Sclerotinia

Hallo!

Habe bei 2 Salaten gestern festgestellt, dass sie plötzlich (morgens waren sie noch ok), mittags komplett gewelkt waren und viel kleiner schienen als bisher. Ich habe ihnen dann Wasser gegeben, obwohl ich alle Pflanzen morgens gegossen habe und nichts hat sich getan. Ich dachte, vielleicht sind die Wurzeln angefressen, möglicherweise von den Engerlingen der Junikäfer, die ich momentan im Garten habe. Kann das sein?
Oder aber der schlimmste Verdacht: Sclerotinia! Sieht man den weißen Pilzbelag mit bloßem Auge oder nur unter dem Mikroskop? Wie schnell geht das? Von jetzt auf nachher?
Woher kommt der?
Ich habe echt Angst um meine weiteren Pflanzen.
Sollte ich versuchen, die 2 noch zu pflegen (falls es der Beschreibung nach kein Pilz sein sollte) oder meint ihr die Wurzeln können sich nicht mehr erholen?

Liebe Grüße Coco

Hallo Coco!

Pilzbefall durch Sclerotinia sclerotiorum, S. trifoliorum und S. minor.
Befallen werden Ackerbaukulturen, Gemüsekulturen, Gewürz- und Zierpflanzen sowie Ernterückstände. Kulturpflanzen werden entweder über Sklerotien, die sich in der oberen Bodenschicht befinden, und dem sich daraus entwickelnden Myzel befallen, z.B. Chicorée, Endivie, Möhren, Petersilie, Salat u.a. oder durch Sporen, die von den Fruchtkörpern des Schadpilzes gebildet werden, z.B. Aubergine, Bohne, Erbse, Gurke, Lupine, Paprika, Petunie, Tomate, Wassermelone u.a. Beide Infektionsarten kommen vor bei Chrysantheme, Sellerie, Sonnenblume, Tabak usw. Es bildet sich ein meist weisses, watteartiges Pilzgeflecht, das sich ausbreitet und in dem sich schwarze Dauerkörper (Sklerotien) entwickeln, die im Boden bis zu 7 Jahren aktiv bleiben können. Das Blattwerk fängt an zu welken und später fault es. Auch im Keller können sich z.B. an der Möhre weisse Pilzrasen bilden.

Vorbeugung: Fruchtwechsel, keine stickstoffbetonte Düngung. Ausreichend Abstand halten. Knoblauch beipflanzen. - Nach Infektion nicht andere Pflanzen setzen, die ebenfalls gefährdet sind. Zwiebeln als Kulturfolger. Steinmehl einarbeiten. Schachtelhalmtee spritzen. Nur morgens giessen, nicht die Blätter bespritzen. An deiner Stelle würde ich noch Contans WG einarbeiten.

Bekämpfung: Das Befallene vernichten (am besten in einen schwarzen Plastiksack steken und den Sack zumachen) und Contans WG einarbeiten, Ernterückstände besprühen. Mit Kalkstickstoff den Boden behandeln.

Hoffe, dir damit geholfen zu haben!
Gruß
Rainer

Gartenlaubengerlinge
Danke Rainer.

Es sind wohl Gartenlaubengerlinge, die ich gefunden habe. Aber die kann ich wohl nur ausgraben oder?
Hat jemand schon mal Nematoden dagegen eingesetzt?

Liebe Grüße Coco

Sorry, Coco!
Selber habe ich die Gartenlaubengerlinge noch nicht ausgegraben!
Und Nematoden habe ich auch noch nie benutzt!
Sonst würde ich dir gerne weiterhelfen! Aber es tut mir leid!

Gruß
Rainer