Hallo Musiker!
Ich spiele seit geraumer Zeit E-Gitarre und in letzter Zeit plagen mich immer mal wieder Schmerzen im Unterarm und Handgelenk meines Greifarmes.
Ich wärme mich eigentlich vor jeder Übungssitzung auf und dehne meine Arme am Schluss.
Habt ihr ein paar Tipps wie man solche Sehnen- oder Gelenkprobleme verhindern kann?
Ich habe z.B. mal gehört dass man beim Üben mal mit einem dünnen „Erste Hilfe Handschuh“ über der Greifhand spielen soll.
Dadurch ist das Gefühl ungewohnt und man spielt nicht wie immer, sondern merkt, dass man eigentlich viel weniger Kraft zum Greifen braucht.
Das Anstrengenste für die Hand sind ja Bendings und das Legatospiel. Sollte man wenn der Arm lädiert ist, diese Techniken meiden? Oder die E-Gitarre wie eine Konzertgitarre halten? Eine Weile gar nicht spielen? Oder in der Zwischenzeit ein anderes Instrument bevorzugen?
Vielen Dank für eure Antworten!
Georg
Hai Georg!
Ich unterrichte seit vielen Jahren professionell E-Bass und habe bei meinen Schülern immer mal wieder damit zu tun.
IaR hängt dein Schmerz mit dem übermäßigem Druck im Daumenbereich der Greifhand zusammen.
Abhilfe schafft die Übung, mal OHNE DAUMEN (!!) zu spielen. Hintergrund ist die wesentlich gesündere Greifhaltung, bei der der An-Druck der Greifhand nicht aus dem Daumendruck auf der Halsrückseite kommt, sondern aus dem herabhängenden Greif-ARM. Dieses Gewicht zieht die Greifhand an den Hals ran. Der Daumen wird nach und nach wieder an den hals rangeführt und stabilisiert das Ganze dann nur noch. Er dient an Bass&Gitarre vor allem der lagenmäßigen Orientierung.
Ich hoffe, ein wenig geholfen zu haben. Gute Besserung!
Der Chris
Hallo Musiker!
Ich spiele seit geraumer Zeit E-Gitarre und in letzter Zeit
plagen mich immer mal wieder Schmerzen im Unterarm und
Handgelenk meines Greifarmes.
Ich wärme mich eigentlich vor jeder Übungssitzung auf und
dehne meine Arme am Schluss.
Habt ihr ein paar Tipps wie man solche Sehnen- oder
Gelenkprobleme verhindern kann?
Ich habe z.B. mal gehört dass man beim Üben mal mit einem
dünnen „Erste Hilfe Handschuh“ über der Greifhand spielen
soll.
Dadurch ist das Gefühl ungewohnt und man spielt nicht wie
immer, sondern merkt, dass man eigentlich viel weniger Kraft
zum Greifen braucht.
Das Anstrengenste für die Hand sind ja Bendings und das
Legatospiel. Sollte man wenn der Arm lädiert ist, diese
Techniken meiden? Oder die E-Gitarre wie eine Konzertgitarre
halten? Eine Weile gar nicht spielen? Oder in der Zwischenzeit
ein anderes Instrument bevorzugen?
Vielen Dank für eure Antworten!
Georg
Hi, ich hab nun speziell zur Problematik E-Gitarre keine Tips aber grundsätzlich:
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die Bewegungen, die zur Entzündung geführt haben, erhalten diese auch aufrecht. D.h. erst müsste mal die Ausheilung abgewartet werden.
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Natürlich möchte man sich nicht zu sehr einschränken, also garicht spielen (obwohl das die schnellste Heilung verspricht). Deshalb schränkt man die Bewegung des verursachenden Gelenks durch Stützmanschetten zum Anschnallen oder mit Klettband ein. entweder zur Abheilung, oder zur Vermeidung des erneuten Auftretens. Nur ist die Frage, ob Du so spielen kannst.
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oft resultiert eine Sehnenscheidenentzündung aus falschen Bewegungsabläufen (z.B. kurzzyklische Bewegung der Finger bei stark verdrehtem und/oder extrem abgewinkeltem Handgelenk). Deshalb könnte es was bringen, deine Handhaltung/Spieltechnik mal von einem erfahrenen Gitarrelehrer anschauen zu lassen, um eine ständige Wiederholung des Problems zu vermeiden.
A.