Hallo!
Ich bin eine ‚reife‘ Hausfrau und koche seit Jahrzehnten Kartoffeln in 20 Minuten gar, vom Zeitpunkt des ‚ins Kochen geraten‘ gerechnet.
Jetzt haut das schon seit längerer Zeit nicht mehr hin. Meine Freundin bestätigte mir soeben am Telefon, dass auch sie seit vielleicht schon einem Jahr die Kartoffeln immer länger kochen muss, bis hin zu einer Dreiviertelstunde.
Ist Euch das auch schon mal aufgefallen und woran mag das liegen?
das liegt daran, dass Du im Handel fast nur noch neue Kartoffelsorten bekommst,
mit Namen, die man noch nie gehört hat. Der Grund: Es werden hauptsächlich
Kartoffeln gezüchtet, die für verlustlose Lagherung taugen und dem Handel zupass
sind. Ob sie noch schmecken oder ob man sie zuerst zu Tode kochen muss (das lange
Kochen zerstört ja auch die Vitamine, vom Geschmack mal ganz abgesehen),
interessiert Züchter und Handel wenig.
Zwischen „hochmodern“ und „ganz alt“ liegen die gängigen Sorten Cilena, Agria, Quarta, Berber, Rosara, Sieglinde. Selten noch (in der Müsliszene) Grandifolia und Granola.
Tendenziell kochen „vorwiegend festkochende“ Kartoffeln besser und leichter als „festkochende“ und „Salatware“. Ist aber auch Geschmackssache - ob man Kartoffeln vorzieht, die nach Kartoffel schmecken, oder solche, die vor allem nach Zucker schmecken…
– das Wasser ist immer noch aus dem gleichen Brunnen wie vor einem Jahr?
Ich verbrauche seit Jahren die Cilena, aber der link ‚Kartoffelvielfalt‘ ist für mich sehr interessant, weil es von mir aus nach Barum nicht weit ist.
Mach ich mal einen Ausflug hin.
Ich danke Dir!
Ja, das Wasser ist immer noch das Gleiche. Ich nehme seit langem die Cilena,
musste nur kürzlich mal ‚Princess‘ kaufen, weil Cilena alle war.
Wie schon gesagt, kann ich leicht mal nach Barum fahren zum Kartoffelvielfalt-Hof und mich da beraten lassen und auch mal ganz alte Sorten ausprobieren, wird mir Spaß machen.