Schwungscheibe simson schwalbe

hallo

seit zwei wochen versuche ich vergeblich die auf der konischen welle aufgedrückte schwungscheibe (meiner simson schwalbe mit 3 -ganggetriebe und unterbrecher) zu entfernen - sitzt einfach bombenfest
die mutter hab ich von der welle entfernt
leider kann ich den handelsüblichen abzieher nicht benutzen, da das vorgesehene innengewinde der schwungscheibe total zerwürkt ist
nachschneiden fällt aus weil die welle stört

ich könnte ja den abzieher anschweißen, das ist aber doch sehr aufwendig- ich selbst hab nämlich kein schweißgerät

ich hab schon nen drei krallen-abzieher versucht - ohne erfolg

eigentlich will ich doch nur den kondensator wechseln! das kann doch nicht so schwer sein! :frowning:

ideen?
danke, bs

Hi BS,
sind auf dem Rotor eventuell Gewindelöcher?
Dann könntest Du Dir mit einer Stahlplatte selbst einen Abzieher
bauen.Mit dem Brenner warmmachen würde ich nicht empfehlen,damit
verbrutzelst Du Dir wahrscheinlich nur die Spulen.Warum willst Du überhaupt den Kondensator erneuern?U-Kontakte könnte ich ja verstehen.
Gruß Sebastian

danke sebastian

da sind nur zwei gewindelöcher m3 oder so
das scheint mir doch zu wenig zu sein um genug kraft zu übertragen
schließlich konnten die krallenabzieher mehrere tonnen aufbringen ohne erfolg

der kondensator ist wahrscheinlich der grund dafür, daß der motor ca 20 min gut läuft dann abstirbt und nach ca 10 min wieder fit ist (wenn der kondensator wieder entladen ist)

ich hab mit der ganzen sache ja nur angefangen weil ich dachte der kondensator liegt wie bei den neueren simson oben rechts außerhalb der schwungscheibe gleich unter der obersten abdeckung
tja fehlanzeige!

denkst du wenn ich in die beiden außerdenm vorhandenen m3 löcher auch noch gefinde reinschneide, dann reichts vielleicht aus für ne selbstgebastelte abziehplatte?

mm, ich werds wohl doch demnächst in die werkstadt schieben

gruß, bs

Hi BS,
der Kondensator ist eigentlich nur dazu da,das „Öffnungsfeuer“
der U-Kontakte zu kompensieren.Wenn er defekt ist,verbrennen die Kontakte schneller,was bei laufendem Motor sehr gut zu sehen ist.
Aber das der Motor nach 20 Min. stehen bleibt,dafür muss es eine andere Erklärung geben.Ich hatte ein ähnliches Problem bei meinem
Krause-Duo.Da war es die Zündspule,die sich aus was für einem Grund auch immer,zu schnell erhitzt hat und erst nach Abkühlung
wieder willig war einen Funken abzugeben.Bei einer TS-250 war das Problem ähnlich gelagert.Wenn man vergessen hatte,die Zündung auszuschalten,wollte die Kiste ums verrecken nicht anspringen.Nach Austausch der Zündspule gegen die eines alten 6V-VW-Käfers war das Problem behoben.
Falls Du aber doch den Rotor abnehmen möchtest:Sprühe die Kurbelwelle an der entsprechenden Stelle mit Rostlöser ein,setze den Klauen-Abzieher nochmal an,gib vorsichtig mit dem Abzieher Spannung auf das ganze und schlage vorsichtig mit einem kleinen
Hammer auf die Aussenkante des Rotors.Immer schön im Kreis um den Rotor.Aber Achtung,irgendwann (dabei ist Geduld gefragt),springt Dir der Rotor entgegen.Das Problem hatte ich mal bei der TS-250 beim Kupplungskorb.Hast Du schon mal versucht,den ohne den Original-Abzieher abzukriegen?Das ganze hat ungefähr 3 Stunden gedauert.Beharrlichkeit führt zum Ziel :wink:
Gruss Sebastian

Hallo Schrödi,
Hatte mit KR 51/2 ähnliches auszustehen,
lag dann nur an Kraftstofffilter.
Könnte auch Unterdruck im Tank sein.
Einfach Loch im Tankdeckel sauber machen und
den Benzinfilter säubern oder erneuern.
Ich hoffe du fliegst bald wieder länger als 20 Minuten.
mfg Jens