Sehbehinderung

Hallo, ich suche eine Maus bzw. „Mausähnliches“ mit eingebauter Kamera, die es ermöglicht, das „Gesehene“ auf einem Bildschirm (nach Möglichkeit TFT) darstellt.
Fragen: Nach möglichkeit ohne den „Umweg“ eines Computers; ev. „Direktübertragung“ auf einen der neueren „Flachbildfernseher“.

Himtergrund: Der Sehbehinderte soll ohne grossen technischen Aufwand z.B. in der Lage sein, z.B. seine Stromrechnung auf einen mind. 17 Zoll-Bildschirm zu sehen.

Danke. A.Mader

deine fragestellung ist furchtbar schwer verstandlich…

habe ich dich richtig verstanden, dass du auf einem fernseher ein blatt papier anschauen willst, und das nach moeglichkeit stark vergroessert?

wenn dem so ist, wie waere es dann mit einer digicam mit video-ausgang und makromodus?

Du hast Recht, ist auch etwas kompliziert; neuer Versuch.

  1. Der Sehbehinderte hat mit PC bzw. mit viel Technik nichts am Hut, daher sollte die Kamera in ener Maus eingebaut sein. Der Sehbehinderte führt die Kamera über das Lesegut und sieht es stark vergrössert auf dem Bildschirm. Ziel sollte es sein, z.B. die Zeile einer Spalte aus dem SPIEGEL direkt abzubilden.

  2. Die „Maus-Kamera“ sollte nach Möglichkeit (ohne z.B. PC) direkt an den Bildschirm angeschlossen werden, wie gesagt, wenig Technik. Daher auch die Idee, die Mauskamera an einen flatscreen-TV anzuschliessen.

  3. Bei herkömmlichen Lesehilfen bleibt die Kamera starr und das Lesegut wird bewegt. Diese Geräte sind technisch betrachtet, absolut unter Niveau; meistens handelt es sich eine SW-Kamera mit sehr schlechter Bildschirmqualität.

Trotzdem vielen Dank für den Tip, ich werde mich mal mit einer DigiCam beschäftigen.

AM

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Hallo Achim,

wird so nicht funktionieren, denn eine solche „Maus“ hätte einfach zu viel Probleme mit den Gesetzen der Optik. Um einen entsprechend breiten Originalausschnitt abzubilden brauchst du Abstand vom Objektiv. Wieviel Abstand hängt von der Brennweite der Optik ab, wobei kürzere Brennweiten weniger Abstand bedeuten, gleichzeitig aber auch zur Verzerrung neigen. Wenn du dir nur einmal ansiehst, was ein 28er Weitwinkel an einer normalen 35mm Spiegelreflexkamera schon bei minimalem Objektabstand an Verzerrung hinlegt - und wir reden hier von rund 30 cm - dann kannst du dir ausmalen, was ein noch annähernd handliches Gerät mit deutlich weniger als 30 cm Höhe an noch lesbar unverzerrter Bildbreite übertragen könnte.

Daher eben auch der klassische Aufbau entsprechender Lesegeräte ähnlich einem Reprotisch, wo man die Kamera dann mit ausreichend Abstand zur Vorlage hat.

Leider nicht ohne PC-Technik, aber denkbar wäre natürlich folgende Überlegung. Es gibt inzwischen Flachbettscanner mit Tasten am Gehäuse, die vordefinierte Anwendungen auf dem PC starten und damit das gescannte Bild anzeigen. Wenn man jetzt PC und Scanner so konfigurieren würde, dass bei Auslösen der Scannertaste ein möglichst einfacher Bildbetrachter in vorkonfigurierter hoher Auflösung starten würde, bei dem zudem der angezeigte Bildausschnitt per Maus problemlos verschiebbar wäre, hätte man für alle Dokumente bis A4 eine passable Lösung. Ohne PC geht es leider nicht, weil Scanner kein Videosignal liefern können.

Gruß vom Wiz

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Wiz, vielen Dank für die entscheidenden Hinweise.

Ich habe mich jetzt mit sog. Video Visualizer (früher nannte man so etwas Epidiaskop) beschäftigt und werde weiterhin in diese Richtung recherchieren.

Hier noch einige Hinweise für andere Interessenten:

  1. Suchbegriffe:
    Video visualizer, VizCam, Digital Presenter, computer document camera, video document camera
  2. Einige Hersteller:
    CANNON, SAMSUNG, ELMO, SONY
  3. Meine derzeitige Präferenz:
    Teure Lösung: SAMSUNG SDP-900 DX, ca. 2800 USD, Video- und XGA-Ausgang
    Preiswerte Lösung: VizCam 1000, ca. 1000 EURO (bei der Fa. www.masterb2b.de), nur Video-Ausgang

TKS A.Mader

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Moin!

  1. Der Sehbehinderte hat mit PC bzw. mit viel Technik nichts
    am Hut, daher sollte die Kamera in ener Maus eingebaut sein.
    Der Sehbehinderte führt die Kamera über das Lesegut und sieht
    es stark vergrössert auf dem Bildschirm. Ziel sollte es sein,
    z.B. die Zeile einer Spalte aus dem SPIEGEL direkt abzubilden.

Hmmm, nehmen wir mal an, er hat einen PC (muß ja nix hochaktuelles sein) und einen Handscanner. Sicher ließe sich der PC so konfigurieren, daß automatisch ein Grafikprogramm und ein Scannertreiber bei Hochfahren starten. Der Rest sit reine Konfigurationssache. Schwierig könnte es inzwischen sein, einen Handscanner aufzutreiben, aber das wär’s doch. Wenn der Bildschirm zu klein ist, dann eben mit TV-out an den Fernseher anschließen.

  1. Die „Maus-Kamera“ sollte nach Möglichkeit (ohne z.B. PC)
    direkt an den Bildschirm angeschlossen werden, wie gesagt,
    wenig Technik. Daher auch die Idee, die Mauskamera an einen
    flatscreen-TV anzuschliessen.

Ginge sicher im Prinzip auch, allerdings würde das Teil vermutlich etwas unhandlich…

Munter bleiben… TRICHTEX