ich weiß nicht so ganz, wie ich mein Problem beschreiben soll.
Ich bin extrem sensibel, was die Stimmungen und Gefühle anderer angeht. Wenn z.B. jemand böse auf mich ist, oder beleidigt oder sich kritisiert fühlt, dann merke ich das sofort . Und dachte, das wäre normal, aber andere (Freunde oder Familie die dabei sind) merken das nicht, bzw selbst die betroffene Person sagt „das hast du gemerkt?“. Klingt irgendwie komisch, ich weiß. Das ist auf Dauer sehr belastend, weil man halt alle negativen Gefühle anderer direkt mitbekommt. Man sagt ein falsches Wort, und der andere fühlt sich angegriffen und ich mich direkt schlecht.
Manchmal wünschte ich, ich würde das unterdrücken können. Bin auch total empfänglich für Stimmungen wenn ich einen Raum betrete, merke auch direkt wenn jemand lügt oä.
Leider fühle ich direkt auch mit, bzw habe ein Grummeln im Bauch in solchen Situationen.
Ich finde es toll, dass es noch Menschen gibt, bei denen diese Wahrnehmung nicht beeinträchtig ist. Meiner Meinung nach sollte dies eigentlich die Normalität sein, leider scheint das immer mehr verloren zu gehen.
Sicher ist es manchmal unangenehm, mit allen so mitzufühlen, aber vielleicht hilft dir die Bewusstmachung, dass es nicht deine eigenen Gefühle sind und du lediglich diese Gabe des Mitfühlens hast, damit distanzierter umzugehen. Das trifft ja doch auch auf jede Art von Mitgefühl zu, dass man es nicht zu seinem eigenen machen muss.
Bewahr dir bitte diese Feinfühligkeit. Bei StarTrek kam einer solchen Person - einer Empathin - viel Bedeutung zu!
ich sehe zwei Dinge: Zum einen deine Fähigkeit, Stimmungen anderer Menschen sensibel wahrzunehmen. Zum anderen die für dich enstehende Konsequenz, negative Stimmungen zu deinen eigenen zu machen.
Heißt: Womit du umgehen lernen musst, sind nicht die Stimmungen anderer Leute, sondern deine eigenen.
. Wenn z.B. jemand böse auf mich ist, oder beleidigt oder sich kritisiert fühlt, dann merke ich das sofort .
Dahinter steckt mit hoher Wahrscheinlichkeit vor allem eines: Die Angst davor, etwas falsch zu machen und in der Folge nicht mehr gemocht zu werden. Es ist sogar wahrscheinlich, dass genau diese Angst dafür verantwortlich ist, dass du sensibel auf mögliche Anzeichen achtest, um zu verhindern, dich irgendwie unbeliebt zu machen.
Der Punkt, an dem du ansetzen solltest, wäre also zunächst deine eigene Unsicherheit. Aus solchen Wahrnehmungen können nämlich auch schnell Phantasien und Erwartungshaltungen werden, die im schlimmsten Fall in eine sozialen Phobie münden.
Ich bin extrem sensibel, was die Stimmungen und Gefühle
anderer angeht. Wenn z.B. jemand böse auf mich ist, oder
beleidigt oder sich kritisiert fühlt, dann merke ich das
sofort .
Wenn du Stimmungen und Gefühle sofort bemerkst, dann sollte das doch auch für die positiven Stimmungen und Gefühle zutreffen. Konzentrier dich doch ein bisschen mehr auf diese.
Wenn du allerdings nur negative Gerühle sofort bemerkst, dann steckt da vermutlich etwas anderes dahinter als nur Feinfühligkeit und Sensibilität.
Nutze Deine Sensibilität und stelle sie nicht ab! Ich fand das Buch Zart besaitet von Georg Parlow sehr hilfreich, vielleicht ist es ja auch für Dich interessant:
Dahinter steckt mit hoher Wahrscheinlichkeit vor allem eines:
Die Angst davor, etwas falsch zu machen und in der Folge nicht
mehr gemocht zu werden. Es ist sogar wahrscheinlich, dass
genau diese Angst dafür verantwortlich ist, dass du sensibel
auf mögliche Anzeichen achtest, um zu verhindern, dich
irgendwie unbeliebt zu machen.
Da ist ne Menge dran. Das ist nicht so leicht, das so einzisehen, aber ich kenne genau deine, Brenna; Fähigkeit und ich nun, so nach und nach wird mir immer deutlicher, dass das, was Jule sagt einen großen Anteil daran hat.
Der Punkt, an dem du ansetzen solltest, wäre also zunächst
deine eigene Unsicherheit. Aus solchen Wahrnehmungen können
nämlich auch schnell Phantasien und Erwartungshaltungen
werden, die im schlimmsten Fall in eine sozialen Phobie
münden.
Ja, da war beispielsweise ich leider zu spät. Ich steck mittendrin in der Phobie. Was man sich selbst auch nicht zwangsläufig direkt anmerkt. Hab ich im Leben nicht mit gerechnet, dass meine Panikattacken mit einer sozialen Angst zusammenhängen könnten. So täuscht man sich.
Deshalb: Tu was für dich.
Ich poste hier nur um das zu unterstreichen, was Jule sagt.
Hallo,
ich habe mal ein Buch über Hypersensibilität gelesen, weiß aber nicht mehr den genauen Titel. Google mal die Begriffe hochsensitiv o.ä.
Du kannst deine Gabe für viele soziale Berufe nutzen, denn ein solches Einfühlungsvermögen ist etwas, was man nicht lernen u. nicht kaufen kann.
Dir wird man ansehen, dass du gefühlvoll bist und man dir vertrauen kann.
(Ich spreche aus Erfahrung.)
LG Salesia
Du kannst deine Gabe für viele soziale Berufe nutzen, denn ein solches Einfühlungsvermögen ist etwas, was man nicht lernen u. nicht kaufen kann.
Und - sorry - im professionellen Bereich meist auch nicht brauchen kann. Zumindest dann nicht, wenn die Person nicht gelernt hat, sich ausreichend von den Empfindungen anderer Menschen zu distanzieren - und genau darin liegt das Problem.
Dir wird man ansehen, dass du gefühlvoll bist und man dir vertrauen kann.
Jo. Man wird sich ausheulen und ein paar Streicheleinheiten holen und hoffentlich nicht so schlimm dran sein, dass man die zu erwartenden Projektionen nicht aushalten kann.
Merke: Nicht jede Modediagnose bringt auch eine besondere Begabung mit sich.
Allerdings muss ich dazu sagen: Meiner Meinung nach gibt es auch viele, die psychisch aus anderen Gründen Probleme haben und sich dieses Schild umhängen, weil es interessant klingt und die Aura der Hochbegabung hat.
Begabung hängt wesentlich davon ab, wie man charakterlich in der Lage ist, eine solche auch zu leben. Singen können viele, aber nur wenige fangen damit etwas an.
Nutze Deine Fähigkeit, aber schütze Dich vor denen, die Dich zum Mülleimer erklären oder Dich sogar für ihre niederträchtigen Ziele zu manipulieren wissen; denn auch „böse“ Leute können diese Gabe haben!
Unterhalte Dich nicht all zu lange mit Leuten darüber, die Deine Fähigkeit für Blödsinn, Einbildung oder eine psychische Erkrankung halten, denn die schaden Dir. Halte Dich eher an solche, die auch so fein wahrnehmen und Dir dabei helfen, damit einen konstruktiven Umgang zu erlernen.
Vielleicht gibt es sogar in Deiner Nähe eine Selbsthilfegruppe?