann, wo eben der Ekel, und die Vorstellung von der Vergewaltigung, herkommt. Schade, dass diese Menschen nicht aktzeptieren koennen, dass schwule Maenner sie nun gar nicht anfassen wuerden. Aber es ist halt so, und ich glaube so ‚tolerant‘ zu sein, dass ich bei JEDER Ungerechtigkeit, sei es Rassismus, Homophobia or whatever, doch nach Gruenden suche, warum die Leute solche Vorurteile besitzen. Auch wenn sie diese zu Unrecht besitzen, muss man erstmal die Gruende dafuer finden, bevor man die Vorurteile abbauen kann.

Einen lieben Gruss aus Dublin,
Isabel

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und abartig empfunden worden ist, sondern z.B zur Zeit der
Griechen als die
einzig wahre Liebe.

hallo.

pädophilie war zur zeit der griechen auch „normal“ und wird heute strafrechtlich verfolgt. wie die homosexualität vor 50 jahren…

provokante grüße

michael

Stigmatisert…

Und Menschen mit ‚mental illnesses‘, sei es Schizophrenie,
Depression, ADD, … sind auch immer noch mit einem Stigma
behaftet

werden diese Menschen, sie sind es nicht einfach. Ansonsten stimme ich dir im Wesentlichen zu.

Neu ist mir allerdings, dass Männer Angst haben, von Schwulen vergewaltigt zu werden. Ich kenne etliche, bin mit einigen auch befreundet, möchte dennoch keinen Mann küssen, ob schwul oder nicht.

Gruß Ralf

Neu ist mir allerdings, dass Männer Angst haben, von Schwulen
vergewaltigt zu werden. Ich kenne etliche, bin mit einigen
auch befreundet, möchte dennoch keinen Mann küssen, ob schwul
oder nicht.

Gruß Ralf

Das hab ich nicht so gemeint - nein, sie haben nicht wirklich Angst, von nem Schwulen Mann vergewaltigt zu werden, sondern bei der Vorstellung, dass zwei Maenner Sex miteinander haben, stellen sie sich eben nur diese Art ‚Vergewaltigung‘ vor, und sagen sich, wie kann ein Mann sowas nur machen, oder mit sich machen lassen - das ist doch abartig. Eben weil fuer sie die Vorstellung, von nem Mann vergewaltigt zu werden, so schrecklich ist.

Weiss nicht, ob das jetzt besser ausgedrueckt ist.
Gruss, Isabel

Hallo Experten

Hallo, darf ich auch antworten, wenn ich kein Experte bin?

Abgesehen von den bereits vertretenen Meinungen, habe ich oft bei homophoben Männern den Eindruck, daß manche tief im innersten selber schwul sind.
Wenn Du Dir so Saufgelage ansiehst, bemerkst Du vielleicht auch, daß es da manchmal unter Freunden zu diversen erotischen Berührungen kommt. Die (meist konservative) Erziehung hat das vielleicht verboten, deshalb treten sie dagegen auf, aber eigentlich weiß ihr unbewußtes, daß sie selber gerne mit einem Mann zusammen wären.

Auch ich finde, daß Schwule eklig sind, das heißt, ich kann zwei einander küssenden Frauen durchaus etwas erotisches abgewinnen, aber bei der Vorstellung einen Mann zu küssen oder sexuelle Handlungen an ihm vorzunehmen, dreht sich mir der Magen um. Aber wenn es den beiden gefällt und sie es so wollen, können sie von mir aus. Bloß teilhaben möchte ich nicht daran.

Grüße

Gollum

hallo julia,

irgendwie kann ich den frust in deiner äußerung gut verstehen und manchmal denk ich genauso wie du…

aber wenn ich dann bei ner tasse tee noch ein wenig länger drüber nachdenke, finde ich, dass man die gefühle, die wir ja beide offenbar manchmal haben, auch noch mal hinterfragen müsste…

ich möchte nicht die (sicherlich richtigen) thesen, die ich bei den „re´s“ überflogen habe, wiederholen… klar, es hat oft mit ängsten, mit projektionen, mit verdrängung etc. zu tun…

letzlich sollte aber doch jeder das zulassen dürfen, was er empfindet… sei es ekel, hingezogenheit, ambivalenz, neugier, lust oder abscheu…

ich denke weder die die homos noch die heteros sind richtig oder falsch…
und die gefühle, die durch gedanken an irgendeine spielart von sexualität ausgelöst, sind auch nicht richtig oder falsch…

sie sind allenfalls authentisch oder nicht authentisch…

wichtig scheint mir nur, dass man sagt: „der gedanke an homosex macht mir ekel“ und nicht „homos sind eklig“… (um mal ein bsp. zu nennen)

vielleicht macht so ein kleiner unterschied die welt schon etwas freundlicher…

liebe grüße,

bert

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hallo,

pädophilie war zur zeit der griechen auch „normal“ und wird
heute strafrechtlich verfolgt. wie die homosexualität vor 50
jahren…

pädophilie von kind zu kind ist nur begrenzt strafbar. wenn kinder mütter werden, sind in der regel auch die väter kinder.

herzliche grüße,