Seb immolnvest dws sachwerte

Guten Tag,
hat jemand Erfahrung mit DWS Sachwerte und SEB Immolnvest?
Möchte mein Erbe anlegen und mein Berater hat mir oben genanntes vorgeschlagen.
Möchte immer gut über mein Geld verfügen können und es soll einigermaßen sicher sein, da ich alleine rziehend bin und mein Sohn gut versorgt…falls mal was passiert.
Oder sind Bundesanleihen sinnvoller?
Für Antworten und Anregungen wäre ich dankbar.
Ally

Hallo,

für eine umfassende Antwort bräuchte ich natürlich
Details. Auf Basis der gemachten Informationen möchte
ich folgende Tipps machen:

  • DWS Sachwerte würde ich nur - wenn überhaupt - mit
    einem kleinen Anteil berücksichtigen. Der Fonds ist
    noch zu jung und es liegen keine Erfahrungswerte vor.

  • SEB Immoinvest ist grundsätzlich eine gute Anlage für
    Ihren Zweck. Sie sollten aber den Fonds im Internet
    kaufen - dort gibt es ihn kostenlos - ansonsten fallen
    satte 5 % an.

  • offene Immobilienfonds haben im Moment einen
    Beigeschmack (Liquiditätsproblem). Sie sollten Ihr
    Kapital auf verschiedene Fonds verteilen bzw. Ihre
    Anlage auf verschiedene Anlagen verteilen.

  • Bundesanleihen sind voll zu versteuern und haben aus
    meiner Sicht eine zu niedrige Verzinsung.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Viele Grüße,

Eckhard

[Team: persönliche Daten entfernt]

Grundsätzlich ist gegen die Fonds nichts zu sagen. Der DWS ist ziemlich neu, hat aber wohl eine gute Anlagestrategie. Bei dem Immofond kann an sich nichts falsch machen.
Bei den Andeutungen die du sonst machts stellt sich aber die grundsätzliche Frage der richtigen Anlagestruktur. Dazu müßten aber viel mehr Informationen gegeben werden.

Gruß Matthias

Hallo Ally,

wenn es sich um einen größeren Geldbetrag handelt dann würde ich breiter Streuen. Sachwerte und offene Immobilienfonds sind sicher gut und richtig zur Zeit, wobei bei den Immobilienfonds ein kleines Restrisiko bleibt, dass die Verfügbarkeit nicht immer gegeben ist (zur Zeit haben einige Fonds mit massiven Kapitalabflüssen zu kämpfen, so dass diese Fonds zeitlich begrenzt den Verkauf der Anteile aussetzen (man kommt also nicht an sein Geld ran). Hintergrund ist, dass es Unsicherheiten gibt, dass die Immobilien, die in diesen Fonds stecken evtl. zu hoch bewertet sind und es zu einer Korrektur kommen könnte (auch aufgrund der Immobilienkrise). Grundsätzlich ist das aber eine sehr solide, steuerlich günstige und inflationsgeschützte Geldanlage - aber eben nicht alles auf eine Karte setzen. Ich würde auch durchaus einen Aktienfonds einstreuen und vielleicht einen Mischfonds, wie den Carmignac Patrimoine: http://fonds.onvista.de/snapshot.html?ID_INSTRUMENT=…

Auch der Sauren Global Defensiv wäre vermutlich ein Kandidat: http://fonds.onvista.de/snapshot.html?ID_INSTRUMENT=…

Bundesanleihen sind meiner Meinung nach keine Alternative. Zwar sind diese sehr sicher, aber bieten dafür kaum Ertrag oberhalb der Inflation.

Viele Grüße

Hallo Ally,

im DWS Sachwert sind u.a. Aktien und Rohstoffe enthalten, was zu einem entsprechenden Kursrisiko führt. Die DWS stuft den Fonds in Risikoklasse 3 ein, also erhöhtes Risiko. Von einigermaßen sicher kann hier keine Rede sein.

Die Wertentwicklung des SEB Immoinvest gehört seit Jahren zu den Top 5 der offenen Immobilienfonds.
Zuletzt wurde allerdings der Ruf etwas ramponiert, da er über fast ein Jahr hinweg zwar gekauft, aber nicht mehr verkauft werden konnte. Dies ist bei offenen Fonds eher ungewöhnlich. Die Sperrung gegen Käufe kommt in dieser Fondssparte allerdings gelegentlich vor (wenn mehr Geld zufließt, als in Immobilien investiert werden kann) und dauert meist wenige Monate. Eine Sperrung gegen Verkäufe heißt, daß der Fonds mehr Geldabflüsse hat, als durch den Verkauf von Immobilien oder kurzfristige Kreditaufnahme bereitgestellt werden kann.
Dennoch gehört der Fonds zu den Spitzenfonds und sollte mit einem Anlagehorizont von mindstens 5 Jahren gekauft werden, da es zu zwischenzeitlichen Kursschwankungen kommt.

Eine Bundesanleihe macht sicherlich gar keinen Sinn, da ein Kauf von 10-jährigen Papieren in einer Niedrigzinsphase sinnlos ist. Bei steigenden Zinsen ist man an die Laufzeit gebunden oder muß mit Kursverlusten verkaufen. Hier sind aktuell eher kürzere Laufzeiten zu bevorzugen.

Davon abgesehen sind diese Anlageformen nicht vergleichbar. Die Anleihe ist eine Geldanlage, der SEB Immoinvest eine Sachwertanlage.

Je nach Größe des Erbe käme aber eine Aufteilung in verschiedene Anlagearten und -laufzeiten in Frage.
Ruhig mal bei der Hausbank nachfragen, was die für festverzinsliche Anlagen haben (z.B. ähnlich Bundesschatzbrief wg vorzeitiger Verfügbareit ohne Kursrisiko), ergänzt mit anderen Anlagen wie z.B. einem Immobilienfonds wie dem SEB Immoinvest.

Beste Grüße
Jürgen