Scientologe als Partner?

Hallo,

leider bin ich mir nicht sicher, ob ich mit dieser Frage in diesem Forum richtig bin, aber ich versuche es mal.

Eine Freundin von mir hat einen Partner, der Scientologe ist, was sie aber nicht wusste, als sie die Beziehung einging. Sie hatten zwar schon von Anfang an Diskussionen darüber, wo sie ihn auch wissen liess, dass sie damit ein Problem hätte, wenn er beitreten würde und sie keine Beziehung mit ihm eingehen würde.

Nun, nach einigen Wochen, hat er sich geoutet und ihr mitgeteilt, dass er schon seit vielen Jahren dabei ist, zurzeit allerdings aufgrund finanzieller Probleme kein aktives Mitglied wäre, dies aber gerne wieder ausüben möchte.

Zum einen fühlt sie sich schwerst getäuscht, weil sie die Beziehung auf einer falschen Annahme aufgebaut hat, zum zweiten befürchtet sie, dass sich seine Zugehörigkeit zu Scientology auch auf die Beziehung auswirken wird.

Hat jemand diesbezüglich einen Ahnung, was da auf sie zukommen könnte bzw. hat jemand solche Erfahrungen schon selbst gemacht? Ein kompletter Ausstieg kommt für ihn jedenfalls nicht in Frage, auch Kritik wird abgelehnt.

Danke im voraus,
Shewolf

3 Möglichkeiten

  1. Trennung.

  2. Umgang wie mit sonstigen Suchtkranken: Knallharte Regeln ohne Ausnahme durchziehen (kein Geld leihen, nie mitkommmen, …) und Ausgang abwarten. Beratung durch Suchtberater ist dringend empfohlen.

  3. Als Co-Abhängige mit untergehen.

Weiteres zu Lesen:

http://www.google.de/search?hl=de&client=opera&rls=d…

Gruß

Stefan

Hi,

ihn auch wissen liess, dass sie damit ein Problem hätte, wenn
er beitreten würde und sie keine Beziehung mit ihm eingehen würde.

Damit ist doch alles gesagt, oder?

Gruß
Metapher

  1. Umgang wie mit sonstigen Suchtkranken: Knallharte Regeln
    ohne Ausnahme durchziehen (kein Geld leihen, nie mitkommmen,
    …) und Ausgang abwarten. Beratung durch Suchtberater ist
    dringend empfohlen.

Ich weiss nicht, ob der Begriff „Suchtkranker“ bei Sektenzugehörigkeit ganz richtig ist (die katholische Psychosekte würde sich sicher dagegen verwehren :smiley:). Aber solch knallharten Regeln, die man sich selbst auferlegt sind sicher sinnvoll. Solange die Sekte die Beziehung nicht torpediert, kann das vermutlich funktionieren. Wenn dann doch, wird’s bitter :frowning:.

Viele Grüße,
Sebastian

Hi,

Du hast schon recht, aber am Anfang hatte sie noch keine Beziehung mit ihm und nach diesen Wochen schon, d.h. sie ist in einem Dilemma. Knallhart durchziehen und trennen wäre wohl die Devise…

Lg
Shewolf

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Du hast schon recht, aber am Anfang hatte sie noch keine
Beziehung mit ihm und nach diesen Wochen schon

So sagtest du schon, ja.

d.h. sie ist in einem Dilemma.

Wieso? Sie wird doch triftige Gründe für Nichtbeziehung bereits gehabt haben, wenn sie diese Vorbedingung stellte. Und nun sieht sie sich belogen und somit betrogen - und zwar in einer SEHR gewichtigen Hinsicht … also?

Knallhart durchziehen und trennen wäre wohl die Devise…

Inkonsequente Menschen sind für diese Gesellschaft ein gefundenes Fressen.

Gruß
Metapher

1 „Gefällt mir“

Hallo,

der Kerl hat massiv gelogen.
Er wird es wieder tun.
Er wird versuchen, sie ebenfalls in diese Gehirnwaschmaschine zu stopfen.
Spätestens dann, wenn die Sekte mehr Kohle und mehr neu geworbene Opfer sehen will.
Er wird seine und ihre finanzielle Zukunft und geistige Gesundheit dem Götzen opfern.
Wenn die Sekte spitz kriegt, daß er (durch sie) wieder flüssig ist, dann werden beide ausgesaugt.

Raus mit dem Typen, der ist keinen Schuß Pulver wert.

Gruß
BeLa

Ich weiss nicht, ob der Begriff „Suchtkranker“ bei
Sektenzugehörigkeit ganz richtig ist (die katholische
Psychosekte würde sich sicher dagegen verwehren :smiley:).

Hallo, also die Katholiken sind Lämmer gegen die. Bei solchen Psychoschienen, wo einem massiver Druck gemacht wird und eigenes Denken abgestraft wird, ist Suchtverhalten, besser gesagt Abhängigkeitsverhalten, durchaus vergleichbar.
Gruß Susanne

Hi,

Eine Freundin von mir hat einen Partner, der Scientologe ist,
was sie aber nicht wusste, als sie die Beziehung einging. Sie
hatten zwar schon von Anfang an Diskussionen darüber, wo sie
ihn auch wissen liess, dass sie damit ein Problem hätte, wenn
er beitreten würde und sie keine Beziehung mit ihm eingehen
würde.

das sagt alles. Er hat sie bereits VOR allem massiv belogen wobei er sogar wusste, dass ihr dieses Thema wichtig ist und hat es trotzdem ganz bewusst getan und WIRD es wieder tun. _IMHO_ ist jetzt MASSIVER Selbstschutz angesagt: Rausschmiss, Kontaktabbruch, Kompromisslosigkeit. Besser das Übel schmerzvoll ausreißen als es sich tiefer fressen lassen… Aber das muss deine Freundin selbst entscheiden, niemand sollte zu der Abwendung des eigenen Unglücks gezwungen werden.
Achja, BTW: falls es anfängt auch an DIR zu fressen: denk an den Selbstschutz!

Grüße,
J~

Hallo,

eine Beziehung die auf einer Lüge aufgebaut wird, steht auf wackeligen Beinen. Es ist davon auszugehen, daß er diese Sekte nicht so schnell verlässt, siehe die finanziellen Probleme, die Ihn an der Teilnahme der Sekte verhindern. Wie will jemand für eine Beziehung/Partnerschaft sorgen können, wenn solche Zecken wie die Scientologen an Ihm saugen? Kurz und schmerzlos: Entweder er läßt die Finger von der Sekte oder die Beziehung ist beendet. Das Ganze mit Frist.

Gruß
Michael

Hallo,

er wird versuchen, jeden Cent aus ihr herauszuholen für seine Kurse und wird auch versuchen, Sie zu entsprechenden Kursen zu schleppen und wenn von Ihr kein Geld mehr zu holen ist, wird er sich von Ihr trennen, da ihm Scientology das raten wird, weil sie einen schlechten Einfluß auf ihn ausübt.

Damit hat man zwei Möglichkeiten

  1. Sie trennt sich und fährt mit dem noch vorhandenen Geld schön in Urlaub
  2. Er trennt sich, nachdem er sie finanziell (vielleicht sogar auf illegale Weise) ausgenommen hat.

Die Freundin sollte sich mal den Stern-Artikel „undercover bei scientology“ von Fredy Gareis vom Mai 2008 ansehen.

grüße
dragonkidd

Hallo Shewolf,

Als meine Schwester damals bei SO begann, wollte sie sich gleich mal € 900,- für einen „Kurs“ bei unserem Vater ausborgen, der aber das einzig Richtige gemacht hat, ein kräftiges „NJET!“.
Sie machte trotzdem bei SO mit und ist dann im Alter von bloss 42 an Darmkrebs gestorben.

Stell Dir doch mal einen Familienvater vor, der von seiner Sekte finanziell unter Druck gesetzt wird…

Ich finde die massive Lüge ebenfalls unverzeihlich. Um das Bestmögliche anzunehmen: sie wurde noch rechtzeitig gewarnt…
Lieber eine Ende mit Schrecken, als ein Schrecken one Ende!

lg
Martin B