Security Suite

Hallo Experten,

was taugen die Security Suiten von Kaspersky, Bitdefender und Co.?

Welche ist die beste für welche Anwendung?

Oder ist das eh nur vorgegaukelte Sicherheit?

Im Moment benutze ich die WinXP Firewall und AntiVir - fahr ich damit am besten?

Meine Anforderung:
I-Net surfen, das ein oder andere Onlinegame und selten mal ein Zugriff auf FTP Server im Netz.

Danke und Gruß Loop

Hallo,

was taugen die Security Suiten von Kaspersky, Bitdefender und
Co.?

Sie lassen Manager glauben, dass sie was für die Informationssicherheit tun.

Oder ist das eh nur vorgegaukelte Sicherheit?

Das trifft es m.E. nach am besten.
Eine „personal Firewall“ macht normalerweise kaum etwas, was man nicht einfach dadurch erreichen könnte, dass man nicht benutzte Services abschaltet.

Ein Virenscanner erkennt immer nur alte Viren, schützt also i.A. nicht vor den wirklichen Gefahren.

Meine Anforderung:
I-Net surfen, das ein oder andere Onlinegame und selten mal
ein Zugriff auf FTP Server im Netz.

Da brauchst du

  1. Hirn
    und
  2. ein sicheres Betriebssystem (bei dem du nicht als admin/root angemeldet bist).
  3. sichere Anwendungsprogramme (z.B. nicht Internet Explorer, ICQ, AIM und wie sie alle heissen).

Grüße,
Moritz

Im großen und ganzen sind diese ganzen Suiten alle ziemlich gleich. Haben Antivirus, Antispam, Firewall, Kindersicherung, etc. enthalten. Letztes Jahr war die eine gut, dieses Jahr eine andere, im nächsten Jahr wieder eine andere. Die Compi-Zeitschriften bringen ja jedes Jahr einen Test.

Abgesehen davon, daß es so gesehen keine eierlegende Wollmilchsau gibt, die in allen Bereichen top ist, muß man entweder mit verschiedenen Einzelprodukten arbeiten, oder aber mit den einen oder anderen „Kinderkrankheiten“ leben. Wichtig ist sicher die Erkennungsrate bei Viren, Trojaner, Würmern, Rootkits, etc. Ein anderer Aspekt ist die Häufigkeit der Updates und wie diese verarbeitet werden.

Ich hatte zuletzt z.B. die Suite von Panda auf 3 Rechnern, da die Erkennungsrate recht hoch war, allerdings hat er beim Updaten meine Rechner immer für mehrere Minuten dermaßen in den Resourcen-Keller gezogen, daß ich nebenher so gut wie nichts machen konnte. Auch waren zuletzt vermehrt Programmfehler aufgetreten, daß es angeblich Schwierigkeiten mit manchen Programmdateien gäbe und man die Suite neu installieren sollte.

Ich bin jetzt auf die Avira Suite (wie Du mit AntiVir) umgestiegen und bisher recht zufrieden damit. Die Erkennung/Prüfung läßt sich gut einstellen, die Updates gehen zügig und ohne großen „Resourcenklau“, etc. Andere Anwender hier werden Dir sicher anderes erzählen…letztendlich ist es Geschmackssache, denn der wichtigste Schutz eines PC ist und bleibt der Anwender selbst. Keine Sec Suite kann diesen „Schutz“ ersetzen.

Wenn Du aber Updates nicht 3 mal am Tag brauchst, sondern mit Updates alle 3 Tage auch zufrieden bist, dann fährste mit der kostenlosen AntiVit und der Windows Firewall sicher nicht verkehrt - vorausgesetzt Du hast zwischen Dir und dem Internetzugang einen Router, der auch eine Firewall, etc. hat.

Christian

Hallo Loop

was taugen die Security Suiten von Kaspersky, Bitdefender und
Co.?

Sie taugen in erster Linie dazu, die Performance heutiger Rechner zu bändigen und die Finanzen der Hersteller aufzubessern.

Oder ist das eh nur vorgegaukelte Sicherheit?

Überwiegend ja.

Im Moment benutze ich die WinXP Firewall und AntiVir - fahr
ich damit am besten?

Sicherheit ist etwas, das man nicht in Schachteln kaufen kann, egal ob rote oder gelbe… man muss es leben. Sicherheit ist ein Zusammenspiel verschiedener Komponenten. Zu den wichtigsten Komponenten gehören:

  • Vernünftige Wahl von Betriebssystem und Programmen. Ist es für Dich absolut zwingend, Windows zu verwenden? Oder wäre Linux für Dich machbar? Wenn es denn Windows sein muss, würde ich nach Möglichkeit darauf verzichten, IE und OE zu verwenden. Besser (bzw. weniger unsicher) sind z.B. Firefox und Thunderbird.

  • Vernünftige Konfiguration von Betriebssystem und Programmen. Etwa beim E-Mailprogramm einstellen, dass alle E-Mails standardmässig als ‚Nur Text‘ angezeigt werden. Und beim Betriebssystem nur die wirklich nötigen Dienste laufen lassen bzw. sie zumindest mit einem Paketfilter wie der XP-eigenen Firewall vor Zugriffen von aussen schützen. Oder besser gleich einen Router einsetzen.

  • Betriebssystem und Programme aktuell halten. Sei es durch Verwendung der jeweiligen ‚Automatischen Update-Funktion‘ oder durch eigenes, regelmässiges Einspielen von Updates.

  • Daten und evt. das gesamte System regelmässig extern sichern, da neben Viren etc. auch allfällige Hardware-Defekte ein Risiko für Datenverlust darstellen.

  • Nach Möglichkeit das System so einrichten, dass Du im Normalfall nur mit eingeschränkten Rechten arbeitest. Admin-Rechte solltest Du nur dann verwenden, wenn das zwingend nötig ist. Wenn Du Dir mit eingeschränkten Rechten eine Malware einfängst, kann die in den meisten Fällen weniger Schaden anrichten.

  • Generelle Vorsicht im Umgang mit Daten aus unbekannter bzw. unsicherer Quelle. Wobei das Internet grundsätzlich als unsicher einzustufen ist. E-Mailattachments nach Möglichkeit nur gegen vorherige Ankündigung annehmen, Dateinamen sorgfältig prüfen und so weiter.

  • Evt. einen Zweitrechner (ggf. als virtuelles System, VMWare/VirtualPC…) einrichten, wo Du Sachen austesten kannst, bevor Du sie auf Deinem Hauptsystem installierst.

  • Wissen aneignen. Denn Wissen ist Macht.

Virenscanner und andere Arten von Sicherheitssoftware können evt. in gewissem Umfang diese Massnahmen ergänzen. Keinesfalls aber ersetzen.

CU
Peter