Sorry, falls ich hier falsch sein sollte…
Es geht mir um die Ränge an Bord: Ich nehme an, die sind bei der Handelsschifffahrt anders als bei der Marine? Oder findet man auf einem Handelsschiff auch einen Oberleutnant zur See?
Vielen Dank schon mal - falls ich’s nachher vergesse - für Infos und/oder URLs!
Gruß,
Eva
Hallo !
Handelsschiff :
Kapitän (als Dienststellung, nicht Dienstgrad).
- Offizier
- Offizier
- Offizier
Kriegsschiff :
Komandant im Dienstgrad eines Kapt. zur See, Fregattenkapitäns, Korvettenkapitäns oder Kapt.leutnants, Oberleutnants oder Leutnants. Kommt ganz auf die Schiffsgröße an.
- Wachoffizier
- Wachoffizier
- Wachoffizier
Diese Wachoffiziere können den gleichen Dienstgrad wie der Kommandant haben. Hier sind die Dienstjahre ausschlaggebend.
Ein Handelsschiffkapitän ist nur an Bord Kapitän. Es es wie schon gesagt, eine Dienststellung, kein Dienstgrad.
Ein Marinekapitän bleibt Kapitän an Land, muß aber nicht unbedingt ein Schiff geführt haben.
Gruß max
Handelsschiff :
Kapitän (als Dienststellung, nicht Dienstgrad).
- Offizier
- Offizier
- Offizier
Find ich lustig, Max dass Du die Maschinesen nicht mit aufgezählt hast. 
Kapitän (Der Alte)
Die Deck s offiziere
- Offz (Chiefmate)
- Offz (oft mehrere)
Zur Decksbesatzung gehörten außerdem:
Bootsmann, Decksschlosser/Zimmermann, Matrosen
Weder Deck noch Maschine: Der Funkoffizier (Sparks)
Unter Tage, in der Zeche „Elend“ arbeiteten:
der leitende Ing (Chief)
der 2. Ing (gab es auch oft mehrere)
und die weiteren:
Schiffselektriker, Schmierer
Dann gab es noch die „Abteilung Freß und Lauf“
Koch, Kochsmaat, Stewards, Wäscher. Auf „Fleischfrachtern“ (Passagierschiffen) noch Zahlmeister und jede Menge dienstbare Geister.
Grüße
Eckard.
Hallo !
Deine Dienststellungen sind noch aus dem Mittelalter. Heute sieht das etwas anders aus.
Kapitän (Der Alte)
Die Deck s offiziere
- Offz (Chiefmate) = 1. Nautischer Offiz.
- Offz (oft mehrere) = 2. Nautischer Offiz.
Zur Decksbesatzung gehörten außerdem:
Bootsmann, Decksschlosser/Zimmermann, Matrosen
Von diesen Leuten gibt es seit ungefähr 25 Jahren niemanden mehr an Bord. Es gibt den Schiffsbetriebsmeister als Meister und den Schiffsmechniker.
Weder Deck noch Maschine: Der Funkoffizier (Sparks)
Den Funker gibt es seit 10 - 15 Jahren nicht mehr.
Unter Tage, in der Zeche „Elend“ arbeiteten:
der leitende Ing (Chief) = 1. Technische Offizier
der 2. Ing (gab es auch oft mehrere) = 2. Techn. Offizier
Mehr als einen 2. Ing. gab es nie. Die Dienststellung hatte nur einer inne. Die anderen wurden wie 2. Ings. bezahlt.
und die weiteren:
Schiffselektriker, Schmierer = Schmierer gibt es seit 25 Jahren nicht mehr. Es gibt nur noch Schiffsmechaniker.
Gruß max
Hallo !
Deine Dienststellungen sind noch aus dem Mittelalter. Heute
sieht das etwas anders aus.
Klar, mein Lieber
Hast ja recht.
Ich habe ja auch schon '85 abgemustert.
Aber ich denke mal, dass die Texte, mit denen sich Eva beschäftigt, sich nicht unbedingt nach der deutschen Schiffsbesetzungsordnung von 1992 richten oder von der SeeBG gegengelesen werden 
Für diejenigen Leser, die den aktuellen Stand der Dinge gern amtlich sehen wollen sein http://www.jura.uni-sb.de/BGBl/TEIL1/1992/19920022.1… empfohlen.
Grüße
Eckard.
Hallo !
Ich weiß nicht, mit welchen Texten sich Eva beschäftigt, aber wenn sie heute eine Frage stellt, ohne den Zeitraum dabei zu erwähnen, gehe ich von dem jetzigen Zustand aus.
Gruß max
Hallo !
Noch etwas zu dem Oberleutnant.
Natürlich kann es sein, dass einer der Offiziere oder der Kapitän an Bord eines Handelsschiffes auch Oberleutnant zur See der Reserve ist. Das gibt es sogar ziemlich oft.
Dieser Dienstgrad ist aber auf dem Schiff ohne Einfluß und nützt ihm auch nichts.
Nur - im Kriegsfall ist dieser Reserveoffizier Verbindungsmann zur Marineführung. Ein normaler Handelsschiffkapitän würde mit der Kriegsmarine nur sehr schwer kommunizieren können. Es wird dort eine andere Sprache gesprochen. Wohl deutsch und englisch, aber eben militär/marinespezifisch.
Deshalb bildet die Marine jedes Jahr eine bestimmte Anzahl von Handelsschiffsoffizieren zu Reserveoffizieren aus. Nach Beendigung dieses Lehrgangs ist es erheblich leichter, mit Handelsschiffen Kontakt aufzunehmen. Ohne diesen Lehrgang würden sie oft aneinander vorbeireden.
Dazu muß man noch wissen, dass deutsche Handelsschiffe sich im Kriegsfall natürlich den Marinen zur Verfügung stellen müssen, wenn sie dafür geeignet sind. Auf jedem Handelsschiff liegt ein versiegeltes Dokument der deutschen Behörden, welches auf Anweisung von Deutschland vom Kapitän geöffnet wird. Dort wird dann über das Schiff verfügt.
Gruß max
Ich weiß nicht, mit welchen Texten sich Eva beschäftigt, aber
wenn sie heute eine Frage stellt, ohne den Zeitraum dabei zu
erwähnen, gehe ich von dem jetzigen Zustand aus.
Hallo, Max & Eckart!
Ja, Eckart hat Recht, die Texte, um die es bei mir geht, sind immer etwas mittelalterlich angehaucht. Hätte ich erwähnen müssen, dass ich Infos aus der Zeit brauche, als die ersten Dampfschiffe - noch mit Besegelung - auftauchten. Andererseits - so hübsch datieren lässt sich’s auch nicht, da in der fraglichen fiktiven Welt alles mögliche zusammentrifft: Neues, Altes, Unwahrscheinliches.
Bleibt mir nur, euch beiden zu danken. Die Infos haben mir geholfen!
-) Eva
P.S. Habe mir ein interessantes Buch gekauft: Marineenzyklopädie A-Z von Jürgen Gebauer und Egon Krenz. Sehr brauchbar.
Hallo !
Wenn sie mittelalterlich angehaucht sind, gibt es natürlich keine Maschinenbesatzung und das Deckspesonal war auch anders zusammengesetzt. Es gab keine offiziere und keinen kapitän. Sie nannten sich anders.
War es zur zeit des Beginns der Dampfschiffahrt, gab es auch keine Ingenieure.
Also müßte man schon genau wissen, was für ein Schiff es ist. Die Zeit spielt dann keine Rolle, da sich Segelschiffzeit und beginnende Maschinenzeit überschneiden und gerade zu dieser Zeit alles im Umbruch war.
Die Nationalität des Schiffes ist auch wichtig, da zwischen den einzelnen Nationen große Unterschiede in der Schiffsbesetzung herrschten. Wie auch heute noch, was die Ausbildung betrifft.
Ich kann mir kaum denken, dass ein Schriftsteller, welcher einen Roman über die vergangene Seefahrt schreibt, hier auch nur zu 20% richtig liegt.
Gruß max
Wenn sie mittelalterlich angehaucht sind, gibt es natürlich
keine Maschinenbesatzung und das Deckspesonal war auch anders
zusammengesetzt. Es gab keine offiziere und keinen kapitän.
Sie nannten sich anders.
Meisten sind sie mittelalterlich angehaucht, dieser Roman nicht, er bewegt sich in einem zeitlichen (N)Irgendwo.
Ich kann mir kaum denken, dass ein Schriftsteller, welcher
einen Roman über die vergangene Seefahrt schreibt, hier auch
nur zu 20% richtig liegt.
Das es sich um Science-Fantasy handelt, hat der Autor in der Hinsicht keine Probleme. Er kann sich alles zusammenbasteln wie er möchte
Wo’s in der Realität nicht hinhauen würde, kommt ein wenig Thaumaturgie ins Spiel… Also habe ich auch meine Freiheiten, wollte mich aber doch im Rahmen des Wiederkennbaren bewegen. Die Seefahrt spielt in dem vorliegenden Roman auch nur eine Nebenrolle.
Danke und Gruß,
Eva