Hallo, Gemeinde der Lesenden!
Kennt jemand brauchbare Literatur zum Begriff der Seele im Sprachgebrauch Hölderlins?
Mit Dank und Gruß!
Hannes
‚Seele‘ in Hölderlins ‚Archipelagus‘
Hallo, Hannes
Ich glaubte, die Philosophen kennten keine ‚Seele‘, nur die Theologen.
Im ‚Archipelagus‘ lässt Hölderlin jedoch die Seele in allen möglichen Registern erklingen …
http://www.philosophia-online.de/mafo/heft2007-5/Neu…
Gruss
Adam
Hallo, Hannes,
in der Aufsatzsammlung „Über Hölderlin“, herausgegeben von Jochen Schmidt gibt es einige Aufsätze, die dir helfen könnten.
Allerdings keiner direkt zum Thema.
Am ehesten: Karl Vietors: Hölderlins Liebeselegie
Und schau dich da mal um: http://hoelderlin-gesellschaft.de/index.php?id=2
Gruß Fritz
Hallo,
Adam!
Es ist nur so, dass dieser Begriff bei H. so häufig auftaucht, dass er geradezu ein Schlüsselwort für das Verständnis darstellt.
Beispiel aus einem einzigen Gedicht:
Ermunterung (Erste Fassung):
v. 10 ff.: „[…] stillebildend wallt […] / Der Othem der Natur um uns, der / Alleserheiternde, seelenvolle.“
v. 14 ff.: „[…] es komt die Zeit, / Daß aus der Menschen Munde sich die / Seele, die göttliche, neuverkündet.“
Ermunterung (Zweite Fassung):
v. 14 ff.: „[…] denn es ist die Zeit, / Daß aus der Menschen Munde sie, die / Schönere Seele sich neuverkündet,“
(ziziert nach der Ausgabe des Hanser-Verlags)
Schönen Gruß!
Hannes
Hallo,
Fritz!
Genau danach (Inhaltsverzeichnis der Jahrbücher) hatte ich, Hölderlinturmfan, gesucht!
Herzlichen Dank!!!
Kleine Anm.: Leider scheint mein Wunsch an die Hölderlintürmerin unerfüllbar zu sein. Ich hätte gern im Turm eine Computersimulation, die den Ausblick/Anblick wiedergibt, den Hölderlin seinerzeit vom Fenster aus auf Neckar und Stadt hatte. Die Platanen waren ja erst im 18. Hj. gepflanzt worden (vom Henker für den Scharfrichterbezirk „ob der Steige“, mein ich mal gelesen zu haben). Über die konnte H. wohl noch wegschauen.
Schöne Grüße!
Hannes
Dir geholfen zu haben gfreut mich bsunders!
Kleine Anm.: Leider scheint mein Wunsch an die Hölderlintürmerin unerfüllbar zu sein. Ich hätte gern im Turm eine Computersimulation, die den Ausblick/Anblick wiedergibt, den Hölderlin seinerzeit vom Fenster aus auf Neckar und Stadt hatte.
Dran bleiben! Insistieren! An wen muss ich schreiben, wenn ich mich deinem Wunsch anschließen will?
Die Platanen waren ja erst im 18. Hj. gepflanzt worden
Es könnte zu Lebzeiten Hölderlins geschehen sein. Das Bürgermeisteramt von Tübingen spricht den Bäumen mehr als 200 Jahre zu. Doch daran zweifle ich.
Meines Wissens sind erst 1805 auf Veranlassung des Kanzlers und Professors der Medizin Ferdinand Autenrieth (1772-1835) die Platanen vor der Burse gepflanzt worden. Ob man damals auch schon die auf der Neckarinsel pflanzte, konnte ich nicht eruieren.
(vom Henker für den Scharfrichterbezirk „ob der Steige“, mein ich mal gelesen zu haben). Über die konnte H. wohl noch wegschauen.
Wenn sie denn überhaupt standen.
Ich habe eine Postkarte von eine Guasche, um 1820 entstanden, auf der man die Ansicht von jenseits des Neckars auf die Bursa sieht. Die alte Aula und die Stiftskirche sind zu sehen. Der Turm des Schreiners Zimmer leider nicht.
Wenn du dir nun den Vordergrund anschaust, kannst du dir vielleicht vorstellen wie es von der anderes Seite aussah.
=> http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.med…
Klick auf: Bild in Originalgröße anzeigen.
Und ich kann auch keine Plataner erkennen. Außer die vor der Burse. Auch die Südstadt, den hässlichen Schulen auf der anderen Seite und das unsägliche Parkhaus standen noch nicht.
Hölderlin wird wohl bis zur Alb einen freien Blick gehabt haben.
Gruß Fritz