Hallo, Seglerinnen und Segler
Ich, Bergbewohner, habe am Kirchenbazar ein Segelschiff gewonnen und möchte nun
damit nach Hause segeln. Ich stehe also mit der Betriebsanleitung in der Hand am
Ruder:
„… Bei lose durchhängenden Mittel- und Unterwanten werden die Oberwanten von
Hand so angezogen, dass sie leicht gespannt sind, dabei aber die Mastkiep gerade
bleibt, wenn man vom Lümmelbeschlag zum Masttopp hinaufpeilt. Um
sicherzustellen, dass der Mast in Querschiffsrichtung senkrecht steht, wird das
Großfall so belegt, dass der Schäkel die Fußreling unter leichtem Zug querab von
den Püttings berührt. Nun wird mit gleichem Zug die andere Seite des Bootes
gemessen. Der Mast steht senkrecht, wenn der Schäkel an beiden Seiten den
gleichen Abstand zur Fußreling hat. Falls nicht, verstelle die Oberwanten
solange, bis der Abstand gleich und die Mastkiep gerade ist. …“
http://www.j80.de/technik/J80_Trimm_Manoever_040526.pdf
Könnte mir bitte jemand von euch diesen Text übersetzen, damit ich noch vor dem
Eindunkeln zu Hause bin?
Griss & Dank
Adam
Hi Adam
Ich, Bergbewohner, habe am Kirchenbazar ein Segelschiff
gewonnen und möchte nun
damit nach Hause segeln.
und kurz vorher hattest du eine Jagd gewonnen?
langsam entwickelst du dich zu einem Troll
übrigens heißt das Forum hier „Fremdsprachen“ und nicht „Fachausdrücke“
Gruss
ExNicki
Moin, Adam,
vielleicht wird Dir hier geholfen: http://www.mytilus.de/segellexikon.html
http://www.klaus-klausen.de/a.html
http://www.kiel-sailing-city.de/Service/Segelwissen_…
oder schwarz auf weiß:
Dietmar Bartz: Seemannssprache. Von Tampen, Pütz und Wanten. Delius Klasing Verlag, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-7688-1933-6 Buch anschauen
Gruß
Eckard
Hallo, falls du es wirklich wissen möchtest:
"… Bei lose durchhängenden Mittel- und Unterwanten werden
die Oberwanten von
Hand so angezogen, dass sie leicht gespannt sind, dabei aber
die Mastkiep gerade
bleibt, wenn man vom Lümmelbeschlag zum Masttopp hinaufpeilt.
Wanten gehören zum „stehenden Gut“, d.h. es sind Seile die nicht bewegt werden. Sie gehen von Mastspitze („Masttopp“) bis zum Bootskörper und halten den Mast. „Wanten“ spannen dabei querschiffs (d.h. von Masttopp bis Back-/Steuerbord), „Stagen“ längsschiffs (von Masttopp zum Bug/Heck) ab. Der „Mastkiep“ ist eine „Rille“ im Mast in der das Segel läuft. Der Lümmelbeschlag ist das Verbindungsgelenk zwischen Mast und Großbaum.
Um
sicherzustellen, dass der Mast in Querschiffsrichtung
senkrecht steht, wird das
Großfall so belegt, dass der Schäkel die Fußreling unter
leichtem Zug querab von
den Püttings berührt.
Das „Großfall“ ist das Seil, mit dem das Großsegel gesetzt wird. Schäkel und Reling sind klar, denke ich. „Püttings“ sind Beschläge, an denen Seile festgemacht werden.
Nun wird mit gleichem Zug die andere
Seite des Bootes
gemessen. Der Mast steht senkrecht, wenn der Schäkel an beiden
Seiten den
gleichen Abstand zur Fußreling hat. Falls nicht, verstelle die
Oberwanten
solange, bis der Abstand gleich und die Mastkiep gerade ist.
…"
Es geht halt darum den Mast lotrecht zu bekommen…
mfG Dirk