Seebeben - eine nicht beantwortb. Frage

Hallo,

ich bin mir wohl bewusst, dass auf diese Frage kein Mensch eine Antwort weiß. Wir können nur spekulieren …

Meine Frage richtet sich aber bitte nur an Menschen, die wie ich an Gott glauben. Ich verzichte dankend auf irgendwelche antichristlichen Thesen, die von meiner Fragestellung abweichen.

Wir alle haben ja das Desaster in Asien dieser Tage im TV gesehen.

So, und ich persönlich glaube an Gott, ich glaube, dass jeder Mensch seinen „Schutzengel“ hat, wie auch immer der geartet sein mag („Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende“, „Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem aRatschluß berufen sind.“ Röm 8,28 usw.).

Es gibt genug Stellen in der Bibel, dass wir unter Gottes Schutz stehen und leben.

Wo aber ist der Schutz(engel) der vielen Kinder, der vielen Wehrlosen, die der Flut zum Opfer gefallen sind?

Die Frage „warum lässt Gott das zu“ wird bestimmt überall auf der Welt zigfach gestellt - keiner wird sie wohl je beantworten können.

Ich möchte, bevor es hier ausufert, einfach es mal bei der gezielten Frage belassen: wo sind die „Schutzengel“ dieser von der Flut wehrlos Überrumpelten, der Kinder, die noch gar nichts vom Leben hatten?

Warum werden einige durchs Leben geführt, selbst in größter Not immer beschützt, und andere sterben bei so einer Naturkatastrophe?

Chris

Moin

Ich möchte, bevor es hier ausufert, einfach es mal bei der
gezielten Frage belassen: wo sind die „Schutzengel“ dieser von
der Flut wehrlos Überrumpelten, der Kinder, die noch gar
nichts vom Leben hatten?

Das kann man nicht beantworten. Aber ich will mal eine Tatsache zur Diskussion beitragen:

Es gab Leute die sich in den stark betroffenen Gebieten am Strand aufhielten und trotzdem überlebt haben. In einem längeren Interview hat heute abend im Lokalsender* ein Mann geschildert, wie er und seine Familie entkommen sind. Sie standen zusammen mit etwa 200 Leuten auf einem Holzsteg und warteten auf ein Schiff. Sie bemerken wie die Schiffe weiter draussen in den ersten Wellen schaukelten und kenterten. Sie haben als einzige reagiert und sind zurück zu den ersten Häusern gelaufen. Auf einem 3-stöckigen Gebäude haben sie mit angesehen wie die Leute auf dem Steg die Wellen bemerkten, bestaunten und fotographierten. Dann wurde der Steg mit den Leuten von der ersten Welle weggerissen. Es gab noch nicht mal Panik unter den Leuten. Die glaubten in Sicherheit zu sein.

cu

*RTL-Luxemburg

Nachtrag - zur Verdeutlichung
Kleiner Nachtrag zur Verdeutlichung, was ich mit meiner Frage meine:

http://www.bibel-online.net/buch/19.psalmen/91.html#…

… warum aber schützen diese Engel die einen und die anderen nicht?
oder tun sie es doch, nur auf eine Weise, die wir nicht begreifen, nicht „sehen“?

übrigens: wer mal nach Bibelstellen sucht und nur Stichworte z.B. weiß, hier kann man gut recherchieren und Suchworte eingeben, die Bibel wird dann durchsucht: http://www.bibel-online.de

Chris

Hallo Chris,

Du fragst:

Wo aber ist der Schutz(engel) der vielen Kinder, der vielen
Wehrlosen, die der Flut zum Opfer gefallen sind?

So eine Katastrophe ist natürlich sehr drastisch, und es ist nur natürlich, daß man sich angesichts der großen Anzahl von Opfern solche Fragen stellt. Viel schockierender finde ich aber die Tatsache, daß *täglich* rund 24000 Menschen, davon 18000 Kinder, einfach verhungern, ohne daß viel darüber berichtet, geschweige denn etwas daran geändert wird. Wäre es nicht die Pflicht der Menschen in den „reichen“ Ländern, hier für Abhilfe zu sorgen? Man kann sich bei allen Katastrophen oder Unglücken fragen „Wo war Gott?“, aber viel wichtiger ist doch die Frage „Wo waren wir?“ - „Gott“ zeigt sich da, wo Menschen füreinander da sind. (IMHO)

Gruß,
Stefan

Seebeben - eine längst beantwortete Frage
Als aber der HERR sah, daß der Menschen Bosheit groß war auf Erden und aalles Dichten und Trachten ihres Herzens nur böse war immerdar, da reute es ihn, daß er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es bekümmerte ihn in seinem Herzen, und er sprach: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde, vom Menschen an bis hin zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln unter dem Himmel; denn es reut mich, daß ich sie gemacht habe.

den Blick weiten!

… warum aber schützen diese Engel die einen und die
anderen nicht?

Lieber Chris

Du scheinst eine enge Vorstellung dessen zu haben, wie dieser
Schutz auszusehen hat.
Wahrscheinlich etwa so: Wenn das biologische Leben gerettet
oder erhalten wird, dann hat der Engel gewirkt
(«funktioniert»), und sonst muss man sich fragen, wo der
pflichtvergessene Kerl steckte.

Wie kommst du dazu, dies so eng zu sehen?
Wer bist du, dass du den Engeln quasi vorschreibst, was sie
zu tun haben?

Göttliche Hilfe, Unterstützung, Begleitung, Förderung kann
doch ganz anders aussehen, als ein Mensch sich das gemeinhin
vorstellt. Wenn der Fokus auf die Seele gerichtet ist, dann
kann es AUCH zum Guten eines Menschen sein, den Körper NICHT
am Leben zu erhalten.

Nota bene: ich sage alles in der Möglichkeitsform (aber von
DIESER bin ich überzeugt).

Liebe Grüsse
Rolf

Hallo Chris,

obwohl du meine Meinung ja nicht hoeren willst

  • vielleicht solltest du dann in ein Forum gehen,
    wo man vorher ein Glaubensbekenntnis ablegen muss,
    bevor man mit schreiben darfst -
    frage ich mich, wie kurzgeschlossen jemand so denken kann?

Warum bewegt dich die Frage nach Schutzengeln bzw. deren
Abwesenheit jetzt? Weil etwa 130.000 auf einmal versagt
haben? Weil sie medienwirksam versagt haben?
Wo ist der zustaendige Schutzengel, wenn ein Kind bei
einem Autounfall umkommt?
Wo sind die Schutzengel bei der AIDS-Katastrophe im
suedlichen Afrika?
Wo sind die Schutzengel in Malawi ganz generell?
Haben wir in Westeuropa einfach mehr Schutzengel per
capita?

Deine Frage kann so niemand ernst nehmen.
Wenn du sie anders stellst, kommst du unweigerlich zur
Theodizee (wo es um die Problemati der Rechtfertigung
Gottes angesichts der Leiden der Menschen geht).
Da kann man drueber diskutieren. Ueber Schutzengel,
so wie du sie erwartest, eigentlich nicht.

Gruesse
Elke

Hallo Chris!

Ich möchte, bevor es hier ausufert, einfach es mal bei der
gezielten Frage belassen: wo sind die „Schutzengel“ dieser von
der Flut wehrlos Überrumpelten, der Kinder, die noch gar
nichts vom Leben hatten?

Warum werden einige durchs Leben geführt, selbst in größter
Not immer beschützt, und andere sterben bei so einer
Naturkatastrophe?

  1. Wir haben nicht das Recht, einem Schutzengel vorzuschreiben, was er zu tun und zu lassen hat. Welches Tongefäß darf zum Töpfer sagen: „Was tust du da?“ (Jesaja 45,9)

  2. Wir haben überhaupt keine Ahnung, ob dieses Schicksal eines schnellen Todes nicht vielleicht das bessere für den einen oder anderen war. Wie könnten wir das je beurteilen?

Hanna

Hallo Chris,

wie kommst du darauf, dass es Gottes Schuld ist??

Gott gab uns bzw. dem 1. Menschenpaar die Vollkommenheit. Wir Menschen zeichnen uns durch den freien Willen aus.

Dieser freier Wille bewog Adam & Eva sich gg. Gott zu stellen u unterlagen der Versuchung Satans.

Gott hat nichts mit dem Elend zu tun, noch darf er eingreifen.

Denn wenn er eingreifen würde, würde er Satan recht geben, dass die Menschen Gott nicht seinetwillen lieben, sondern weil er sie beschützt u weil er ihren freien Willen beschneidet.

Wenn Gott jedesmal eingreifen würde, dann würde er uns nicht leben lassen, wie wir es entscheiden - er würde unseren gegebenen freien Willen einschränken.

Das Elend ist von uns produziert, nicht durch Gott (die Menschen vor Ort haben sich entschlossen in die Küstennahe Gebiete zu ziehen - die Menschen haben sich selbst dazu entschlossen egoistisch in den wirtschaftlich starken Gebieten auf Kosten der armen Bevölkerung zu leben - Aids hätte sich nicht ergeben, wenn man nach den Regeln der Bibel seine Sexualität ausgelebt hätte u u u).

Nicht Gott ist der Schuldige.

Er wird uns zu gegebener Zeit retten, an dem Tag den niem. kennt, aber wo bewiesen ist, dass Satan u seine Behauptungen unrecht sind.

LG

Andrea

Es muss erst noch schlimmer werden
Hallo Chris,

dass deine Frage letzlich nur eine Variation des Theodizee-Problems ist, wurde ja schon ausführlich erläutert.

Interessant ist hierbei, dass Jesus Christus für die Endzeit Katastrophen in großer Menge angekündigt hat.
Es wird deutlich schlimmere Zustände geben, als das, was wir heute haben. Bevor Gott auf der Erde die Zustände ändert, wird es also erst mal schlimmer.

Matthäus 24;3-8
3 Als er auf dem Ölberg saß, traten die Jünger allein zu ihm und sprachen: „Sag uns: Wann werden diese Dinge geschehen, und was wird das Zeichen deiner Gegenwart und des Abschlusses des Systems der Dinge sein?“

4 Und Jesus gab ihnen zur Antwort: „Seht zu, daß euch niemand irreführe; 5 denn viele werden aufgrund meines Namens kommen und sagen: ‚Ich bin der Christus‘ und werden viele irreführen. 6 Ihr werdet von Kriegen und Kriegsberichten hören; seht zu, daß ihr nicht erschreckt. Denn diese Dinge müssen geschehen, aber es ist noch nicht das Ende.

7 Denn Nation wird sich gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es wird Lebensmittelknappheit und Erdbeben an einem Ort nach dem anderen geben. 8 Alle diese Dinge sind ein Anfang der Bedrängniswehen.

Gruß
Carlos

hallo Chris,
ist es nicht ein Beweis, dass es keinen Gott (großen Lenker) gibt?
Oder wenn, dass ihm die Erde so was von Wurscht ist…)
Grüße
Raimund

Die indische Spiritualität weiß, daß Gott Liebe,
Friede, Stille und Ewigkeit ist. Die Gita, die uns jenen schrecklichen Bildern
gegenüberstellt, spricht von der Gottheit, die sich in ihnen als der
Liebende, als der Freund der Geschöpfe verkörpert. Es gibt aber auch
jenen strengeren Aspekt göttlicher Welt-Regierung, der uns von Anfang an
begegnet: den der Zerstsörung. Wenn wir ihn nicht beachten, verfehlen wir
die volle wirklichkeit der göttlichen Liebe, des Friedens, der Ruhe und
Ewigkeit. Wir legen dann Gott sogar einen Aspekt von Parteilichkeit und
Illusion bei, weil die ausschließlich tröstliche Form, in der man
hier Gottes Wirken darstellt, von der Art der Welt in der wir leben, nicht
bestästigt wird. Diese Welt unseres Kämpfens und Mühens ist eine
wilde, gefährliche, zerstörende, verschlingende Welt, in der das
Leben nur unter Gefahren existiert. Seele und Leib des Menschen sind in ihr
enormen Gefährdungen ausgesetzt. Es ist eine Welt, in der bei jedem
Schritt den wir tun, ob wir es wollen oder nicht, von uns etwas zertreten oder
zerstört wird; jedes Atmen von Leben ist auch ein Atmen von Tod. Es sind
nur ärmliche Ausflüchte und primitive Vertröstungen, zu
denen das religiöse Denken Indiens nie seine Zuflucht genommen hat; wenn
man die Verantwortung für alles, was uns böse oder schrecklich
erscheint, einem halb-allmächtigen Teufel anlastet oder als Teil der
Natur abtut und dadurch einen unüberbrückbaren Gegensatz zwischen dem
Welt-Wesen und dem Wesen Gottes schafft, als ob die Natur unabhänig von
Gott existieren würde; oder wenn man die Verantwortung dem Menschen und
seiner Sündhaftigkeit aufhalst, als ob der Mensch bei Erschaffung dieser
Welt eine ausschlaggebende Stimme gehabt hätte oder etwas gegen den Willen
Gottes erschaffen könnte. Wir müssen mutig der Wirklichkeit ins Auge
schauen und erkennen, daß es Gott ist, und niemand sonst, der diese Welt
in seinem Sein und so erschaffen hat, wie sie ist. Wir müssen erkennen,
daß die Natur ihre Kinder verschlingt, daß die Zeit das Leben der
Geschöpfe verzehrt, daß der Tod universal und unentrinnbar ist,
daß auch die Gewalt der Rudra-Kräfte im Menschen und in der Natur,
die höchste Gottheit in einer ihrer kosmischen Gestalten bildet. Wir
müssen erkennen: Gott ist der unermeßliche reiche und
verschwenderische Schöpfer; Gott ist der hilfreiche und gütige
Bewahrer; ebenso ist es auch Gott, der seine Geschöpfe verschlingt und
zerstört. Die Qual auf dem Schmerzenslager, die Peinigung durch das
Böse ist ebenso eine Berührung durch ihn wie das Glück, die
Freundlichkeit und die Freude. Nur wenn wir mit dem Auge der völligen
Einung schauen und diese Wahrheit in den Tiefen unseres Wesens fühlen,
können wir hinter dieser Maske auch das ruhige und schöne Gesicht der
all-wonnevollen Gottheit ganz entdecken. Wenn er uns so anrührt, um unsere
Unvollkommenheit zu prüfen, können wir die Hand des Freundes
fühlen, der auf diese Weise den Spirit (das göttliche) im Menschen wachsen
läßt. Die Mißklänge der Welt sind Gottes
Mißklänge. Erst wenn wir sie annehmen und durch sie hindurchgehen,
können wir zu dem höheren Wohlklang seiner erhabenen Harmonie
gelangen, zu den höchsten Höhen und begeisternden unendlichen Welten
seines transzendenten, kosmischen Anandas.

Auszug aus „Essays über die Gita“

gruß
rolf

Widersprüchliche Ansagen Gottes?
Hallo,

Interessant ist hierbei, dass Jesus Christus für die Endzeit
Katastrophen in großer Menge angekündigt hat.
Es wird deutlich schlimmere Zustände geben, als das, was wir
heute haben. Bevor Gott auf der Erde die Zustände ändert, wird
es also erst mal schlimmer.

Danke, das ist mir bekannt. Aber genau damit komm ich irgendwie nicht klar, mit diesem Widerspruch (??):
einerseits das Endzeitgeschehen, das ja so angekündigt ist, und auf der anderen Seite das Versprechen Gottes, dass wir unter seinem Schutz stehen (alle?).

Mal unter uns Christen gesagt: wo bleibt dann der „Halt“, den man in Gottes Schutz und Fürsorge sieht, drauf vertraut, da er das ja versprochen hat, wenn man doch nicht sicher sein kann, darf, dass man behütet bleibt? Oder hab ich was missverstanden?

4 Und Jesus gab ihnen zur Antwort: „Seht zu, daß euch niemand
irreführe; 5 denn viele werden aufgrund meines Namens kommen
und sagen: ‚Ich bin der Christus‘ und werden viele irreführen.
6 Ihr werdet von Kriegen und Kriegsberichten hören; seht zu,
daß ihr nicht erschreckt. Denn diese Dinge müssen geschehen,
aber es ist noch nicht das Ende.

Treffen „diese Dinge“ dann ALLE, egal, ob „Gottes Kinder“ nach der Bibel oder nicht?

Gott sagt doch „niemand wird sie aus meiner Hand reißen“ …

Ich komm damit irgendwie gar nicht klar mit diesem Widerspruch (??) …

NOch jemand eine Idee?

Chris

Von Gottes ‚Schuld‘ war NIE die Rede!!

Hallo Chris,

wie kommst du darauf, dass es Gottes Schuld ist??

Hi,

aber das hab ich NIEMALS gesagt!

Wenn du meine Frage genau lesen würdest, ich hab nach der Diskrepanz gefragt: einerseits dem Versprechen, dass wir beschützt sind, an was ich als Gottes Kind glaube und mich lt. Bibel auch drauf verlassen darf, weil zugesagt, und andererseits dem Mitbekommen, dass so viele Menschen - wo auch immer! - unschuldig sterben, die vielleicht auch auf den Schutz Gottes, weil sie eben an ihn glauben (nicht deswegen), vertraut haben … DAS verstehe ich nicht, warum einige behütet bleiben, andere nicht …

Nicht mehr und nicht weniger war meine Frage!!!

Gott gab uns bzw. dem 1. Menschenpaar die Vollkommenheit. Wir
Menschen zeichnen uns durch den freien Willen aus.

Hallo!!! Ich rede hier nicht von irgendwelchen Idioten, die sich auf der Welt die Köppe einschlagen und Unschuldige mit reinziehen - DA kann man vielleicht den „freien Willen“ des Menschen zur Sprache bringen, aber ich rede HIER und JETZT von der Naturkatastrophe in Asien, die wohl tektonischen Ursprungs ist. Also, was hat das mit dem „freien Willen“ des Menschen zu tun … nix!

Denn wenn er eingreifen würde, würde er Satan recht geben,
dass die Menschen Gott nicht seinetwillen lieben, sondern weil
er sie beschützt u weil er ihren freien Willen beschneidet.

Da ist wohl was dran.
Aber es gibt doch bittesehr Christen, die Gott nicht nur lieben, weil er sie beschützt, sondern aus so vielen anderen Gründen.
Was das Beschützt-sein angeht, fühle ich mich dadurch höchstens in meinem Glauben, in meinem Weg zu Gott bestätigt, dass alles richtig und gut ist - und wenn ich mal nicht beschützt bin, dann falle ich auch nicht aus der Liebe Gottes raus.

Aber Gott wäre ja nicht Gott, würde er nicht zigfach Mittel und Wege haben, das Geschick der Erde zu lenken. Will heißen, ich persönlich könnte mir schon vorstellen, und man sieht es ja auch immer wieder, wie „Wunder“ passieren, wie Menschen aus Trümmern klettern, oder totkrank waren und wieder geheilt sind, wie in Pukhet Menschen überlebt haben. Für mich gibt es das Wort Zufall nicht.

Mir ist nur nicht klar, warum einige behütet werden, andere sterben müssen oder sonstwie leiden müssen.

DENN - und das ist der eigentliche Kern meiner Frage - wie kann ich dann mich auf die biblischen Zusagen verlassen, dass „er seinen Engeln befohlen hat, daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen, 12daß sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.“ ???

Chris

Wenn Gott jedesmal eingreifen würde, dann würde er uns nicht
leben lassen, wie wir es entscheiden - er würde unseren
gegebenen freien Willen einschränken.

Das Elend ist von uns produziert, nicht durch Gott (die
Menschen vor Ort haben sich entschlossen in die Küstennahe
Gebiete zu ziehen - die Menschen haben sich selbst dazu
entschlossen egoistisch in den wirtschaftlich starken Gebieten
auf Kosten der armen Bevölkerung zu leben - Aids hätte sich
nicht ergeben, wenn man nach den Regeln der Bibel seine
Sexualität ausgelebt hätte u u u).

Nicht Gott ist der Schuldige.

Er wird uns zu gegebener Zeit retten, an dem Tag den niem.
kennt, aber wo bewiesen ist, dass Satan u seine Behauptungen
unrecht sind.

LG

Andrea

Hallo Chris,

kurze Frage!

Du betrachtest das „hier & jetzt“ und stellst den Schutz Gottes in Frage.

Aber das „hier & jetzt“ ist doch im Vergleich, was dich erwartet, wenn Gott eingegriffen hat, nur wenige Sekunden.

Für Gott ist eine kurze Zeit - für uns Menschen von langer Dauer.

Aber wenn Gott eingreift, dann gibt es für uns doch ein ewiges Sein.
Dann wird unser jetziges Leben von ca. 80 Jahren auch nur einer kurzen Zeit entsprechen.

Siehst du das anders?

LG

Andrea

Schutzengel
Hallo,

  1. Wir haben nicht das Recht, einem Schutzengel
    vorzuschreiben, was er zu tun und zu lassen hat. Welches
    Tongefäß darf zum Töpfer sagen: „Was tust du da?“ (Jesaja
    45,9)

Lieber Himmel! Ich will doch keinem Schutzengel „Vorschriften“ machen. Ich frage doch „nur“ nach dem „Warum“, damit ich es verstehen kann - nicht mehr und nicht weniger.

Ich verstehe sehr viel nicht, ich verstehe auch viele Wege Gottes nicht, und bleibe trotzdem in seiner Hand, weil ich das so möchte. Jesus hat mal in Joh 13,6 gesagt: „Was ich tue, das verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren“ … ich bin zwar kein Freund vom Rausreißen von Bibelstellen aus dem ursprünglichen Zusammenhang, aber genauso „sehe“ ich Gott, vieles, was er tut oder nicht tut, verstehen wir wohl akut nicht, werden es aber noch „früh genug erfahren“.

So wie ich das in Asien nicht verstehe, wie viele andere Katastrophen auch nicht.

Aber der Kernpunkt meiner Frage war ja, wie ich persönlich mich dann auf Zusagen Gottes verlassen kann oder darf, wo er sagt:

(Psalm 91,1-12):
„Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe. Denn er errettet dich vom Strick des Jägers und von der verderblichen Pest. Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild, daß du nicht erschrecken mußt vor dem Grauen der Nacht, vor den Pfeilen, die des Tages fliegen, vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag Verderben bringt. Wenn auch tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so wird es doch dich nicht treffen. Ja, du wirst es mit eigenen Augen sehen und schauen, wie den Gottlosen vergolten wird. Denn der HERR ist deine Zuversicht, der Höchste ist deine Zuflucht. Es wird dir kein Übel begegnen, und keine Plage wird sich deinem Hause nahen. Denn er hat seinen Engeln befohlen, daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen, daß sie dich auf den Händen tragen und du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest.“

  1. Wir haben überhaupt keine Ahnung, ob dieses Schicksal eines
    schnellen Todes nicht vielleicht das bessere für den einen
    oder anderen war. Wie könnten wir das je beurteilen?

Da hast du wohl nicht unrecht. Aber kleine Kinder? „Wofür“ haben sie dann eigentlich gelebt?

Chris

Hi,

aber das hab ich NIEMALS gesagt!

Wenn du meine Frage genau lesen würdest, ich hab nach der
Diskrepanz gefragt: einerseits dem Versprechen, dass wir
beschützt sind, an was ich als Gottes Kind glaube und mich lt.
Bibel auch drauf verlassen darf, weil zugesagt, und
andererseits dem Mitbekommen, dass so viele Menschen - wo auch
immer! - unschuldig sterben, die vielleicht auch auf den
Schutz Gottes, weil sie eben an ihn glauben (nicht deswegen),
vertraut haben … DAS verstehe ich nicht, warum einige
behütet bleiben, andere nicht …

Nicht mehr und nicht weniger war meine Frage!!!

Nun viell. hab ich zuviel hinein interpretiert, aber wenn du sagst, Gott sollte die Menschen schützen, und er es in diesem Fall nicht getan hat, dann ist er doch daran Schuld, dass die Menschen umkamen, oder?

Gott gab uns bzw. dem 1. Menschenpaar die Vollkommenheit. Wir
Menschen zeichnen uns durch den freien Willen aus.

Hallo!!! Ich rede hier nicht von irgendwelchen Idioten, die
sich auf der Welt die Köppe einschlagen und Unschuldige mit
reinziehen - DA kann man vielleicht den „freien Willen“ des
Menschen zur Sprache bringen, aber ich rede HIER und JETZT von
der Naturkatastrophe in Asien, die wohl tektonischen Ursprungs
ist. Also, was hat das mit dem „freien Willen“ des Menschen zu
tun … nix!

Aber die Menschen sind doch freiwillig an die Küstenregionen gezogen, oder? die im Landesinneren hat keine WElle erwischt.

Denn wenn er eingreifen würde, würde er Satan recht geben,
dass die Menschen Gott nicht seinetwillen lieben, sondern weil
er sie beschützt u weil er ihren freien Willen beschneidet.

Da ist wohl was dran.
Aber es gibt doch bittesehr Christen, die Gott nicht nur
lieben, weil er sie beschützt, sondern aus so vielen anderen
Gründen.
Was das Beschützt-sein angeht, fühle ich mich dadurch
höchstens in meinem Glauben, in meinem Weg zu Gott bestätigt,
dass alles richtig und gut ist - und wenn ich mal nicht
beschützt bin, dann falle ich auch nicht aus der Liebe Gottes
raus.

Aber Gott wäre ja nicht Gott, würde er nicht zigfach Mittel
und Wege haben, das Geschick der Erde zu lenken. Will heißen,
ich persönlich könnte mir schon vorstellen, und man sieht es
ja auch immer wieder, wie „Wunder“ passieren, wie Menschen aus
Trümmern klettern, oder totkrank waren und wieder geheilt
sind, wie in Pukhet Menschen überlebt haben. Für mich gibt es
das Wort Zufall nicht.

und für mich gibt es in unser derzeitiges „hier & jetzt“ kein Eingreifen von Gott.

Mir ist nur nicht klar, warum einige behütet werden, andere
sterben müssen oder sonstwie leiden müssen.

Glück bzw. Unglück?

Kernpunkt ist nicht Asien,sondern Verlässlichkeit

Hallo Chris,

obwohl du meine Meinung ja nicht hoeren willst

  • vielleicht solltest du dann in ein Forum gehen,
    wo man vorher ein Glaubensbekenntnis ablegen muss,
    bevor man mit schreiben darfst -
    frage ich mich, wie kurzgeschlossen jemand so denken kann?

Warum bewegt dich die Frage nach Schutzengeln bzw. deren
Abwesenheit jetzt? Weil etwa 130.000 auf einmal versagt
haben?

Ach wär das schön, wenn Menschen mal das Lesen zwischen den Zeilen lernen würden …

Also ad 1:

ich habe meine Frage an Christen gestellt, weil und nur weil ich hier keine unendliche Diskussion anzetteln will, die bei solchen Fragen immer kommt: siehste, soviel Leid, also kann es keinen Gott geben.

ad 2:

ich ziehe hier Asien meiner Frage heran. Der Kernpunkt meiner Frage aber ist nicht, ob Asien, Afrika oder Irak, sondern der Kernpunkt geht um was ganz anderes, siehe meine anderen Postings.
Es geht darum, auf welche Zusagen, Aussagen Gottes ich mich als „Kind Gottes“ verlassen darf und worauf nicht sollte.

Asien war hier nur Demonstrationsbeispiel.

Alles klar?

Chris

Hallo Chris!

Ich frage doch „nur“ nach dem „Warum“, damit ich es
verstehen kann - nicht mehr und nicht weniger.

Auf das Warum gibt es keine Antwort, höchstens vielleicht eine vage Vermutung: Nach dem Sündenfall hat Gott die Menschheit ungeschützt der Natur übergeben - und mit den Folgen haben wir zu leben.

So wie ich das in Asien nicht verstehe, wie viele andere
Katastrophen auch nicht.

Du musst sie auch nicht verstehen. Wozu auch?

Aber der Kernpunkt meiner Frage war ja, wie ich persönlich
mich dann auf Zusagen Gottes verlassen kann oder darf, wo er
sagt:

(Psalm 91,1-12):
"Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem
Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem HERRN:
Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe.

Sieh diese Verheißung nicht eng auf das Physische beschränkt. Jesus hat seinen Jüngern versprochen: „Wenn sie mich verfolgen und töten, werden sie euch dasselbe tun“. Niemand hat uns ein Paradies auf Erden verheißen, Jesus am allerwenigsten! Wir müssen mit beidem, Naturkatastrophen und von Menschen verursachtem Leid, rechnen!

Worauf wir uns aber verlassen können, ist: dass wir, egal in welch schwieriger Situation sind, Jesus bei uns ist. DAS gibt Trost!

Denk an Bonhoeffer, der im KZ ums Leben gekommen ist. Hat er je an Gottes Liebe gezweifelt? Hat er gefragt, warum Gott seine Versprechen von Psalm 91 nicht eingehalten hat? Nein! Er hat im KZ(!!!) das Lied „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ geschrieben.

Lies Dir den Text einmal ganz neu und bewusst durch:
http://www.evangelium.de/christen/zeug/bonhoeffer.htm

Da hast du wohl nicht unrecht. Aber kleine Kinder? „Wofür“
haben sie dann eigentlich gelebt?

Muss ich das wissen?
Aber selbst, wenn es nur war, ihren Eltern Freude zu bereiten, war es doch schön, dass es diese Kinder gegeben hat, oder?

Hanna

Nicht nur Asien, ja - aber …
Hallo Stefan,

So eine Katastrophe ist natürlich sehr drastisch, und es ist
nur natürlich, daß man sich angesichts der großen Anzahl von
Opfern solche Fragen stellt. Viel schockierender finde ich
aber die Tatsache, daß *täglich* rund 24000 Menschen, davon
18000 Kinder, einfach verhungern, ohne daß viel darüber
berichtet, geschweige denn etwas daran geändert wird.

Vielleicht hab ich meine Frage missverständlich gestellt, aber mir ging es nicht (alleine) um Asien oder sonstwas, sondern Kernpunkt meiner Frage war angesichts von Asien zum Beispiel , auf welche Zusagen, Aussagen Gottes (siehe Psalm 91: http://www.bibel-online.net/buch/19.psalmen/91.html#…) ich mich als Kind Gottes dann noch verlassen kann, darf oder besser nicht sollte?

DAS verunsichert mich.

Wäre es
nicht die Pflicht der Menschen in den „reichen“ Ländern, hier
für Abhilfe zu sorgen? Man kann sich bei allen Katastrophen
oder Unglücken fragen „Wo war Gott?“, aber viel wichtiger ist
doch die Frage „Wo waren wir?“ - „Gott“ zeigt sich da, wo
Menschen füreinander da sind. (IMHO)

Da hast du unzweifelhaft recht.
Ich muss mir mal das Buch „GEspräche mit Gott“ zulegen
(http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3442307376/qid…)

Da hab ich mal gehört, dass da u.a. Antwortversuche für solche Fragen drin sind.
U.a. hab diesbezüglich mal gehört, gelesen, dass „wir reichen Nationen“ gar kein echtes Interesse haben, dass es den Armen besser geht, weil eine riesige Maschinerie dahintersteckt, die daraus Profit schlägt.

Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

Chris