SD-Knoten: Radiojodtherapie oder OP?

Hallo,
bei mir sind vom Arzt vier heiße Knoten und eine Zyste bei der Schilddrüse gefunden worden (Ultraschall und zwei Aufnahmen mit Kontrastmittel). Ein Knoten ist von außen sichtbar. Es ist eine leichte Überfunktion der Schilddrüse diagnostiziert worden und ich habe auch entsprechende Symptome (z. B. Nervosität, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Schwitzen).
Der Arzt sagte nun, ich könnte zwischen der OP und der Radiojodtherapie wählen.

Spontan habe ich mich für die Radiojodtherapie entschieden - da der Arzt mir versicherte, dass sie keine Nebenwirkungen (außer Langeweile, weil ich nicht besucht werden darf) hätte.
Ich frage mich nun, ob das die richtige Entscheidung war. Welche Aspekte gibt es noch zu berücksichtigen, an die ich nicht gedacht habe?

Müsste ich bei der OP befürchten, dass meine Stimme in Mitleidenschaft gezogen würde? (Ich bin Amateursängerin, deshalb beschäftigt mich diese Frage.)
Warum darf ich während des 3-4tägigen Klinikaufenthalts nicht besucht werden, wenn die Radiojodtherapie doch so nebenwirkungsfrei ist?
Welche Methode ist effektiver mit Hinsicht auf eventuelle Gewebeveränderungen danach?
Werde ich, wenn ich nach einer der Maßnahmen in Unterfunktion bin (was lt. Arzt zu erwarten ist) und mit Medikamenten eingestellt wurde, noch mehr Schwierigkeiten haben, Gewicht abzunehmen? Werde ich dann immer Tabletten nehmen müssen, um meinen Schilddrüsenhormonpegel zu regulieren?

Wer kann mir hierzu kompetenten Input liefern?
Falls es wichtig ist: Ich bin 33 und übergewichtig, Nichtraucher, unsportlich.

Vielen Dank schon mal für eine Einschätzung und die Mühe, es aufzuschreiben :smile:

LG,
Sabine

Moin,
stimmen deine Altersangaben? Vor ein paar Jahren wurde mir noch gesagt, dass eine Radiojodtherapie erst ab 40-45 Jahren gemacht wird. Aber vielleicht ist das von Krankenhaus zu Krankenhaus unterschiedlich.

Bei einer Radiojodtherapie kann die Substanz zu hoch dosiert werden und es werden dann nicht nur die Knoten bestrahlt, sondern auch das gesunde Gewebe. Das ist mir passiert, d.h jetzt Thyroxin schlucken (für immer).

Ich wüsste nicht, dass die Stimme beeinträchtigt wird. Bei mir nicht, wurde auch nicht als Nebenwirkung genannt.

Man wird isoliert, weil die Strahlung auch auf die Schilddrüse von Gesunden im Umfeld wirken könnte. Da will man jedes Risiko ausschließen. Die Halbwertzeit ist relativ kurz, daher gelten die Vorsichtsmaßregeln nur kurz.

… noch mehr Schwierigkeiten haben, Gewicht
abzunehmen? Werde ich dann immer Tabletten nehmen müssen, um
meinen Schilddrüsenhormonpegel zu regulieren?

Ja, eventuell. Wenn du gut eingestellt bist wird sich an deinem Gewicht nichts groß ändern. Wenn du jetzt eine leichte Überfunktion hast solltest du eigentlich eher abnehmen.
…lux

Hallo,

du darft nicht besucht werden, weil du halt „strahlst“, und auch deine sämtlichen Körperausscheidungen aufgefangen werden in großen tanks, wo die Strahlung abklingt (quasi wie ein Atomzwischenlager).
Die Strahlung ist nicht gefährlich, aber ausserhalb deines Körpers halt messbar, und könnte rein hypothetisch halt Schwangere oder kleine Kinder schädigen. Ich habe selber meine Ausnildung in einer Klinik gemacht, die diese Therapie angeboten hat. Für die Patienten selber hört sich das alles schlimmer an als es ist.

Eine Op kann halt Narben hinterlassen und ist narkosetechnisch bei starkem Übergewicht sicher nicht ohne.

Ich rate Dir, hole Dir eine zweite Meinung ein.
Beides hat halt Vor- und Nachteile.

Lg

Brenna

Hallo,

Müsste ich bei der OP befürchten, dass meine Stimme in
Mitleidenschaft gezogen würde? (Ich bin Amateursängerin,
deshalb beschäftigt mich diese Frage.)

als ich 2005 an der Schilddrüse operiert wurde, wurde ich im Gespräch vor der OP darüber aufgeklärt, dass die Stimme in Mitleidenschaft gezogen werden könnte. Ich musste sogar vor der OP extra noch zum HNO. Wenn ich mich recht erinnere ging es darum, dass der Stimmbandnerv verletzt werden könnte. Allerdings musste bei mir die Schilddrüse so weit irgend möglich entfernt werden.

Viele liebe Grüsse
Petra

Hallo und Danke für eure Infos.
Ich werde wohl bei meiner Entscheidung bleiben und die Radiojodtherapie machen.
LG,
Sabine