Seat Leon, Probleme mit vorderen Bremsscheiben

Liebe Community,
ich fahre einen SEAT LEON 1,9 TDI Samba+ 66KW (90 PS), Baujahr 2005. Schaltgetriebe, 5 Türen, Diesel.

Ich habe dieses Fahrzeug als Neuwagen gekauft und der vordere Bremssatz musste nach ca. 52000 Kilometern ausgewechselt werden. Die 52000 KM fuhr ich ohne Probleme und ein einwandfreies, gleichmäßiges Bremsen.

Dann wurden die vorderen Bremsscheiben inkl. Bremsklötze ausgewechselt. Es wurden Seat Original Teile verwendet. Doch der Einbau bewährte sich nicht lange als „gut“; denn nach wenigen Tausend Kilometern ruckelte es beim Bremsen und bei einer Geschwindigkeit von 80 KM herunterbremsen vibrierte das Lenkrad.

Ab zum Händler -> dieser schaute dann nach, putze ordentlich und es ging ne Zeitlang „gut“. Nach wieder ein paar Tausend Kilometern war der gleiche Spuk wieder da.

Ab zum Händler -> jetzt schaute er wieder nach und tauschte mir die Bremsscheiben auf ZIMMERMANN aus. Jetzt wird´s wohl gut gehen tachte ich.

Leider nein, jetzt nach gut 2000 Kilometern. wenn ich bremse ruckelt zwar nicht immer das Lenkrad, aber es kommt mir beim Bremsen vor, als „ruckelt“ es anfangs, also ein nicht „gleichmäßiges“ Bremsen. Es ist eben schwer beschreibbar.

Meine Frage an euch: Was kann es da haben??

Glücklicherweise ist mein Händler sehr entgegenkommend, und sämtliche Arbeiten wurden bisher als Garantie behandelt. Aber schön langsam habe ich auch genug, immer diese Bremsscheiben.

Es kommt mir vor, als ruckelt es beim Bremsen. Habe auch wieder Termin beim Händler.
Aber was ist wenn der gleiche Spuk von vorne wieder losgeht. Ich habe echt schön langsam genug.

Zur Fahrweise: Ich fahre nicht extrem bremsend; sondern würde mein Fahren als zügig beschreiben. Schalte frühzeitig und vermeide so - längere Dauerbremsphasen. Fahre vorausschauend und angepasst.

Kannst du mit einiger Sicherheit sagen, das die Felgen vorne, nach sagen wir ca. 5 Km ohne Bremsen nicht heiß geworden sind? Zum Testen auf eine Seitenstraße gehen, die km ca. Fahren und dann durch herunterschalten und Handbremse(geht auf die Hinterräder), das Fahrzeug zum stehen bringen. Mit den Fingern vorsichtig die Temperatur auf den Felgen spüren.

und was würde ich daraus schließen

und was würde ich daraus schließen

Du meinst sicher, was ich daraus schließen könnte. Oder verstehe ich da was falsch?
Hast du den Test schon gemacht?
Wenn ja, wie war das Ergebnis?

Hallo!
Hallo!

In der Werkstatt mal fragen, ob die irgendwelches Fett oder eine Paste zwischen Radnabe-Bremsscheibe geschmiert/gesprüht haben. Wenn ja, weg damit.
Normalerweise schön saubermachen, und ganz leicht mit dünnem Sprühfett konservieren, und dann abwischen. So dass nur ein ganz geringer Fettfilm auf der Nabe bleibt.
Ich denke, das wird es sein.

Grüße, Steffen!

So - ich in jetzt ca. 7 Kilometer ohne Bremsen gefahren
hab dann auf die Felge gefühlt (links und rechts) und konnte keine Hitze - nichtmal ne Wärme feststellen!!!

So - ich in jetzt ca. 7 Kilometer ohne Bremsen gefahren
hab dann auf die Felge gefühlt (links und rechts) und konnte
keine Hitze - nichtmal ne Wärme feststellen!!!

Wenn die Felgen wirklich nicht warm geworden sind, kann mit Sicherheit gesagt werden, das der Bremszylinder im Bremssattel nach dem Bremsen so weit wieder zurück geht, dass das Lüftspiel von ca. 0,15 mm erreicht wird, d.h. die Bremsbeläge nach dem Bremsen nicht mehr auf die Bremsscheiben drücken. Eine Erwärmung / Überhitzung / Verformung der Bremsscheiben durch dauernd anliegende Bremsbeläge nicht gegeben ist.
Somit ist diese Fehlerquelle schon mal ausgeschlossen.
Weitere Fehlerquellen:
Bremsscheiben und Bremsbeläge passen nicht zusammen, d.h.
Hersteller der Bremsscheiben schreibt einen bestimmten Bremsbelaghersteller vor.
Bremsbeläge und Bremsscheiben müssen absolut metalisch rein = fettfrei zusammen- / eingebaut werden.

Weiter oben wurde von einem gewissenlosen Dummschreiber empfohlen mit Sprühöl zu arbeiten. Das führt unter Garantie zu einem unter Umständen tödlichen Unfall.

Gelesen habe ich, das Bremsscheiben nach dem Herstellen einer Wärmebehandlung unterzogen werden um den Verzug der Scheibe beim Bremsen zu minimieren.
Auch bei der Herstellung können Fehler gemacht werden.
Bekannt ist, das bei Touren in den Bergen die Scheiben, bei Nacht zu sehen, dunkelrot glühen können.

Wenn ich es richtig gelesen habe, ist deine Werkstatt sehr darum bemüht dich zufrieden zu stellen.
Bitte darum, das die Scheiben und Bremsbeläge noch einmal erneuert werden. Die Lieferanten der Bremsscheiben wissen um die Problem und liefern kostenlos neue Scheiben.
Und wundere dich nicht, siehe oben, wenn alle Teile vom gleichen Hersteller auf einmal funktionieren und das Bremsen keine Probleme mehr macht.
Und zum Schluß noch ein Rat: Fahre die Bremsbeläge / Bremsscheiben vorsichtig ein. Also erst mal ganz leicht bremsen, abkühlen lassen, etwas stärker bremsen usw.
Laß mal hören, wenn das Problem, wie auch immer gelöst wurde.

Auch bei der Herstellung können Fehler gemacht werden.
Bekannt ist, das bei Touren in den Bergen die Scheiben, bei
Nacht zu sehen, dunkelrot glühen können.

Hallo,

bei höchster thermischer Belastung der Scheibe bis zur Rotglut kann es - zB bei unterschiedlicher Kohlenstoff-Konzentration im Guss-Material - zu lokalen Aushärtungen kommen. Letztere bewirken ein ungleichmäßiges Tragbild mit „Rubbeln“.
Einzige Abhilfe : Neue Scheiben und absolute Extrembelastungen (mehrfach kurzfristige Vollbremsungen aus Vmax, lange Passfahrten mit Dauerbremsung per Betriebsbremse anstelle von Motorbremse) vermeiden.

Beobachtung stammt aus (heftigen) Laborversuchen an einem Bremsenprüfstand.

Gruß
Karl

Vom gewissenlosen Dummschreiber
Hi!

Weiter oben wurde von einem gewissenlosen Dummschreiber
empfohlen mit Sprühöl zu arbeiten. Das führt unter Garantie zu
einem unter Umständen tödlichen Unfall.

Also so dumm finde ich das garnicht,
ebensowenig mag ich solche Texte über mich.
Lies Dir meinen Text noch mal genau durch, und denke mal darüber nach!

Ich habe das erst kürzlich in einer Werkstattinfo zur Bremseninstandsetzung eines führenden Bremsenherstellers gelesen.

Hallo,

ich hatte exakt das gleiche Problem beim Golf. Hat viel Nerven gekostet. Es waren die Reifen. Diese hatten irgendeine Unwucht, die beim Fahren nicht zu bemerken war, aber durch welche die Bremsen regelmäßig nach wenigen tausend km zu rattern angefangen haben. Nachdem neue reifen aufgezogen waren, war das Problem beseitigt.

Gruß
Tilo

Hallo!
Ja, das kann ich bestätigen, das ist möglich.
Ich habe das selbe auch mit einem 5er BMW schon erlebt.
Mit einer neuen, vorderen Bremsengarnitur bestand das Problem leider immer noch.

Nachdem ich dann die Winterräder montiert hatte, war es weg…

Grüße, Steffen!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi!

50 TKm für die vorderen Bremsen ist bei vielen Fahrern normal.

Das Ruckeln der neuen Bremsen ist m.E.n. entweder auf Rost wegen zu geringer Nutzung oder auf eine Unwucht zurückzuführen.

Tausch doch erst mal die Reifen von vorne nach hinten.

Grüße,

Mathias

Hallo!
Jetzt bin ich heute Italien gefahren, Autobahn und es ist ja so, dass dieses nicht „runde“ Abbremsgefühl da ist, heute auf der Autobahn stellte ich fest, wenn ich von 140 runterbremse es ruckelt und das Lenkrad auch ruckelt, aber nur ab und zu. Würde ja wieder nach verz. Bremsscheiben hindeuten. Oder. Und das nach 4000 km. Der 1. Satz wie gesagt hielt 50000 km und ich fahre nicht viel anders als mit dem 1. Satz. Ich bin schön langsam am verzweifeln. So geht das FZ ja perfekt und alles aber die Bremsen…