Scirocco TSI -> Ölablaßschrauben

Hallo,

wo befinden sich bei einem neuen „VW Scirocco TSI“ (1.4 l) die Motoröl- bzw. Getriebeölablaßschraube sowie die Getriebeöleinfüllschraube? Gibt es da vielleicht ein Bild?

Das Fahrzeug ist so neu, daß im freien Handel ein werkstattmäßiges Reparaturbuch vor Frühjahr 2010 nicht zu bekommen ist.

Vielen Dank für eure Mühe.

MfG

Harald Mohr :smile:

Hi,

wo befinden sich bei einem neuen „VW Scirocco TSI“ (1.4 l) die
Motoröl- bzw. Getriebeölablaßschraube sowie die
Getriebeöleinfüllschraube? Gibt es da vielleicht ein Bild?

Die Schraube fürs Motoröl befindet sich wie bei allen anderen Fz auch unten in der Ölwanne.
Beim Getriebe kommt es darauf an, welches dort verbaut ist.

Das Fahrzeug ist so neu, daß im freien Handel ein
werkstattmäßiges Reparaturbuch vor Frühjahr 2010 nicht zu
bekommen ist.

Der Golf V/VI ist technisch gesehen baugleich.

Warum willst du das wissen?

WoDi

Hallo WoDi,

vielen Dank für Deine schnelle Reaktion.

Warum ich das wissen will?

Zu meinem Hintergrund: Ich bin gelernter Werkzeugmacher und Maschinenbauingenieur.
Bei meinem vorherigen Fahrzeug (Audi100, 2 l, 5 Zyl., 86kW/115PS, 19 1/2 Jahre, 473.000 km -> erster Motor) hatte ich frühzeitig einen „Frantz E8-Ölnebenstromfeinstoffilter“ eingebaut.
Zusätzlich fuhr ich seit ca. 260.000 km das Motorenöladditiv „MATHY M“ und das Getriebeöladditiv „MATHY T“ sowie von Zeit zu Zeit „MATHY F“ in den Kraftstoff, welches Ablagerungen in den Zylinderräumen und an den Ventilen unterbindet.

http://www.mathy.de/

Hieraus ergab sich eine interne Reibungsverringerung von ca. 6% (Rollenprüfstandsversuche), was sparsameren Verbrauch und gleichzeitig höhere Leistung erbrachte.

Dieses möchte ich nun auch beim Scirocco so machen!

Selbstverständlich ist mir klar, daß die Ölablaßschraube unten liegt. Hatte schon einmal unter den Wagen geguckt und war mir ziemlich sicher, den Gewindeverschlußstopfen mit SW17-Innen-6kt gefunden zu haben.

Da das 1,4 l -Motörchen aber quer eingebaut ist, wird es bei der Getriebeölablaßschraube schwieriger.

Da sehe ich mehrere unterschiedl. große TORX-Zylinderschrauben (an einem Aggregat, daß ich als das Getriebe ansehe) und die Überlaufbohrung befindet sich anscheinend am Kuppungsgehäuse aber für eine 122PS-Maschine kommt mir die Kupplung sehr klein vor; und die Kupplung (nicht das neue Doppel-Kupplungsschaltgetriebe) ist ein Naßläufer aber die soll zusammen mit dem Getriebe in ein und demselben Getriebeöl laufen???

Kommt mir sehr merkwürdig vor! >:smile:

Deshalb wäre meine Traumvorstellung natürlich die eingesannte Seite aus einem VW-Werkstattreparaturbuch (denn die VW-Werkstätten müssen es ja haben; das gibt es aber nicht einfach so zu kaufen) mit entsprechender Beschriftung.
Auch ein oder mehrere gute Fotos mit Handeintrag, wo sich was befindet, wäre hilfreich.

MfG

Harald Mohr :smile:

Hi,

Dieses möchte ich nun auch beim Scirocco so machen!

Da würde ich aber auf jeden Fall bis zum Ablauf der letztmöglichen Kulanzfrist warten. Sollte da vorher was mit dem Motor passieren, zahlt VW zu Recht keinen Cent. Warte also noch 3- 3,5 Jahre.

Selbstverständlich ist mir klar, daß die Ölablaßschraube unten
liegt. Hatte schon einmal unter den Wagen geguckt und war mir
ziemlich sicher, den Gewindeverschlußstopfen mit
SW17-Innen-6kt gefunden zu haben.

Für den Motor? Nö.

Da das 1,4 l -Motörchen aber quer eingebaut ist, wird es bei
der Getriebeölablaßschraube schwieriger.

Da sehe ich mehrere unterschiedl. große TORX-Zylinderschrauben
(an einem Aggregat, daß ich als das Getriebe ansehe)

Hm. Du weißt das nicht genau?

und die
Überlaufbohrung befindet sich anscheinend am Kuppungsgehäuse
aber für eine 122PS-Maschine kommt mir die Kupplung sehr klein
vor; und die Kupplung (nicht das neue
Doppel-Kupplungsschaltgetriebe) ist ein Naßläufer aber die
soll zusammen mit dem Getriebe in ein und demselben Getriebeöl
laufen???

Kommt mir sehr merkwürdig vor! >:smile:

Mir auch, was du da so erzählst.
Also nochmal: die Kupplung soll ein Nassläufer sein, aber es handelt sich nicht um das DS-Getriebe?
Das gibt es so nicht bei VW.
Entweder ist das DS-Getriebe verbaut. Da gibt es welche mit Ölbadkupplungen und welche mit Trockenkupplungen. Und es gibt die normalen Schaltgetriebe und Trockenkupplung.
Welches bei dir verbaut ist, wurde aus deiner Beschreibung nicht klar.

Ganz sicher ist aber, dass, falls es sich um ein DS-Getriebe handelt, du auf jeden Fall die Finger vom Öl lassen musst! Die Gefahr, dass du das Getriebe und/oder die Kupplungen ruinierst, ist enorm groß!

Deshalb wäre meine Traumvorstellung natürlich die eingesannte
Seite aus einem VW-Werkstattreparaturbuch (denn die
VW-Werkstätten müssen es ja haben; das gibt es aber nicht
einfach so zu kaufen) mit entsprechender Beschriftung.
Auch ein oder mehrere gute Fotos mit Handeintrag, wo sich was
befindet, wäre hilfreich.

Der einfachste Weg wäre doch, zu deinem VW-Vertragshändler zu fahren. Dort sollen sie das Auto auf die Hebebühne stellen und dir zeigen, wo die Schrauben sitzen.

Persönlich halte ich den Aufwand, den du da betreiben willst, für unsinnig und kontraproduktiv, vor allem bei einem Fz, das sich noch in der Garantiezeit befindet.

VW selbst rät im übrigen - wie jeder andere Fz-Hersteller auch - strikt davon ab, irgendwelche Zusatzmittel im Öl oder Kraftstoff zu verwenden.

Auch aus diesem Grund möchte ich mich in diesem Fall mit weiteren Tipps zurückhalten. Dieser Motor ist eine High-Tech-Maschine, an der man nicht rumfummeln sollte.
Das ist das einzige (und letzte), was ich dir dazu noch auf den Weg geben möchte.

Nix für ungut.

WoDi

Guten Morgen WoDi,

vielen Dank für Deine schnelle ausführliche Beantwortung und Deine ehrliche Meinung dazu.

Bei Dir habe ich den Eindruck, daß Du auch schon einiges am Auto gemacht hast (oder sogar gelernter KFZ-Schlosser bist?).

Ich als Ingenieur verstehe allerdings nicht die konservative, ja ängstliche Einstellung gegenüber Zusätzen in den Schmierstoffen (wie bei vielen anderen Autofahrern übrigens auch).
Natürlich darf ich nicht einfach irgendwo etwas bei der ‚Tanke‘ kaufen, reinkippen und hoffen, daß es dann schon ganz toll wird.
Das ist dumm und kann katastrophal teuer werden.
Da muß man sich in der Fachpresse natürlich aufschlauen, bevor man solch einen Schritt macht.
Aber wenn „Fritz Otto Busch“, Besitzer diverser Oldtimer das in all seinen Motoren schon lange Jahre einsetzt und wenn in Rennmotoren dieses Additiv ebenfalls erfolgreich eingesetzt wird, dann hat das schon was für sich.
Und wenn der TÜV und mehrere Universitäten in regelmäßigen Tests über die Jahre immer wieder diese positiven Eigenschaften des Additivs bestätigen, dann sollte das einem zu denken geben.

Das der Autoindustrie es natürlich mißfällt, wenn es da etwas gibt, daß einem das lukrative Geschäft mit den regelmäßigen Ölwechselintervallen der teuren Leichtlauföle vermiest, ist klar. :wink:

Ich meine, Du solltest daher nicht einfach unreflektiert den Stab darüber brechen - aber letztendlich muß natürlich jeder selber wissen, welcher Weg ihn glückselig macht.

Aber grundsätzlich hast Du natürlich Recht, was den Scirocco betrifft; wenn einem die Basisdaten/das Basiswissen fehlt („Was ist das da eigentlich für ein Gerät?“) und ich dann nur ‚herumvermute‘ und fachwissenfrei „herumfummle“, dann kann sowas für ein High-Tech-Aggregat furchbare Folgen haben , wenn ich also gar nicht genau weis, was ich da eigentlich tue.

Und gerade, wenn man etwas vorhat innerhalb(!) der Garantiezeit, dann sollte - nein - muß man wissen, was Sache ist - ansonsten: Finger weg!!!
Da hast Du schon Recht!

Nochmals vielen Dank für Deine Ehrlichkeit und auf jeden Fall noch ein schönes Wochenende.

MfG

Harald Mohr :smile:

Hi,

Ich als Ingenieur verstehe allerdings nicht die konservative,
ja ängstliche Einstellung gegenüber Zusätzen in den
Schmierstoffen (wie bei vielen anderen Autofahrern übrigens
auch).

Ich bin weder konservativ noch ängstlich, sondern spreche aus Erfahrung.

Natürlich darf ich nicht einfach irgendwo etwas bei der
‚Tanke‘ kaufen, reinkippen und hoffen, daß es dann schon ganz
toll wird.
Das ist dumm und kann katastrophal teuer werden.

Keine Frage.

Da muß man sich in der Fachpresse natürlich aufschlauen, bevor
man solch einen Schritt macht.
Aber wenn „Fritz Otto Busch“, Besitzer diverser Oldtimer das
in all seinen Motoren schon lange Jahre einsetzt und wenn in
Rennmotoren dieses Additiv ebenfalls erfolgreich eingesetzt
wird, dann hat das schon was für sich.

Eher nicht. Denn sowohl bei Rennmotoren als auch bei Oldtimermotoren muss ein Öl völlig andere - und zwar erheblich niedrigere! - Anforderungen erfüllen als das bei einem der modernen PKW-Motoren der Fall ist.

Und wenn der TÜV und mehrere Universitäten in regelmäßigen
Tests über die Jahre immer wieder diese positiven
Eigenschaften des Additivs bestätigen, dann sollte das einem
zu denken geben.

Sicher, aber in welcher Richtung? :smile:

Das der Autoindustrie es natürlich mißfällt, wenn es da etwas
gibt, daß einem das lukrative Geschäft mit den regelmäßigen
Ölwechselintervallen der teuren Leichtlauföle vermiest, ist
klar. :wink:

Bei den Fz des VW-Konzerns gibt es schon lange keine regelmäßigen Ölwechselintervalle mehr. Die Länge der Intervalle ergibt sich aus den Einsatzbedingungen. So hat der Golf IV (Bj. 2002, Benziner, derzeit ca. 112.000 km) meiner Freundin bisher drei Ölwechsel bekommen, der vierte wird wohl demnächst irgendwann mal fällig sein. Der Motor ist kerngesund, läuft absolut problemlos und braucht praktisch kein Öl.
Wo da ein lukratives Ölwechselgeschäft sein soll, kann ich nicht sehen. Früher musste mal einmal im Jahr zum Ölwechsel. Beim genannten Golf wären also bisher sieben Ölwechsel fällig gewesen statt drei wie jetzt.

Du kannst aber sicher sein, dass alle Fz-Hersteller ihre Normen oder Empfehlungen so gestalten, dass eine möglichst hohe Lebensdauer bei möglichst vielen Fahrprofilen herauskommt.

Ich meine, Du solltest daher nicht einfach unreflektiert den
Stab darüber brechen - aber letztendlich muß natürlich jeder
selber wissen, welcher Weg ihn glückselig macht.

Da ist nichts unreflektiert, das kannst du gern glauben.

Aber grundsätzlich hast Du natürlich Recht, was den Scirocco
betrifft; wenn einem die Basisdaten/das Basiswissen fehlt
(„Was ist das da eigentlich für ein Gerät?“) und ich dann nur
‚herumvermute‘ und fachwissenfrei „herumfummle“, dann kann
sowas für ein High-Tech-Aggregat furchbare Folgen haben , wenn
ich also gar nicht genau weis, was ich da eigentlich tue.

Das ist so. Nehmen wir das Öl des DSG. Dieses Öl ist ein aktives „Bauteil“ des Getriebes. Es wurde mehrfach „umgebaut“, um den jetzigen Wechselintervall von 60.000 km zu erreichen. Wer hier jetzt irgendeinen Zusatzstoff hineinkippt, wird entweder die Getriebefunktionen beeinträchtigen oder gar, im worst case, das Getriebe zerstören. Das wird dann nett teuer.
Dazu kommt, dass die Füllmenge exakt! stimmen muss. Das wiederum setzt voraus, dass der Ölwechsel nur in einem bestimmten, recht engen Temperaturbereich erfolgen darf, was einen Diagnosetester zum Auslesen der Getriebetemperatur voraussetzt.

Und gerade, wenn man etwas vorhat innerhalb(!) der
Garantiezeit, dann sollte - nein - muß man wissen, was Sache
ist - ansonsten: Finger weg!!!
Da hast Du schon Recht!

Mal ganz unbescheiden: ja, das denke ich auch.

Nochmals vielen Dank für Deine Ehrlichkeit und auf jeden Fall
noch ein schönes Wochenende.

Danke, dir auch.

WoDi

Hallo Harald!

Bei Dir habe ich den Eindruck, daß Du auch schon einiges am
Auto gemacht hast (oder sogar gelernter KFZ-Schlosser bist?).

Ziehe den WODI nicht soweit runter, der ist das beste Pferd hier im Stall,
vermutlich Dipl.-Ing KFZ-Technik oder noch mehr. Jedenfalls mehr als Du, und arbeitet an der Basis.
Ich bin garnicht daran interessiert, wenn der hier so böde angemacht wird, und mal ganz die Lust auf das Forum verliert.

Ich als Ingenieur verstehe allerdings nicht die konservative,
ja ängstliche Einstellung gegenüber Zusätzen in den
Schmierstoffen (wie bei vielen anderen Autofahrern übrigens
auch).
Natürlich darf ich nicht einfach irgendwo etwas bei der
‚Tanke‘ kaufen, reinkippen und hoffen, daß es dann schon ganz
toll wird.
Das ist dumm und kann katastrophal teuer werden.
Da muß man sich in der Fachpresse natürlich aufschlauen, bevor
man solch einen Schritt macht.
Aber wenn „Fritz Otto Busch“, Besitzer diverser Oldtimer das
in all seinen Motoren schon lange Jahre einsetzt und wenn in
Rennmotoren dieses Additiv ebenfalls erfolgreich eingesetzt
wird, dann hat das schon was für sich.
Und wenn der TÜV und mehrere Universitäten in regelmäßigen
Tests über die Jahre immer wieder diese positiven
Eigenschaften des Additivs bestätigen, dann sollte das einem
zu denken geben.

Das ist alles dummes Gelabere von vor 20 Jahren, oder Marketing, das kannst Du heutzutage bei den modernen Motoren am besten ganz schnell vergessen. Da haben sogar die Ölhersteller arg zu kämpfen, dass sie die Vorgaben der Autohersteller irgendwie einhalten können. Und für irgendwelche super-Additive gibt es keinen Markt mehr. Die Zeiten sind entgültig vorbei, obwohl das auch früher immer schon Dummenfang und Abzocke war.

Das der Autoindustrie es natürlich mißfällt, wenn es da etwas
gibt, daß einem das lukrative Geschäft mit den regelmäßigen
Ölwechselintervallen der teuren Leichtlauföle vermiest, ist
klar. :wink:

Na, dann mach doch mal. Selbst die Longlive-Intervalle bei manchen Fahrzeugtypen sind etwas zu grosszügig bemessen, man liest ja immer mal von eingelaufenen Nockenwellen.

Ich meine, Du solltest daher nicht einfach unreflektiert den
Stab darüber brechen - aber letztendlich muß natürlich jeder
selber wissen, welcher Weg ihn glückselig macht.

Richtig, besonders, wenn dann mal eine Ölleitung verstopft ist. Oder das Überdruckventil der Ölpumpe klemmt, die Nockenwelle eingelaufen ist, oder die Kolbenringe verkoksen.

Aber grundsätzlich hast Du natürlich Recht, was den Scirocco
betrifft; wenn einem die Basisdaten/das Basiswissen fehlt
(„Was ist das da eigentlich für ein Gerät?“) und ich dann nur
‚herumvermute‘ und fachwissenfrei „herumfummle“, dann kann
sowas für ein High-Tech-Aggregat furchbare Folgen haben , wenn
ich also gar nicht genau weis, was ich da eigentlich tue.

Steffen.

Guten Morgen Steffen,

erst einmal danke für Deine Ansicht.

Den WoDi habe ich nicht runterziehen wollen - im Gegenteil. Ich glaube, ich habe das ihm gegenüber auch deutlich gemacht (nach WoDi’s fairer Reaktion zu urteilen).
Ich habe bei ihm den Eindruck, daß er ein Experte ist und ehrlich helfen will - ob er nun ein Dipl.-Ing. ist oder nicht.
Ich habe mich bei Wodi zweimal für seine ehrliche Meinung bedankt und das meine ich nicht(!) ironisch!

Und Steffen - bitte bezeichne mich nicht als dumm - ich bin es nicht, ok?! >:expressionless:
Auch ich habe diesbzgl. meine (positiven) Erfahrungen gemacht.

Es darf durchaus erlaubt sein, eine Frage zu stellen, die anderen, die im Thema drinstecken, ja vielleicht einfälltig vorkommen.
Und es darf auch erlaubt sein, zu hinterfragen.

Dir trotzdem einen schönen Sonntag.

MfG

Harald Mohr :smile: