Seegang

Ich habe kürzlich eine Kreuzfahrt gemacht und dabei festgestellt, dass sehr viele Menschen auch auf Festland Seegang haben (ich auch).
Woher kommt das? Der Boden bewegt sich doch nicht! man läuft dann wie betrunken.
Bitte Erklärbär machen!

Ich habe kürzlich eine Kreuzfahrt gemacht und dabei
festgestellt, dass sehr viele Menschen auch auf Festland
Seegang haben (ich auch).

Hi Kay,
ein ähnlicher Effekt entsteht auch, wenn man auf einem Rummelplatz mit einem Gerät fährt, das darauf ausgerichtet ist, den Gleichgewichtssinn zu stören, denn der ist die Ursache für dieses Phänomen. Der Körper hinkt sozusagen mit seiner Wahrnehmung noch hinter der Irritation durch den Seegang her, das gibt sich aber nach kurzer Zeit wieder.
Gruß,
Anja

Dass es wieder vergeht, habe ich gemerkt, aber warum hinkt der Körper nach? Das Gleichgewichtsorgan bekommt doch keine Anregung mehr!

Hi!

Dass es wieder vergeht, habe ich gemerkt, aber warum hinkt der
Körper nach? Das Gleichgewichtsorgan bekommt doch keine
Anregung mehr!

Doch!
Das Gelichgewichtsorgan besteht aus einer Art Röhrensystem mit einer Flüssigkeit. Bewegt sich der Körper, bewegt sich auch die Fllüssigkeit, dessen Bewegung durch winzige Härchen regestriert wird.
STeigst du aus einem Karussel z.b. aus, bewegt sich die Flüssigkeit noch etwas weiter obwohl der Körper selbst sich nicht mehr bewegt.

Zum anderen bestimmt der Körper durch das Gleichgewichtsorgan seine Lage im Raum, aber auch durch die Augen. Durch beide Infos verrechnet das GEhirn die LAge des Körpers.

Im Falle des Karussels bewegt sich nach Aussteigen die Flüssigkeit im Gleichgewichtsorgan noch, die Augen zeigen aber eine ruhige Lage des Körpers. Das GEhirn ist durch die widersprüchlichen Infos verwirrt und du reagierst mit SChwindelgefühl und ev. Übelkeit.

Gruß,
Sharon

Das meinte ich nicht.
Wir sind von Bord gegangen und alles war ok. Nach einer Stunde oder noch nach Tagen ging es völlig Plötzlich los: Wir konnten auf festem Boden plötzlich Seegang spüren. Nach ca. 4 Tagen an Land war es weg.
So lange bewegt sich keine Flüssigkeit. Diese Erscheinung war auch nur temporär.

Adaption
Hallo!

Wenn’s nach einer Stunde auftritt, wars wohl Anpassung. Sprich, das Gehirn hat „gelernt“, sich trotz Seegang zu orientieren. Bist du dann auf festem Boden, muß das Gehrin wieder „umdenken“.

Beobachtbar ist das Phänomen z.B. mit einer speziellen Brille, die das Bild auf den Kopf stellt. Das Gehirn ist verwirrt, weil der Boden plötzlich oben ist und der Himmel unten. Nach einigen Stunden oder 1-2 Tagen sieht die Person „normal“, sprich sie kann sich orientieren. Nimmt man die Brille wieder weg, dauert es auch wieder seine Zeit, bis sich das Gehirn an die übliche Sichtweise gewöhnt. Ein sehr interessantes Experiment :wink:

Warum dies allerdings erst nach Tagen wieder auftritt (wirklich mit einigen symptomfreien Tagen dazwischen??), kann ich allerdings nicht erklären. Vielleicht hat sich das Gehirn durch irgendeinen Aspekt (sehen eines Bootes z.B.) wieder an den Seegang „erinnert“??

Gruß,
Sharon

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo !

Was mich wundert ist, dass man, wenn man aus einem Sturm heraus, denn, wann wackelt sonst ein Schiff, direkt an Land geht.
Die Einfahrt eines Kreuzfahrtschiffes in einen Hafen dauert aber mindestens, mit Lotsenübernahme, eine Stunde. Das heißt, in dieser Zeit liegt das Schiff schon wie ein Brett.

Geht man über die Gangway an Land, liegt das Schiff schon wenigstens eine Stunde und mehr ruhig und in dieser Zeit müßte sich der Körper auch an diese Ruhe gewöhnt haben.

Die Besatzungsmitglieder eines Schiffes haben solche nachträglichen oder verspäteten Schaukelgefühle nicht.
Ich bin mir sicher, dass Seekrankheit zu 99% und dieses nachträgliche Schaukeln nur bei Menschen passiert, die ununterbrochen daran denken. Seekrankheit und Unpässlichkeiten durch Schiffsbewegung entstehen schon frühzeitig im Kopf. Die Angst vor der Seekrankheit erzeugt sie erst.
Ebenso wird es mit dem Schaukelgang danach sein.

Seeleute haben nach dem Jahresurlaub oft unter Seekrankheit zu leiden. Verspüren vielleicht auch den Schaukelgang, aber nach drei bis vier Tagen ist man frei davon. Für mich eigentlich der Beweis, dass der Kopf diese Erscheinungen produziert.

Aber nach vier Tagen!!!

Gruß max

Das Problem ist nicht psychologisch zu erklären. Es ist Tatsache. Schau mal z.B. in Hamburg an den Hafen. Nach einem Tag an Land denke ich sicher nicht, dass das Schiff sich bewegt hat und ich jetzt deswegen torkeln muss. So ein Schmarrn.

Das Problem ist nicht psychologisch zu erklären. Es ist
Tatsache. Schau mal z.B. in Hamburg an den Hafen.

Was soll ich da schaun? Verstehe ich nicht!

Nach einem

Tag an Land denke ich sicher nicht, dass das Schiff sich
bewegt hat und ich jetzt deswegen torkeln muss. So ein
Schmarrn.

Na, wenn Du meinst. Nach einer Kreuzfahrt von 4 Tagen bist Du sicher Experte!

Guck’ Dir
mal statt des Hamburger Hafens die Vika von Max an,
vielleicht hilft es Dir, ihm doch eine gewisse Kompetenz zuzutrauen…
Finde es sehr interessant, dass Du eine Frage stellst, aber jede Antwort mit „Schmarren“ konterkarierst…
Nun denn,
anja

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Ich sehe das ähnlich wie Sharon. Es hat wohl mit der unbewußt gespeicherten Erfahrung auf See zu tun. Also eine Art Erinnerung, die man nicht steuern kann. Ähnlich wie bei einem flash-back, wenn man halluzinogene Drogen konsumiert hat (Cannabis, LSD).
Ich hatte einige Jahre ein Segelboot. Und ein bißchen bekannt kommt mir das persönlich auch vor, wenn auch nicht so deutlich.
Gruss von Branden

ganz einfach: Ich weiss, was ich denke.
Und ausserdem: Auf der Aida waren ca. 1000 Gäste. Wenn die fast alle auf Festland innerhalb von Minuten Sturzbetrunken waren, dann gebe ich Dir Recht.

ganz einfach: Ich weiss, was ich denke.
Und ausserdem: Auf der Aida waren ca. 1000 Gäste. Wenn die
fast alle auf Festland innerhalb von Minuten Sturzbetrunken
waren, dann gebe ich Dir Recht.

Nun erklär mir doch mal, warum ich in den Hamburger Hafen gucken soll!!

Hi,

das kenne ich auch von mir: Als Kind hatte ich immer davor Angst, bei Luftreisen
luftkrank zu werden - prompt wurde ich es. Heutzutage bin ich ganz entspannt und
bleibe von Komplikationen dieser Art verschont.

Grüße vom T.