Seebeben - eine nicht beantwortb. Frage

Hallo Chris,

wär das schön, wenn Menschen mal das Lesen zwischen den
Zeilen lernen würden …

Danke fuer die Belehrung.

ich habe meine Frage an Christen gestellt, weil und nur weil
ich hier keine unendliche Diskussion anzetteln will, die bei
solchen Fragen immer kommt: siehste, soviel Leid, also kann es
keinen Gott geben.

Trotzdem bleibt das hier ein Forum und du kannst dir
nicht raussuchen, von wem du Antworten kriegst und von
wem nicht. Du kannst dir aber raussuchen, welche
du lesen und welche du beantworten willst.

ich ziehe hier Asien meiner Frage heran. Der Kernpunkt meiner
Frage aber ist nicht, ob Asien, Afrika oder Irak, sondern der
Kernpunkt geht um was ganz anderes, siehe meine anderen
Postings.
Es geht darum, auf welche Zusagen, Aussagen Gottes ich mich
als „Kind Gottes“ verlassen darf und worauf nicht sollte.
Asien war hier nur Demonstrationsbeispiel.

Fein. Aber warum gerade jetzt Asien? Meines waren nur Beispiele
um zu zeigen, dass das Leid der Unschuldigen
es schon immer gibt. Die Frage, wie Gott da eingreift oder
eben nicht, nennt man Theodizee und ist schon ziemlich
alt und ziemlich ausgelutscht, aber immer noch diskussions-
wuerdig. Dein Ausgangsposting brachte es auf eine Ebene,
die mich an kindliche Vorstellungen von Schutzengeln
erinnnert hat.

Gruesse
Elke

seebeben - sündflut!

Ich verzichte dankend auf
irgendwelche antichristlichen Thesen, die von meiner
Fragestellung abweichen.

schon klar.

bei den opfern handelt es sich zum großen teil um heiden, die den weg
zur wahrhaftigkeit ablehnen und irgendwelchen dumpfgrinsenden buddhas
und sonstigen götzen hinterherlaufen.

strafe muß sein!

war das christlich genug, um gnade vor deinen augen zu finden?

f.

Den Blick auf Gott gerichtet
Hallo Rolf,

Du scheinst eine enge Vorstellung dessen zu haben, wie dieser
Schutz auszusehen hat.
Wahrscheinlich etwa so: Wenn das biologische Leben gerettet
oder erhalten wird, dann hat der Engel gewirkt
(«funktioniert»), und sonst muss man sich fragen, wo der
pflichtvergessene Kerl steckte.

Oh nein! WEnn du mich kennen würdest und meinen Lebensweg, da kann ich NUR rückblickend sehen, wo ich „beschützt“ war. Beschützt meine ich hier nicht nur, lebend unversehrt, sondern beschützt auch dahin, dass mir etwas „passiert“, was nach Gottes Plan gut für mich ist, obwohl (!) ich es vielleicht derzeit nicht für gut erachtet hatte und es mich aus der Bahn geworfen hatte und ich sehr drunter gelitten habe. Im NACHHINEIN erst hab ich den „Plan“ erkannt und für perfekt befunden, befinden können.

Wie kommst du dazu, dies so eng zu sehen?
Wer bist du, dass du den Engeln quasi vorschreibst, was sie
zu tun haben?

Wo steht, dass ich den Engeln etwas „vorschreibe“?
Ich habe ein „Warum“ als Frage gestellt und nicht „warum tut ihr dies nicht oder jenes nicht“?

Außerdem geht es in meiner Frage um was ganz anderes; offenbar hab ich mich missverständlich ausgedrückt, da so viele auf den „Vorschriften“ hier rumreiten:

meine Frage ist: auf welche - bibelgestützten - Zusagen, Aussagen Gottes kann man sich als „Kind Gottes“ blind verlassen, darf man sich verlassen und auf welche besser vielleicht nicht?

Ich hab mir einen ganz einfachen naiven Kinderglauben bewahrt (Matth. 18,3 http://www.bibel-online.net/buch/40.matthaeus/18.htm…) - und verlasse mich gerne ganz naiv auf Gottes Zusagen - er wirds schon „irgendwie richten“.

Aber dann richte ich auf den Blick auf andere, die vielleicht auch wie ich das tun und eben nicht behütet bleiben - da frage ich mich dann natürlich, warum die einen und die anderen nicht?

DAS war meine Frage: auf was kann man sich verlassen und auf was besser nicht?

Christina

Verlassen oder nicht verlassen können
Hallo Andrea,

Du betrachtest das „hier & jetzt“ und stellst den Schutz
Gottes in Frage.

Ich möchte es gern anders ausdrücken: ich stelle Gottes Schutz nicht in Frage, sondern ich versuche eine Antwort darauf zu finden, wie ich es zu sehen habe, sehen sollte, wenn ich mich blindlings auf Gottes Zusagen bzgl. seines Schutzes verlasse (http://www.bibel-online.net/buch/19.psalmen/91.html#…) und andere das vielleicht auch tun, aber ihnen doch großes Leid geschieht …

Da frage ich mich, auf was sollte man sich verlassen können, dürfen, müssen und auf was nicht - bezogen auf Gottes Zusagen in der Bibel, meine ich.

Aber das „hier & jetzt“ ist doch im Vergleich, was dich
erwartet, wenn Gott eingegriffen hat, nur wenige Sekunden.
Für Gott ist eine kurze Zeit - für uns Menschen von langer
Dauer.
Aber wenn Gott eingreift, dann gibt es für uns doch ein ewiges
Sein.
Dann wird unser jetziges Leben von ca. 80 Jahren auch nur
einer kurzen Zeit entsprechen.

Siehst du das anders?

Lieber Himmel, sorry, aber das ist mir jetzt echt zu hoch.
Verstehe leider gar nicht, was du sagen möchtest …

Christina

Aber das „hier & jetzt“ ist doch im Vergleich, was dich
erwartet, wenn Gott eingegriffen hat, nur wenige Sekunden.
Für Gott ist eine kurze Zeit - für uns Menschen von langer
Dauer.
Aber wenn Gott eingreift, dann gibt es für uns doch ein ewiges
Sein.
Dann wird unser jetziges Leben von ca. 80 Jahren auch nur
einer kurzen Zeit entsprechen.

Siehst du das anders?

Lieber Himmel, sorry, aber das ist mir jetzt echt zu hoch.
Verstehe leider gar nicht, was du sagen möchtest …

Christina

Entschuldigung, wenn man selbst weiß was man meint, dann überdenkt man nicht was man schreibt.

Gott wird doch eingreifen u dem ganzen Elend ein Ende setzen u dann können wir Friede Freude Eierkuchen leben, kein Tod, keine Krankheit, kein Elend kein Hunger.

Diese Zeit im Garten Eden wird doch ewig bestehen, oder?

Wir Menschen leben so ca. 80 Jahre auf der Welt - sprich 80 Jahre mit Elend, mit Tod mit Krankheiten etc.

Wenn man nun 80 Jahre in Verhältnis setzt zu der Ewigkeit, dann sind die 80 Jahre doch schwindend gering, oder?

Für Gott ist es auf jeden Fall nur eine kurze Dauer.

Wenn man nicht das „hier & jetzt“ betrachtet (sprich die 80 Jahre) sondern dass danach, dann ist das was wir jetzt aushalten nur ein kleines Ziepen - für die Ewigkeit.

LG

Andrea

Hallo Chris,

nachdem ich jetzt alles bisher geschriebene gelesen habe, weiss ich immer noch nicht, was Dein eigentliches Problem ist.

Aber vielleicht hilft Dir folgende Geschichte etwas weiter:

Es war einmal ein alter Einsiedler. Der murrte immer gegen Gottes Wege. Eines Tages wurde ihm im Traum gezeigt, was ihn stille machte: Es erschien ihm ein Gottesbote. Der forderte ihn auf, mit ihm zu gehen, Sie kamen in ein Haus, wo sie freundlich aufgenommen wurden. Der Hausherr sagte: „Ich feiere heute einen frohen Tag. Mein Feind hat sich mit mir versöhnt und zur Bekräftigung der Bekanntschaft diesen goldenen Becher geschickt." Am anderen Tag sah der Einsiedler, wie der Gottesbote den Becher mitnahm, und er wollte böse werden. Er bekam zur Antwort: „Schweig, so sind Gottes Wege!"

Bald kamen sie wieder in ein Haus. Der Hauswirt, ein Geizhals, fluchte über die ungebetenen Gäste und tat ihnen alles Leid an. „Da müssen wir gehen", sagte der Gottesbote und - schenkte dem Geizhals - den goldenen Becher. Der Einsiedler wollte aufbegehren … „Schweig - so sind Gottes Wege!"

Am Abend kamen sie zu einem Mann, der seht traurig war, weil er es mit all seiner Arbeit nicht vorwärts brachte und immer vom Unglück verfolgt wurde. „Gott wird dir helfen!" sagte der Bote - und zündete ihm beim Weggehen das Haus an. „Halt!" schrie der Einsiedler … „Schweig, so sind Gottes Wege!"

Am 3. Tag kamen sie zu einem Mann, der finster in sich gekehrt war, nur mit seinem Söhnchen war er freundlich, denn er hatte es sehr lieb. Als sie am anderen Tag weggingen, sagte der Mann: „Ich kann euch nicht begleiten, aber mein Söhnchen darf bis zur Brücke dort mit. Gebt acht auf das Kind!" „Gott wird es behüten," sagte der Bote - und warf das Kind in den Fluß. „Du heuchlerischer Teufel!!" schrie der Einsiedler, „das sind nicht Gottes Wege!"

In diesem Augenblick verwandelte sich der Bote in einen Engel voll himmlischen Glanzes: „Höre! Der Becher war vergiftet, den freundlichen Mann habe ich vom Tode gerettet, der Geizhals aber hat sich den Tod damit getrunken. Der arme Mann wird beim Aufbau seines abgebrannten Hauses einen Schatz finden, mit dem ihm aus aller Not geholfen ist. Der Mann, dessen Kind ich in den Strom warf, war ein schwerer Sünder; das Kind, das er erzog, wäre sonst ein Mörder geworden. Der Verlust des Söhnchens wird nun des Vaters Herz zur Umkehr bringen; Das Kind aber ist jetzt bei Gott gut aufgehoben und hat es gut. Siehe - nun hast du ein Stück von der Weisheit Gottes gesehen. Ehre künftig sein verborgenes Walten!"
(Pfarrer Wilhelm Busch)
http://www.evangelium.de/leben_live/deas_97-07-20.html

Gruss Harald

hi,

schöne geschichte. bis zu diesem punkt - wo es mir übel wurde:

das Kind, das er
erzog, wäre sonst ein Mörder geworden. Das
Kind aber ist jetzt bei Gott gut aufgehoben und hat es gut.

da fühle ich irgendwie fatal an die aussagen von religiösen fanatikern erinnert. der tod eines völlig unschuldigen menschen, und schon gar nicht der eines kleinen kindes, kann nie „gut“ sein. prophylaktische todesstrafe? nope, da gehe ich nicht mehr mit.

gruß
datafox

Ein ‚guter‘ Tod?

hi,

schöne geschichte. bis zu diesem punkt - wo es mir übel wurde:

das Kind, das er
erzog, wäre sonst ein Mörder geworden. Das
Kind aber ist jetzt bei Gott gut aufgehoben und hat es gut.

da fühle ich irgendwie fatal an die aussagen von religiösen
fanatikern erinnert. der tod eines völlig unschuldigen
menschen, und schon gar nicht der eines kleinen kindes, kann
nie „gut“ sein. prophylaktische todesstrafe? nope, da gehe ich
nicht mehr mit.

Hallo,

damit hab ich auch ein Riesenproblem!
Sicherlich ist für uns der Tod was anderes als für Gott, für uns ist es schlimm, das Ende im irdischen Sinne, tut evtl. weh, ist so endgültig. Aber andererseits müsste Gott doch verstehen, dass Tod für uns was ganz furchtbares ist - Jesus hat ja auch am Kreuz geschrieen „mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen“.

Insofern hab ich ganz große Schwierigkeiten, mir zu verinnerlichen, dass der Tod eines Menschen „gut“ sein soll, „gewollt“ sein soll, „Sinn machen“ soll.

???

Christina

Hallo datafox,

der tod eines völlig unschuldigen
menschen, und schon gar nicht der eines kleinen kindes, kann
nie „gut“ sein. prophylaktische todesstrafe? nope, da gehe ich
nicht mehr mit.

warum Todesstrafe?
Wo steht, dass der Tod eine Strafe ist?

Gruss Harald

Hallo Chris,

damit hab ich auch ein Riesenproblem!

Wie kann man mit dem Tod ein Problem haben, wenn man eine Hoffnung auf die Ewigkeit hat?

Sicherlich ist für uns der Tod was anderes als für Gott, für
uns ist es schlimm, das Ende im irdischen Sinne, tut evtl.
weh, ist so endgültig. Aber andererseits müsste Gott doch
verstehen, dass Tod für uns was ganz furchtbares ist -

Es ist doch nur für die Hinterbliebenen etwas Furchtbares.
Für den Gestorbenen ist es eine Erlösung oder Belohnung.

Jesus
hat ja auch am Kreuz geschrieen „mein Gott, mein Gott, warum
hast du mich verlassen“.

Da ging es aber um etwas ganz anderes.
Jesus fühlte sich von seinem Vater getrennt, weil die Schuld der ganzen Welt plötzlich auf ihm lag.
Siehe, des HERRN Arm ist nicht zu kurz, daß er nicht helfen könnte, und seine Ohren sind nicht hart geworden, so daß er nicht hören könnte, sondern eure Verschuldungen scheiden euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch.“ (Jes.59,1-2)

Insofern hab ich ganz große Schwierigkeiten, mir zu
verinnerlichen, dass der Tod eines Menschen „gut“ sein soll,
„gewollt“ sein soll, „Sinn machen“ soll.

Die Erfahrungen haben gezeigt, dass oft der Tod eines geliebten Menschen, einen Sinneswandel herbeiführen kann. Insofern handelt es sich hier um einen Lernprozess.

Wenn wir an die Worte Davids denken:
Ich aber, HERR, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott! Meine Zeit steht in deinen Händen.“ (Ps.31,15-16),
werden wir merken, dass der Zeitpunkt des Ablebens von Gott bestimmt wird.

Gruss Harald

1 „Gefällt mir“

Hier also steckt des Pudels Kern
Hi Chris,

DAS war meine Frage: auf was kann man sich verlassen und auf
was besser nicht?

Heissa, so stell ich mir wahren Glauben vor
(entschuldigung, ich bin nun mal Agnostiker und
muss sowas wie Glauben staunend aus der Zimmerecke
ansehen) –
man sucht sich genau das raus, was einem passt!

Und sag mir nicht wieder, ich haette nicht richtig
gelesen. Von jemand der „Nichtliebe“ mit „Naechstenliebe“
verwechselt, nehme ich solche Mahnungen nicht an.
Besonders nicht, wenn solche Aussagen wie oben getaetigt
werden.

Gruesse
Elke

Hallo,
für mich persönlich gibt es keine Antwort. Ob nun die Ereignisse in Südostasien oder auch individuelles Leid: Angesichts der Theodizee-Frage halte ich es für angemessen, zu schweigen. In Spiegel-online hat Bischof Huber eine (m.E. theologisch erbärmliche) Antwort gegeben, die doch nur zeigt, daß es Grenzen theologischer Weichspülerei gibt.
Die sich einstellende Anklage Gottes durch den Menschen halte ich für angemessen.
Mein Lieblingstheologe hat an dieser Stelle den Mut gehabt, von der Unbegreiflichkeit und Verborgenheit Gottes zu sprechen. Im positiven ist Sie leichter zu akzeptiere: Wenn Gott die Liebe ist, dann unterscheidet sich seine Liebe von der des Menschen. Der Mensch liebt das, was er als schön vorfindet, Gott liebt das, was ist, indem er es durch seine Liebe schön macht.
Im „Negativen“ bietet auch das nicht wirklich Trost, Erkenntnis o.ä.
Jedenfalls denke ich, daß jeder Versuch, angesichts der Ereignisse Gott einen menschlich nachvollziehbaren Willen zuzuschreiben, einerseits in Menschenverachtung, andererseits in Blasphemie endet.

Neujährliche Grüße,
Taju

Die Ungewissheiten des Todes
Hallo Harald,

*Sternchen" für deinen Beitrag, sie sind mir die wertvollsten von allen, weil immer ein Korn Wahrheit darin steckt.

Wie kann man mit dem Tod ein Problem haben, wenn man eine
Hoffnung auf die Ewigkeit hat?

Naja, da vermischen sich bei mir Glaube und Psychologie. Wie soll ich das erklären, das liegt in meiner Person begründet, dass ich panische Angst vor dem Tod hab - nicht weil dann „alles aus“ ist, sondenr weil ich nicht weiß, wohin, wie, ob man sich nicht „verläuft“ im übertragenen Sinne, dass man dorthin kommt, wo man hin soll - und alles halt alleine. Ich glaube, niemand kann bei allem Glauben an die Ewigkeit „lustig“ sterben, schon gar nicht, wenn man dabei Schmerzen hat.

Es ist doch nur für die Hinterbliebenen etwas Furchtbares.
Für den Gestorbenen ist es eine Erlösung oder Belohnung.

Sicher. Aber ich stelle mir meinen Tod recht „plastisch“ vor, weil ich mir so gar nicht vorstellen kann, dass ich damit „einfach weg“ bin. Sondern ich denke mir, ich komme in irgendeinen „Zustand“, weiß der Himmel, wie, wo, was - keine Ahnung, ob „das“ „weh“ tut …, es ist, wie wenn man in ein fremdes Land kommt, die Sprache nicht spricht, keine „Landkarte“ hat, vielleicht „herumirrt“, nicht weiß, wo man hin soll, wie es weitergeht, was einen erwartet - die Ungewissheit, was einem dort begegnet, wie es weitergeht - das z.B. ist für mich das Fürchterliche am Tod. Vielleicht deshalb, weil ich hier im Leben recht „bodenständig“ bin und kein Freund von Unsicherheiten und Ungewissheiten, nicht mal von Fernreisen :wink:)

Jesus
hat ja auch am Kreuz geschrieen „mein Gott, mein Gott, warum
hast du mich verlassen“.

Da ging es aber um etwas ganz anderes.
Jesus fühlte sich von seinem Vater getrennt, weil die Schuld
der ganzen Welt plötzlich auf ihm lag.
"Siehe, des HERRN Arm ist nicht zu kurz, daß er nicht
helfen könnte, und seine Ohren sind nicht hart geworden, so
daß er nicht hören könnte, sondern eure Verschuldungen
scheiden euch von eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein
Angesicht vor euch.
" (Jes.59,1-2)

Das ist gut, dass du das sagst, so hab ich das noch gar nicht gesehen!!
Das wirft ein ganz anderes Licht für mich auf diese Szene.

Die Erfahrungen haben gezeigt, dass oft der Tod eines
geliebten Menschen, einen Sinneswandel herbeiführen kann.
Insofern handelt es sich hier um einen Lernprozess.

Das stimmt. Aber der „Tote“ … siehe oben, ob der wohl sich „zurechtfindet“ … siehe oben.

Wenn wir an die Worte Davids denken:
"Ich aber, HERR, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein
Gott! Meine Zeit steht in deinen Händen.
" (Ps.31,15-16),
werden wir merken, dass der Zeitpunkt des Ablebens von Gott
bestimmt wird.

Das weiß ich, das ist mir klar. Drum hab ich auch ein ganz, ganz schlechtes Gewissen, weil ich in dem Jahr viel daran gedacht hab, nicht mehr leben zu wollen, weil so viel auf mich eingestürmt ist, passiert ist, was über meine Kräfte ging. Aber ich es, glaub ich, mit Gott „ins Reine“ gebracht.

Danke dir für deine immer aufmunternden Worte,
Christina

Glauben heißt nicht wissen, wie der Volksmund sagt

Hi Chris,

DAS war meine Frage: auf was kann man sich verlassen und auf
was besser nicht?

Heissa, so stell ich mir wahren Glauben vor

Da du bist lustig, schluckst einfach einen Brocken und denkst nicht weiter nach, was der Mensch wohl damit meint, denkt, fühlt …

Eine Eigenschaft des christl. Glaubens ist es meiner Ansicht nach, dass man Gott EBEN NICHT fassen kann wie die Nachrichten, wie dein Schminkköfferchen, wie ein Kochbuch - eine gewisse „Unsicherheit“ bleibt immer.
Sonst käme jedes Menschlein auf dieser Welt, egal woher, gar nicht umhin an Gott glauben zu MÜSSEN, weil es eine unumstößliche Wahrnehmung, Wissen, Gegebenheit WÄRE.

Man muss sich also schon in gewisser Weise in Gottes Hand fallen lassen, will man erleben, was „dran“ ist. BEWEISEN kann man Gott nicht - gottseidank, denn damit würde man den Glauben ad absurdum führen.

Und damit ist jedem Christen auch seine ureigenste Unsicherheit zugestanden - und verständlich.

Zu hoch für dich?

Christina

Hallo Chris,

*Sternchen" für deinen Beitrag, sie sind mir die wertvollsten
von allen, weil immer ein Korn Wahrheit darin steckt.

vielen Dank :smile:

dass ich panische Angst vor dem Tod hab - nicht weil dann
„alles aus“ ist, sondenr weil ich nicht weiß, wohin, wie, ob
man sich nicht „verläuft“ im übertragenen Sinne, dass man
dorthin kommt, wo man hin soll - und alles halt alleine.

Warum allein? Matth.28,20

Wo es ist und wie man hinkommt, scheint mir nicht wichtig.
Es begab sich aber, dass der Arme starb, und er wurde von den Engeln getragen in Abrahams Schoß“ (Luk.16,22)
Wenn mich die Engeln hintragen, kann ich mich nicht verlaufen :wink:

Ich
glaube, niemand kann bei allem Glauben an die Ewigkeit
„lustig“ sterben, schon gar nicht, wenn man dabei Schmerzen
hat.

Da gebe ich Dir natürlich Recht. Mit Schmerzen ist gar nix lustig (auch nicht das Leben). Vielleicht wünschen sich deshalb viele Kranke, sterben zu dürfen?

Aber wir gingen ja vom plötzlichen Tod durch Unfall aus. Und da sind die Schmerzen meist nur kurz.

Es ist doch nur für die Hinterbliebenen etwas Furchtbares.
Für den Gestorbenen ist es eine Erlösung oder Belohnung.

Sicher. Aber ich stelle mir meinen Tod recht „plastisch“ vor,
weil ich mir so gar nicht vorstellen kann, dass ich damit
„einfach weg“ bin.

der Staub muß wieder zur Erde kommen, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat.“ (Pred.12,7)

Sondern ich denke mir, ich komme in
irgendeinen „Zustand“, weiß der Himmel, wie, wo, was - keine
Ahnung, ob „das“ „weh“ tut …, es ist, wie wenn man in ein
fremdes Land kommt, die Sprache nicht spricht, keine
„Landkarte“ hat, vielleicht „herumirrt“, nicht weiß, wo man
hin soll, wie es weitergeht, was einen erwartet - die
Ungewissheit, was einem dort begegnet, wie es weitergeht - das
z.B. ist für mich das Fürchterliche am Tod.

Diese Ungewissheit begegnet uns hier auf Erden auch immer wieder.
Erst die Schule, dann die Arbeitsstelle, oder ich muss auf ein Amt, wo ich noch nie gewesen bin.
Wohin fährst Du im Urlaub? Wie war es dort beim ersten Mal?
Und vergiss nicht, Du bist nicht allein (Matth.28,20)!

Vielleicht
deshalb, weil ich hier im Leben recht „bodenständig“ bin und
kein Freund von Unsicherheiten und Ungewissheiten, nicht mal
von Fernreisen :wink:)

Wie weit ist fern?

Wenn wir an die Worte Davids denken:
"Ich aber, HERR, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein
Gott! Meine Zeit steht in deinen Händen.
" (Ps.31,15-16),
werden wir merken, dass der Zeitpunkt des Ablebens von Gott
bestimmt wird.

Das weiß ich, das ist mir klar. Drum hab ich auch ein ganz,
ganz schlechtes Gewissen, weil ich in dem Jahr viel daran
gedacht hab, nicht mehr leben zu wollen, weil so viel auf mich
eingestürmt ist, passiert ist, was über meine Kräfte ging.

Das ist verständlich, das ging dem Paulus auch so:
Denn es setzt mir beides hart zu: ich habe Lust, aus der Welt zu scheiden und bei Christus zu sein, was auch viel besser wäre; aber es ist nötiger, im Fleisch zu bleiben, um euretwillen.“ (Phil.1,23-24)

Gruss Harald

Matth. 28,20: Interpretationsfrage / Gericht?
Hallo,

danke dir für deine vielen Bibelstellen, da weiß ich gleich, wo ich nachgucken kann :smile:)

dass ich panische Angst vor dem Tod hab - nicht weil dann
„alles aus“ ist, sondenr weil ich nicht weiß, wohin, wie, ob
man sich nicht „verläuft“ im übertragenen Sinne, dass man
dorthin kommt, wo man hin soll - und alles halt alleine.

Warum allein? Matth.28,20

Wie kann, darf, soll man das eigentlich interpretieren?
Da steht ja „alle Tage bis an der Welt Ende“ - aber bezieht sich das auch auf die, die Sterben, gestorben sind, die sind doch dann, wie soll ich sagen, nicht mehr „auf der Welt“, sondern wer weiß wo …?

Ich weiß, das ufert jetzt aus, aber ich frag dich das einfach mal, weil du dich so gut auskennst:

wenn man gestorben ist und ich die Offenbarung recht verstanden hab (Offenbarung 20,13: „Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und sein Reich gaben die Toten heraus, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken.“) ist man doch, wenn man gestorben ist und noch aufs „Gericht wartet“ erstmal irgendwo in einem „Zwischenzustand“, oder?

Ist da dann Jesus auch schon, noch für einen da? Denn wenn es noch VOR dem Gericht ist, dann ist doch noch gar nicht klar, WIE man von Gott gerichtet wird, oder?

Werde ich als Christ überhaupt noch „gerichtet“, das ist doch schon durch Jesus für mich passiert, oder?

„Gilt“ das nach meinem Tod noch?

Wo komme ich dann aber nach dem Sterbeprozess hin? Zwischenzustand oder gleich bei Gott für immer?

Was aber hat dann das 1000jährige Reich zu bedeuten (http://www.bibel-online.net/buch/66.offenbarung/20.h…), werden wir dann alle nochmal „geprüft“?

Fragen über Fragen … die Offenbarung ist wirklich ein harter Tobak in Sachen Interpretation …

Danke dir.
Christina

Hallo Chris,

Wie kann, darf, soll man das eigentlich interpretieren?
Da steht ja „alle Tage bis an der Welt Ende“ - aber bezieht
sich das auch auf die, die Sterben, gestorben sind, die sind
doch dann, wie soll ich sagen, nicht mehr „auf der Welt“,
sondern wer weiß wo …?

ja wo denn?
In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn’s nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin.“ (Joh.14,2-3)

wenn man gestorben ist und ich die Offenbarung recht
verstanden hab (Offenbarung 20,13: „Und das Meer gab die Toten
heraus, die darin waren, und der Tod und sein Reich gaben die
Toten heraus, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein
jeder nach seinen Werken.“) ist man doch, wenn man gestorben
ist und noch aufs „Gericht wartet“ erstmal irgendwo in einem
„Zwischenzustand“, oder?

Immer schön der Reihe nach :wink:

Erst Vers 4-6
"Und ich sah die Seelen derer, die enthauptet waren um des Zeugnisses von Jesus und um des Wortes Gottes willen, und die nicht angebetet hatten das Tier und sein Bild und die sein Zeichen nicht angenommen hatten an ihre Stirn und auf ihre Hand; diese wurden lebendig und regierten mit Christus tausend Jahre. Die andern Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die tausend Jahre vollendet wurden. Dies ist die erste Auferstehung. Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre. "

Und wenn die tausend Jahre vollendet sind“ (Vers 7)

Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht, nach ihren Werken.“ (Vers 12)

"Und wenn jemand nicht gefunden wurde geschrieben in dem Buch des Lebens, der wurde geworfen in den feurigen Pfuhl. " (Vers 15)

Dazu sagte Jesus:
Doch darüber freut euch nicht, daß euch die Geister untertan sind. Freut euch aber, daß eure Namen im Himmel geschrieben sind.“ (Luk.10,20)

Ist da dann Jesus auch schon, noch für einen da? Denn wenn es
noch VOR dem Gericht ist, dann ist doch noch gar nicht klar,
WIE man von Gott gerichtet wird, oder?

Weil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so laßt uns festhalten an dem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. Darum laßt uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben.“ (Hebr.4,14-16)

Werde ich als Christ überhaupt noch „gerichtet“, das ist doch
schon durch Jesus für mich passiert, oder?

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.“ (Joh.5,24)

„Gilt“ das nach meinem Tod noch?

ja

Wo komme ich dann aber nach dem Sterbeprozess hin?
Zwischenzustand oder gleich bei Gott für immer?

Du aber, Daniel, geh hin, bis das Ende kommt, und ruhe, bis du auferstehst zu deinem Erbteil am Ende der Tage!“ (Dan.12,13)

Was für Daniel galt, gilt für uns alle.
"Wir wollen euch aber, liebe Brüder (und Schwestern *g*), nicht im Ungewissen lassen über die, die entschlafen sind, damit ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die, die entschlafen sind, durch Jesus mit ihm einherführen.
Denn das sagen wir euch mit einem Wort des Herrn, daß wir, die wir leben und übrigbleiben bis zur Ankunft des Herrn, denen nicht zuvorkommen werden, die entschlafen sind. Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrigbleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen; und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. So tröstet euch mit diesen Worten untereinander.
(1.Thess.4,13-18)

Auch Jesus war in den 3 Tagen, die er begraben war, nicht bei seinem Vater, sondern im Totenreich.
Spricht Jesus zu ihr: Rühre mich nicht an! Denn ich bin noch nicht aufgefahren zum Vater.“ (Joh.20,17)

Was aber hat dann das 1000jährige Reich zu bedeuten
(http://www.bibel-online.net/buch/66.offenbarung/20.h…),
werden wir dann alle nochmal „geprüft“?

Das 1000jährige Reich ist die Erfüllung der Prophetie Daniels.
Aber zur Zeit dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Reich aufrichten, das nimmermehr zerstört wird; und sein Reich wird auf kein anderes Volk kommen.“ (Dan.2,44)

Fragen über Fragen … die Offenbarung ist wirklich ein harter
Tobak in Sachen Interpretation …

Und es gibt auch viele verschiedene Interpretationen, die man nicht klar als wahr/falsch einstufen kann, weil es eben um Zukünftiges geht und wir noch nicht alle Erkenntnis haben.

Aber zumindest haben wir ein Versprechen Jesu:
Aber der Tröster, der heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ (Joh.14,26)

Gruss Harald

Wie kann man mit dem Tod ein Problem haben, wenn man eine
Hoffnung auf die Ewigkeit hat?

Für den Gestorbenen ist es eine Erlösung oder Belohnung.

klingt nach einem abschiedsvideo von einem „schahid“ = „selbstmordmärtyrer“. leider steige ich hier KOMPLETT aus, sorry. der tod ist nie etwas gutes, für niemanden. niemand soll sterben sollen, weil es ihm dann besser geht. das leben sollte „heilig“ sein.

datafox

2 „Gefällt mir“

Hallo Harald,

vielen Dank, ich werde mir das alles in Ruhe mal durchlesen und drüber nachdenken.

Woher weißt du das eigentlich alles?
Ich finde das toll, dass du immer weißt, wo man was finden kann …

Danke dir, du hast mir sehr viel weitergeholfen.

Christina

Hallo datafox,

klingt nach einem abschiedsvideo von einem „schahid“ =
„selbstmordmärtyrer“.

zwischen einem Selbstmordterroristen und einem Unfallopfer sollte aber doch ein Unterschied sein.

leider steige ich hier KOMPLETT aus,
sorry. der tod ist nie etwas gutes, für niemanden. niemand
soll sterben sollen, weil es ihm dann besser geht. das leben
sollte „heilig“ sein.

Das Leben ist heilig.
Aber wie definierst Du heilig?
Wir müssen doch alle sterben.

Mose sagte „Lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir klug werden.“ (Psalm 90,12)

Es geht hier darum, über den „Tellerrand“ des irdischen Lebens hinauszublicken.

Gruss Harald