Hallo,
habe einen etwas älteren Rechner zur Verfügung gestellt bekommen und getestet. [AHA 2940 U/W unter 233 MHz] Derselbe besitzt eine SCSI-Harddisk, wie auch ein SCSI-CD-ROM-Laufwerk. Das Teil bootet endlos und weist auch gegenüber einem 166MHz-er keinerlei Geschwindigkeitsvorteile auf. Könnte eine Falschkonfiguration vorliegen, resp. - wo liegt überhaupt der Vorteil eines SCSI-Systems ?
an einen SCSI-Controller kann man 7 verschiedene SCSI-Geräte (HD, CD, Scanner usw ) anschließen. SCSI ist damit ein Vorgänger der heutigen USB-Schnittstelle. Beim BOOTEN muß der SCSI-Controller erst initiiert werden. Mit Strg-A oder Strg-D (beim booten) gelangt man in das SCSI-Konfigurationsmenü.
Wenn du mir den Typ des Controller und dein Betriebssystem nennst, kann ich dir vieleicht eine optimalere Einstellung mailen.
CUL
Peter
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an einen SCSI-Controller kann man 7 verschiedene SCSI-Geräte
(HD, CD, Scanner usw ) anschließen.
Bei neueren SCSI-Versionen sogar bis 14 Geräte.
SCSI ist damit ein
Vorgänger der heutigen USB-Schnittstelle.
Das halte ich jetzt aber für ein Gerücht.
SCSI ist ein Bus-System, wo die Geräte an einem Strang hintereinander angeschlossen werden. Beim letzten Gerät muss dann in irgendeiner Weise dieser Bus terminiert werden.
Es wird vor allem für Harddisks und CD-ROMs verwendet (Brenner und DVD-Laufwerke natürlich auch) und man kann auch Scanner daran betreiben. Ausserdem gibt es Bandlaufwerke, wie sie für Backups eingesetzt werden.
Früher war SCSI gegenüber MFM bzw. später IDE einiges schneller. Und, wie o.g. konnte man mehr Geräte anschliessen. Heute mit Ultra DMA und all dem Zeug ist IDE ziemlich gleichwertig, was die Geschwindigkeit betrifft. Aber SCSI hat noch mehr Vorteile. Bei SCSI gibt es nämlich, hauptsächlich für den professionellen Einsatz, sogenannte Hot-Plug-Geräte. In solchen Systemen kann eine Festplatte während dem Betrieb entfernt und durch eine andere ersetzt werden. Das wird z.B. in Grossrechner-Anlagen genutzt, um viel grössere Kapazitäten verfügbar zu haben. Mitunter sind da dann sogenannte Roboter, die ein Gestell voll Festplatten haben, die sie nach Bedarf wechseln.
Auf dem SCSI-Bus laufen die Daten übrigens parallel. USB ist, wie der Name 'Universal Serial Bus schon andeutet seriell. Und bei USB gibts nix mit Terminierung etc.
Ach ja, nochwas: Apple hatte lange Jahre immer SCSI in ihren Rechnern verwendet. Eigentlich erst mit dem IMac und damit der Mac-Auferstehung wurde auf IDE umgestellt. Dies half mit, den Preis des IMac niedriger zu gestalten.
SCSI ist damit ein
Vorgänger der heutigen USB-Schnittstelle.
Das halte ich jetzt aber für ein Gerücht.
In der Tat. SCSI und USB stehen nicht wirklich in Konkurrenz. SCSI ist um größenordnungen schneller als USB.
[…]
Früher war SCSI gegenüber MFM bzw. später IDE einiges
schneller. Und, wie o.g. konnte man mehr Geräte anschliessen.
Heute mit Ultra DMA und all dem Zeug ist IDE ziemlich
gleichwertig, was die Geschwindigkeit betrifft.
Naja, für den normalenm Rechner zu Hause mag das stimmen, für Server-Anwendungen ist SCSI aber - zumindest bei gewisser I/O-Belastung immernoch ein Muß.
habe einen etwas älteren Rechner zur Verfügung gestellt
bekommen und getestet. [AHA 2940 U/W unter 233 MHz] Derselbe
besitzt eine SCSI-Harddisk, wie auch ein SCSI-CD-ROM-Laufwerk.
Das Teil bootet endlos und weist auch gegenüber einem
166MHz-er keinerlei Geschwindigkeitsvorteile auf. Könnte eine
Falschkonfiguration vorliegen, resp. - wo liegt überhaupt der
Vorteil eines SCSI-Systems ?
hier kannst Du lesen, wenn Du ein wenig mehr über SCSI wissen möchtest:
Früher war SCSI gegenüber MFM bzw. später IDE einiges
schneller. Und, wie o.g. konnte man mehr Geräte anschliessen.
Heute mit Ultra DMA und all dem Zeug ist IDE ziemlich
gleichwertig, was die Geschwindigkeit betrifft.
Naja, für den normalenm Rechner zu Hause mag das stimmen, für
Server-Anwendungen ist SCSI aber - zumindest bei gewisser
I/O-Belastung immernoch ein Muß.
SCSI ist universeller und „intelligenter“ als IDE.
Bei SCSI gibt es keinen festgelegten Master. Dadurch ist es bei SCSI möglich, dass bei einem Kopiervorgang von einen Laufwerk zu einem anderen die CPU nur den Anstoss gibt und anschliessend das eine Laufwerk seine Daten direkt an das andere sendet.
Bei IDE MÜSSEN in einem solchen Fall die Daten zuerst vom einen Laufwerk in den Hauptspeicher und anschliessend vom Hauptspeicher zum anderen Laufwerk verschoben werden, wodurch in diesem Fall die Bandbreite von IDE halbiert wird.
habe einen etwas älteren Rechner zur Verfügung gestellt
bekommen und getestet. [AHA 2940 U/W unter 233 MHz] Derselbe
besitzt eine SCSI-Harddisk, wie auch ein SCSI-CD-ROM-Laufwerk.
Das Teil bootet endlos und weist auch gegenüber einem
166MHz-er keinerlei Geschwindigkeitsvorteile auf.
Viele, vor allem ältere, SCSI-Controller warten 1-2 Minuten, bis sie überhaupt erst anfangen nach Geräten zu suchen. Dies wurde gemacht damit die Geräte genug Zeit haben für Selbstests und um hochzufahren (so ein Bandlaufwerkmacht einiges, bis es READY meldet).