Hallo Chris,
Wie kann, darf, soll man das eigentlich interpretieren?
Da steht ja „alle Tage bis an der Welt Ende“ - aber bezieht
sich das auch auf die, die Sterben, gestorben sind, die sind
doch dann, wie soll ich sagen, nicht mehr „auf der Welt“,
sondern wer weiß wo …?
ja wo denn?
„In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin.“ (Joh.14,2-3)
wenn man gestorben ist und ich die Offenbarung recht
verstanden hab (Offenbarung 20,13: „Und das Meer gab die Toten
heraus, die darin waren, und der Tod und sein Reich gaben die
Toten heraus, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein
jeder nach seinen Werken.“) ist man doch, wenn man gestorben
ist und noch aufs „Gericht wartet“ erstmal irgendwo in einem
„Zwischenzustand“, oder?
Immer schön der Reihe nach 
Erst Vers 4-6
"Und ich sah die Seelen derer, die enthauptet waren um des Zeugnisses von Jesus und um des Wortes Gottes willen, und die nicht angebetet hatten das Tier und sein Bild und die sein Zeichen nicht angenommen hatten an ihre Stirn und auf ihre Hand; diese wurden lebendig und regierten mit Christus tausend Jahre. Die andern Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die tausend Jahre vollendet wurden. Dies ist die erste Auferstehung. Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre. "
„Und wenn die tausend Jahre vollendet sind“ (Vers 7)
„Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken.“ (Vers 12)
"Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl. " (Vers 15)
Dazu sagte Jesus:
„Doch darüber freut euch nicht, daß euch die Geister untertan sind. Freut euch aber, daß eure Namen im Himmel geschrieben sind.“ (Luk.10,20)
Ist da dann Jesus auch schon, noch für einen da? Denn wenn es
noch VOR dem Gericht ist, dann ist doch noch gar nicht klar,
WIE man von Gott gerichtet wird, oder?
„Weil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so laßt uns festhalten an dem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. Darum laßt uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben.“ (Hebr.4,14-16)
Werde ich als Christ überhaupt noch „gerichtet“, das ist doch
schon durch Jesus für mich passiert, oder?
„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.“ (Joh.5,24)
„Gilt“ das nach meinem Tod noch?
ja
Wo komme ich dann aber nach dem Sterbeprozess hin?
Zwischenzustand oder gleich bei Gott für immer?
„Du aber, Daniel, geh hin, bis das Ende kommt, und ruhe, bis du auferstehst zu deinem Erbteil am Ende der Tage!“ (Dan.12,13)
Was für Daniel galt, gilt für uns alle.
"Wir wollen euch aber, liebe Brüder (und Schwestern *g*), nicht im Ungewissen lassen über die, die entschlafen sind, damit ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die, die entschlafen sind, durch Jesus mit ihm einherführen.
Denn das sagen wir euch mit einem Wort des Herrn, daß wir, die wir leben und übrigbleiben bis zur Ankunft des Herrn, denen nicht zuvorkommen werden, die entschlafen sind. Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet euch mit diesen Worten untereinander. (1.Thess.4,13-18)
Auch Jesus war in den 3 Tagen, die er begraben war, nicht bei seinem Vater, sondern im Totenreich.
„Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater.“ (Joh.20,17)
Was aber hat dann das 1000jährige Reich zu bedeuten
(http://www.bibel-online.net/buch/66.offenbarung/20.h…),
werden wir dann alle nochmal „geprüft“?
Das 1000jährige Reich ist die Erfüllung der Prophetie Daniels.
„Aber zur Zeit dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Reich aufrichten, das nimmermehr zerstört wird; und sein Reich wird auf kein anderes Volk kommen.“ (Dan.2,44)
Fragen über Fragen … die Offenbarung ist wirklich ein harter
Tobak in Sachen Interpretation …
Und es gibt auch viele verschiedene Interpretationen, die man nicht klar als wahr/falsch einstufen kann, weil es eben um Zukünftiges geht und wir noch nicht alle Erkenntnis haben.
Aber zumindest haben wir ein Versprechen Jesu:
„Aber der Tröster, der heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ (Joh.14,26)
Gruss Harald