SEHEN / Narzissmus

Hallo,

frage mich folgendes.

Ich selbst suche mehr Abstand zu den Dingen, möchte sozusagen die Maske von innen sehen. Habe gerade gelesen: So sieht ein Schizophrener, er ist näher an der Realität als ein Normaler, der nur die Oberfläche sieht und in ihr funktioniert, in ihr gefangen ist.

Inwiefern ist Narzissmus günstige Voraussetzung dafür? Habe gerade ein, zwei sehr intelligente (IQ nachgewiesenermaßen über 130 bzw 145) und narzisstische Menschen kennen gelernt, beide relativ „kalt“, hinterfragend (sie haben die perfekte Art des Lebens in unserer Gesellschaft vorprogrammiert), beide sehr gut darin.

Wie komme ich dem näher:
Auswandern?
Mit psychisch Kranken arbeiten?
Das Leben ernst nehmen?
Nahtoderfahrung, oder sonstwie „wirkliche Herausforderungen“ suchen, in denen kein Sicherheitsbedürfnis mehr angewandt werden kann? Wie kommt man überhaupt endlich aus diesem Sicherheitsbedürfnis (Gefängnis) heraus?

Das, die Angst, ist ja das eigentliche Übel unserer Gesellschaft…

Moin Igeline

So sieht ein
Schizophrener, er ist näher an der Realität als ein Normaler,
der nur die Oberfläche sieht und in ihr funktioniert, in ihr
gefangen ist.

Das ist, mit Verlaub, großer Quatsch, denn die meisten Schizophrenen sind weitaus mehr gefangen in ihrer Welt als die Normalos.

Inwiefern ist Narzissmus günstige Voraussetzung dafür?

Narzisstische Persönlichkeitsstörungen sind andere Erkrankungn als Schizophrenien. Das ist, als wenn du Äpfel und Birnen vergleichst - oder noch besser: Als wenn du Pest und Cholera vergleichst.
Beides sind schlimme Krankheiten.

Wie kommt man überhaupt endlich aus diesem
Sicherheitsbedürfnis (Gefängnis) heraus?

Am ehesten, indem du dir selbst eine Therapie gönnst.
Gruß,
Branden

Moin Igeline

So sieht ein
Schizophrener, er ist näher an der Realität als ein Normaler,
der nur die Oberfläche sieht und in ihr funktioniert, in ihr
gefangen ist.

Das ist, mit Verlaub, großer Quatsch, denn die meisten
Schizophrenen sind weitaus mehr gefangen in ihrer Welt als die
Normalos.

Nein, die Normalos sind in einer kollektiven Normalo-Welt gefangen.
Sie sehen weniger Inhalt als Oberfläche.

Inwiefern ist Narzissmus günstige Voraussetzung dafür?

Narzisstische Persönlichkeitsstörungen sind andere
Erkrankungn als Schizophrenien. Das ist, als wenn du Äpfel und
Birnen vergleichst - oder noch besser: Als wenn du Pest und
Cholera vergleichst.

Beides sind schlimme Krankheiten.

Wahnsinnige haben mehr Abstand zur „Realität“. Oder?
Vielleicht den nötigen Abstand, um nicht kollektiv zur Maschine zu werden.

Wie kommt man überhaupt endlich aus diesem
Sicherheitsbedürfnis (Gefängnis) heraus?

Am ehesten, indem du dir selbst eine Therapie gönnst.

Selbst bei Angststörungen tun die Therapeuten meist das falsche: Sie bieten Sicherheit, das Gefängnis Institution. Das ganze Gesundheitssystem ist auf dem Abhängigkeitsbedürfnis und den Realitätsfluchtwünschen der Masse, der Allgemeinheit, von allen Menschen gegründet.

Wolfgang Schmidbauer benannte die „Generation Angst“. Jeder, der Angst hat, und damit Hilfe sucht, kann in die Schublade Angststörung gesteckt werden.

Ein Erfolg von Therapie ist daher auch Verhindern selbständigen Reflektierens, da die Probleme ja irgendwann gelöst sind (so weit, dass Funktionieren möglich ist).

Ich würde jedoch noch gern wissen, wie man sich besser abgrenzt von Anderen, seinem eigenen Willen mehr folgt als allem Anderen.

MfG

Moin!

Wahnsinnige haben mehr Abstand zur „Realität“. Oder?

Mag sein, muss aber nicht heißen, dass sie die Dinge mit mehr Abstand betrachten können. Solange sie mit dem Rücken zur Welt stehen, sehen sie auch nicht mehr als andere.

Vielleicht den nötigen Abstand, um nicht kollektiv zur
Maschine zu werden.

Menschen, die keinerlei psychische Störungen aufweisen, sind imhO weit davon entfernt, zu Maschinen zu werden. Dafür muss man nicht ‚verrückt‘ werden.

Selbst bei Angststörungen tun die Therapeuten meist das
falsche: Sie bieten Sicherheit, das Gefängnis Institution.

Was wäre hier deiner Meinung nach das Richtige? Eine angsteinflößende Umgebung? Halte ich für kontraproduktiv.

Das
ganze Gesundheitssystem ist auf dem Abhängigkeitsbedürfnis und
den Realitätsfluchtwünschen der Masse, der Allgemeinheit, von
allen Menschen gegründet.

Dann mach einen besseren Vorschlag, wenn du einen hast.

Ein Erfolg von Therapie ist daher auch Verhindern
selbständigen Reflektierens, da die Probleme ja irgendwann
gelöst sind (so weit, dass Funktionieren möglich ist).

Kannst du das belegen? Oder sind das einfach nur Behauptungen von dir? Bis jetzt hab ich kein einziges Argument bei dir gefunden.

Ich würde jedoch noch gern wissen, wie man sich besser
abgrenzt von Anderen, seinem eigenen Willen mehr folgt als
allem Anderen.

Indem man nicht pauschal die gesamte Gesellschaft kritisiert, sondern den Blick auf die positiven Seiten der eigenen Existenz richtet.

Deine Probleme möchte ich haben!

Gruß, Flaschenpost

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Hallo!

Hallo,

frage mich folgendes.

Ich selbst suche mehr Abstand zu den Dingen, möchte sozusagen
die Maske von innen sehen. Habe gerade gelesen: So sieht ein
Schizophrener, er ist näher an der Realität als ein Normaler,
der nur die Oberfläche sieht und in ihr funktioniert, in ihr
gefangen ist.

Ich denke, du hast dein Problem gut erkannt. Menschen die eine Maske tragen haben mit sich ein Problem.
Du bemängelst das Gesundheitssystem und steckts voll drin. Schizophrenie ist eine erfundene Krankheit. Man unterstellt diesen Personen etwas.

Inwiefern ist Narzissmus günstige Voraussetzung dafür? Habe
gerade ein, zwei sehr intelligente (IQ nachgewiesenermaßen
über 130 bzw 145) und narzisstische Menschen kennen gelernt,
beide relativ „kalt“, hinterfragend (sie haben die perfekte
Art des Lebens in unserer Gesellschaft vorprogrammiert), beide
sehr gut darin.

IQ ist ein irgendwie festgelegter Wert. Hat überhaupt keine Aussagekraft zur Person als Ganzes.
Sollten diese genannten Personen für dich als Orientierung gelten, Bitte!

Wie komme ich dem näher:

Auswandern?

Mit psychisch Kranken arbeiten?

Das Leben ernst nehmen?

Nahtoderfahrung, oder sonstwie „wirkliche Herausforderungen“
suchen, in denen kein Sicherheitsbedürfnis mehr angewandt
werden kann? Wie kommt man überhaupt endlich aus diesem
Sicherheitsbedürfnis (Gefängnis) heraus?

Das, die Angst, ist ja das eigentliche Übel unserer
Gesellschaft…

Durch deine Kategoriesierung von Personen, Allgemeinaussagen zu Normalos usw. verstellst du dir den Weg dich selber zu erkennen und die Möglichkeit dich in der Gemeinschaft zu erfahren.
Den Abstand zu gewissen Dingen erlernt man nur in der Gemeinschaft.
Angst ist dein Problem und nicht das der Gesellschaft. Wie kommst du darauf zu behaupten, ich als Teil der Gesellschaft hätte Angst?
Ich bin der Meinung, dein Blickwinkel ist noch zu eng.
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah.
Gruß

Schizophrenie
Hi.

Habe gerade gelesen: So sieht ein
Schizophrener, er ist näher an der Realität als ein Normaler,
der nur die Oberfläche sieht und in ihr funktioniert, in ihr
gefangen ist.

Es gibt verschiedene Arten von Schizophrenie, die sich nur schwer unter einen Hut fassen lassen. Der eine hat Verfolgungswahn, der andere Halluzinationen. Mit „näher an der Realität“ hat das zunächst mal gar nichts zu tun, meistens ist das genaue Gegenteil der Fall.

Das hängt aber von der Definition der Realität ab. Selbstverständlich ist auch die „Realität“ der Normalen ein Konstrukt, aber es funktioniert ganz gut, im Unterschied zu den Realitätskonstrukten der Schizophrenen.

„Realität“ selbst ist kein eindeutig definierbarer Begriff. Philosophisch kann man ihn als die „intersubjektiv geteilte Sicht auf die Welt“ fassen.

Der Schizophrene verweigert sich - warum auch immer - dieser Intersubjektivität und errichtet seinen eigenen Interpretationskosmos, der sich aber mit dem intersubjektiven Kosmos stark überschneiden kann (z.B. bei der Paranoia).

Jemand, der unter Halluzinationen leidet, z.B. irreale Personen sieht, mit denen er sich unterhalten kann (ein Bekannter von mir macht das, wenn er keine oder zu wenig Medikamente nimmt), ist gewiss nicht näher an „der“ Realität, er hat unbewusst nur seine eigene konstruiert.

Chan

Moin

Schizophrenie ist eine erfundene Krankheit.

Ebenso könntest du behaupten, Krebs sei eine erfundene Krankheit.

Man unterstellt
diesen Personen etwas.

Ich habe eher den Eindruck, du unterstellst den Psychiatern etwas.
Gruß,
B.

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Hallo!

Moin

Schizophrenie ist eine erfundene Krankheit.

Ebenso könntest du behaupten, Krebs sei eine erfundene
Krankheit.

Naja, nicht erfunden aber ökologisch bedingt(Oder erfunden???). Vielleicht haben wir füher nicht so lange gelebt um Krebs zu bekommen? Vielleicht hat es früher keinen interessiert woran wir gestorben sind? Alles??? Es verdienen wenige viel an dieser Diagnose.

Man unterstellt
diesen Personen etwas.

Ich habe eher den Eindruck, du unterstellst den Psychiatern
etwas.

Ist jetzt schwierig, darauf ein Argument zu geben.
Unstrittig ist, dass verschiedene psychische Erscheinungen passend auf die gesellschaftlichen Verhältnisse diagnostiziert wurden. Bsp. Hysterie war vor einigen Jahrzehnten der große Renner.

Gruß,

B.

Ich habe meine Ausführungen im Bezug auf den Artikel erstellt.
Gruß

Gruß

Moin nochmal

Unstrittig ist, dass verschiedene psychische Erscheinungen
passend auf die gesellschaftlichen Verhältnisse diagnostiziert
wurden. Bsp. Hysterie war vor einigen Jahrzehnten der große
Renner.

Die Hysterie war kein Renner, sondern eine echte Erkrankung, die durch die viktorianischen Verhältnisse, mit insbesondere sexueller Unterdrückung der Frauen, verursacht oder zumindest gefördert wurden.
In einzelnn Fällen finden wir auch heutzutage noch solche schweren hysterischen (konversionsneurotischen) Erkrankungen, z.B. bei jungen Türkinnen, die in der Zwickmühle von westlich-offener Gsellschaft und strengen, sexualtabuisierenden Eltern gefangen sind.
Gruß,
Branden

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Hi

der letzte Satz war richtig gut … deine Probleme möchte ich haben.

Ich könnte zwar jetzt ausführlich meinen Gedanken freien lauf lassen und 3 Stunden später schauen ob noch Webspace über geblieben ist , oder treffend einen Arbeitskollegen zitieren , der vor ein paar Tagen folgenden Satz los gelassen hat , nachdem irgendie rümgeblödelt wurde , aber trotztdem der Inhalt arbeitsbezogen korrekt und SinnREICH war :

Man Seit Ihr bescheuert !
bei euch bleibe ich , bei euch fühle ich mich wohl .

Toni

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Hallo

Ich hab Deinen Artikel gelesen und für mich tauchen hauptsächlich verschiedene Wörter, zumeist aus der Medizin auf.
Man könnte auch sagen, hoffnungslos mit Fachbegriffen überladen, deren Zusammenhang mir nicht ersichtlich ist.

Meine Frage lautet deswegen:
Wo hast Du bei Dir eine Maske??
Siehst Du Vorteile in einer anerkannten Krankheit und in welcher?
Wenn Du Dich verändern möchtest, was möchtest Du am liebsten können oder sein?

MfG

sehen und reisen
Hallo Igeline,

ich gebe dir mal eine ganz andere Antwort:

möchte sozusagen

die Maske von innen sehen. Habe gerade gelesen: So sieht ein
Schizophrener, er ist näher an der Realität als ein Normaler,

Das war ein Bericht im Fernsehen (Ranga Yogeshwar?) in dem das Beispiel mit der Maske gezigt wurde (falls du dich darauf beziehst).
Der Zusammenhang war, dass manche Menschen unempfänglich für optische Täuschungen sind. Das waren aber, wenn ich mich recht erinnere, Autisten und Kinder, nicht Schizophrene.
Das hat mit einer Besonderheit der Wahrnehmungsverarbeitung zu tun.

relativ „kalt“, hinterfragend (sie haben die perfekte

Art des Lebens in unserer Gesellschaft vorprogrammiert), beide
sehr gut darin.

Willst du „kälter“ werden oder mehr hinterfragen?
Andere Wahrnehmung kann man zum Teil trainieren, Wahrnehmungspsychologie würde dich sicher interessieren!

Mit psychisch Kranken arbeiten?

Oder auch mit Menschen mit Autismus oder Sinnesbehinderungen. Dabei lernst du viel über „andere Wahrnehmungen“. Solltest selber aber psychisch stabil sein !

Das Leben ernst nehmen? Nun ja, nicht ZU ernst :wink:

Nahtoderfahrung,

bloß nicht! Was, wenn der Tod näher kommt als geplant?

oder sonstwie „wirkliche Herausforderungen“

suchen, in denen kein Sicherheitsbedürfnis mehr angewandt
werden kann?

Da hab´ich einen heißen Tipp für dich: kündige Job und Wohnung und reise für ein ´Jahr durch die Welt. Mit wenig Geld, viel Offenheit und ohne Reiserücktrittsversicherung. Da hast du tolle Erlebnisse inclusive und wirst dein Sicherheitsdenken los.
Hab ich selbr auch gemacht und nie bereut!

Das, die Angst, ist ja das eigentliche Übel unserer
Gesellschaft…

Dann ab dafür!

Gruß Bixie

Guten Morgen!

Moin nochmal

Unstrittig ist, dass verschiedene psychische Erscheinungen
passend auf die gesellschaftlichen Verhältnisse diagnostiziert
wurden. Bsp. Hysterie war vor einigen Jahrzehnten der große
Renner.

Die Hysterie war kein Renner, sondern eine echte Erkrankung,
die durch die viktorianischen Verhältnisse, mit insbesondere
sexueller Unterdrückung der Frauen, verursacht oder zumindest
gefördert wurden.

Genau, wie du eben richtig erkannt hast ökologisch bedingt.

In einzelnn Fällen finden wir auch heutzutage noch solche
schweren hysterischen (konversionsneurotischen) Erkrankungen,
z.B. bei jungen Türkinnen, die in der Zwickmühle von
westlich-offener Gsellschaft und strengen,
sexualtabuisierenden Eltern gefangen sind.

Damit das Kind einen richtigen Namen bekommt Hysterie. Ein „echter kranker Mensch“ ist damit diagnostiziert und muss irgendwie mit der „Krankheit“ klar kommen.
Die anderen machen sich einen Namen und verdienen Geld.

Gruß,

Branden

Glückwunsch zur Erkenntnis
Gruß

Hi

Ich denke, du hast dein Problem gut erkannt. Menschen die
eine Maske tragen haben mit sich ein Problem.

Ja, sie sehen auch nur die Masken Anderer. Ob „Konzentration“ ausreicht, bzw. „Meditation“? Weniger arbeiten / Mühle?

Du bemängelst das Gesundheitssystem und steckts voll drin.
Schizophrenie ist eine erfundene Krankheit. Man unterstellt
diesen Personen etwas.

Ja. Alle Krankheiten sind erfunden. Es gibt nur Leben und Tod und Zwischenlösungen sowie Wahnsinn (als Entfernung von der Realität). Gerade die Schizophrenen, auch die Borderliner, sind viel näher an der Realität als die eigentlich wahnsinnigen, die „Normalen“, die Angepassten, Funktionierenden (ich HASSE diesen Ausdruck).

IQ ist ein irgendwie festgelegter Wert. Hat überhaupt keine
Aussagekraft zur Person als Ganzes.

Ja, aber auf einem Intelligenzniveau lässt sich besser kommunizieren. Intelligenz UND Tiefe (Abstand) zusammen machen schon einiges her, können „gefährlich“ werden.

Sollten diese genannten Personen für dich als Orientierung
gelten, Bitte!

?

Durch deine Kategoriesierung von Personen, Allgemeinaussagen
zu Normalos usw. verstellst du dir den Weg dich selber zu
erkennen und die Möglichkeit dich in der Gemeinschaft zu
erfahren.

Hmm…
Weiß nicht…
Warum?

Den Abstand zu gewissen Dingen erlernt man nur in der
Gemeinschaft.

Ja, in Beziehungen.

Angst ist dein Problem und nicht das der Gesellschaft. Wie
kommst du darauf zu behaupten, ich als Teil der Gesellschaft
hätte Angst?

Jeder hat Angst. Die Gesellschaft ist sicherheitsbedürftig (erfolgreiche Vermarktung von Versicherungen, Autoritätsgläubigkeit / Bürokratie), weil die Welt verwirrend und unklar ist und somit Angst macht. Viele haben Angst vor Nähe und Bindung, und das löst noch mehr Angst aus.

Ich bin der Meinung, dein Blickwinkel ist noch zu eng.

Inwiefern?

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah.

Abstand halt, um zu sehen. DISTANZ haben vor allem die Narzissten, weil sie sich nicht auf Gefühle (Nähe) einlassen und vertrauen können.

Gruß, Igeline

Hallo!

Vielleicht haben wir früher nicht so lange gelebt
um Krebs zu bekommen? Vielleicht hat es früher keinen
interessiert woran wir gestorben sind? Alles??? Es verdienen
wenige viel an dieser Diagnose.

Es verdienen wenige viel, aber sehr viele ein wenig im Gesundheitswesen. Die Patienten sind die Opfer, die Ärzte die Täter.
Die einen nutzen die anderen aus, die Patienten auch die Ärzte, um ihr Sicherheits- und Abhängigkeitsbedürfnis zu befriedigen und Macht auszuüben (beidseits).

Um was anderes geht es nicht. Die Ärzte beobachten die Patienten beim sich selbst heilen.

Unstrittig ist, dass verschiedene psychische Erscheinungen
passend auf die gesellschaftlichen Verhältnisse diagnostiziert
wurden. Bsp. Hysterie war vor einigen Jahrzehnten der große
Renner.

Dann würde mich interessieren, warum. Hatten wir eine hysterische Gesellschaft? 68er könnte man schon als hysterisch bezeichnen, wenn ich mir Rainer Langhans so ansehe.

Heute haben wir eine narzisstische Gesellschaft.

Gruß

Mag sein, muss aber nicht heißen, dass sie die Dinge mit mehr
Abstand betrachten können. Solange sie mit dem Rücken zur Welt
stehen, sehen sie auch nicht mehr als andere.

Wann stehen sie mit dem Rücken zur Welt?

Menschen, die keinerlei psychische Störungen aufweisen, sind
imhO weit davon entfernt, zu Maschinen zu werden. Dafür muss
man nicht ‚verrückt‘ werden.

Der normale Mensch ist nur Rädchen im Getriebe, mehr oder weniger. Kann er aber selbst nicht beurteilen, da der Abstand fehlt.

Selbst bei Angststörungen tun die Therapeuten meist das
falsche: Sie bieten Sicherheit, das Gefängnis Institution.

Was wäre hier deiner Meinung nach das Richtige? Eine
angsteinflößende Umgebung? Halte ich für kontraproduktiv.

Die gibt’s eh. Beziehungen eingehen, und der Auseinandersetzung in der Beziehung NICHT aus dem Weg gehen. Durch alle Täler gehen. Sich also mit Menschen wirklich konfrontieren (was Angst macht).

Das
ganze Gesundheitssystem ist auf dem Abhängigkeitsbedürfnis und
den Realitätsfluchtwünschen der Masse, der Allgemeinheit, von
allen Menschen gegründet.

Dann mach einen besseren Vorschlag, wenn du einen hast.

Wofür jetzt?

Ein Erfolg von Therapie ist daher auch Verhindern
selbständigen Reflektierens, da die Probleme ja irgendwann
gelöst sind (so weit, dass Funktionieren möglich ist).

Kannst du das belegen? Oder sind das einfach nur Behauptungen
von dir? Bis jetzt hab ich kein einziges Argument bei dir
gefunden.

Das ist so. Man hat es nicht nötig, weiter zu arbeiten, und der Therapeut hat den Lösungsweg gestaltet, d.h., man ist nicht fähig dazu, selbst Lösungswege zu kreieren.

Deine Probleme möchte ich haben!

Tja…

Hallo

Das war ein Bericht im Fernsehen (Ranga Yogeshwar?) in dem
das Beispiel mit der Maske gezigt wurde (falls du dich darauf
beziehst).

Der Zusammenhang war, dass manche Menschen unempfänglich für
optische Täuschungen sind. Das waren aber, wenn ich mich recht
erinnere, Autisten und Kinder, nicht Schizophrene.

Ja, aber das hat mit der Abgrenzung zu tun. Autisten schützen sich von vornherein, Kinder sind noch nicht geblendet. Ebenso Schizophrene, sie teilen sich, um zu funktionieren.

Das hat mit einer Besonderheit der Wahrnehmungsverarbeitung
zu tun.

Willst du „kälter“ werden oder mehr hinterfragen?

Mehr hinterfragen, mehr Distanz bekommen, mehr hinterfragen müssen, um mehr Tiefe zu erlangen.

Andere Wahrnehmung kann man zum Teil trainieren,
Wahrnehmungspsychologie würde dich sicher interessieren!

Bestimmt.

Mit psychisch Kranken arbeiten?

Oder auch mit Menschen mit Autismus oder Sinnesbehinderungen.
Dabei lernst du viel über „andere Wahrnehmungen“. Solltest
selber aber psychisch stabil sein !

Mach’ ich. Ist aber was anderes, da sich PK viel mehr mit ihrer Umwelt auseinandergesetzt haben. Um ihnen helfen zu können, muss man allerdings im wirklichen Sinne gesünder sein (geheilt) und mehr Abstand haben als sie, um sie zu verstehen (also kränker gewesen sein).

Doch, das Leben ernst nehmen. Sich ernst nehmen.

Da hab´ich einen heißen Tipp für dich: kündige Job und
Wohnung und reise für ein ´Jahr durch die Welt. Mit wenig
Geld, viel Offenheit und ohne Reiserücktrittsversicherung. Da
hast du tolle Erlebnisse inclusive und wirst dein
Sicherheitsdenken los.

Hab ich selbr auch gemacht und nie bereut!

Passt gerade nicht so. So etwas ähnliches stelle ich mir unter Auswandern vor, aber mit „ernsthafterem“ Hintergrund (sich wirklich mit der Gesellschaft auseinandersetzen müssen). Oder mal zeitweise woanders arbeiten.

Was machen eigentlich die Widerstandskämpfertypen heutzutage?